Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
  • >Neu hier? / Infos
    • Leitlinien und Regeln
    • Das Gelbe Forum unterstützen
    • Hinweise zur Handhabung
    • Registrieren
    • Passwort vergessen?
    • Gefälschte E-Mails
    • Leserzuschriften
    • Abkürzungen
    • Impressum/Kontakt
    • Disclaimer
  • >Wissen
    • Einstiegsliteratur Debitismus
    • Weitere Literatur
    • Sammlungen
    • Buchempfehlungen
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
  • >Elliott-Wellen
    • Elliott-Grundkurs
    • Alle ELLI-Beiträge
    • Elliott-Links
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
  • >Themen
    • Risiken der Atomkraft
    • Buchempfehlungen
    • div. alternative Nachrichtenüberblicke
    • Froschgrafik
    • Chart du Jour
    • Das oekonomische Zitat
    • Beliebte Rechtschreibfehler
  • >Charts / Börsenlinks
    • Charts / Börsenlinks
    • Währungen
    • Rohstoffe
    • Aktienindizes
    • Gold in Euro
    • Silber in Euro
  • >Forumsarchive
    • Das alte Elliott-Wellen-Forum (2000-2007)
    • Das Gelbe Forum (2007-2017)
  
 
  • Login
zurück zur Hauptseite
  • linear

ARCHIV1 - HIER FINDET SICH DER ZEITRAUM BIS 2017

Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«
Unterstützen Sie das Gelbe Forum durch Käufe bei Amazon. | Weitere Buch-Empfehlungen und Amazon-Navigation

Prost Neujahr: Ätzende Post - womöglich teures Nachspiel für Zehtausende von (Berliner) Fondsanleger

certina, Sonntag, 30.12.2007, 04:28 (vor 6598 Tagen)

Teures Nachspiel für Fondsanleger

Zehntausende Zeichner von Immobilienfonds der früheren Bankgesellschaft Berlin haben zum Jahresende schockierende Post bekommen. Darin werden Nachzahlungen angedroht, sollte sich die wirtschaftliche Situation ihrer Fondsgesellschaften verschlechtern, war zu lesen.

Von möglichen Nachzahlungen betroffen seien etwa 20 offene Immobilienfonds und schätzungsweise an die 30.000 Anleger. Sie wurden mal mit großzügigen Garantien zur Zeichnung der Immobilienfonds angelockt. Zudem habe es umfangreiche steuerliche Gutschriften für die Anleger gegeben. Weil aber diese Fonds in der Form von Kommanditgesellschaften aufgelegt worden seien, hafteten die Anleger laut Handelsgesetzbuch (HGB § 172 Abs. 4) in Höhe ihrer gesamten Einlage.

Jetzt wurden die Anleger daran erinnert, dass sie weiterhin haften, wenn ihre bereits ausgezahlten Gewinne aus dem „Haftkapital erfolgt sind.“ Das gleiche gelte, soweit Gewinne ausgeschüttet wrden seien, während das Haftkapital durch Verluste gemindert worden sei oder soweit das Haftkapital durch eine Gewinnausschüttung gemindert worden sei“, heiße es nun in diesen Schreiben. In einem Brief vom 21. Dezember 2007 wird einem Anleger eine Nachzahlung von rund 88.000 Euro, etwa 30 Prozent des eingezahlten Kapitals, angedroht.

Bislang seien zwar noch keine Zahlungsanforderungen versandt worden und auch akut nicht in Sicht. Doch einige Fonds seien, wie es im Umfeld dieser Gesellschaften heiße, in einer prekären Situation. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung halten man es für seine Pflicht, die Anleger auch auf diesem Wege nochmals darauf hinzuweisen, dass eine solche Inanspruchnahme im Falle des Fonds für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden könne, schreibtedie IBV Immobilien Beteiligungs- und Vertriebsgesellschaft der BIH-Gruppe mbh.

BIH steht für Berliner Immobilien Holding, eine landeseigene Gesellschaft, die im Auftrage des Senats der Hauptstadt die Abwicklung dieser Fonds betreibe.
Das Land Berlin müsss nach Auflagen der Europäischen Kommission in Brüssel für die großzügigen und meist branchenunüblichen Garantien geradestehen, die den Anlegern bei der Zeichnung dieser Fonds gemacht worden seien. Theoretisch könne der Schaden für das Land Berlin bis zu 21,6 Mrd. Euro gehen, praktisch muss es aber nur für Risiken von etwa vier bis sechs Mrd. Euro geradestehen. Um den Schaden für das Land allerdings so gering wie möglich zu halten, übernehme die BIH die Fondsanteile der Anleger und damit auch die Risiken und verkaufe die Immobilien. Darüber fänden gegenwärtig Verhandlungen mit interessierten Investoren statt, die im zweiten Quartal 2008 zu ersten Ergebnissen führen könnten.
Doch viele Anleger seien derzeit noch nicht bereit, ihre Fondsanteile an das Land abzutreten. Sie hatten ihre Einlagen oft mit Krediten finanziert. So können die jüngsten Briefe auch als Einschüchterungsschreiben gesehen werden, wie Kerstin Kondert meint. Frau Kondert hat die geschädigte Anleger in einem Aktionsbündnis organisiert.
Mit ihrem aktuellen Schreiben baue die IBV weiter an einer Drohkulisse, vor deren Hintergrund die Anleger zu wirtschaftlich ungünstigen Vergleichen und ggf. zu einer vorzeitigen – und damit für sie steuerschädlichen – Annahme der Abfindungsangebote motiviert werden sollen, sagt Frau Kondert. Durch den Gesellschaftsvertrag der Fonds sei eine Rückforderung der Ausschüttungen durch die Geschäftsführung nicht gedeckt, meine Rechtsanwalt Wolfgang Schirp der nach eigenen Angaben rund 3000 Anleger vertritt.
In einem jüngsten Urteil sei es Schirp jedenfalls in zweiter Instanz gelungen, die Landesbank Berlin (LBB) zu Schadenersatz zu verpflichten, weil sie beim Vertrieb des IBV Fonds Deutschland 3 von Problemen bei einem Hauptmieter der Immobilien gewusst haben soll (Az. 4 U 11/07, Urteil des Kammergerichts vom 4..12..2007).

Nach einer im April 2006 erhobenen zweiten großen Anklage müssen sich frühere Bank-Manager im nächsten Jahr für den entstandenenen Schaden bei der Auflage solcher Immobilienfonds verantworten. Im Mittelpunkt stünden die beiden Immobilienfonds, LBB 12 und IBV Deutschland 1. Durch die für 30 Jahre geltenden Mietgarantien sei dem Landeshaushalt ein Schaden von 55 Mio. Euro entstanden, so die Anklage. Die Immobilien seien nicht so gewinnbringend vermietet worden, wie es mit kaufmännischer Sorgfalt hätte geschehen müssen.

antworten
 

Jetzt wird Berlin ja so richtig sexy, vielleicht sogar Sexbombe (oT)

eddie09 @, Sonntag, 30.12.2007, 06:58 (vor 6598 Tagen) @ certina

- kein Text -

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

antworten
 

Schlechte Ausssichten oder schlechte journalistische Arbeit?

prinz_eisenherz, Sonntag, 30.12.2007, 08:48 (vor 6598 Tagen) @ certina

1)
Zehntausende Zeichner von Immobilienfonds der früheren Bankgesellschaft Berlin haben zum Jahresende schockierende Post bekommen. Darin werden Nachzahlungen angedroht, sollte sich die wirtschaftliche Situation ihrer Fondsgesellschaften verschlechtern, war zu lesen.

2)
Das Land Berlin muss nach Auflagen der Europäischen Kommission in Brüssel für die großzügigen und meist branchenunüblichen Garantien gerade stehen, die den Anlegern bei der Zeichnung dieser Fonds gemacht worden seien. Theoretisch könne der Schaden für das Land Berlin bis zu 21,6 Mrd. Euro gehen, praktisch muss es aber nur für Risiken von etwa vier bis sechs Mrd. Euro gerade stehen.

Hallo,
na wie denn nun, müssen die Fondzeichner nun nachbezahlen oder ist in jedem Fall die Stadt Berlin, der Berliner Steuerzahler derjenige, der für die Vertragsdaten der Fonds gerade stehen muss?

Zur der Zeit, als dieser Fond - von dem ich erst im nachhinein erfahren hatte - im Sinne des 2.Aussage verkauft wurde, war die Stadt Berlin der Bürge für die Fondsdaten. Ob die Einnahmen der Fondskäufe ausreichen oder auch nicht, in jedem Fall sichert die Stadt Berlin als Bürge die Eckdaten des Fonds ab.

Die wichtigsten waren, 25 Jahre Laufzeit und 7% Zinsen pro Jahr. Und dieser Fond ist recht schnell und ohne große öffentliche Bekanntmachung geöffnet und schnell wieder geschlossen worden. Aus diesem Fond haben dann einige den Salon – Sozialisten Gysi aus seinem Maulwurfshügel ausgebuddelt und nach oben gescheucht.

Das nun die Stadt Berlin nicht mehr für die Verluste einspringen muss, das ist seltsam. Sofern ich das Kleingedruckte bei dem Fond richtig gelesen habe, war doch besonders diese unbedingte Bürgschaft der Steuerzahlers der Stadt Berlin das besonders erotische bei diesem Fond.

Sammelstelle der Gelder, Käufer und Verwerter der Immobilien sollte die halbstaatliche Bankgesellschaft Berlin sein, hervorgegangen aus der ebenso halbstaatlichen WBK (Wohnungsbaukreditanstalt). Und die glänzenden Aussichten, auf denen dieser üppige Fond beruhte, beruhten auf die damaligen Gutachten von großen und sehr teuren Beraterfirmen, die Berlin eine wirtschaftliche Expansion ungeahnter Größenordnung vorhersagte, mit einem Bevölkerungsanstieg über die nächsten 10 Jahre von 3 Millionen auf 5 Millionen Einwohner.

Dem damit verbundenen großen Wohnungsbedarf, der überproportionale Anstieg der Immobilienpreise, dem dazu empfohlenen Ankauf der Wohnungen aus der ehemaligen Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft der DDR, Komplexe wie die vielen Wohnungen in Hellersdorf und Marzahn, die bei dem vorhergesagten Anstieg der Immopreise geteilt werden und mit viel Gewinn als Eigentumswohnungen verkauft werden sollten. Eine klassische Immobilienblase mit einem häßlichen Nachbrenner. Aber trotzdem haftet nach meinem Kenntnistand die Stadt Berlin für die Eckdaten dieses Fond.

Jedenfalls werden wieder einige Anwaltsbüros sich eine goldenen Nase verdienen, bei dem drohenden Rechtsstreit mit einem Streitwert, bei dem es um viele Millionen Euro geht.

bis denne
eisenherz

antworten
 

Schlechte Ausssichten oder schlechte journalistische Arbeit?

Bambus @, Sonntag, 30.12.2007, 17:50 (vor 6597 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo prinz_eisenherz,

bei den Fonds die als GBR aufgelegt wurden mag das mit der Garantie sein. bei KG haftet der Komplementät aber schon mit seiner Einlage.

So wie ich das verstehe geht es hauptsächlich um die Ausschüttungen!! Und die Ausschüttungen waren keine Gewinnausschüttungen sondern obwohl ein Verlust buchmäßig (steuerlich) vorhanden war, durch die Abschreibungen, ist Geld am Jahresende in der Kasse gewesen. Das ist ja der Sinn der geschlossenen Immofonds gewesen. Wenn diese Liquidität ausgeschüttet wurde dann wird das wie eine Entnahme gewertet, die z.B. im Insolvenzfall als Eigenkapital wieder dem Fonds zufließen muß.
Mich wundert, das in dem Artikel von offenen Fonds die Rede ist???

Die Frau Kondert ist seit Jahren bekannt in Berlin, die setzt die finanzierenden Banken unter Druck indem sie mit diesem genannten Rechtsanwalt die Anleger um sich versammelt und mit Klagen droht. Selber übernimmt sie dann die Verhandlungen mit den Banken und teilweise die Betreuung der Immobilien.

ich tippe mal eher darauf, das noch ein paar Kaufinteressenten angelockt werden sollen und die Fondsanleger sollen einem Verkauf zustimmen...Die Preise sind doch jetzt ganz ok, auch für die Verkäufer. ich kann mir nicht vorstellen, das bei den heutigen Preisen in Berlin noch große Verluste anstehen.
Schwierig wird das natürlich bei den Fonds, die in Brandenburg oder meckPom investiert sind, da gibts noch nen paar ordentliche Haftungsfälle.

Gruß
Bambus

antworten
 

Schlechte Ausssichten oder schlechte journalistische Arbeit?

prinz_eisenherz, Montag, 31.12.2007, 01:23 (vor 6597 Tagen) @ Bambus

Hallo Bambus,
danke für deine Hinweise.

Ich habe nicht gewußt, das um die Bankgesellschaft Berlin herum mehre, ganz unterschiedlich konstruierte geschlossene Immobilienfond aufgelegt wurden.
Den, den ich meine - frage mich nicht nach dem Namen, vergessen - da haben manche, bei den Konditionen, sich Kredite geben lassen, um möglichst hoch sich dort Anteile zu verschaffen.
Für mich persönlich wäre der schon interessant gewesen, nur die gesamten steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten optimal zu nutzen, so wohlhabend bin ich dann doch nicht, bei der langen Laufzeit, da war der Fond denn doch eher für ein ganz anderes Klientel zugeschnitten.

Angebote, allerdings nicht mit einer solchen staatlichen Bürgschaft, meine Rücklagen in einen geschlossenen Immobilienfond zu investieren, deren hatte ich von der Seite der Banken einige. Aber mit den hohen Garantieauschüttungen nie. Es waren welche, die rein privat gestaltet wurden.

Und darum auch vor längerem der Aufschrei von einigen in der Stadt, bei dem hohen Risiko für den Steuerzahler und dazu der schlechten finanziellen Lage von Berlin, die Fondzeichner moralisch unter Druck zu setzen, die Fondsbedingungen im nachhinein neu zu gestalten, weniger üppig.

An diese Variante dachte ich, das jetzt nach Möglichkeiten gesucht wird die Fondsteilnehmer aus den alten Verträgen heraus zu drängen, um diese, ohne staatliche Garantie, neu zu verkaufen. Bei der Variante sehe ich keine Chance, außer der Rückgabewert ist so interessant hoch, das sich ein Großteil der Fondzeichner lieber Bargeld geben lassen als weiter, fest angelegt, an ihr Geld nicht heran zu kommen.

bis denne
eisenherz

antworten
 
RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.

CoinInvest -- Ihr Edelmetallhändler






444324 Einträge in 53482 Threads, 990 registrierte Benutzer, 121 Benutzer online (0 registrierte, 121 Gäste) | Forumszeit: 22.01.2026, 00:54 (Europe/Berlin)
Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik ud  Gesellschaft - und ein wenig alles andere) || Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz
✖