Verbot von Leerverkäufen in Deutschland ... (mT)
Geschenkeonkel, Samstag, 20.09.2008, 15:39 (vor 6042 Tagen)
Nachdem ich nun vergeblich versucht habe, genauere Informationen über das Leerverkaufsverbot in Deutschland in Erfahrung zu bringen, möchte ich hier mal nachfragen:
1. betrifft das Gesetz, wie in den USA, nur die naked shorts, die nicht getätigt werden dürfen, oder gibt es ein generelles Verbot, auch für Leihegeschäften?
Die BaFin schreibt dazu:
Short-Positionen entstehen dann, wenn der Verkäufer der Aktien zum Zeitpunkt der Transaktion
- nicht Eigentümer entsprechender Aktien ist oder
- zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion keinen schuldrechtlich oder sachenrechtlich unbedingt durchsetzbaren Anspruch auf Übereignung von Aktien gleicher Gattung hat oder keinen schuldrechtlich oder sachenrechtlich unbedingt durchsetzbaren Anspruch hat, der zur Übereignung von Aktien gleicher Gattung führt.
Quelle: http://www.bafin.de/cln_116/nn_722758/SharedDocs/Aufsichtsrecht/DE/Verfuegungen/vf__080...
2. was bedeutet dies für bereits bestehende Leihegeschäfte? Sind nur die Neugeschäfte unzulässig?
3. bedeutet diese Regelung, daß ich sogar intraday keine shorts mehr eingehen darf, selbst bei Arbitrage, wenn ich einen tieferen Frankfurt-Kurs mit einem höheren Xetra-Kurs bedienen möchte und zuerst die Aktien auf Xetra schicke, obwohl ich evtl. einige Sekunden später wieder in Frankfurt eindecke?
4. darf ich weiterhin am Terminmarkt weit im Geld liegende Calls naked short sein? Dies entspräche schließlich gleich einem Leerverkauf am Kassamarkt.
Zum Szenario:
Da für Volkswagen bereits einen Tag früher keine Leihe mehr möglich war, kann man diese Aktie teilweise als Vorläufer für die anderen betrachten. Also sollte man die genau beobachten. Meine Erwartung wäre die, daß sich die Shorties gegenseitig aus dem Markt drängen und glattstellen müssen. Die Umsätze werden wahrscheinlich immens sein. Die fundamentalen Daten haben sich dadurch jedoch nicht geändert. Die Liquiditätsverknappung besteht weiterhin. Demnach dürften die betroffenen Aktien nach dem Short-Squeeze unter geringeren Umsätzen tief fallen, da kein Leerverkäufer mehr seine Positionen eindecken muß und die Bewertungen der Firmen oft viel zu hoch sind. Jene dürften dann die Todeskandidaten sein, aber die extrem steigende Prämie sollte auch ein Long-Put Engagement uninteressant gestalten. Der Schuß könnte also seitens der Aufsichtbehörden nach hinten losgehen. Das verhängte Short-Verbot darf natürlich nicht mehr aufgehoben werden, denn jeder weiß, was dann erst recht passieren würde.
Mein pers.-moralischer Bail-Out für die "pöhsen" Shortseller - k.Antw. auf obige Fr., mlT
McShorty , Nürd-Mütryx fün Dülbünyen, Samstag, 20.09.2008, 16:48 (vor 6042 Tagen) @ Geschenkeonkel
Hallo,
ist zwar keine Antwort auf vorige Frage, passt aber viell. hier oben besser als unten. Wenn nicht bitte an den BaFin Thread rann hängen.
Da mir das ewige Herumgehacke auf die pöhsen Spekulanten und neuerdings auch die Shortseller schon lange gehörig auf die Nerven geht, will ich hier mal zum Rundumgegenschalg ausholen.
Was mich an diesen ganzen Berichterstattungen und Kommentaren am meisten ankotzt, ist diese unendliche Heuchelei und dieses endlose, gutmenschliche Moralisieren.
Da ich mir keinen Psychoklempner leisten kann, nutze ich mal das DGF zum Ausheulen, hoffe es reinigt zumindest meine Seele.
Der Shortsellverbot in USA von vor Wochen ging ja noch, dieser Tage haben ja nun FSA und BaFin nachgezogen, die SEC hat verschärft.
Gestern habe ich dann auch noch eine Mail mit folgender Frage erhalten, die Antwort darauf stelle ich hier teilweise ein. Auslassungen sind persönliches, die hier nur langweilen, in eckigen Klammern stehen nur die Sachen speziell für DGF.
Ich hoffe, ich kann mit meinen geistigen Erguss hier ein wenig die Lage aus meiner Sicht erhellen, lasse mich aber gerne berichtigen oder weiter erleuchten.
Nun die besagte Frage aus der Mail.
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Übrigens: Findest du es nicht auch pervers, dass man Wetten auf fallende Aktienkurse mit geliehenen Aktien abschließen kann, um sich am Elend der anderen zu bereichern. Was hat das noch mit dem eigentlichen Sinn von Börse zu tun???
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Nein, ich finde es überhaupt nicht pervers. Ich finde es obenaffengeil wenn Verbrecherfirmen dorthin getradet werden wo sie hingehören - in den Bankrott!!!
Du gehst mit deiner Aussage den Mainstreammedien voll auf den Leim, die für alles einen Schuldigen suchen und finden. Sorry, aber das alles ist nichts weiter als unsägliches Geseier von (Öko/Bio-)Gutmenschen und Weltverbesserern. (will nicht sagen, dass Du einer davon bist)
Die heutigen Spekulaten und Shortseller, hiessen früher Ketzer, Hexen, Hugenotten oder auch schon mal Juden. Zu jeder Zeit wurde für jedes Übel eine Minderheit verantwortlich gemacht - neudeutsch Sündenbock.
Nachfolgende Aussagen klingen hart, arrogant, viell. herzlos, sind aber bei weitem nicht so gemeint - sie spiegeln nur meine Wahrnehmung der Realität wieder. Bitte nichts persönlich nehmen oder auf die Goldwaage legen, lesen-schlucken-langsam verdauen. Danke.
Hier meine 2 cents, ok ist doch etwas läääääääääännnnnnnnnnger..
Sorry, aber deine Frage zeigt mir, dass Du nicht viel Ahnung von Wirtschaft oder Börse hast.
W+B sind ein immer währender Kampf - nein Krieg - um Umsätze und Gewinne zur Schuldendeckung. Was Du nicht verkaufst - verkauft ein anderer, den Gewinn den Du nicht machst, macht ein anderer. Fressen oder gefressen werden. An der Börse ist es noch schlimmer, besonders an Futures- und Optionsmärkten. Dort ist es nämlich ein Nullsummenspiel, unter Einrechnung der Börsen- u. Brokergebühr sogar für die Summe der Teilnehmer ein Verlustgeschäft! W+B sind kein Kuschel- oder Schmusekurs.
Gleichzeitig verwechselst du Ursache und Wirkung. Die "Pöhsen" sind nämlich nicht Börsenzocker oder Shorties, sondern erstmal, die die das Spiel ermöglicht und gestattet haben. Und das ist nun mal der Staat! Die Staats-Macht hat erst den gesetzlichen Rahmen dafür geschaffen in dem die Börsenteilnehmer nun handeln. Warum hat der Staat so etwas so lange zugelassen? Dazu muss man ja wohl sagen, das wir mittlerweile von einer Politclique reagiert werden, die sehr stark die Interessen von Finanzkapital und "Fast"monopolen vertritt. Parlamentarische- oder Lobby-Diktatur dafür ist ja noch ein Kosename. Tja, und wer hat dafür gesorgt, dass solche Sachen erst erlaubt und verschärft werden? Wer hat die "Finanzhaie" und Hedgefonds denn erstmal ins Land gelassen? Ist mir schon klar, dass Du hierbei nicht ganz wertneutral sein kannst.
Ok, zurück zum Shortsellen. Ein Shortverkauf ist auch keine Wette, sondern erstmal schlicht ein Verkauf, der zum Totalverlust u.-bankrott beim Verkäufer führen kann, weil die Aktie ja auch theoretisch unendlich steigen kann (beim Kauf kann ich hingegen "nur" meinen Kaufpreis verlieren). 2. bekommt der Verkäufer die Ware (Aktie, Gold, Oil u.a.) zum Verkauf nicht umsonst geliehen, dafür muss er einen Preis/Gebühr/Zins an den Verleiher bezahlen! Wer leiht ihm das, zum welchem Preis und warum? Warum - um damit Geld/schuldendeckungsmittel zu verdienen und Profit zu machen. Welche Motive könnte der Verleiher noch haben? Viell. möchte er ja zusätzlich Aktien billiger erwerben, also aufstocken und gleichzeitig verbilligen? Tja, und warum ist nun der Verkäufer "pervers" aber nicht der Verleiher?
Nächste Frage; wer sagt denn, dass der Shortseller mit seinem Investment Gewinne macht, also der Preis tatsächlich fällt? Wenn das so einfach und immer so wäre, warum machen das nicht alle? Ich kenne genug Stories von Shortsellern, die nicht nur gehörig finanziell auf die Fresse [ohne Häme, stimmts wgn?] bekommen sondern auch ihr letztes Hemd verloren haben.
Warum ist das Shortsellen nur in den ach so bedrohten Finanzaktien für die Shortseller interessant, und nicht auch bei "anderen, soliden" Werten? Warum hatte man diese tolle Idee nicht schon bei der Deutschen Telekom oder T-Online, um hunderttausende von "Volksaktionären" zu schützen?
Kleiner Börsenexkurs: warum steigen und fallen Preise?
Preise steigen wenn der Kaufdruck größer als der Verkaufsdruck ist. Oder schlicht, wenn mehr Idioten kaufen als verkaufen wollen. Fallende Preise entstehen wenn der Verkaufsdruck größer als der Kaufdruck ist. Also mehr Idioten verkaufen wollen als sich Kaufwillige (-idioten) finden lassen. (frei nach Kostelany) Klingt eigentlich ganz simpel.
[wer anderer Meinung ist, kann mich gerne versuchen zu überzeugen, bei Erfolg kann er ein Teil meiner Kohle traden.]
OK, wieder zum Shortseller. Zu jedem Verkauf gibt es genau einen Kauf und umgekehrt, 1 Aktie wird verkauft und gleichzeitig gekauft. Im selben Moment, ohne dass es dort den Hauch eine Zeitverschiebung gibt, viell. eins der wenigen Dinge im Leben die wirklich absolut gleichzeitig passiert.
OK, der Shortseller verkauft zu einem Augenblick also nur einmal, mal angenommen 10000 Pleitebank. Danach ist er aus dem Börsenspiel raus, er hat keinen Einfluss mehr auf den Preis, kann und will diesen nicht durch weitere Käufe oder Verkäufe beeinflussen. Danach werden mal angenommen nur noch "nicht"geliehene Aktien gehandelt und diese bestimmen über die weitere Kursentwicklung?
Der Shortseller hat es nicht mehr in der Hand, andere bestimmen nun ob der den Trade mit Gewinn oder Verlust abschliesst. Was ist daran pervers? Warum waren nicht mehr Käufer da um den "pervers" Shortseller aufzuhalten und ihn finanziell zu ruinieren?
Tja, und dann muss der Shortseller ja irgendwann seinen Verkauf ja auch wieder "glatt" stellen also zurückkaufen. Und damit tritt er als Käufer auf und erhöht den Kaufdruck und sorgt so event. für steigende Kurse.
Zum Shortselling allgemein. Warum verbieten die SEC, FSA und BaFin erst jetzt da Shortsellen und nur in ausgesuchten Finanzaktien, nachdem viele davon um 50-70 % und mehr gefallen sind? Schau Dir mal bei bigcharts.com die Charts an von FNM, FRE, WM, C, GS, MRL, LB, AIG und anderen.
Warum nur ausgesuchte Finanzaktien? Warum nicht Aktien von Firmen von volkswirtschaftlichem und nationalem Interesse? Stromproduzenten, Lebensmittel, Pharma, Wasser, Baufirmen? Kann man Geld essen, damit heizen (bald viell. ), darin wohnen?
Wer hat denn bisher am meisten Shortselling betrieben und davon profitiert? Denk mal scharf nach. Btw.,andere Baustelle aber einer der größten Optionsverkäufer weltweit ist der Vatikan [Dottore wird das sicher genauer darstellen können], wenn shortselling "pervers" wäre, hätte der Vatikan sich sicher mal dazu gemeldet.
OK, Shortselling war bisher im gesetzlichen Rahmen erlaubt, die Spieler haben sich an die Regeln gehalten. Nun wo einige Mitspieler am Verlieren sind schreien sie nach dem Staat und der ändert mitten im Spiel einfach mal die Regeln. Ist das fair oder viell. "pervers"?
Mal ein paar Worte zu den Clowns in den Aufsichtsbehörden. Die Fools von der SEC haben solange gepennt bis die amerik. Finanzindustrie unvorstellbare Verluste von 1.000 Mrd. (dt.) USD und mehr produziert haben. Das ist pervers, besonders für Joe Sixpack.
Zu den Inselaffen vom FSA weiss ich nichts, aber Northern Rock und HBOS konnten die nicht verhindern, more to come - sure.
Und nun zu den Idioten vom BaFin: Die haben zugelassen, dass deutsche Landesbanken mehr als 60/80 oder was-weiss-ich wie viele Mrd. in amerika. Subprime Markt versenkt haben. Dabei ist für mich ja noch nicht mal geklärt ob die das nach eigenen Statuten überhaupt in USA anlegen oder besser verbrennen durften. Das BaFin ist so struntzdoff, dass die zugelassen haben, dass die IKB für 10.000 Mio aufmunitioniert wurde um sie dann für 500 Mille zu VERSCHENKEN! Die Krönung war dann die 300 oder 500-was-weiss-ich Mille Zahlung an die bankrotte Lehman, nachdem in jedem Kreiskäseblatt am vergangenen WE schon was von Pleite stand! Das ist mehr als "pervers" für mich!
"Pervers" ist, dass diese Typen die ganze Zeit gepennt haben und die ganzen kriminellen Banker/Politiker immer noch frei rumlaufen. "Pervers" ist, dass die noch Bezüge/Abfindungen bekommen und Pensionen erhalten!
"Pervers" ist, dass in diesem Land keine Partei, nicht mal die Opposition dagegen einschreitet, keine Gewerkschaft oder Kirche aufschreit, kein Staatsanwalt Anklage erhebt.
Zurück zur Börse.
Warum ist nur das Shorten von bestimmten Finanztiteln "pervers"? Warum ist das Shorten anderer Aktien, von Gold, Silber oder Öl ok? Hat da keiner Mitleid mit den Minenarbeitern oder Ölscheichs?
Viele Farmer in USA verkaufen also shorten ihre Ernte bevor sie eingebracht manchmal nicht einmal gesät ist. Ist das "pervers"? Die verkaufen Dinge die sie nicht haben, manchmal nie oder nicht in ausreichender Menge haben werden - dann gnade ihnen Gott!
Ich sage Dir mal was ich "pervers" an den Märkten finde. Wenn man 25 % der Maisernte in den USA in den Tank haut, bei uns wirds ja auch immer mehr. Wenn man Ackerflächen bei uns für Raps mit Steuergeldern subventioniert und in den Tank haut. Das verringert nämlich das Angebot an normalen Getreide zum Essen und verteuert den Preis solange bis sich mehr und mehr Menschen diese Grundnahrung schlicht nicht mehr leisten kann. Wenn man in Asien Urwald für Palmöl rodet und in den Tank haut. Wenn man in Südamerika Farmer umbringt, die kein Soja für unsere Autotanks anbauen wollen!
Das ist nicht "pervers" das ist schlicht menschenverachtend!
Wieviele arme "Nigger-, Latino- oder Asiatenschweine" verfahren/vertanken wir denn so im Jahr?
"Pervers" sind die Pensionsfonds in USA die zunehmend in Rohstoffe investieren wollen und somit die Preise verteuern werden, die Ärmsen der Welt werden das mit ihrem Leben bezahlen.
"Pervers" ist unsere Fondanlage zur Renditegewinnung oder späterem Ruhestand, weil der Fond viell. in die Firma mit dem Stern investiert und die mit Landminen und Waffen eine blutige Rendite für uns Moralapostel generiert. "Pervers" auch der Aktienkauf von Firmen die den Stahl, den Strom, die Elektronik und all den anderen Scheiss dafür herstellen oder die Finanzierung sicherstellt. Über Politiker die den gesetzlichen Rahmen dafür schaffen ganz zu schweigen.
Wo fängt Moral und "pervers"sein an, wo hört es auf?
Zurück zur Eingangfrage und dem Elend. Also ich konnte bei Banken noch nichts von Elend sehen. Die Teppichetage + Händler haben gigantisch verdient, die normalen Bankfutzies haben auch nicht gedarbt. OK, wenn die nun Pleite gehen, verlieren die ihren Job, passiert in andern Bereichen auch laufend. Die anderen, armen Schweine weltweit wurden/werden durch unseren "pervers" Mist umgebracht oder verhungern.
Wer braucht wirklich Investmentbanken? Wer braucht eine Versicherung die eine Bank für 24 oder 26 Mrd. gekauft hat und für 8 oder so wieder vertackert? Wer bezahlt diese gigantischen Verluste von 16 Mrd.? Das sind die Kunden, die sich ihre Überschussbeteiligung auf Jahre hinaus abschminken können! Dazu gesellt sich der Steuerzahler, der gerne auf Jahre mal auf Steuerzahlungen der Deppen verzichtet.
Also bitte immer mal versuchen beide Seiten zu sehen, selber nach zu denken und nicht nur den Müll der Mainstreammedien aufsaugen und der plumpen Propaganda erliegen.
Mit schwarz-weiss, gut und böse hat der Tag zwar leichter Struktur, hilft aber nicht wirklich. Ich habe Jahre dafür gebraucht, aber es lohnt sich m.M.
Wenn hier einer Schuld ist am Untergang der ach so tollen Finanzsystems, dann sind die Shorties mit Sicherheit eine der letzten in der Reihe. Da ließen sich ganz andere Faktoren und Figuren auch namentlich festmachen.
Ich selbst wollte hier nicht den Moralapostel spielen, auch wenn es manchmal so durchkommt. Aber dieses ewige Sündenbock-Moral-Getue nervt ungemein, nein es ist unerträglich geworden.
Ich hoffe hier ein wenig meine Sicht der Dinge auch zur Erhellung/Erheiterung rüber gebracht zu haben.
Abschließend möchte ich mich bei der Masse der Forenschreiber bedanken und nur einige stellvertetend alphabetisch aufreien:
Baldur, chiron, Cheff, Diogenes, Dottore, DT, Elli, Emerald, igelei, , MausS, MI, sensortimecom, Taktiker, Tassi, weissgarnix und viele, viele andere.....
Danke fürs Lesen und Sonntags-Gruss ins Forum
McShorty
--
Danke an Elli, Chef, HM und igelei für das wunderbare Forum hier!
Seid wachsam auf diesem Narrenschiff!
Völlig d'accord
chiron, Samstag, 20.09.2008, 16:53 (vor 6042 Tagen) @ McShorty
Die Amis hatten es schon immer im Griff, den Falschen zum Täter zu ernennen.
Mir ging das auch mächtig auf den Keks
Gruss chiron
Gibt es hier nicht auch eine Grauzone?
EM-Financial , Deutschland, Samstag, 20.09.2008, 22:35 (vor 6042 Tagen) @ chiron
Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, dass die Short-Seller keine Verbrecher sind und eigentlich für ein funktionierendes Börsensystem absolut notwendig sind, da die Spekulantrn (egal ob Kauf oder Verkauf) Liquidität bereitstellen, so dass ich als mittel- und langfristig orientierter Anleger immer genügend Kurse gestellt bekomme.
Trotzdem gibt es meines Erachtens an der Börse Phasen der Hysterie und gerade durch die enormen Mittel, welche Hedge-Funds mittlerweile kontrollieren ist das Spiel von Long oder Short nicht unbedingt ausgeglichen.
Die Frage stellt sich grundsätzlich, ob denn der tatsächliche physische Verkauf einer geliehenen Aktie zu jedem Zeitpunkt und immer gestattet sein sollte, oder ob man nicht ab und an mal eine "Denkpause" einlegt? Schlussendlich wissen wir alle im Forum, dass das Bankensystem vermutlich noch nicht von heute auf morgen kollabieren wird. Auch hatte Paulson schon zuvor immer wieder von "unlimitierten Stützungsmöglichkeiten" gesprochen. Aber plötzlich sagen dies Bernanke und Paulson zusammen und urplötzlich ist das ganze Finanzsystem vor dem Kollaps gerettet????
Die Gegenbewegung hätte doch eigentlich schon viel früher kommen können. Waren es nur die Shorties, die hier eingedeckt haben? Ich glaube kaum, aber man wird sehen.
Noch eine andere Frage: Weshalb kann ich eigentlich nicht auch Häuser ausleihen, die Miete bezahlen und das Haus in dem Du lebst bereits heute verkaufen, wenn ich denke der Preis fällt?
Sicher kann man ein Haus nicht so schnell liefern wie eine Aktie, aber grundsätzlich habe ich natürlich etwas dagegen, wenn jemand anders MEINE Aktien verkauft und MEIN Broker dafür auch noch Zinsen kassiert, denn ich sehe von diesen Leihzinsen keinen müden Cent...
Wenn die Shorties sich von den Longs jedesmal die Erlaubnis holen müssten und einen Leihvertrag mit Zins und Laufzeit abschliessen würden, dann sehe es m.E. faierer aus.
Zudem hat ja auch niemand etwas gegen "Wettgeschäfte" wie Futures, CFDs oder per Handschlag im Brauhaus, diese Form der Short Spekulation wird auch weiterhin erlaubt sein, sofern ich eine Gegenpartei finde.
Also keine Angst, für Spekulationen auf fallende Kurse wird es immer eine Möglichkeit geben.
Gruss
Das wirklich entscheidende war der Zeitpunkt
chiron, Sonntag, 21.09.2008, 01:47 (vor 6042 Tagen) @ EM-Financial
Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, dass die Short-Seller keine Verbrecher
sind und eigentlich für ein funktionierendes Börsensystem absolut
notwendig sind, da die Spekulantrn (egal ob Kauf oder Verkauf) Liquidität
bereitstellen, so dass ich als mittel- und langfristig orientierter
Anleger immer genügend Kurse gestellt bekomme.Trotzdem gibt es meines Erachtens an der Börse Phasen der Hysterie und
gerade durch die enormen Mittel, welche Hedge-Funds mittlerweile
kontrollieren ist das Spiel von Long oder Short nicht unbedingt
ausgeglichen.
Die Hedge Fonds kontrollieren gar nichts. Die Kontrolle liegt bei den Kapitalgebern und dazu gehören auch Banken, Pensionskassen usw.
Die Frage stellt sich grundsätzlich, ob denn der tatsächliche physische
Verkauf einer geliehenen Aktie zu jedem Zeitpunkt und immer gestattet sein
sollte, oder ob man nicht ab und an mal eine "Denkpause" einlegt?
Da hat mir die russische Variante besser gefallen. Wegen zu geschlossen. Das war definitiv die gerechtere Variante. Bei den Amis haben immer ein paar Mitspieler die besseren Voraussetzungen - ein Spiel mit gezinkten Karten.
Schlussendlich wissen wir alle im Forum, dass das Bankensystem vermutlich
noch nicht von heute auf morgen kollabieren wird.
Ohne die Massnahmen vom Freitag wäre es kollabiert und zwar subito. Wir standen kurz vor einem weltweiten Bankrun. Mehr als 48 Stunden hätte ich dem System nicht mehr gegeben.
Auch hatte Paulson schon
zuvor immer wieder von "unlimitierten Stützungsmöglichkeiten" gesprochen.
Aber plötzlich sagen dies Bernanke und Paulson zusammen und urplötzlich
ist das ganze Finanzsystem vor dem Kollaps gerettet????
Die Goldmänner haben hoch gepokert und ihre Konkurrenten in den Orbit geschossen. Kompliment!
Die Gegenbewegung hätte doch eigentlich schon viel früher kommen können.
Waren es nur die Shorties, die hier eingedeckt haben? Ich glaube kaum,
aber man wird sehen.
Nein eben nicht, das Domino begann sich gerade zu beschleunigen... Die entscheidende Frage ist, WARUM wurden die Shorties nicht schon vor 1-2 Wochen abrasiert... und da glaube ich, dass es um handfeste Interessen ging.
Noch eine andere Frage: Weshalb kann ich eigentlich nicht auch Häuser
ausleihen, die Miete bezahlen und das Haus in dem Du lebst bereits heute
verkaufen, wenn ich denke der Preis fällt?
Du kannst den Häusermarkt shorten, ist doch kein Problem. Du kannst nur nicht ein spezifisches Haus shorten. Ist am Aktienmarkt auch so. Auch dort kannst du nicht die Allianz-Aktie im Besitze von Herr Meyer-Schulze shorten.
Sicher kann man ein Haus nicht so schnell liefern wie eine Aktie, aber
grundsätzlich habe ich natürlich etwas dagegen, wenn jemand anders MEINE
Aktien verkauft und MEIN Broker dafür auch noch Zinsen kassiert, denn ich
sehe von diesen Leihzinsen keinen müden Cent...
Das ist gleich doppelt falsch. Erstens werden deine Aktien nur ausgeliehen, wenn du einen Zettel mit der Erlaubnis unterschrieben hast. Gilt zumindest in der Schweiz und dürfte überall so sein. Die Klausel befindet sich wie üblich irgendwo in den kleingedruckten Geschäftsbedingungen.
Zweitens bekommen die grossen Player (Pensionskassen usw.) die Leihgebühr erstattet. Deshalb haben sie diese auch zur Verfügung gestellt. Kurzum bei den gedeckten Shorts (die üblichen also...) wird bezahlt.
Wenn die Shorties sich von den Longs jedesmal die Erlaubnis holen müssten
und einen Leihvertrag mit Zins und Laufzeit abschliessen würden, dann sehe
es m.E. faierer aus.
Das wird bereits heute so gemacht. Der Börsenhändler shortet und bekommt die Aktien zur Leihe aus einem Pool geliefert. Dieser Pool (virtuell) wird gespiesen durch Aktien, welche zur Verfügung gestellt wurden.
Zudem hat ja auch niemand etwas gegen "Wettgeschäfte" wie Futures, CFDs
oder per Handschlag im Brauhaus, diese Form der Short Spekulation wird
auch weiterhin erlaubt sein, sofern ich eine Gegenpartei finde.
Auch gegen Leerverkäufe hat niemand etwas...ausser eben jetzt. Nur erklären konnte man dies nur, in dem man von "bösen Spekulanten" sprach.
Also keine Angst, für Spekulationen auf fallende Kurse wird es immer eine
Möglichkeit geben.
Aber sicher, sobald die Shorties abrasiert worden sind und die verbliebenen Investmentbanken wird auf halbwegs gesunden Füssen, geht das Spiel weiter.
Gruss
Gruss chiron
@CHEF: Ich meine, das Posting gehört in die Sammlung! - & Gruß (oT)
ufi , Nord-Bayern / Franken, Sonntag, 21.09.2008, 03:03 (vor 6042 Tagen) @ McShorty
- kein Text -
--
Interpunktion und Orthographie dieses Beitrags sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln der Rechtschreibung wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Verständnisfrage puts/ short
cassi , Mitten in der EUdSSR, Sonntag, 21.09.2008, 02:50 (vor 6042 Tagen) @ Geschenkeonkel
Hatte die letzen Jahre immer etwas Geld in Aktien und Fonds investiert.
Wurde aber alles vor ca. 1 Jahr aufgelöst!
Als Rest verblieb etwas "Spielgeld" auf dem Kto.
Damit gabs dann -just for fun- mal puts mal calls!
Jetzt liegen also z.B. puts DBK(DE000DR1GFM4) und CBK(DE000SEL6180)im Depot.
Frage:
-Fallen diese Positionen ins Verbot oder nicht!
Wo gibts Infos dazu.
Danke + Gruss
--
Gruß Â©
"Dummheit ist ein menschliches Privileg" (Sigismund von Radecki)
"Reicher Mann und armer Mann standen da und sah´n sich an.
Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich"
Kann man denn noch Calls VER-kaufen?
ufi , Nord-Bayern / Franken, Sonntag, 21.09.2008, 03:10 (vor 6042 Tagen) @ Geschenkeonkel
Wenn man noch Calls kaufen kann, dann muß die doch jemand verkaufen?
Ich verstehe das nicht!
Gruß,
ufi
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Interpunktion und Orthographie dieses Beitrags sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln der Rechtschreibung wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Jetzt etwas klarer?
chiron, Sonntag, 21.09.2008, 03:15 (vor 6042 Tagen) @ ufi
Wenn man noch Calls kaufen kann, dann muß die doch jemand verkaufen?
Ich verstehe das nicht!
Leerverkäufe sind weder Puts noch Calls.
Bei einem Leerverkauf verkauft der Verkäufer Aktien, der er nicht hat.
Calls und Puts sind aber nur das Anrecht von irgend etwas. Hier wird keine Aktie gekauft oder verkauft.
Gruss chiron
Wie man Calls an der EUREX verkauft ...
Geschenkeonkel, Sonntag, 21.09.2008, 04:32 (vor 6042 Tagen) @ ufi
Wenn man noch Calls kaufen kann, dann muß die doch jemand verkaufen?
als ich die Calls erwähnte, meinte ich die EUREX-Otionen, nicht hingegen die Optionsscheine, bei denen ausschließlich die Emittenten den Call verkaufen dürfen. An der Eurex kannst Du unter normalen Umständen Calls und Puts kaufen und verkaufen. Beim Verkauf einer Option mußt Du jedoch Sicherheiten hinterlegen. Beispiel: Volkswagen steht bei 300 € und Du verkaufst einen Call mit Basis 100 € für sagen wir einfachheitshalber mal 200 €. Wenn Du keine entsprechende Aktie besitzt, bist Du die Call-Option naked Short. Deine Position verhält sich jetzt in der P&L genauso wie ein Leerverkauf in der Aktie direkt. Natürlich kann es passieren, daß jemand seine gekauften Optionen ausübt, und Du beim Clearing ausgelost wirst. Dann mußt Du dem Inhaber für seine Option die Aktie liefern, sprich, Du mußt die Aktien kaufen. Bei Volkswagen konnte man am Freitag keine Leihe mehr beantragen, so daß der Leerverkauf nur für wenige Tage möglich war, nicht jedoch über eine längere Zeit. Folglich haben viele Emittenten von Optionsscheinen nur noch Rückkaufkurse oder auch teilweise gar keine Kurse für ihre Produkte gestellt, da die Eurex illiquide wurde und die Absicherung über Leerverkäufe nicht gewährleistet war.
DeuBa-Shorten via CFD geht auch nicht mehr :-(
Onkel S. , Montag, 22.09.2008, 01:53 (vor 6041 Tagen) @ Geschenkeonkel
Hi,
ich wollte eben bei IGMarkets die Deuba mittels CFD shorten.
Aber Pustekuchen ...
Dachte, das gilt nur für Aktien
Gruß
S.
@Elli: Bin froh, dass ich schon die Allianz-Shorts habe " />
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Keine Anlageempfehlung!
Keine Anlageberatung!
Keine Gewähr!
Umsetzung auf eigene Gefahr!
Was ist mit DAX Shorts
yoyo, Montag, 22.09.2008, 01:56 (vor 6041 Tagen) @ Geschenkeonkel
oder z.B. db x-trackers DAX Short. Da sind doch die Banken automatisch mit drin.