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der Lösungsansatz - nicht nur für 2008

ventura, Dienstag, 01.01.2008, 12:38 (vor 6595 Tagen)

Dienstag, 3. Januar 2006

Der Spekulant als Held

von Doug Casey

Die Achtziger waren die Zeit der Spekulanten - und jetzt, 20 Jahre
später, öffnet sich wieder ein Fenster mit solchen Möglichkeiten.
Erfolgreiche Spekulanten sollten aus dem ersten Jahrzehnt des 21.
Jahrhunderts reicher hervorgehen, als sie es sich in ihren wildesten
Träumen haben träumen lassen. Glücklicherweise ist es ein Geschäft,
das Allen offen steht. Keine formale Ausbildung, keine
Berechtigungsausweise oder Lizenzen werden verlangt.

Die Übung kommt beim Tun und was noch besser ist - schon in der Lehre
gilt: Verdiene während Du lernst. Es ist eine verlockende
Jobmöglichkeit, aber sie trägt bedauerlicherweise ein Stigma.

Ich bin bekannt dafür, dass ich über viele, verdächtig wenig
gesellschaftsfähige Konzepte rede: Finanzkrisen, Hyperinflationen, die
alternative Wirtschaft, das Horten. Es sind alles Reizwörter, die
lebendige Bilder und starke Emotionen wachrufen. Das mächtigste unter
diesen Wörtern ist aber immer noch "Spekulant". Es kling
verantwortungslos, opportunistisch und gefährlich.

Die Politer und die Medien werfen so verschwenderisch mit diesem Wort
um sich, dass ich vermute, es gibt nicht viele Leute, die es je gewagt
haben zu fragen, was wirklich dahinter steckt. Ein Spekulant ist ganz
einfach jemand, der eine Verzerrung am Markt entweder sieht oder
erwartet und der sich selbst so positioniert, dass er daraus einen
Vorteil ziehen kann. Er kann das, weil er die Gründe und die Wirkungen
kennt.

Spekulationen werden in den folgenden Jahren die Fundamente zu
Dynastien legen. Der einzigartige Baron Rothschild wusste, wie man von
dem Chaos, das durch die Politik der Revolutionsjahre in Frankreich
ausgelöst wurde, profitieren konnte. Er wurde reich und berühmt, weil
er seiner eigenen Maxime "kaufen, wenn das Blut durch die Straßen
fließt", folgte.

Das heißt nicht, dass ein Spekulant gierig sein muss; im Gegenteil, er
handelt humanitär. Wenn die Menschen so verzweifelt sind, dass sie
ihren Besitz verkaufen, dann taucht er mit Bargeld auf - was genau das
ist, was sie am meisten wollen. Wenn sie ihre Meinung ändern, und
anfangen zu schreien, dass sie die Dinge in guten Zeiten von ihm
zurückkaufen wollen, dann folgt er wieder großzügig den Wünschen der
Mehrheit. Der Spekulant versucht, wie jeder andere Arbeiter, seinem
Arbeitgeber das zu geben, was dieser haben will. Wert ist subjektiv
und der Preis, zu dem Güter ohne Einfluss von Außen die Hände
wechseln, bestimmt den aktuellen Wert eines Gutes. Der Spekulant
tauscht einfach nur einen Wert gegen einen anderen. Wenn er nicht da
wäre um zu kaufen, dann wäre vielleicht auch sonst niemand da und die
Verkäufer hätten arge Probleme.

Irgendwie ist es dazu gekommen, dass Spekulanten das Image von
achtlosen Spielern bekamen, die in wilder Aktion Geld an sich reißen.
Es ist ein absolut unpassendes Bild, zumindest da, wo es um
erfolgreiche Spekulanten geht. Gute Spekulation ist immer Spekulation
mit geringem Risiko. Anstatt Risiken einzugehen, kümmert sich der
Spekulant um "sichere Geschäfte". Spekulanten sind rational und
unemotional, wenn sie erfolgreich sind, die irrationalen und die
emotionalen, die gerne spielen und Risiken eingehen, spielen oft nicht
sehr lange mit und sind schon bald Ex-Spekulanten.

Ganz einfach formuliert besteht eine gute Möglichkeit die Methoden des
Spekulanten von denen des Anlegers unterscheiden in Folgendem.

Ein Anleger riskiert 100 % seines Geldes, in der Hoffnung einen Gewinn
von 10 % zu machen. Ein Spekulant riskiert 10 % in Erwartung eines
Gewinnes von 100 %.

Wenn sie nur ein bisschen aufmerksam sind, dann ist das langfristige
Risiko/Belohnungs-Profil des Spekulanten in einer ganz anderen Liga
als das des "konservativen" Anlegers.

In diesen Tagen, in denen sich die plappernden Massen verzweifelt nach
sicheren Häfen gegen den aufziehenden Sturm umsehen, sammelt ein
Spekulant Positionen in guten Goldunternehmen. Während Gold heute
öfter in den Nachrichten ist, als in den vergangen Jahren, blickt der
durchschnittliche Investor immer noch mit Argwohn darauf und denkt,
Goldanleger seien irgendwie komisch.

Sie werden gleich erfahren, dass genau das dazu führt, dass es eine
ideale Zeit ist, Gold aufzustocken, wenn es auch besser gewesen wäre,
schon Anfang 2004 gekauft zu haben, als nur wenige etwas von Gold
wissen wollten ... eine Tatsache, die ihnen jeder bescheinigen wird,
der es schon damals getan hat.

Für das Einkommen zu investieren ist ein finanzieller Todeskuss. Warum
hat sich keiner der großartigen Millionäre der Vergangenheit den
einfachen Trick des Zinseszins zunutzen gemacht, um irgendwann die
Welt zu erobern? (Wenn die Indianer die 26 Dollar, die man ihnen für
Manhattan bezahlt hat, damals zu einem Staffelzins von 5 % angelegt
hätten, dann hätten sie heute schon 2.790.729.193 Dollar.) Es ist
bestimmt nicht so, dass sie es nicht versucht hätten. Es ist so, weil
einem keine Anlage ein Leben lang einen Ertrag von realen 5 %
zusichern kann. Tatsächlich gibt es wohl nicht einmal eine Anlage, bei
der man sich darauf verlassen könnte, dass sie einem über mehr als
vierzig oder fünfzig Jahre 3 % einbringt. Sie sagen jetzt vielleicht:
"Was macht denn das für einen Unterschied? Ich werde eh nicht mehr so
lange leben." Aber es macht einen Unterschied, weil es die
Vergeblichkeit des Versuchs zeigt, mit einer "sicheren" Anlage die
Nase vorn zu behalten. Alles ist Spekulation, ob die Leute es wissen
oder nicht. Diejenigen, die sich mit einer niedrigen, aber "sicheren"
Anlage zufrieden geben, sparen am falschen Ende.

Wenn sie auf "konservative" Erträge aus sind, dann können Sie durch
die kleinste Fehlkalkulation, Pech oder eine Regierungserklärung alles
verlieren. Steuern werden ihr Kapital immer schrumpfen lassen, direkt
oder indirekt. Inflation wird in der absehbaren Zukunft eher schlimmer
werden und stark fluktuieren. Banken und Versicherungen - genau die
Institutionen, die mit der Zusage geringer Erträge durchkamen, eben
weil sie so stabil waren - werden wie schon immer versagen ... ganz
besonders wenn man die gegenwärtige Überteuerung der meisten
amerikanischen Immobilien bedenkt und die Kredite, die zunehmend
wackliger wirken.

Die Regierung selbst wird irgendwann abgelöst werden und die Währung
wird ihren Wert verlieren. Und es gibt keine Möglichkeit, sich
wirklich gegen Kriege, Diebstahl, Betrug oder Naturkatastrophen zu
schützen. Investitionen für das Einkommen sind - ganz besonders im
gegenwärtigen Klima, bei dem sich die Macken schon im Fundament der
Gesellschaft zeigen - der Gipfel der Dummheit.

Wenn Sie fürs Einkommen investieren, dann legen Sie die Verantwortung
für ihre Zukunft in die Hände anderer. Sie wissen nicht, was diese
Leute mit Ihrem Geld tun werden, sie können nicht absehen, wie
intelligent sie sich in Zukunft verhalten werden und Sie wissen noch
nicht einmal, wie fundiert die Kapitalstruktur ist. Diese Grundlagen
sind schlimm genug für unbesonnenes Spiel, aber als Gegenleistung für
einen einfachen Ertrag ist es absurd.

Was soll man dann tun? Mit welcher Methode kann man diesem Wahnsinn
entkommen. Die einzige Antwort, die ich kenne ist, dass man ein
solides finanzielles Fundament aufbaut, dann sein Bargeld und seinen
Mut zusammennimmt und die Kunst der Spekulation erlernt.

Aber der Mob der Wähler stellte genauso wie die Masse der
Kleinanleger nur wenige Fragen. Drei Jahre später war Amerika dabei,
überall auf dem Globus Monster zu jagen. Die Absurdität dieses
Projekts schien völlig unbemerkt zu bleiben.

antworten
 

Ein Schauspielansatz - nicht nur für 2008

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 01.01.2008, 22:14 (vor 6595 Tagen) @ ventura

Dienstag, 3. Januar 2006

Der Spekulant als Held

von Doug Casey

Die Achtziger waren die Zeit der Spekulanten - und jetzt, 20 Jahre
später, öffnet sich wieder ein Fenster mit solchen Möglichkeiten.
Erfolgreiche Spekulanten sollten aus dem ersten Jahrzehnt des 21.
Jahrhunderts reicher hervorgehen, als sie es sich in ihren wildesten
Träumen haben träumen lassen.

Glücklicherweise ist es ein Geschäft, das Allen offen steht.

[[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

Keine formale Ausbildung, keine Berechtigungsausweise oder Lizenzen werden
verlangt.

Aber high powered Capital, moeglichst viel davon. Und verantwortliches Gewissen, moeglichst wenig davon!

Die Übung kommt beim Tun und was noch besser ist - schon in der Lehre
gilt: Verdiene während Du lernst. Es ist eine verlockende
Jobmöglichkeit, aber sie trägt bedauerlicherweise ein Stigma.

Oooch, wie tragisch, mir kommen fast die Traenen! [[smile]]

Ich bin bekannt dafür, dass ich über viele, verdächtig wenig
gesellschaftsfähige Konzepte rede: Finanzkrisen, Hyperinflationen, die
alternative Wirtschaft, das Horten.

Nicht zu vergessen: das Raffen, das Uebervorteilen, das Geizen.

Es sind alles Reizwörter, die lebendige Bilder und starke Emotionen
wachrufen. Das mächtigste unter diesen Wörtern ist aber immer
noch "Spekulant". Es kling verantwortungslos, opportunistisch und
gefährlich.

Es klingt nicht nur.

Die Politer und die Medien werfen so verschwenderisch mit diesem Wort
um sich, dass ich vermute, es gibt nicht viele Leute, die es je gewagt
haben zu fragen, was wirklich dahinter steckt. Ein Spekulant ist ganz
einfach jemand, der eine Verzerrung am Markt entweder sieht oder
erwartet und der sich selbst so positioniert, dass er daraus einen
Vorteil ziehen kann.

Na so ein kleiner Ruehr-nur-nichts-an-Schlingel! [[smile]]

Er kann das, weil er die Gründe und die Wirkungen kennt.

[[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

Ja, das kann er wirklich, weil er selbst kraeftig als Schieber und Zieher mitmischt, oder im Auftrag mitmischen laesst.

Bloss sieht das fast immer kaum jemand, so wie diese Push-'n-Pull-Aktivitaeten hier im Schauspiel verbal geradezu meisterhaft umschifft werden.

Spekulationen werden in den folgenden Jahren die Fundamente zu
Dynastien legen. Der einzigartige Baron Rothschild wusste, wie man von
dem Chaos, das durch die Politik der Revolutionsjahre in Frankreich
ausgelöst wurde, profitieren konnte. Er wurde reich und berühmt, weil
er seiner eigenen Maxime "kaufen, wenn das Blut durch die Straßen
fließt", folgte.

Na also, Rothschild, bitte, auch hier wird dieser Name wieder aufgefuehrt.

Und der @Jochen hier im Board glaubt mir immer noch nicht. smile

Das heißt nicht, dass ein Spekulant gierig sein muss;

[[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

Nooeee, muessen tut er das nicht, aber besser fuer ihn ist das schon.

im Gegenteil, er handelt humanitär.

[[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

Fein, langsam wird das Schauspiel geschmacklos.

Wenn die Menschen so verzweifelt sind, dass sie ihren Besitz verkaufen,
dann taucht er mit Bargeld auf - was genau das ist, was sie am meisten
wollen.

Mal sehen, mit was z.B. Schroeder oder Muente noch auftauchen, und ob die beiden ueberhaupt noch mal auftauchen.

Wenn sie ihre Meinung ändern, und anfangen zu schreien, dass sie die Dinge
in guten Zeiten von ihm zurückkaufen wollen, dann folgt er wieder großzügig > den Wünschen der Mehrheit.

Der Wunsch als Zwang und der Zwang als Wunsch, koestlich. [[smile]]

Der Spekulant versucht, wie jeder andere Arbeiter, seinem
Arbeitgeber das zu geben, was dieser haben will.

[[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

Ich sehe foermlich den triefend schweissnassen Spekulanten servil vor seinem Wunschkoenig schuften.

Ein Schuft isser ja schon, der Spekulant, aber schuftet ein Schuft nur deshalb, weil ein Arbeiter nur arbeitet, oder schuftet ein Schuft auch nur deshalb, weil ein Arbeiter auch nur arbeitet, oder schuftet ein Schuft etwa nicht, weil ein Arbeiter auch nicht arbeitet sondern schuftet?

Wert ist subjektiv und der Preis, zu dem Güter ohne Einfluss von Außen

Conditio sine tempora. [[smile]]

die Hände wechseln, bestimmt den aktuellen Wert eines Gutes. Der Spekulant
tauscht einfach nur einen Wert gegen einen anderen.

Womit wir endlich beim Akt der Schimaeren des Tauschens und des Geldwerts angelangt waeren.

Wenn er nicht da wäre um zu kaufen, dann wäre vielleicht auch sonst niemand > da und die Verkäufer hätten arge Probleme.

Kauft er jetzt oder tauscht er jetzt, der Herr Spekulant?

Irgendwie ist es dazu gekommen, dass Spekulanten das Image von
achtlosen Spielern bekamen, die in wilder Aktion Geld an sich reißen.

Es ist auch irgendwie dazu gekommen, dass zuerst Schroeder und danach Merkel zu ihrem BK-Image kamen... [[euklid]]

Es ist ein absolut unpassendes Bild, zumindest da, wo es um
erfolgreiche Spekulanten geht. Gute Spekulation ist immer Spekulation
mit geringem Risiko.

...des Spekulanten, klar.

Dafuer ist das Risiko des Spekulationstraegers, auf neudeutsch Steuerzahlerdepp, sehr hoch, auch klar.

Anstatt Risiken einzugehen, kümmert sich der Spekulant um "sichere
Geschäfte".

Manchmal um "bombensichere Geschaefte", "bombensicher" deshalb, weil die verschiedenen Bomben bombensicher wie bombenfest bomben.

Spekulanten sind rational und unemotional, wenn sie erfolgreich sind, die
irrationalen und die emotionalen, die gerne spielen und Risiken eingehen,
spielen oft nicht sehr lange mit und sind schon bald Ex-Spekulanten.

Spekulanten sind rational, unemotional und erfolgreich, Spieler und Ex-Spekulanten sind hingegen irrational und emotional.

Warum sind denn letztere nicht ganz einfach rational und unemotional geblieben, um weiterhin erfolgreich zu sein? [[smile]]

Ganz einfach formuliert besteht eine gute Möglichkeit die Methoden des
Spekulanten von denen des Anlegers unterscheiden in Folgendem.

Ein Anleger riskiert 100 % seines Geldes, in der Hoffnung einen Gewinn
von 10 % zu machen. Ein Spekulant riskiert 10 % in Erwartung eines
Gewinnes von 100 %.

Na endlich wissen wir jetzt Definitives um die Erwartungsprofile der Ackermann-Branche.

Wenn sie nur ein bisschen aufmerksam sind, dann ist das langfristige
Risiko/Belohnungs-Profil des Spekulanten in einer ganz anderen Liga
als das des "konservativen" Anlegers.

Aber ja doch, in der Staatsmafia-Liga! [[smile]]

In diesen Tagen, in denen sich die plappernden Massen verzweifelt nach
sicheren Häfen gegen den aufziehenden Sturm umsehen, sammelt ein
Spekulant Positionen in guten Goldunternehmen. Während Gold heute
öfter in den Nachrichten ist, als in den vergangen Jahren, blickt der
durchschnittliche Investor immer noch mit Argwohn darauf und denkt,
Goldanleger seien irgendwie komisch.

Und so plaetschert der Schauspielansatz dahin... [[smile]]

Sie werden gleich erfahren, dass genau das dazu führt, dass es eine
ideale Zeit ist, Gold aufzustocken, wenn es auch besser gewesen wäre,
schon Anfang 2004 gekauft zu haben, als nur wenige etwas von Gold
wissen wollten ... eine Tatsache, die ihnen jeder bescheinigen wird,
der es schon damals getan hat.

Für das Einkommen zu investieren ist ein finanzieller Todeskuss. Warum
hat sich keiner der großartigen Millionäre der Vergangenheit den
einfachen Trick des Zinseszins zunutzen gemacht, um irgendwann die
Welt zu erobern? (Wenn die Indianer die 26 Dollar, die man ihnen für
Manhattan bezahlt hat, damals zu einem Staffelzins von 5 % angelegt
hätten, dann hätten sie heute schon 2.790.729.193 Dollar.) Es ist
bestimmt nicht so, dass sie es nicht versucht hätten. Es ist so, weil
einem keine Anlage ein Leben lang einen Ertrag von realen 5 %
zusichern kann. Tatsächlich gibt es wohl nicht einmal eine Anlage, bei
der man sich darauf verlassen könnte, dass sie einem über mehr als
vierzig oder fünfzig Jahre 3 % einbringt. Sie sagen jetzt vielleicht:
"Was macht denn das für einen Unterschied? Ich werde eh nicht mehr so
lange leben." Aber es macht einen Unterschied, weil es die
Vergeblichkeit des Versuchs zeigt, mit einer "sicheren" Anlage die
Nase vorn zu behalten. Alles ist Spekulation, ob die Leute es wissen
oder nicht. Diejenigen, die sich mit einer niedrigen, aber "sicheren"
Anlage zufrieden geben, sparen am falschen Ende.

Wenn sie auf "konservative" Erträge aus sind, dann können Sie durch
die kleinste Fehlkalkulation, Pech oder eine Regierungserklärung alles
verlieren. Steuern werden ihr Kapital immer schrumpfen lassen, direkt
oder indirekt. Inflation wird in der absehbaren Zukunft eher schlimmer
werden und stark fluktuieren. Banken und Versicherungen - genau die
Institutionen, die mit der Zusage geringer Erträge durchkamen, eben
weil sie so stabil waren - werden wie schon immer versagen ... ganz
besonders wenn man die gegenwärtige Überteuerung der meisten
amerikanischen Immobilien bedenkt und die Kredite, die zunehmend
wackliger wirken.

Die Regierung selbst wird irgendwann abgelöst werden und die Währung
wird ihren Wert verlieren. Und es gibt keine Möglichkeit, sich
wirklich gegen Kriege, Diebstahl, Betrug oder Naturkatastrophen zu
schützen. Investitionen für das Einkommen sind - ganz besonders im
gegenwärtigen Klima, bei dem sich die Macken schon im Fundament der
Gesellschaft zeigen - der Gipfel der Dummheit.

Wenn Sie fürs Einkommen investieren, dann legen Sie die Verantwortung
für ihre Zukunft in die Hände anderer. Sie wissen nicht, was diese
Leute mit Ihrem Geld tun werden, sie können nicht absehen, wie
intelligent sie sich in Zukunft verhalten werden und Sie wissen noch
nicht einmal, wie fundiert die Kapitalstruktur ist. Diese Grundlagen
sind schlimm genug für unbesonnenes Spiel, aber als Gegenleistung für
einen einfachen Ertrag ist es absurd.

Was soll man dann tun? Mit welcher Methode kann man diesem Wahnsinn
entkommen. Die einzige Antwort, die ich kenne ist, dass man ein
solides finanzielles Fundament aufbaut, dann sein Bargeld und seinen
Mut zusammennimmt und die Kunst der Spekulation erlernt.


Aber der Mob der Wähler stellte genauso wie die Masse der
Kleinanleger nur wenige Fragen. Drei Jahre später war Amerika dabei,
überall auf dem Globus Monster zu jagen. Die Absurdität dieses
Projekts schien völlig unbemerkt zu bleiben.

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

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