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zum Thema Krise:

Elmarion, Freitag, 21.12.2007, 10:51 (vor 6608 Tagen)

Die Informationsfülle im Krisen-Thread unten verwirrt mich. Ich blicke nicht mehr durch!!!
Deshalb mal ganz einfach. Das Evolutionsprinzip beruht auf "kommen und gehen". Alles blüht, gedeiht um schließlich zu verwelken. Da gibt es keine "da oben" die irgendetwas dauerhaft im Griff haben und die ein System ewig erhalten können. Das sind auch nur kleine Arschlöcher, die am Ruder sind und fröhlich agieren, SOLANGE das Schiff läuft.
Ich glaube wir sind in der Endphase einer Epoche. Der Niedergang führt zu einer Krise, die sich selbst verstärkt (Ponzi-Schema), weil es immer mehr Menschen "raus drängt". Das führt am Ende zur "Reise nach Jerusalem" und zu den bekannten massenpsychologischen Efekten. (siehe Le Bon).

Beobachtungen:
"Das System" schreit mich an, dass ich immer noch mehr kaufen soll, dass ich auf Pump kaufen soll und das es geil ist, jeden Schwachsinn mitzumachen. Die letzten Joker werden eingesetzt!
Die Werbung ist hochgradig schwachsinnig und aggressiv - viel kann man da nicht mehr drauf setzen.
Schulen werden von Bodyguadrs bewacht, Kinder in den Müll geschmissen.
Seriöse Informationen gibt es kaum noch - nur noch ein nerviges, vielstimmiges Rauschen. Ein Hoch auf diese Forum und seinen Vorgänger!
Reichtum akkumuliert auf den dicksten Haufen - Armut breitet sich langsam aus.
In der Dorfkneipe treffe ich kaum noch jemanden. Alle haben keine Zeit oder kein Geld. Gemeinsinn und Freundschaft schwindet.
Kaum eine Ehe ist glücklich. > 50% Scheidungen. Die meisten Menschen sind unzufrieden. Immer mehr immer schneller wird verlangt: Depressionen, ADS, Verhaltensstörungen, Mobbing ec. nehmen zu.
Aggression nimmt zu, überall. Mord und Totschlag und Schund dominiert das Fernsehen.
Lügen und Betrügen: Aids, Klimawandel, VW im Puff, Siemens Schmieren-Schweinerei .... - lobbyabhängige Politik!
Kinder hängen ab mit Joysticks, können keinen Meter mehr springen.
Blindwütiger Feminismus. Gleichmacherei. Jungs bekommen schlechter Noten bei gleicher Leistung.
Verfettung und Verblödung weiter Bevölkerungsschichten.
Folge: Allgemeine Verschüttung des gesunden Menschenverstandes.
Das ist das Ende der "artgerechten Menschenhaltung".

WENN DAS KEINE KRISE IST!

Ja, ja, es war immer so in der Geschichte. Es war aber auch immer ein Kommen und Gehen - nur noch niemals auf einem solchen Wahnsinnsniveau wie heute. Niemals mit einer solchen Fallhöhe. Mit sovielen Menschen, so vielen Waffen und so vielen Ansprüchen.
What goes up WILL come down.
Trotzdem - schöne Weihnachten!

Elmarion

antworten
 

schönes Posting - aber es hätte in den Thread unten gehört ....

Chef @, Freitag, 21.12.2007, 11:24 (vor 6608 Tagen) @ Elmarion

.... und mit einer noch aussagekräftigeren Überschrift wäre es auch nicht übersehen worden <img src=" />

antworten
 

Eine schöne Kopfwäsche, mein Lieber.

prinz_eisenherz, Freitag, 21.12.2007, 13:34 (vor 6608 Tagen) @ Elmarion

Hallo Elmarion,
du bist nicht allein.
Haste aber jut jeschrieben, Keule eye, wirklich wahr.[[applaus]]

Man könnte darauf antworten, dann aber nimmt man deinem Schreiben die Wucht und den Zauber und das wäre ein Fehler.

Nur das eine noch dazu, so wie du, so empfinden es sicher viele, ich genauso intensiv. Aber was hinzu kommt ist dein Fallen, das zwar alle wissen, das der Weg gerade eine andere Richtung einschlägt, aber keiner weiß, was uns um diese Ecke herum erwartet und das erzeugt Unsicherheit. Ein Gefühl welches wir Menschen, kein Lebewesen so besonders reizvoll findet.

schönen Abend
eisenherz

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zum Thema Krise:

apoll, Freitag, 21.12.2007, 15:40 (vor 6608 Tagen) @ Elmarion

Danke dieser Beitrag bringt's an's Licht. Aber: ihre Zeit geht zu ende. Der materielle/irdische Fisch verschwindet, wird abgelöst vom geistigen Wassermann. Die Lügen kommen an den Tag. "Jene"haben in der dunklen kosmischen Zeit Jahrtausende gewirkt, die Menschheit an den Abgrund gedrängt und wissen sie haben nicht mehr viel Zeit ihr Werk zu vollenden, deshalb wüten sie wie Berserker, der Schaum quillt ihnen aus dem Mund, ihr Hass zerfrisst sie, weil sie fühlen,das sie es nicht schaffen. Es wird immer nur der Dreck, der Abschaum gezeigt, aber tief im Inneren dieser Volksseele ist noch alles erhalten, um nach dem Chaos eine völkische Ordung zu schaffen in welcher die Dunkelmänner keine Chance mehr haben. Nicht auf die Mehrheit kommt es an, es sind stets nur wenige gewesen, die die geschicke lenkten. Wie war das nach dem Bauernaufstand 1525? Nach dem 30jährigen Krieg(Grimmels-
hausen. Während andere Völker längst ihren Staat hatten, bekamen die deut-schen Stämme erst 1871 ihren Staat, welcher aber durch den Clan der Wahrheits
unterdrücker und der Allianz der Deutschenhasser zugrunde ging. Deutschland wird aber wieder auferstehen, denn die Feinde haben übersehen, dass sie im angerichteten Chaos selbst zugrunde gehen. Deutschland hat die Geister an der die welt (wieder)genesen kann.Apoll

antworten
 

zum Thema Krise:

Jochen, Samstag, 22.12.2007, 07:30 (vor 6607 Tagen) @ apoll

Danke dieser Beitrag bringt's an's Licht. Aber: ihre Zeit geht zu ende. Der
materielle/irdische Fisch verschwindet, wird abgelöst vom geistigen
Wassermann.

Uff, wußte gar nicht, daß LSD wieder zu haben ist.

Apoll

Ein griechischer Name: Wenn das der Führer wüßte...

antworten
 

Stimmt. Der Nestroy'sche Komet kommt ... dieses mal ganz sicher .... (oT)

weissgarnix @, Samstag, 22.12.2007, 01:19 (vor 6608 Tagen) @ Elmarion

- kein Text -

antworten
 

Hallo weissgarnix, hier steht etwas von Krise und nicht der Weltuntergang

prinz_eisenherz, Samstag, 22.12.2007, 02:42 (vor 6607 Tagen) @ weissgarnix

Wer aber aus einer offenkundigen Krise einen Weltuntergang herausliest, der ist mit seinem Bewusstsein selber nicht so weit davon entfernt, die Lage um sich herum als Weltuntergang einzuschätzen, denn sonst würde er eine Entscheidungssituation nicht gleich zum Weltuntergang umdeuten, logisch, oder?[[zwinker]]

Aber eines ist klar, der starke Löwe ist alt und schwach geworden. Der sonst immer sich die saftigsten Lämmer geholt und gefressen hat, der fängt an seine eigene Herde zu verspeisen, einen nach dem anderen. Das dumme ist nur, bei einem dummen, starken Löwen aber eher normal, das der Löwe nie begriffen hat, das nicht nur er die Herde beschützt, sondern das die Rotte auch ihn verteidigt.

Wenn er sich seinen eignen Schutz zerstört, dem passiert das, was still, fast unmerkbar, im Augenblick geschieht, eine starke Truppe von Hyänen versammeln sich um den einsamer werdenden Löwen und hetzen ihn solange, bis er die Kräfte verliert. Schon während der Hatz reißen sie ihm bei lebendigem Leib Fleischstücken aus dem Körper. Und je mehr er schwächelt, aus eigenem Verschulden, desto frecher und brutaler werden die Attacken, die Bisse tief ins Fleisch, alles bei vollem Bewusstsein.

Wenn das keine Krise ist, dann weiß ich nicht was eine Krise ist. Ein Weltuntergang ist das nie und nimmer, denn diese Annahme ist ausweglos und das ist dem menschlichen Handeln hier auf der Erde doch viel zu viel der Ehre erwiesen. Über uns Menschen geht die Welt hinweg aber nicht unter. Von unserem Geflatter geht die niemals unter, die Welt. Die eigenen Fehler zum Weltuntergang aufzublähen, das ist wieder einmal eine typisch menschliche Anmaßung, einen Umbruch als Weltuntergang zu deuten.

schönes Wochenende
eisenherz

PS: Dein Hinweis auf den Kometen von Nestroy war nett. Von dem Autor kannte ich nur den Namen, aber keines seiner Werke. Danke für die Anregung. Der Winter in D. hat auch etwas Gutes, man liest wieder einmal Texte, zu denen man im Sommer nicht kommt. Den Einstieg habe ich hier gefunden:
Weltuntergang á la 1833>>>

antworten
 

Hallo weissgarnix, hier steht etwas von Krise und nicht der Weltuntergang

weissgarnix @, Samstag, 22.12.2007, 07:08 (vor 6607 Tagen) @ prinz_eisenherz

Wer aber aus einer offenkundigen Krise einen Weltuntergang herausliest, der
ist mit seinem Bewusstsein selber nicht so weit davon entfernt, die Lage um
sich herum als Weltuntergang einzuschätzen, denn sonst würde er eine
Entscheidungssituation nicht gleich zum Weltuntergang umdeuten, logisch,
oder?[[zwinker]]

Ich sehe weder Weltuntergang noch Krise, um es mal klipp und klar zu sagen. Ich amüsiere mich jedoch köstlich über alles, was hier unter Krise so daherkommt: der eine redet von der Liqui-Krise am Geldmarkt, der nächste davon, dass die Einkommen nicht gerecht verteilt sind, später einer von Aids und Scheidungsraten, bis schliesslich einer aufkreuzt, und vom astrologischen Zeitalter des Steinbocks schwadroniert ... da ist Nestroys Komet das einzige, was als Ergänzung noch Sinn macht, findest du nicht ?

Wenn er sich seinen eignen Schutz zerstört, dem passiert das, was still,
fast unmerkbar, im Augenblick geschieht, eine starke Truppe von Hyänen
versammeln sich um den einsamer werdenden Löwen und hetzen ihn solange,
bis er die Kräfte verliert. Schon während der Hatz reißen sie ihm bei
lebendigem Leib Fleischstücken aus dem Körper. Und je mehr er schwächelt,
aus eigenem Verschulden, desto frecher und brutaler werden die Attacken,
die Bisse tief ins Fleisch, alles bei vollem Bewusstsein.

Du scheinst gerade "Brehms Tierleben" oder Grzimek zu lesen ... empfehle stattdessen die "Aeopschen Fabeln", die eignen sich für didaktische Kurzweil deutlich besser ...

Wenn das keine Krise ist, dann weiß ich nicht was eine Krise ist.

Lies Charles Kindlebergers "Maniacs, Panics & Crashes", dort steht's drinnen ... haarklein, mit vielen, vielen Beispielen aus 5 Jahrhunderten Finanzdesaster ... auch dort findest du aber keinen wirklichen Hinweis darauf, das aktuell die Megakrise anliegt. Auch den dottorschen "Minsky-Moment" vermag ich nicht zu diagnostizieren. Oder wenn, dann schon seit Ende der Achziger, was ungefähr auf's gleiche rauskommt.

PS: Dein Hinweis auf den Kometen von Nestroy war nett. Von dem Autor
kannte ich nur den Namen, aber keines seiner Werke. Danke für die
Anregung. Der Winter in D. hat auch etwas Gutes, man liest wieder einmal
Texte, zu denen man im Sommer nicht kommt. Den Einstieg habe ich hier
gefunden:

Ich bitte dich, Prinz: dass jemand wie du "Lumpazivagabundus" nicht kennen sollte, bzw. die Karl Kraus'schen Adaptionen des Kometenthemas, das ist ja wohl nur ein Scherz, oder ? - Jedenfalls sollte so einer, der Lumpazivagabundus nicht kennt, zum Thema "Krise" zunächst mal schweigen und zuerst die Standardliteratur zum Genre lesen ...[[zwinker]]

antworten
 

Aber Weltuntergänge sind viel schöner als Krisen

prinz_eisenherz, Samstag, 22.12.2007, 09:13 (vor 6607 Tagen) @ weissgarnix

## ich sehe weder Weltuntergang noch Krise ##

Hallo weissgarnix,
Das ist schön, denn auf nichts anderes wollte ich hinweisen, das die Bemerkungen von siggi mit keiner Silbe auf einen Weltuntergang hingedeutet haben, sondern seine persönliche Sichtweise auf Zeiterscheinungen ist, die ich persönlich auch so empfinde. Krise ist wohl eher vom Forenbcheffe mit ins Spiel gebracht worden.

Aber, da ich Forenbeiträge lese und nicht vorbeirauschen lassen, nehme ich dich beim Wort. Wir legen beide gemeinsam den Weltuntergang zu den Akten, zu den vielen anderen Weltuntergängen, die dort schon im Museum liegen. Da hast du mich auf deiner Seite, denn auch ich tue mein Bestes, um diese schnellen Weltuntergänge, die bei jeder Umbruchsituation immer gleich genannt werden, ein wenig zurück zu drängen.

Zur Krise, was soll das sein? Man kann es so handhaben wie ich es bei dir herauslese, daß eine Krise, solange sie dir nicht hautnah auf die Pelle rückt, keine Krise ist. Hier kann ich nicht anders, auch wenn ich die gesamte Palette der erotischen [[zwinker]] Weltliteratur - wie den Johann Nestroy - nicht kenne, hierzu den Autor zur Hilfe zu nehmen, mit dem ich groß und erwachsen geworden bin. Zur jeweiligen Betrachtung was eine Krise ist und was nicht, hätte der wahrscheinlich geschrieben:

Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Der Begriff Krise ist wirklich schwer zu fassen und man rutscht schnell ins Religiöse ab, wo jeder, für alles Unerklärliche, sich auf überirdische Einflussnahme rettet. Das kann ich nicht.

Ich versuche es mal mit einem andren Blickwinkel, vielleicht haben wir beide auf unseren unterschiedlichen Wegen hier eine gemeinsame Nullstelle. Eine Krise ist eine Herausforderung, aus gemachten Fehlern zu lernen, diese zukünftig zu vermeiden, es besser zu machen. Weniger schwülstig, es anders zu machen.

Ansonsten, wenn gar keine Objektiven Merkmale zu einer Krise existieren, dann bleibt tatsächlich nur der Glaube und der Nichtglaube an eine Krise übrig. Aber, ohne das ich es will, dabei habe ich die bessere Position, weil der Gläubige immer gegenüber dem Nichtgläubigen im psychologischen Vorteil ist.

Der letzte Absatz ist natürlich Schwachsinn, also schlage ich vor:

Weltuntergang niemals, Krise vielleicht.


## ich bitte dich, Prinz: dass jemand wie du "Lumpazivagabundus" nicht kennen sollte, bzw. die Karl Kraus'schen Adaptionen des Kometenthemas, das ist ja wohl nur ein Scherz, oder? ##

Dieser Hinweis von dir, der mich charakterisiert, der stürzt mich in eine schwere persönliche Krise, denn ich weiß nicht, was soll der bedeuten?
[[freude]]

schönes Wochenende
eisenherz

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zum Thema Krise:

nemo, Samstag, 22.12.2007, 06:25 (vor 6607 Tagen) @ Elmarion

Aus der Krise entsteht die Chance.

Erst wenn alles um einen herum verwahrlost, verdorben, versklavt, verloren und verblödet ist, gibt es die Chance sich darauf zu besinnen, dass es um Selbstverantwortlichkeit geht.

Ja, das Leben hat einen Sinn.
Aber das versteht man nur selbst, wer darauf wartet, dass es die anderen endlich erkennen, wartet vergebens.

Heute ist der erste Tag nach der Sonnenwende. Es geht wieder in Richtung Licht. Allen ein schönes, heiteres Julfest.

nemo

antworten
 

zum Thema Krise:

Albert @, Samstag, 22.12.2007, 09:42 (vor 6607 Tagen) @ Elmarion

Lieber Elmarion,

Apoll hat es ja schon angesprochen. Wir leben in einer Wendezeit.

Und gerade deshalb lohnt es sich vielleicht, auch das Positive mal zu betrachten, bevor diese Zeit (vielleicht) zu Ende geht.

Für Deutschland begann nach 1948 doch eine Phase, wo es steil aufwärts ging und zwar trotz der widrigen Umstände. Ich wurde eine gute Dekade später geboren, bin in guten Schulen erzogen worden, hatte immer genug zu essen und das Wirtschaftswunder brachte einen phantastischen Wohlstand für die meisten Deutschen. Erst gab es das Moped, dann Auto usw. Ich konnte reisen wohin ich wollte und hatte auch immer das Gefühl (erst seit einigen Jahren kritisch in Deutschland), im Prinzip sagen zu können, was ich wollte, ohne in den Knast zu wandern. Es gab keinen Krieg und die 68 ziger wirkten befreiend in sexueller Hinsicht und machten das Schul- und Studienleben locker. Was wollte ich mehr, als easy durchs Leben zu kommen. Die ersten Ausländer waren eine nette Bereicherung, brachten billige Imbißbuden, billiges Obst und lächelten stets von Herzen. Ich glaube auch, das diese Generation gerne hier war. Die Pobleme mit den jungen Türken kenne ich erst seit gut 10 Jahren. Die Kriminalität in Deutschland war stets niedrig, niemand mußte hungern, und wenn Du aufs Amt kamst, wurde/wird nicht zuerst Bestechungsgeld verlangt.

Wenn Du einmal vom schlechten Wetter absiehst, ist Deutschland bis heute ein insgesamt (immer noch) lebenswertes Land. Du kannst das Wasser aus dem Wasserhahn trinken; das Essen ist weitgehend genießbar und genfoodfrei
Bei meinen diversen Italienbesuchen (ich liebe dieses Land) wurde mir klar, das es anderswo keineswegs immer besser ist. In der Region Gardasee z.B. ist das Finanzamt scharf wie ein Flitzebogen, Ausländer bekommen bei Rechtsstreitigkeiten fast nie Recht und südlich von Rom regiert die Mafia.
Oder die Dominikanische Republik. Willst Du unter 90 % Schwarzen wirklich leben? Mit einem Militär, das bei Gelegenheit auch mal gerne 30000 Leute abknallt (wehe Du stehst zufällig dazwischen) und in irgendwelche Flüsse wirft. (so geschehen mit Haitianern (die allerdings wirklich in vielen Fällen hochgradig kriminell sind) vor etwa 12 Jahren)

Das Problem in Europa sehe ich eher in der jetzigen Richtung zum totalitären Kontrollstaat mit weitgehenden Befugnissen ausserhalb parlamentarischer Kontrolle.

Was Ehen usw. angeht. Vieles ist (Mann) doch auch selbst schuld. Ist nun mal bei diesen Gesetzen ein tollkühnes Unternehmen. Niemand zwingt Dich.Und verblöden muß auch niemand. Noch ist fast alles an Info zu kriegen, so Du es willst. Ich erlebe bei vielen Jugendlichen, das die Hintergründe eben auch nicht interessieren. Das ein Ei zwischen zwei Handies nach 60 Minuten gekocht ist - wen interessiert es?? Das der Fingerabdruck demnächst wie bei Schwerkriminellen registriert wird und zwar auch von kreuzbraven Bürgern, alles wird hingenommen. Aber sie werden eines Tages erwachen, wenn es sie selbst betrifft.

Dennoch - alles in allem finde ich unser jetziges Leben immer noch sehr lebenswert - für sich gesehen - und erst recht im Vergleich mit anderen Ländern. Marktwirtschaft - selbst in dieser verkrüppelten Form, die wir haben - ist , so finde ich, einfach mal diese Liebeserklärung wert, bei allen Schwächen, die Du immer findest.

Und ich hoffe auch, das das finanzielle Armageddon noch eine Weile Gnade mit uns walten läßt.


Liebe Grüße


Albert

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