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Eine sonderbare Krise

ventura, Samstag, 05.01.2008, 11:27 (vor 6593 Tagen)

gekürzt

Ich finde, das trifft es sehr gut.


Im Vergleich dazu, dass alle Marktakteure für Anfang Januar eine ruhige Börsenwoche angekündigt hatten, ist doch eine Menge passiert. Der Deutsche Aktienindex Dax ist gehörig unter Druck geraten, der Ölpreis auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen, der Goldpreis auf 860 Dollar je Unze. Es scheint so, als würden die Börsianer allmählich doch zur Kenntnis nehmen, dass eine internationale Krise an den Finanzmärkten schwelt.

Im Sommer brach in den Vereinigten Staaten - ausgehend vom Hypothekenmarkt für finanzschwache Schuldner - eine Krise aus, die zahlreiche Banken rund um den Erdball in Bedrängnis brachte und die großen Zentralbanken der Welt zu wiederholten Notinterventionen zwang. Davon unbeeindruckt stiegen die Aktienkurse weiter. Der Dax legte 2007 immerhin einen Anstieg von 22 Prozent hin, und in New York beendete der Dow Jones das abgelaufene Jahr noch mit einem Plus. Beim Stand von 8067 Punkten ging der Dax aus dem Jahr. Nun liegt der Leitindex des deutschen Aktienmarktes schon gut 200 Punkte niedriger. Das ist eine Einbuße von rund 3 Prozent in wenigen Tagen.
"Une drôle de crise" könnte man diesen Zustand nennen in Anlehnung an jene "drôle de guerre" zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Wort vom "komischen Krieg" bezeichneten die Franzosen damals jenen tatsächlich seltsam-komischen Schwelzustand, als die Deutschen schon Polen überfallen und die Franzosen dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hatten, aber noch Monate vergingen, bis es tatsächlich zum Krieg mit Deutschland kam.
So auch heute an den Finanzmärkten: Die Krise schwelt seit Monaten, aber es brauchte vielleicht erst den heftigen Anstieg des Ölpreises am Mittwoch, um den Anlegern die Dramatik der Lage klarzumachen. Sicher, der Ölpreis konnte auch deshalb so rasch steigen, weil die Umsätze zu Jahresbeginn noch dünn waren. Die amerikanische Presse berichtete genüsslich, wie zwei Händler an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex am Mittwoch mit einem einzigen Termingeschäft den Ölpreis punktgenau auf 100,00 Dollar hoben.
Die Rekordnotierung für Rohöl hat die Sorgen an den Aktienmärkten noch verstärkt. Neben den politischen Krisen in Nigeria und Pakistan, die für Unruhe an den Märkten sorgen, ist es auch die Überlegung, dass sich offenbar einige Akteure am Ölmarkt nun mit Terminkäufen absichern, weil sie einen weiter schwachen Dollar befürchten.
Die Kombination aus hohem Ölpreis, schwachem Dollar und einer drohenden Rezession in den Vereinigten Staaten macht den Anlegern an den Aktienmärkten derzeit Angst. Höhere Energiepreise könnten den Zentralbanken in die Quere kommen bei ihrem Bemühen, die Leitzinsen weiter zu senken, um die Folgen der Kreditkrise für die Banken erträglich zu halten. Hohe Ölpreise beschädigen auch die Kaufkraft der Verbraucher und schwächen so die Wirtschaft weiter. Schon macht an den Märkten das Angstwort von der Stagflation die Runde.
...
Diese hatte in den siebziger Jahren nach der ersten Ölkrise den Börsen so zu schaffen gemacht, ...

Die jüngsten Wirtschaftsdaten verstärkten diese Befürchtungen: Um mehr als 3 Prozent sind im Dezember die Verbraucherpreise in der Euro-Zone gestiegen. Gleichzeitig zeigen die Konjunkturdaten nach unten. Bundeswirtschaftsminister Glos (CSU) senkte seine Wachstumsprognose für dieses Jahr über Weihnachten auf unter 2 Prozent. In den Vereinigten Staaten fiel diese Woche der ISM-Einkaufsmanagerindex überraschend schwach aus und ist zum ersten Mal seit 2001 das sechste Mal in Folge gesunken.
Es ist stets das schwächste Glied, das eine Kette brechen lässt. So standen auch in dieser Woche Konsumwerte unter Abgabedruck. Am deutschen Aktienmarkt ist Arcandor schwach. Der Betreiber der Karstadt-Warenhäuser befindet sich noch mitten in der Sanierung und würde von einer Eintrübung des Konsumklimas rascher getroffen werden als andere Einzelhandelstitel.
Auch Autoaktien stehen unter Beobachtung. Der sinkende Absatz im Dezember in Europa verheißt auch hier nichts Gutes. Zwar haben die deutschen Hersteller wenigstens aus Amerika gute Verkaufszahlen gemeldet. Aber wegen des schwachen Dollar bleiben ihnen weniger Euro übrig. Allein am Freitag verloren die Aktien von Daimler in der Spitze 4,3 Prozent, und der Reifenhersteller Continental wurde mit einem Abschlag von bis zu 6,3 Prozent gehandelt. Christian von Hiller

Text: F.A.Z., 05.01.2008, Nr. 4 / Seite 19

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Angst vor steigenden Zinsen ist gerechtfertigt ......

Emerald, Samstag, 05.01.2008, 12:34 (vor 6593 Tagen) @ ventura

Angst vor steigenden Zinsen ist gerechtfertigt ......>


Die Mehrheit spricht noch von fallenden Zinsen. Was allerdings dagegen spricht ist der anstehende Finanzierungs-Bedarf . Niemand will Geld leihen,
weil sich alle gegenseitig misstrauen.


Ergo werden weltweit höhere Zinsen bald zur Tagesordnung gehören, weil
nur der Zinssatz ausschlaggebend sein wird, ein Risiko durch höheren
Ertrag zu sichern. Oder das dringend benötigte Geld erst überhaupt zu erhalten !

Ich denke, dass diese Entwicklung schon in den kommenden Wochen,
spätesstens Mitte März 2008 einsetzen dürfte. Am Jahresanfang spielt
einerseits die Liquidität und die nur sukzessive aufkommende Kreditnachfrage noch für den status quo.

Die grossen Verlierer werden alle Besitzer von Festverzinslichen, welche
Renten ohne Inflations-oder Zinshedge besitzen, sein.


Emerald.


PS:
Werthaltigkeit ein schönes Wort;
doch nenne mir; wo liegt der Ort?

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Zins / Laufzeit

fridolin, Samstag, 05.01.2008, 13:06 (vor 6593 Tagen) @ Emerald

Die Mehrheit spricht noch von fallenden Zinsen. Was allerdings dagegen
spricht ist der anstehende Finanzierungs-Bedarf . Niemand will Geld
leihen, weil sich alle gegenseitig misstrauen.

Ergo werden weltweit höhere Zinsen bald zur Tagesordnung gehören, weil
nur der Zinssatz ausschlaggebend sein wird, ein Risiko durch höheren
Ertrag zu sichern. Oder das dringend benötigte Geld erst überhaupt zu
erhalten !

Ich denke mal, so pauschal wird man das nicht sagen können, da hier ein wesentlicher Faktor noch eingeht: die Restlaufzeit der Geldanlage.

Im Geldmarktbereich können die Zentralbanken ja durchaus Einfluß nehmen. Und die werden kaum an höheren Zinsen interessiert sein. Für längerfristige Geldanlagen, also mehrere Jahre, mag es wieder anders aussehen.

Wenn es tatsächlich zu einer wirtschaftlichen Krise kommen sollte, wird andererseits auch der Konsum zurückgehen und damit auch die Kreditnachfrage. Wieviel Geld dann noch "dringend" benötigt wird, ist eine andere Frage.

Alles nicht so einfach. Das waren noch Zeiten, als jede Sache nur zwei Seiten hatte... [[zwinker]]

antworten
 

Angst vor steigenden Zinsen ist gerechtfertigt ......

apoll, Samstag, 05.01.2008, 13:49 (vor 6593 Tagen) @ Emerald

Höhere Zinsen sind ein Muss. Die Frage ist wann? Das würde vorübergehende Deflation bedeuten und den Goldpreis-auch vorübergehend-drücken, vielleicht bis Mitte 09, dem Tief des 8Jahreszyklus? Apoll

antworten
 

... meint auch Linksaußen Rudi Hickel

dottore @, Sonntag, 06.01.2008, 06:24 (vor 6592 Tagen) @ Emerald

Hi Emerald,

der bekennende Krypto-Soze Rudolf Hickel (Uni Bremen), gibt in einem dpa-Interview dieses preis (Auszug):

"Als drittes Belastungskriterium (nach Ölpreis und Dollarkurs) sieht Hickel die internationale Finanzmarktkrise. „Banken werden in ihren Bilanzen im Frühjahr erst das ganze Ausmaß offen legen.“ Mit weiteren Wertberichtigungen oder Abschreibungen sei zu rechnen.

Hickel rechnet deshalb mit einer Erhöhung der Kreditzinsen von etwa einem Prozentpunkt.

„Das trifft vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die von Krediten abhängig sind.“

„Wenn wir diese drei Faktoren zusammenfassen, dann kann 2008 was das Wirtschaftswachstum betrifft ein sehr kritisches Jahr werden“, betonte Hickel. Nach seiner Ansicht ist die von Instituten genannte Wachstumsprognose von mehr als zwei Prozent viel zu optimistisch."

Ob Prof. H. der bestmögliche Absender ist, bleibt dahingestellt. Vielleicht ist er auch ein Kontra-Indikator.

Gruß!

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