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Geld oder Liebe?

chiron, Sonntag, 23.12.2007, 09:36 (vor 6704 Tagen)

Weihnachten das Fest der Liebe steht unmittelbar bevor und damit geht die wirtschaftlich wichtigste Zeit des Jahres zu Ende – die Vorweihnachtszeit. Zu Ende geht auch die Dauerbeschallung mit Frank Sinatra-Liedern in den Einkaufsläden, angereichert mit künstlich erzeugtem Zimtduft und verkaufsfördernd herumstehenden Weihnachtsmännern. Gott sei Dank!

Erschöpft werden sich am Weihnachtsabend die Menschen ins Sofa plumpsen lassen, gebeutelt vom Einkaufsstress und geblendet vom Lichterglanz und sich unter dem Weihnachtsbaum ganz toll lieb haben - oder auch nicht…wenn man den Zeitungen glauben will.

Kein Tag verursacht so viele Spannungen und Streitigkeiten wie der Tag der Liebe. Eigentlich verrückt. Da geben sich die Menschen soviel Mühe, nehmen Stress und Schulden auf sich, aber die Liebe will sich nicht einstellen.

Ich frage mich gerade, ob das vor fünfhundert Jahren auch so war. Damals wurde den Menschen das Paradies versprochen, in dem sie ihr Erspartes der Kirche gaben. Geblieben sind der Petersdom und auch sonst viele Kirchen, die damit finanziert wurden, aber ob die Menschen das Paradies erhalten haben, davon habe ich noch nichts gehört.

Und heute versuchen wir uns die Liebe unserer Liebsten zu kaufen, entstanden sind Konsumtempel – ist doch irgendwie alles wie früher. Halleluja!

http://blog.zeitenwende.ch/geschichte/frohe-festtage/

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Das Mittelmass finden...

zenonvonelea @, Montag, 24.12.2007, 14:38 (vor 6703 Tagen) @ chiron

Hallo chiron

Es ist ein köstlich Ding Deine Glosse zu lesen. Vielen Dank!!
Mit Deiner weihnachtlichen Betrachtung hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. [[top]]

Geld oder Liebe?
Irgendwann - in unserer westlichen Wertegesellschaft und anderorts -, wird sich ein Individuum dieser Frage stellen.
Da ist es nur allzu natürlich, dass Akzente unterschiedlich gesetzt werden.
Solange der Mammonismus in einer Gesellschaft als das oberste Mass aller Dinge definiert wird, welchem sich alles unterzuordnen hat, solange wird auch die Liebe in zwischenmenschlichen Beziehungen entsprechend ausfallen.
Liebe als solche ist unkäuflich! Und wenn wir uns monetärer Mittel bedienen müssen, um überhaupt in den Genuss der Liebe zu kommen, sei es bei Bekannten, Freunden und Familie -, handeln wir schon nahezu prostituiv: Gebende wie Nehmende.

Darum ist es bedeutsam, dass wir erneut lernen unsere Ziele zu definieren. Und nicht blindlings den Klängen irgendeines Flötenspielers hinterherlaufen, der ausschliesslich sein eigenes Heil verfolgt, indem er uns ein vorgeblich seligmachendes verkauft. Natürlich ist das wie bei allem Ansichtssache. Doch, ja, wir sind nun einmal mitgestalterisch an unserer Welt. In jedem Augenblick! Ob wir das nun glauben wollen oder nicht. Deshalb sollten wir bald zu einem gesunden Mittelmass in unseren Gesellschaften finden; uns nicht Ziele und Vorgaben von irgendwelchen Leuten diktieren lassen, die meinen, aufgrund ihrer Position und Machtverhältnisse es tun zu können..., und die dabei stets unser Bestes im Fokus haben - und dennoch meinen uns bevormunden zu können wie Minderjährige.

Weihnachtliche Grüsse von zenon

--
Freundliche Grüsse,
zenon
-------
"Die Welt scheint nicht von Natur aus zu verstehen, dass Regierungen sich selber in den Bankrott treiben und Papierwährungen zerstören." (Jim Rogers)

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Danke für das liebevolle Kompliment :-) (oT)

chiron, Dienstag, 25.12.2007, 16:10 (vor 6702 Tagen) @ zenonvonelea

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