...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse
certina, Samstag, 22.12.2007, 12:19 (vor 6605 Tagen)
hi,
hier mal als "Bildreinstell-Test" ein paar "andalusische Weihnachtsgruesse" an das board.
Nachfolgend auf dem (leider zu grossen) Bild, das sind „richtige“ frei wachsende „Weihnachtsstern-Buesche“, allerdings ein bissken groesser, als die "zuhause" verkauften kleenen Poettchen.i
Hier gibt es dagegen diesen deutschen Weihnachts-Christ-Baeume-Kult nicht,
dafuer sind ueberball und nirgends als farbig-kanlliger Blueten- Kontrast Hundertausende von Christussterne (beispielsweise in alle 4711 Kreisverkehre) gepflanzt.
Das sieht geil aus, diese knatschroten Blueten unter den ganzen immergruenen Palmen, Yuccas, Bananen-Stauden, zwischen den Bouganvillas-Meere (bluehen auch weitgehendst durchgehend), Oleandern, den momentan auch herrlich blühenden Aloa Vera's (siehe hier)
sowie die ueberall jetzt fast reifen Orangen an den Baeumen, die bis zu ca. 10 Meter hohe Riesen-Strelizien (jetzt auch exotisch bluehend) und ein Menge anderer, gerade jetzt mitten im Tiefst-Winter unglaublich bluehender Ranken-Planzen (siehe nanchstehende knall-orangenen 'Blueten-Faelle', die unser "Pflanzen Fachmann" Dieter mal namentlich festmachen/identifizieren muesste...(bist du nicht wieder auf dem Weg hier in die Regionen....?)
In dem blumigen Sinne allen ein paar harmonische Feiertage (2. Weihnachtstag ist hier normaler Arbeitstag...) und ein vor allem g e s u n d e s 2008
Allen allet Jute.
Adios
G.C.
Schade - nirgendwo Schnee zu sehen-also keine Weihnachtsstimmung ....
Der Husky, Samstag, 22.12.2007, 13:06 (vor 6605 Tagen) @ certina
Ich finds halts dem Ereignis entsprechender, wenns draußen KALT ist und der Schnee unter den Füßen knirscht und die gedämpfte Stille draußen auch einen selbst zum Flüstern zwingt ... .
Mein Beileid certina, du erlebst dort den 24.12. aber kein Weihnachten.
Meint der Husky!
Schade - nirgendwo Schnee zu sehen-also keine Weihnachtsstimmung ....
certina, Samstag, 22.12.2007, 14:05 (vor 6605 Tagen) @ Der Husky
Ich finds halts dem Ereignis entsprechender, wenns draußen KALT ist und der
Schnee unter den Füßen knirscht und die gedämpfte Stille draußen auch einen
selbst zum Flüstern zwingt ... .Mein Beileid certina, du erlebst dort den 24.12. aber kein Weihnachten.
Meint der Husky!
hi,
falsch - brauchen kein Beileid !
Eine Stunde Autofahrt entfernt bestes Ski und Schneegebiet fuer uns in der Sierra Nevada.
adios
G.C.
Schade - nirgendwo Schnee zu sehen-also keine Weihnachtsstimmung ....
Albert
, Samstag, 22.12.2007, 15:34 (vor 6605 Tagen) @ Der Husky
Ich finds halts dem Ereignis entsprechender, wenns draußen KALT ist und der
Schnee unter den Füßen knirscht und die gedämpfte Stille draußen auch einen
selbst zum Flüstern zwingt ... .Mein Beileid certina, du erlebst dort den 24.12. aber kein Weihnachten.
XX Hallo Husky, seien wir ehrlich. Der Winter war bisher ein bunter Mischmasch aus Regen, Wind und jeder Menge Erkältungen..
Der Schnee läßt jedenfalls hier im Westen (NRW) auch noch auf sich warten....
Dafür bollert die Heizung schon drei Monate (teuer) vor sich hin...
Der romantische Sankt Martin fand vielerorts auf sumpfigen Wiesen statt; ein Wunder, das der Tierschutzverein keine Anzeige schickte.
Der Winter hier in NRW findet meist erst Ende Januar statt. Dazwischen gibt es viel Grau....
Nunja. Noch nie in den letzten Jahren hab ich mich so nach Sonne gesehnt wie diesen Winter.
Wie konnte man auf die Idee kommen, hier im Winter zu wohnen? Die Zugvögel sind da schlauer oder?
Vielen Dank für deine Wortmeldung ...
Der Husky, Sonntag, 23.12.2007, 05:21 (vor 6604 Tagen) @ Albert
Der Idealwinter war es dieses Jahr (noch) nicht. Stimmt! Allerdings sollte man sich doch bei der Wetterbewertung immer vor Augen halten, daß es eben erstmal richtig "mistig" sein muß, auf daß man einen schönen Wintertag dann als wohltuend empfindet.Wenn das Wetter alle Tage schön wäre, würde man es doch nach 2Wochen nicht mehr merken wie schön es eigentlich ist.
Darum ist mir (gerade als Husky) JEDES Wetter recht.
Viele Wintersonnenwendgrüße sendet der Husky!
Schade - nirgendwo Schnee zu sehen - Husky
Elli
, Montag, 24.12.2007, 07:47 (vor 6603 Tagen) @ Der Husky
Ich finds halts dem Ereignis entsprechender, wenns draußen KALT ist und der
Schnee unter den Füßen knirscht und die gedämpfte Stille draußen auch einen
selbst zum Flüstern zwingt ... .
Du meinst also, nur Menschen auf der Nordhalbkugel und oberhalb des 40. Breitengrades (geschätzte 20 % der Erdbevölkerung) können Weihnachtsstimmung haben?
Think!
Heute Nacht im Erzgebirge 5cm Neuschnee...
Der Husky, Montag, 24.12.2007, 13:34 (vor 6603 Tagen) @ Elli
Du meinst also, nur Menschen auf der Nordhalbkugel und oberhalb
des 40. Breitengrades (geschätzte 20 % der Erdbevölkerung) können
Weihnachtsstimmung haben?
NEin, Natürlich nicht. Ich fühlte mich lediglich berufen, für alle die da keine andalusischen Blumen am 24.12. im Original sehen können, eine Bresche zu schlagen und auf die Eigenheiten der klassischen Winterweihnacht mit dem schlittenfahrenden Weihnachtsmann hinzuweisen.
Der Husky!
p.s. Womit fährt eigentlich der Weihnachtsmann in Andalusien ?
...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse
Cujo, Samstag, 22.12.2007, 15:18 (vor 6605 Tagen) @ certina
hi,
hier mal als "Bildreinstell-Test" ein paar "andalusische
Weihnachtsgruesse" an das board.
Nachfolgend auf dem (leider zu grossen) Bild, das sind „richtige“ frei
wachsende „Weihnachtsstern-Buesche“, allerdings ein bissken groesser, als
die "zuhause" verkauften kleenen Poettchen.iHier gibt es dagegen diesen deutschen Weihnachts-Christ-Baeume-Kult nicht,
dafuer sind ueberball und nirgends als farbig-kanlliger Blueten- Kontrast
Hundertausende von Christussterne (beispielsweise in alle 4711
Kreisverkehre) gepflanzt.
Das sieht geil aus, diese knatschroten Blueten unter den ganzen
immergruenen Palmen, Yuccas, Bananen-Stauden, zwischen den
Bouganvillas-Meere (bluehen auch weitgehendst durchgehend), Oleandern, den
momentan auch herrlich blühenden Aloa Vera's (siehe hier)sowie die ueberall jetzt fast reifen Orangen an den Baeumen, die bis zu
ca. 10 Meter hohe Riesen-Strelizien (jetzt auch exotisch bluehend) und ein
Menge anderer, gerade jetzt mitten im Tiefst-Winter unglaublich bluehender
Ranken-Planzen (siehe nanchstehende knall-orangenen 'Blueten-Faelle', die
unser "Pflanzen Fachmann" Dieter mal namentlich festmachen/identifizieren
muesste...(bist du nicht wieder auf dem Weg hier in die Regionen....?)In dem blumigen Sinne allen ein paar harmonische Feiertage (2.
Weihnachtstag ist hier normaler Arbeitstag...) und ein vor allem g e s u n
d e s 2008
Allen allet Jute.Adios
G.C.
Moin,
Die Gier nach Sonne, Strand und Meer ist dabei nur eine Deckadresse für das Leiden nicht an Kälte und Nässe, sondern an der Abstraktion der nur noch bewohnbaren, geopsychisch nicht mehr erspürten Umgebung. Die Weltmeister im Verreisen und freiwilligem Auswandern können deshalb auch kaum ermessen, was Menschen aufgeben, wenn sie von weither kommend in Deutschland eine neue Bleibe suchen; Mißtrauen und Feindseligkeit Fremden gegenüber sind so gesehen auch Indiz einer Geringschätzung der eigenen Heimat, psychoanalytisch nennt man das Ich-Schwäche, anthropologisch Selbstfremdheit.
"Jeder Mensch erfindet sich seine Geschichte" (Max Frisch); "Ich hab mir das nicht ausgesucht" (Hans Magnus Enzensberger). Beides richtig: kein Mensch hat sich die Geschichte ausgesucht, die er sich erfindet. Schon die Nachträglichkeit der "Erfindung" ist das Zugeständnis, daß es Geschichte - ebenso wie Heimat - nicht als Projekt geben kann, nicht einmal "Biographie" oder "Wahlheimat". Die Lüge von der optionalen Existenz mag zwar für die kulturalistische Feier des Individuums unverzichtbar sein, ändert aber nichts am Hineingeborenwerden und Beheimatetsein; die Sprache läßt Reflexiva - etwa sich verheimaten oder sich aufwachsen - hier nicht zu. Die Pseudomorphose von Heimat und Kindheit prägt den Lebensweg selbst dort, wo sie scheiterte: wer nie in einer Familie geborgen war, dem bleibt die ganze Welt zeitlebens fremd. Heimat ist, wo man umsorgt wurde, wo man sich weder um Liebeszuwendungen noch um die materiellen Voraussetzungen der Existenz zu sorgen brauchte. Weil man Heimat diesseits des Tauschverkehrs ursprünglich erfährt - als Geschenk -, muß man sie später, wenn für alles Lebensnotwendige ständig bezahlt werden muß, kontrafaktisch behaupten und mit geeigneten Stimmungsdrogen (Patriotismus, Musik, Landschaft, Gerichte) beschwören.
Erstens: die deutsche Seele und ihre Humanität ist unauflöslich an die wohltemperierte Landschaft gebunden, die die Menschen hierzulande maßstabgerecht widerspiegelt und ihnen Reflexion, altmodisch gesprochen Besinnung leichter macht als anderen Erdenbewohnern. Die Landschaft ist weder besonders schön, jedenfalls nicht in einem spektakulären Sinn, noch ist sie gewaltig, erhaben oder irgendwie bedrohlich - ähnlich wie das Klima. Das bindet die Menschen an sie, gibt ihnen Halt (wenn auch um den Preis einer Sehnsucht nach Weite, Sonne und Meer sowie eines Kontaktverlusts zu den Elementen) - im Gegensatz zu den viel zu großflächigen und extremen Landschaften Amerikas, Rußlands, Asiens oder Afrikas. Heimat abzüglich extremer Dimensionen und Naturgewalten: gemütliche Landschaft, Gemütslandschaft. Man kann sich darin einrichten, ist dann gleichsam in der Natur zu Hause.
Sprache ist Heimat, ja. Aber gerade nicht als die kontrollierte Hochsprache jener Intellektuellen, die sich notorisch darauf berufen; sondern als eine Mundart und Dichtung gemeinsame welterschließende, maieutische Grundstimmung, die jeden ergreift, der dem Sprachgeschehen als Medium ausgesetzt ist. Dialekt und Idiom, Geräusch und Geste, das wärmend-beruhigende Geschnatter der Muttersprache: Soundscape, die vom werdenden Bewußtsein durch alle Poren absorbiert wird, psychoakustisches Geleit in die Welt. Hingegen Hochsprache als Ersatzheimat: Ja. Das setzt voraus: Vertreibung, Auswanderung, Exil; intellektuelle oder künstlerische Weltfremdheit. Neuankömmlinge und Außenseiter, Zaungäste der gesellschaftlichen Betriebsamkeit bewahrt nur die Bildungssprache vor der Weltlosigkeit. Mit jener läßt sich drittens die Zweite Heimat gestalten: der Ort, an dem man seine Visionen verwirklicht, Resonanz und Anerkennung findet, Wahlverwandte, die zweite Liebe.
Es muß Hannover gewesen sein", resümiert der Ich- Erzähler in Wolfgang Hildesheimers Tynset seine Kurzodyssee durch das anonyme Straßengewirr einer deutschen "Landeshauptstadt" - ein zwölfseitiger Alptraum, den nur der heitere Sarkasmus dieses Autors davor bewahrt, ins Horrorgenre abzugleiten. Heimat braucht ein Gesicht, auch Hannover, sonst ist sie keine. Gesicht ist nicht nur etwas, das man wiedererkennt, weil es nicht austauschbar ist, Gesicht meint immer auch: Angeblicktwerden. Diese Landschaft blickt mich an, heißt: sie ist so eingerichtet, daß auch ich mich in ihr wiedererkennen kann; ich werde wahrgenommen von der Umgebung, weil sie mir etwas widerspiegelt, was jenseits aller biographischen Empfindlichkeiten ganz elementaren Bedürfnissen meines Inderweltseins entspricht. Bedürfnissen nach Halt und Richtung, nach Maß und Transparenz, nach Proportionen und Abwechslung, Form und Rhythmus, Wiederholung und Differenz.
Entscheidend ist nicht das Wo, sondern vielmehr das Wie des Befindens - also etwa ob (und wie) ich geliebt werde, welcher Arbeit ich nachgehe, mit wem ich befreundet bin, und vor allem: was mir durch den Kopf geht. An der Überschätzung der Standortfrage läßt sich daher umgekehrt auch der Grad an Atomisierung einer Gesellschaft bzw. an Orientierungslosigkeit der Individuen ablesen: "Wo ist das Problem?",
Und spätestens dann hat sich das Verhältnis von Territorium und Identität umgekehrt, sind die Futterplätze in die Weidegründe der Imagination eingewandert. Nur: wer ist "man"? Für wen ist diese transklassische Raum- und Zeitverortung persönlicher Selbstwahrnehmung repräsentativ? Auch Künstler, Wissenschaftler oder Diplomaten können den Kosmopolitismus, den etwa Paul Parin (Heimat, eine Plombe) als jederzeit möglich
Das Haus des Seins ist älter als alle Wörter, die es besetzt halten. Die primären Identitätszustände, Selbstbild und Selbstgefühl sind gebunden an Geschlecht, Alter und Temperatur, an Licht und Nahrung, Luft und Schlaf, in Jahrmillionen erprobten Biozyklen. Der wahre Kosmopolit wäre daher zunächst und vor allem ein Sensualist, der den Neigungen und Empfindlichkeiten seiner Physis vertraut, die sich bekanntlich nicht danach schert, ob der Wind aus Rußland, der Wein aus Chile oder die Küsse aus Äthiopien kommen. Könnten wir statt "ich habe einen Körper" sagen: "Ich bin dieser Körper, den ich bewohne (als Person) und der mich sein läßt (als Gattungswesen)" - Heimat müßte nicht länger jenen phantasmagorischen Ersatz für die Entfremdung vom leibhaftigen Substrat der Existenz liefern, der als Ausdehnung der je individuellen Heimlichkeit ins Soziale beginnt und zur Überschwemmung öffentlicher Diskurse mit privatmythologisch kodierten Affekten, eben zur "Tyrannei der Intimität" (Sennet) ausufert.
Besinnliche Tage
Cujo
...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse
Albert
, Samstag, 22.12.2007, 15:49 (vor 6605 Tagen) @ Cujo
Hi Cujo, schlaue Texte sind ja im Grunde immer willkommen.
Nur - mich beschleicht bei diesem das Gefühl, hier wird mit Gewalt umgedeutet.
Übersetzt heißt der Text doch: Der wahre Mensch kümmert sich einen Sch... um Wetter und Fremdbestimmung; nur der (Gemüts-) Kranke sehnt sich nach Sonne und Licht. Sicher mag es das geben, aber pauschal ein solches Urteil über alle mit Sehnsucht nach Süden abzugeben? Ich weiß nicht.
Und was den Ausländerabsatz angeht: Prinzipiell sind die Deutschen sehr wohl gastfreundlich; wenn aber erkennbar Teile der Gäste anfangen, das Gastrecht zu mißbrauchen, gar die Gasträume nach eigenen Gutdünken "um-zu-dekorieren" und schließlich das Klingelschild austauschen zu wollen, halte jedenfalls ich es für gesund, dem Grenzen zu setzen. Wo wir wieder bei der Fremdbestimmung wären....Das Ganze "Ich-Schwäche" zu nennen kommentiert sich insofern selbst. Im Übrigen ein Totschlag-Wort, das wohl auf alles und (fast) jeden zutrifft.
Das alles klingt irgendwie ein bißchen nach "68 ziger Soße" oder?
...klingt nur so...
Cujo, Samstag, 22.12.2007, 15:58 (vor 6605 Tagen) @ Albert
Das alles klingt irgendwie ein bißchen nach "68 ziger Soße" oder?
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Bite keine Beleidigungen...
Wenn 68, dann nur im Rabehlischen Sinne...
http://www.polwiss.fu-berlin.de/fsi/bernie/index.htm
Gruß
Cujo
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