Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
  • >Neu hier? / Infos
    • Leitlinien und Regeln
    • Das Gelbe Forum unterstützen
    • Hinweise zur Handhabung
    • Registrieren
    • Passwort vergessen?
    • Gefälschte E-Mails
    • Leserzuschriften
    • Abkürzungen
    • Impressum/Kontakt
    • Disclaimer
  • >Wissen
    • Einstiegsliteratur Debitismus
    • Weitere Literatur
    • Sammlungen
    • Buchempfehlungen
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
  • >Elliott-Wellen
    • Elliott-Grundkurs
    • Alle ELLI-Beiträge
    • Elliott-Links
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
  • >Themen
    • Risiken der Atomkraft
    • Buchempfehlungen
    • div. alternative Nachrichtenüberblicke
    • Froschgrafik
    • Chart du Jour
    • Das oekonomische Zitat
    • Beliebte Rechtschreibfehler
  • >Charts / Börsenlinks
    • Charts / Börsenlinks
    • Währungen
    • Rohstoffe
    • Aktienindizes
    • Gold in Euro
    • Silber in Euro
  • >Forumsarchive
    • Das alte Elliott-Wellen-Forum (2000-2007)
    • Das Gelbe Forum (2007-2017)
  
 
  • Login
zurück zur Hauptseite
  • in Thread öffnen

ARCHIV1 - HIER FINDET SICH DER ZEITRAUM BIS 2017

Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«
Unterstützen Sie das Gelbe Forum durch Käufe bei Amazon. | Weitere Buch-Empfehlungen und Amazon-Navigation

...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse

Cujo, Samstag, 22.12.2007, 15:18 (vor 6606 Tagen) @ certina

hi,

hier mal als "Bildreinstell-Test" ein paar "andalusische
Weihnachtsgruesse" an das board.


Nachfolgend auf dem (leider zu grossen) Bild, das sind „richtige“ frei
wachsende „Weihnachtsstern-Buesche“, allerdings ein bissken groesser, als
die "zuhause" verkauften kleenen Poettchen.i


[image]

Hier gibt es dagegen diesen deutschen Weihnachts-Christ-Baeume-Kult nicht,

dafuer sind ueberball und nirgends als farbig-kanlliger Blueten- Kontrast
Hundertausende von Christussterne (beispielsweise in alle 4711
Kreisverkehre) gepflanzt.
Das sieht geil aus, diese knatschroten Blueten unter den ganzen
immergruenen Palmen, Yuccas, Bananen-Stauden, zwischen den
Bouganvillas-Meere (bluehen auch weitgehendst durchgehend), Oleandern, den
momentan auch herrlich blühenden Aloa Vera's (siehe hier)


[image]

sowie die ueberall jetzt fast reifen Orangen an den Baeumen, die bis zu
ca. 10 Meter hohe Riesen-Strelizien (jetzt auch exotisch bluehend) und ein
Menge anderer, gerade jetzt mitten im Tiefst-Winter unglaublich bluehender
Ranken-Planzen (siehe nanchstehende knall-orangenen 'Blueten-Faelle', die
unser "Pflanzen Fachmann" Dieter mal namentlich festmachen/identifizieren
muesste...(bist du nicht wieder auf dem Weg hier in die Regionen....?)


[image]

In dem blumigen Sinne allen ein paar harmonische Feiertage (2.
Weihnachtstag ist hier normaler Arbeitstag...) und ein vor allem g e s u n
d e s 2008

Allen allet Jute.

Adios
G.C.

Moin,

Die Gier nach Sonne, Strand und Meer ist dabei nur eine Deckadresse für das Leiden nicht an Kälte und Nässe, sondern an der Abstraktion der nur noch bewohnbaren, geopsychisch nicht mehr erspürten Umgebung. Die Weltmeister im Verreisen und freiwilligem Auswandern können deshalb auch kaum ermessen, was Menschen aufgeben, wenn sie von weither kommend in Deutschland eine neue Bleibe suchen; Mißtrauen und Feindseligkeit Fremden gegenüber sind so gesehen auch Indiz einer Geringschätzung der eigenen Heimat, psychoanalytisch nennt man das Ich-Schwäche, anthropologisch Selbstfremdheit.

"Jeder Mensch erfindet sich seine Geschichte" (Max Frisch); "Ich hab mir das nicht ausgesucht" (Hans Magnus Enzensberger). Beides richtig: kein Mensch hat sich die Geschichte ausgesucht, die er sich erfindet. Schon die Nachträglichkeit der "Erfindung" ist das Zugeständnis, daß es Geschichte - ebenso wie Heimat - nicht als Projekt geben kann, nicht einmal "Biographie" oder "Wahlheimat". Die Lüge von der optionalen Existenz mag zwar für die kulturalistische Feier des Individuums unverzichtbar sein, ändert aber nichts am Hineingeborenwerden und Beheimatetsein; die Sprache läßt Reflexiva - etwa sich verheimaten oder sich aufwachsen - hier nicht zu. Die Pseudomorphose von Heimat und Kindheit prägt den Lebensweg selbst dort, wo sie scheiterte: wer nie in einer Familie geborgen war, dem bleibt die ganze Welt zeitlebens fremd. Heimat ist, wo man umsorgt wurde, wo man sich weder um Liebeszuwendungen noch um die materiellen Voraussetzungen der Existenz zu sorgen brauchte. Weil man Heimat diesseits des Tauschverkehrs ursprünglich erfährt - als Geschenk -, muß man sie später, wenn für alles Lebensnotwendige ständig bezahlt werden muß, kontrafaktisch behaupten und mit geeigneten Stimmungsdrogen (Patriotismus, Musik, Landschaft, Gerichte) beschwören.

Erstens: die deutsche Seele und ihre Humanität ist unauflöslich an die wohltemperierte Landschaft gebunden, die die Menschen hierzulande maßstabgerecht widerspiegelt und ihnen Reflexion, altmodisch gesprochen Besinnung leichter macht als anderen Erdenbewohnern. Die Landschaft ist weder besonders schön, jedenfalls nicht in einem spektakulären Sinn, noch ist sie gewaltig, erhaben oder irgendwie bedrohlich - ähnlich wie das Klima. Das bindet die Menschen an sie, gibt ihnen Halt (wenn auch um den Preis einer Sehnsucht nach Weite, Sonne und Meer sowie eines Kontaktverlusts zu den Elementen) - im Gegensatz zu den viel zu großflächigen und extremen Landschaften Amerikas, Rußlands, Asiens oder Afrikas. Heimat abzüglich extremer Dimensionen und Naturgewalten: gemütliche Landschaft, Gemütslandschaft. Man kann sich darin einrichten, ist dann gleichsam in der Natur zu Hause.

Sprache ist Heimat, ja. Aber gerade nicht als die kontrollierte Hochsprache jener Intellektuellen, die sich notorisch darauf berufen; sondern als eine Mundart und Dichtung gemeinsame welterschließende, maieutische Grundstimmung, die jeden ergreift, der dem Sprachgeschehen als Medium ausgesetzt ist. Dialekt und Idiom, Geräusch und Geste, das wärmend-beruhigende Geschnatter der Muttersprache: Soundscape, die vom werdenden Bewußtsein durch alle Poren absorbiert wird, psychoakustisches Geleit in die Welt. Hingegen Hochsprache als Ersatzheimat: Ja. Das setzt voraus: Vertreibung, Auswanderung, Exil; intellektuelle oder künstlerische Weltfremdheit. Neuankömmlinge und Außenseiter, Zaungäste der gesellschaftlichen Betriebsamkeit bewahrt nur die Bildungssprache vor der Weltlosigkeit. Mit jener läßt sich drittens die Zweite Heimat gestalten: der Ort, an dem man seine Visionen verwirklicht, Resonanz und Anerkennung findet, Wahlverwandte, die zweite Liebe.

Es muß Hannover gewesen sein", resümiert der Ich- Erzähler in Wolfgang Hildesheimers Tynset seine Kurzodyssee durch das anonyme Straßengewirr einer deutschen "Landeshauptstadt" - ein zwölfseitiger Alptraum, den nur der heitere Sarkasmus dieses Autors davor bewahrt, ins Horrorgenre abzugleiten. Heimat braucht ein Gesicht, auch Hannover, sonst ist sie keine. Gesicht ist nicht nur etwas, das man wiedererkennt, weil es nicht austauschbar ist, Gesicht meint immer auch: Angeblicktwerden. Diese Landschaft blickt mich an, heißt: sie ist so eingerichtet, daß auch ich mich in ihr wiedererkennen kann; ich werde wahrgenommen von der Umgebung, weil sie mir etwas widerspiegelt, was jenseits aller biographischen Empfindlichkeiten ganz elementaren Bedürfnissen meines Inderweltseins entspricht. Bedürfnissen nach Halt und Richtung, nach Maß und Transparenz, nach Proportionen und Abwechslung, Form und Rhythmus, Wiederholung und Differenz.

Entscheidend ist nicht das Wo, sondern vielmehr das Wie des Befindens - also etwa ob (und wie) ich geliebt werde, welcher Arbeit ich nachgehe, mit wem ich befreundet bin, und vor allem: was mir durch den Kopf geht. An der Überschätzung der Standortfrage läßt sich daher umgekehrt auch der Grad an Atomisierung einer Gesellschaft bzw. an Orientierungslosigkeit der Individuen ablesen: "Wo ist das Problem?",

Und spätestens dann hat sich das Verhältnis von Territorium und Identität umgekehrt, sind die Futterplätze in die Weidegründe der Imagination eingewandert. Nur: wer ist "man"? Für wen ist diese transklassische Raum- und Zeitverortung persönlicher Selbstwahrnehmung repräsentativ? Auch Künstler, Wissenschaftler oder Diplomaten können den Kosmopolitismus, den etwa Paul Parin (Heimat, eine Plombe) als jederzeit möglich

Das Haus des Seins ist älter als alle Wörter, die es besetzt halten. Die primären Identitätszustände, Selbstbild und Selbstgefühl sind gebunden an Geschlecht, Alter und Temperatur, an Licht und Nahrung, Luft und Schlaf, in Jahrmillionen erprobten Biozyklen. Der wahre Kosmopolit wäre daher zunächst und vor allem ein Sensualist, der den Neigungen und Empfindlichkeiten seiner Physis vertraut, die sich bekanntlich nicht danach schert, ob der Wind aus Rußland, der Wein aus Chile oder die Küsse aus Äthiopien kommen. Könnten wir statt "ich habe einen Körper" sagen: "Ich bin dieser Körper, den ich bewohne (als Person) und der mich sein läßt (als Gattungswesen)" - Heimat müßte nicht länger jenen phantasmagorischen Ersatz für die Entfremdung vom leibhaftigen Substrat der Existenz liefern, der als Ausdehnung der je individuellen Heimlichkeit ins Soziale beginnt und zur Überschwemmung öffentlicher Diskurse mit privatmythologisch kodierten Affekten, eben zur "Tyrannei der Intimität" (Sennet) ausufert.

Besinnliche Tage

Cujo

antworten
 

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

  • ...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse - certina, 22.12.2007, 12:19 [*]
    • Schade - nirgendwo Schnee zu sehen-also keine Weihnachtsstimmung .... - Der Husky, 22.12.2007, 13:06
      • Schade - nirgendwo Schnee zu sehen-also keine Weihnachtsstimmung .... - certina, 22.12.2007, 14:05
      • Schade - nirgendwo Schnee zu sehen-also keine Weihnachtsstimmung .... - Albert, 22.12.2007, 15:34
        • Vielen Dank für deine Wortmeldung ... - Der Husky, 23.12.2007, 05:21
      • Schade - nirgendwo Schnee zu sehen - Husky - Elli, 24.12.2007, 07:47
        • Heute Nacht im Erzgebirge 5cm Neuschnee... - Der Husky, 24.12.2007, 13:34
    • ...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse - Cujo, 22.12.2007, 15:18
      • ...mal zum Abschluss ein paar blumige andalusische Weihnachts-und Neue-Jahr-Gruesse - Albert, 22.12.2007, 15:49
        • ...klingt nur so... - Cujo, 22.12.2007, 15:58
      • @Cujo, zum 97. Mal: Text löschen (oT) [ [ kein Text ] ] - Moderator, 24.12.2007, 07:41

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.

CoinInvest -- Ihr Edelmetallhändler






444324 Einträge in 53482 Threads, 990 registrierte Benutzer, 159 Benutzer online (0 registrierte, 159 Gäste) | Forumszeit: 22.01.2026, 08:46 (Europe/Berlin)
Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik ud  Gesellschaft - und ein wenig alles andere) || Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz
✖