Wird der Goldmarkt manipuliert oder nicht? Gehen wir mal logisch vor ... mT
... und machens wie Baldur und "fraachen nach de Dampfmaschin":
1. Wer könnte es?
Der bzw. die, die eine Menge davon besitzen. Da steht an Nr. 1 die US-Treasury (die FED besitzt meines Wissens nach kein einziges g - dottore korrigiere mich, falls ich da falsch liege) mit über 7000 t und Nr.2 wäre schon die Bundesbank mit über 3000 t und Nr. 3 dürfte schon der IWF sein. Aus zuverlässiger Quelle weiß ich zufällig (Dank an DT), dass die Bundesbank schon mal nix verliehen hat. Was Treasury und IWF machen, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls kann man wohl sagen, dass die Bundesbank den Rahmen ihrer vertraglich möglichen Verkäufe niemels ausgeschöpft hat in den letzten Jahren. Die Frage nach der Manipulation mit wenig zugänglichen Informationen beantwortet wäre also: NEIN.
2. Wie könnte die Manipulation laufen?
Große Goldbesitzer verleihen Teile des Bestandes, Spekulanten verkaufen das geliehene Gold um zu niedrigeren Preisen zurückzukaufen und ihre Leihe zu schließen. Dürfte die letzten Jahre ziemlich ins Auge gegangen sein, sieht also wiederum nach einem NEIN aus, zumindest seit ca. 2000 (http://rohstoffe.onvista.de/snapshot.html?ID_NOTATION=1326189&PERIOD=7#chart).
3. Wer hat physisch verkauft?
Da war mal die BoE und die Schweizer (ich erinnere mich nämlich noch gut an das Jahr 1998, da kam die BoE und verkündete, dass sie 250 t in den Markt drücken möchte, worauf der Goldpreis schön aufs Tief absackte - irgendwo bei 245 USD/oz.. Ich fand das phantastisch, hab mich da nämlich mit ner Zigarre und einer Flasche Portwein auf den Balkon gesetzt und eine ziemlich gute Idee gehabt. Die spekulative Frage, die ich mir stellte war: "Was passiert wohl, wenn die Meldung kommt, dass die BoE ihre Verkäufe BEENDET hat?" - Alles weitere war ziemlich simpel, denn man hat sich die Fakten angeschaut, Goldpreis auf 20-Jahrestief, die Minen mit KGVs von 3-4 und Dividendenrenditen von knapp 10% - ich hielt es damals jedenfalls für eine ganz gute Idee, mal ein bisschen was zu investieren und mir eine gute ungehedgede südafrikanische Mine ins Depot zu nehmen (die Frage war WANN, WENN NICHT JETZT?) - was sich zum Zusammenbruch des Neuen Marktes und des NASDAQ als ziemlich nett erwies). Also die, die phys. gegeben haben, haben heute sicherlich nicht unbedingt die tollsten Erinnerungen an ihre Entscheidungen. Fazit aber auch daraus: Es war weder die FED (die nix hat, was sie geben könnte) und die BuBa wars auch nicht, die hätte geben können, hat es aber nicht gemacht. Treasury und IWF weiß man wiederum nicht (vielleicht könnte man es ja aus den IWF-Bilanzen rausbekommen?). Den Schweizern und der BoE würde ich aber so viel Unabhängigkeit zutrauen, dass es deren eigene Entscheidung war und nicht, dass Bubblespan hingegangen ist und gesagt hat "vertickert mal ein bissel Gold, das ist jetzt wichtig zur Rettung des Finanzsystems" und die Herrschaften sagen: "Klar Alan, kein Problem, wieviel sollen wir denn geben?" - also auch hier sieht es, was die Manipulation betrifft, eher nach NEIN aus.
4. Wer HAT LEER verkauft?
Auch das ist mittlerweile (und auch damals schon) bekannt: Ein paar Minen, also die Produzenten selber. Auch da würde ich eher interne Entscheidungen des Managements dahinter vermuten als irgendeinen konspirativen Anruf eines US-Notenbankchefs. Also schon wieder Manipulation NEIN.
5. Warum sollte man manipulieren?
Meiner Ansicht nach nur aus 3 Gründen: 1. Man will nicht, dass die Masse vorsorgt, indem sie sich für den Fall des Zusammenbruchs des Finanzsystems ein paar Barren auf die Seite schafft. Das würde aber bedeuten, dass die Ersatzwährung - die nach einem Zusammenbruch kommt - wieder GOLDGEDECKT ist. Nur wissen wir aber auch, dass unsere Gelderfinder die Regeln nach ihrem Gusto nach Notwendigkeit aufstellen, also ginge auch Silber, Platin oder Kaffeebohnen, Schweinehälften oder Tüten mit Gummibären zur Deckung der "neuen Währung" - obwohl Gold da eher Vorteile hätte, aufgrund der Jahrtausende Vertrauen. Also meinethalben der erste mögliche Manipulation-JA-Punkt. Der 2. Grund wäre, dass die Masse durch eine heftig anziehenden Goldpreis schließen könnte, das mit dem Finanzsystem was nicht stimmt. Wäre (und ist?) aber mit Mediengewalt zu verhindern: Oder kann man irgendwo auf EntenVau oder sonstwo hören oder lesen, dass der Goldpreisanstieg der letzten Jahre ein Hinweis auf einen bevorstehenden Zusammenbruch IST? Daher wäre dafür auch keine Manipulation notwendig, die Mainstream-Medien haben sie ja schon im Griff. Der dritte Grund wäre mal einfach, weil man es halt MACHEN KANN, von mir aus eben auch noch ein JA.
Fazit: M. E. steht es eigentlich 5:2 GEGEN Manipulation, aber das kann und wird eh jeder für sich selbst entscheiden. Von daher hatte ich mich irgendwann entschlossen, meine Mine wieder zu vertickern (nach weit über einem Jahr Skepu-Frist) und mir mit dem Ertrag ein bissel was physisches zuzulegen, was auch lange relativ preiswert möglich war, als der Eurotz und das Gold parallel stiegen. Der Grund war aber hauptsächlich auch der, dass Vater Staat mit seinen Konten- und angeblichen Terrorkontrollen mir langsam ein bisschen zu neugierig wurde und weiter wird. Es geht das Merkelding, SSchäuble und diverse Finanzminister nun mal einen SCHEISSDRECK an, was das Volk besitzt, wenn sie das nicht kapieren MUSS man nun mal nach Wegen suchen, die verhindern, dass die Dinge erfahren, die sie schlichtweg nix angehen. In meiner "internen" Buchhaltung jedenfalls hab ich die Unze mit 1 Eurotz bewertet, ein weiterer schöner Grund, weshalb es einem EGAL sein kann, ob der Goldpreis nun manipuliert wird oder auch nicht, oder ob nun 245 oder 900 grün bedruckte Papierfetzen für den Erwerb nötig sind.
MfG
igelei
die heutzutage noch Gold kaufen, weil ja laut IWF das ganze Zeugs ein Relikt aus der Vergangenheit ist und maximal noch dafür taugt, den Frauen um den Hals gehängt zu werden.
" /> - bedeutete das aber nicht auch, dass dir der Broker auch nicht auszahlen musste?