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Offtopic: Das sog. "Wannsee-Protokoll"

Divinum, Sonntag, 30.12.2007, 18:31 (vor 6598 Tagen)

Hallo Forengemeinde!

Ich habe vor kurzem das sogenannte "Wannsee-Protokoll" unter die Lupe genommen und möchte nun folgende 30 Fragen dazu aufwerfen:

1. Warum fehlt bei dem "Protokoll" das Datum?

2. Warum fehlt der Name der ausstellenden Dienststelle?

3. Warum fehlt der Name und die Unterschrift des Protokollführers? Warum wurde das Protokoll nicht gegengezeichnet?

4. Warum fehlt der Eingangsstempel der empfangenden Dienststelle?

5. Warum fehlt die Angabe des Verteilers?

6. Warum wird das Aktenzeichen falsch angegeben (unten rechts auf S.1)? Dort steht D. III. 29. g. Rs., es müsste aber korrekt D III 29. g. Rs. heißen.

7. Warum haben die einzigen beiden bekannten Ausfertigungen jeweils die Nummer 16 (von 30)?

[image]

[image]

8. Warum wird der Konferenz-Teilnehmer Reinhard Heydrich in der Teilnehmerliste nicht genannt?

9. Warum ist das "Protokoll" nicht nach protokollarischen Regeln verfasst worden. Warum fehlen diesbezüglich insbesondere die genaue Protokollierung dessen wer, wann, was gesagt hat?

10. Warum fehlt die Uhrzeit des Beginns und Endes der Sitzung?

[image]

[image]

11. Was soll denn das Wort "Auswanderungsarbeiten" (S. 4 Abs.2) sein? Es würde doch ausreichen "Auswanderung" zu schreiben.

[image]

Zu Seite 5:

12. Im "Protokoll" steht "... durch die jüdischen Organisationen des Inlandes verhalten". Diesen Ausdruck gibt es im Deutschen nicht. Ist hier das Wort "angehalten" gemeint?

13. Die Zahlenangabe, dass für die Endlösung 11 Millionen Juden in Betracht kämen, ist falsch. Es werden auf Seite 6 zwar 11 Millionen aufgezählt, diese befinden sich aber teilweise garnicht im deutschen Machtbereich, zum Beispiel die Juden in der UdSSR, England, Irland oder der Schweiz. Haben die Konferenzteilnehmer dies etwa übersehen? Und warum sollen Juden der UdSSR "nach Osten evakuiert" werden?

[image]

Zu Seite 6:

14. Gemäß der Statistik sollen ca. 5 Millionen Juden in der UdSSR gelebt haben. Der Konferenzteilnehmer Dr. Georg Leibbrandt (Reichsamtsleiter für die besetzten Ostgebiete) schrieb in seinem 1942 veröffentlichten Buch "Die Völker des Ostraums" jedoch, dass dort ca. 3,02 Millionen Juden lebten. Das Buch ist momentan bei zvab.com antiquarisch erhältlich: (Link). Warum steht dort trotzdem fälschlicherweise 5 Millionen? Warum übte Dr. Leibbrandt an der "5 Millionen Zahl" keine Kritik?

15. In der Ukraine sollen nach Protokollangaben 2.994.684 Juden und in Weißrußland 446.484 Juden gelebt haben. Wie konnten die deutschen Behörden das bis auf die Einzelperson genau feststellen? Für alle anderen Länder, selbst für das Altreich, sind die Zahlen zumindest "auf Hundert" gerundet.

[image]

Zu Seite 7:

16. Warum steht im Dokument "die berufsständische Aufgliederung der im europäischen Gebiet der UdSSR ansässigen Juden war etwa folgende"? Wieso schreibt der Verfasser hier in Vergangenheitsform?

17. Was meint der Verfasser mit dem im Beamtendeutsch nicht gebräuchlichen Begriff "Staatsarbeiter"? Kennt er etwa das Wort "Beamte" nicht?

18. Was soll der im beamtendeutsch ungebräuchliche Ausdruck "in privaten Berufen" bedeuten? Meint der Verfasser vielleicht "in freien Berufen"? Und was sollen "Heilkunde, Presse und Theater" für Berufe sein? Sind vielleicht "Ärzte, Journalisten und Künstler" gemeint?

19. Wie sollen arbeitsfähige Juden "straßenbauend" in die Ostgebiete verbracht werden? Würde das nicht etwas lange dauern, wenn die Juden sich selbst ihre Straßen nach Osten bauen müssten?

[image]

Zu Seite 8:

20. Was für eine Art von deutscher Sprache ist mit "der allfällig endlich verbleibende Restbestand" verwendet worden?

21. Was soll die unsinnige Einfügung "siehe die Erfahrung der Geschichte"? Schreibt jemand, der das Protokollieren gelernt hat, soetwas?

22. Warum schreibt der Protokollführer "im Zuge der praktischen Durchführung"? Gibt es etwa auch eine "theoretische Durchführung"?

23. Laut "Protokoll" sollen Juden im Alter von über 65 Jahren nicht evakuiert werden, sondern in ein Altersghetto (Theresienstadt) überstellt werden. Ist diese Überstellung nicht auch eine Evakuierung?

[image]

Zu Seite 9:

24. Der Verfasser schreibt "in der Slowakei und Kroatien ist die Angelegenheit nicht mehr allzu schwer". Würde jemand, der der deutschen Sprache mächtig ist, nicht schreiben: "in der Slowakei und Kroatien ist die Angelegenheit nicht mehr allzu schwierig"?

25. Ist in dem Ausdruck "die wesentlichsten Kernfragen" das "wesentlichsten" nicht überflüssig?

26. Das Wort "Zeitkürze" kommt im deutschen Sprachgebrauch nicht vor. Wie kommt der Verfasser dennoch auf dieses Wort?

27. Unten auf Seite 9 findet sich der Begriff "tiefgehende Behandlung". Ob der offenbar mit der deutschen Sprache nicht vertraute Protokollführer eine "gründliche Behandlung" meinte?

28. Was soll die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmende Ausführung, dass Deutschland der ungarischen Regierung Judenberater "aufoktroyieren" könne?

[image]

29. Warum sollen für die Endlösungsvorhaben die Nürnberger Gesetze "gewissermaßen" als Grundlage dienen? Entweder sie dienen dafür als Grundlage oder nicht.

[image]

30. Warum wird auf Seite 11 plötzlich das Wort "Mischling" in Anführungszeichen gesetzt? Ist das etwa der Versuch einer Distanzierung?

---------------------

Ausführungen zu den letzten 4 Seiten spare ich mir. Hier alle 15 Seiten des Dokuments: http://www.ghwk.de/deut/proto.htm

Fazit: Das sog. "Wannsee-Protokoll" ist eine Fälschung.

MfG, Divinum

antworten
 

Die selbe Vorgehensweise, wie bei Bilanzierungsbetrug ;-)

Wikinger, Montag, 31.12.2007, 02:44 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

Erinnert sich jemand noch an den Enronskandal?
Natürlich ist die Immobilienkrise noch aktueller, obwohl auch schon seit mindestens zwei Jahren bekannt?
Oder der Zulassungsschwindel der Autobauer um weiterhin gute Absatzzahlen vorweisen zu können?

Nur, woran liegts?

Bei Friedrich dem Großen wäre so etwas nicht vorgekommen.
Deswegen ist Preußen ja auch nach "Entnazifizierungsgesetz" ein Mord- und Raubstaat, welcher marodierend durch die Weltgeschichte zog :-(

Aber sehen wir uns doch einmal die Umerzieher der Frankfurter Schule und deren neue Generation einmal an:
http://www.juergen-roth.com/anklageunerwuenscht.html

Das selbe Netzwerk konnte man in Belgien im Fall Dutroux ebenfalls ermitteln.
Oder in den VSA unter dem Namen Jason Society bzw. Skull and Bones.

Und Fälschungen sind eigentlich immer durch folgenden Sachverhalt herauszubekommen:
Zuerst wird ein Land durch Krieg oder Unterwanderung besetzt.
Hernach wird das Geschichtsbild langsam verfälscht. Geschichtsbücher von 1960 und von 2007 unterscheiden sich doch enorm, nicht wahr?
Sobald die Augenzeugengeneration eliminiert bzw. auf natürliche Weise verschwunden ist, werden Gesetze zum Schutz der "Wahrheit" erlassen.
Diese Gesetze sind aber nur in eine Richtung anwendbar.
Sollte jemand denken, diese wären, da alle vor einem Gesetz gleich, auch umgekehrt zu verwenden, so wird dieser gleich eines besseren belehrt.
Wichtig ist dann nur noch das Medienmonopol aufrecht zu erhalten und gegen alle Querlulanten mit Existenzvernichtung vorzugehen ....


Oh Wunder, oh Wunder, wir leben demnach alle in einem Rechtsstaat!

antworten
 

WUT!

imperator, Montag, 31.12.2007, 03:06 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

Hallo Forengemeinde!

Hallo Divinum,

interessante Analyse!

Was zudem interessant ist, dass es wohl jedem, der sich ein wenig mit unserer "offiziellen" Geschichtsschreibung beschaeftigt, mehr Fragen als Antworten findet.

Was mich aber echt stoert, mich wirklich regelrecht aufgregt, ist der Fakt, dass zu viele um mich herum zu fett faul und Fussballverdummungsverseucht (Brot&Spiele) nicht mal auf die Idee kommen, sich ein klein wenig, was ja wie Du beweist, nicht schwer ist, mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen.

Diese nahezu flaechendeckende Dumpfbackenschaft, fuer die man selbst Kopf und Kragen riskiert, denen das augenoeffnende geschichtsaufklaerende Tun wie das Deine schlichtweg egal ist - die einfach all das hingeworfene Alliiertenfressen, in sich aufgenommen haben und diese Hirnlosigkeit sogar gegen aufklaererische Kritik wie Deine DUMM verteidigen.

Mein, unser eigenes, ueberwiegend scheinbar enthirntes teilnahmsloses vollgefressenes und offensichtlich emphathieloses umgepoltes Volk regt mich auf!

Es braucht ein Aufklaerungsmedium in der Art von Infokrieg.tv - via Satellit oder Kabel.

Und wenn ich dazu grad in den letzten Jahren zunehmenden Erfolg der VOlksverbloedung in der nachwachsenden Generation sehe - und vor allem kaum eine um die Geschichte aehnlich bemuehte Kompetenz neben Dir sehe - macht mich das bald wuetend!

antworten
 

@Divinum: Schön, dass du wieder mitschreibst!

Mephistopheles, Montag, 31.12.2007, 05:40 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

Analyse statt Glaubenssätze! [[applaus]]
Und das nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch in anderen Bereichen - hiér im historischen Bereich! [[applaus]]

Das sind genau die beiden Punkte, die an diesem Forum so herausragend sind.
Ansonsten schließe ich mich vollinhaltlich Imperator an!
Lass doch mit deinem eminenten Fachwissen öfters von die hören!

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

@Divinum: Schön, dass du wieder mitschreibst!

Divinum, Montag, 31.12.2007, 07:13 (vor 6597 Tagen) @ Mephistopheles

Analyse statt Glaubenssätze! [[applaus]]
Und das nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch in anderen Bereichen -
hiér im historischen Bereich! [[applaus]]

Das sind genau die beiden Punkte, die an diesem Forum so herausragend
sind.
Ansonsten schließe ich mich vollinhaltlich Imperator an!
Lass doch mit deinem eminenten Fachwissen öfters von die hören!

Gruß
Mephistopheles

Ja, danke Mephistopheles. Ich rege mich aber gerade schon wieder auf, weil ich eine sehr ausführliche Antwort auf den Beitrag von "Land der Alten" geschrieben habe und diese Antwort jetzt "weg ist." Als ich auf Vorschau gedrückt habe, musste ich mich plötzlich wieder neu einloggen und mein Text war nicht mehr da. Super, wieder eine Stunde Zeit verschwendet. [[sauer]]

antworten
 

@Divinum

Land der Alten @, Montag, 31.12.2007, 07:34 (vor 6597 Tagen) @ Divinum


Ja, danke Mephistopheles. Ich rege mich aber gerade schon wieder auf, weil
ich eine sehr ausführliche Antwort auf den Beitrag von "Land der Alten"
geschrieben habe und diese Antwort jetzt "weg ist." Als ich auf Vorschau
gedrückt habe, musste ich mich plötzlich wieder neu einloggen und mein
Text war nicht mehr da. Super, wieder eine Stunde Zeit verschwendet.
[[sauer]]

Wenn die verschwundene Antwort (Trojaner?) die Fragen lauter erklingen ließen, hätte sie sich doch gelohnt und wäre zumindest keine Zeitverschwendung [[zwinker]]

antworten
 

Wannsee-Protokoll Nr. 16

Land der Alten @, Montag, 31.12.2007, 05:51 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

1.
Die Fragen zum Protokoll sind m.E. berechtigt.

2.
In Wickipedia.de steht unter >Wannseekonferenz< u.a. folgendes:

.............Das Protokoll als Quelle [Bearbeiten]

Das von Eichmann stenografisch erstellte Protokoll wurde von Müller und Heydrich mehrfach überarbeitet. Von der Endfassung wurden insgesamt 30 Exemplare ausgestellt, die als „Geheime Reichssache“ gestempelt und dann an die Teilnehmer bzw. ihre Dienststellen versandt wurden.

Davon wurde bis heute nur das 16. Exemplar, das des Konferenzteilnehmers Martin Luther, aufgefunden. Robert Kempner entdeckte es während der Vorbereitungen für den „Wilhelmstraßen-Prozess“ in Nürnberg in Geheimakten des Auswärtigen Amtes. Offenbar entging es nur deshalb der Vernichtung, weil Luther wegen eines Putschversuchs gegen Außenminister Joachim von Ribbentrop im KZ Sachsenhausen inhaftiert war und deshalb Aktenmaterial zur Vorbereitung seines Prozesses in Berlin-Lichterfelde ausgelagert war.

Auch wenn hier noch kein umsetzungsfähiger Gesamtplan für die „Endlösung“ vorlag, so ist das Protokoll ein Schlüsseldokument für die Organisation des Völkermordes. Holocaustleugner versuchen darum, das Dokument als Fälschung zu „entlarven“. Dabei greifen sie oft auf ein Buch Kempners zurück,[38] in dem dieser in angreifbarer Weise Faksimiles mit Abschriften vermischt hat, ohne indes den Text selbst unkorrekt wiedergegeben zu haben. Der Historiker Norbert Kampe hat diese Fälschungsvorwürfe entkräftet.[39]

Das Protokoll ist nach Eichmanns Aussagen in seinem Prozess in Jerusalem 1961 eine „inhaltlich genaue Wiedergabe der Konferenz“. Eichmanns Aussagen widersprechen dem Konferenzprotokoll jedoch in manchen Punkten, besonders in Bezug auf die Bedeutung seiner eigenen Person bei der Konferenz. Die von ihm angegebene Dauer der Erörterungen von etwa anderthalb Stunden gilt jedoch als unstrittig.........

3.
Die Fragen zum fehlenden Protokollführer etc könnten damit klarer erscheinen.

4.
Zur Entkräftung der Fälschungsvorwürfe durch Norbert Kampe: Überlieferungsgeschichte und Fälschungsvorwurf… In: Mark Roseman: Die Wannseekonferenz… München 2002, ISBN 3-548-36403-9, S. 157f - Faksimiles auch bei Wikisource

Da ich den Inhalt des Buches aus 2002 nicht kenne zur Frage:

Wurden dort ebenfalls solche sich aufdrängenden Fragen wie die von Divinum gestellt?
Falls ja - wie wurde sie beantwortet?
Welche ggf. zusätzlichen Fragen wurden gestellt und wie beantwortet?

antworten
 

Aus der Sicht eines Beamten, einfache Laufbahn, geschrieben in der Mittagspause :))

prinz_eisenherz, Montag, 31.12.2007, 06:11 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

Hallo Divinum,

## 1. Warum fehlt bei dem "Protokoll" das Datum? ##

Auf deinen 1. Blatt steht klar und deutlich das Datum: An der am 20.1.1942 in Berlin... Aber etwas anderes, ich meine du beißt dich, bei aller Mühe, an Formalien fest.

Einige Sitzungen mit einem Protokoll habe ich schon mitgemacht. Innerhalb der Behörde wird eher selten ein Protokoll geführt, meist wird dort mit Vermerken gearbeitet, und wenn, dann prüft keiner lückenlos nach, ob diese Protokolle den gesamten Umkauf, über alle beteiligten Stellen und noch vielen anderen, Nichtbeteiligten, ob dabei alle korrekt als gelesen abgezeichnet haben. Die behördeninternen Dinger kommen zur absendenden Stelle zurück, ab zu den Akten und das war es dann, wenn nicht schon jemand den behördeninternen Postweg in dem Sinne abgekürzt hat, das er einfache Protokolle einfach in den Müll befördert hat, samt Umlaufmappe mit dem Zusatz "eilt, wichtig". Was für ein taktischer Fehler, denn gerade deswegen war es besonders reizvoll einige Blätter aus dem Protokoll als Schmierzettel umzufunktionieren, denn die Rückseite war fast immer leer und noch gut dafür zu gebrauchen.[[zwinker]]

Eher, und hierbei habe ich mir dann jedes Mal meine Pampers umgebunden, den Pistolenhalfter von meinem Großvater aus der Truhe umgebunden, war das Protokoll wichtig, bei Absprachen zwischen Behörden, in meinem Fall die Baubehörde und einem privaten Bauherrn. Der hoch zu Ross, mit Anwalt und zusammen mit einem Zeugen eingeritten kam. Hierbei ging es in der Tat darum wer zum Schluss die Aspirin fressen musste. Das sind allerdings Verhandlungen mit einem offenem Ausgang, von zwei Parteien mit entgegengesetzten Interessen, es geht oft um viel Geld und hier haben Protokolle eine ganz andere Wertigkeit, gehen als Ablehnung oder Genehmigung in die Akten mit ein, gerichtlich einklagbar.

Wie wir die Regierungsform der Nationalsozialisten auch benennen wollen, es war eine stringent organisierte Diktatur mit einem Führer, seinem engen Kreis, das Politbüro, und einigen wenigen zusätzlichen Verantwortlichen, in der Exekutive, der Gesetzgebung, der Justiz und beim Militär. Eine Staatsform von oben nach unten, perfekt organisiert. Das bedeutet, das die Zielrichtung, die Eckdaten, das Ergebnis einer solchen Sitzung vorgegeben waren, und die Teilnehmer hatten nur jeweils die organisatorischen Lücken auszufüllen gehabt, die praktische Durchführung abgestimmt, aber viel zu verhandeln im Sinne von Meinung und Gegenmeinung gab es dabei nicht, wie in keiner Diktatur.

Darum sind solche Protokolle auch nicht streng formgerecht gefertigt und abgelegt worden, für die Nachwelt schon gar nicht. Diese Sitzungen dienten eher dazu die Horde wieder zu versammeln, sie auf Vordermann zu bringen, ihnen noch einmal einen gehörigen Angstschock zu versetzten, nicht aus der Reihe zu tanzen. So sehe ich das jedenfalls und manches andere von deinen Fragen, außer du packst noch viel schieres Fleisch dazu, zu deinen Fragen nach den formalen Fehlern bei dem Wannsseprotokoll.

bis denne
eisenherz

antworten
 

Haben die Geschichtsverdreher also selber geschrieben, na prima. (oT)

Taktiker, Montag, 31.12.2007, 06:42 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

- kein Text -

antworten
 

Offtopic: Das sog. "Wannsee-Protokoll"

Artois, Montag, 31.12.2007, 08:16 (vor 6597 Tagen) @ Divinum

Da haben Sie zweifellos recht. Doch ist natürlich zu fragen, welche Positionen die tatsächlichen bzw. angeblichen Teilnehmer der Konferenz nach dem Kriege zu dem Vorgang eingenommen haben. Auch wenn das Protokoll in der vorgelegten Form zweifellos nach dem Krieg fabriziert worden ist, dürfte ja irgend ein realer Vorgang zugrunde liegen, der entweder entstellt oder verdeckt werden soll.
Insofern ist der eigentliche Forschungsbedarf nicht so sehr die Falsifizierung des Protokolls, sondern herauszufinden, was damals tatsächlich geschehen ist und wer die genannten Teilnehmer waren und was sie getan haben, - und zwar nicht nur in den Jahren 1939-1945, sondern auch davor und danach.

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