Richard Arens, ein kleiner Eigenhaendler, hat sich selbst den Ölpreis auf die "berühmten 100 Dollar"gehievt....
Mit einem einzelnen kleinen Trade habe sich ein privater Händler am Mittwoch seinen Platz in der Marktgeschichte gesichert, indem er den Ölpreis über die einst unvorstellbare Marke von 100 US$ je Barrel drückte, war im Netz zu lesen.
Einige Marktbeobachter hätten die Gültigkeit dieses Preises jedoch angezweifelt, nachdem bekannt worden sei, dass dieses Hoch das Ergebnis eines einzelnen ortsansässigen Händlers gewesen sei, der mit seinem eigenen Geld handele und nur die Mindestmenge von 1.000 Barrel zu diesem Preis gekauft habe. Dieser Deal an der New York Mercantile Exchange sei daher mit einem heftigen Aufgeld auf die aktuellen Preise erfolgt.
Nach Insiderinformationen sei Richard Arens dieser Händler, welcher eine Maklerfirma mit dem Namen ABS betreibe. Er habe jedoch nicht für Interviews zur Verfügung gestanden. Analysten meinten, er habeden oberen Widerstand des Rohöl-Preises testen wollen. Der Preisaufschlag, den er jedoch gezahlt habe, habe den Markt überrascht. Bevor der Preis über die Marke von 100 US$ gesprungen sei, habe der Preis bei 99,53 US$ je Barrel gelegen.
Direkt nach diesem Trade sei der Preis auf 99,40 US$ gefallen, was einen Verlust von 600 US$ für Herrn Arens bedeutet habe. Stephen Schork, ein ehemaliger Trader an der Nymex und Herausgeber des „Oil-Market Schork Report“, habe den "Deal" so kommentiert: „Ein ortsansässiger Händler hätte knapp 600 US$ Verlust gemacht, um seinen Enkelkindern später erzählen zu können, dass er der erste gewesen sei, der den Ölpreis über die Marke von 100 US$ getrieben habe. Wahrscheinlich rahme er gerade den Zeitungsbericht über dieses Ereignis ein.“Die Transaktion sei nicht sofort im Globex-System angezeigt worden, welches den Hauptteil des Rohölhandels dokumentiere, wodurch der Markt im Unklaren über das Preisniveau gehalten worden sei. Allerdings habe die Nymex inzwischen mitgeteilt, es sei ein gültiger Trade gewesen.
Der Ölpreise würden wahrscheinlich in den nächsten fünf Jahren noch viel weiter steigen, wenn sich das wirtschaftliche Wachstum nicht abschwäche und dadurch die Nachfrage nach Treibstoffen sinke. Die fallende Produktion in einigen Ländern außerhalb der OPEC, das robuste Wachstum der Nachfrage - getrieben durch Länder wie China – und die angespannte Situation bei den Raffinerien, die das Rohöl in Treibstoffe umwandelten, würden die Rallye, die im Jahr 2002 begann, noch weiter unterstützen. Der Ölpreis könne noch viel weiter steigen, habe Kris Voorspools, Analyst bei Fortis in Brüssel, konstatiert. Die fundamentalen Daten von Angebot und Nachfrage sprächen eine eindeutige Sprache: Auf der einen Seite steige die Nachfrage, auf der anderen Seite gebe es seiner Meinung nach jedoch ein strukturelles Problem bei den Raffinerien. Es gebe eine höhere Nachfrage nach qualitativ höherwertigen Produkten und die Raffinerien könnten diese Art von Produkten momentan einfach noch nicht herstellen.“
![[image]](http://www.investoralert.de/images/050108oil2.gif)
Der Preisschub auf 100 US$ am Mittwoch habe den Ölpreis ganz nah an das inflationsbereinigte Rekordhoch von 101,70 US$ gebracht, welches im Jahr 1980 aufgestellt worden sei, als der Krieg zwischen den beiden OPEC-Staaten Iran und Irak eine Krise beim Ölpreis auslöst hatte.
Gebe es eine Versorgungskrise?
Die OPEC, welche über ein Drittel des Öls verfüge, habe konstatiert, sie könne nicht viel dazu beitragen, um die Preise zu drücken, da die meisten der 13 Mitgliedsstaaten bereits die maximale Menge an Öl produzierten.
Die OPEC könne da wenig machen, habe Shokri Ghanem, höchster Offizieller der OPEC-Liga, der Agentur Reuters per Telefon gesagt, nachdem der Ölpreis über die Marke von 100 US$ gestiegen sei. Die meisten OPEC-Staaten produzierten bereits am Kapazitätsmaximum.
Der schwächer werdende US$, die politischen Spannungen im Mittleren Osten und das wachsende Interesse von Finanzinvestoren am Öl hätten diesen Preisanstieg ebenfalls gestützt. Alle die Faktoren, die die Preise von über 80 US$ beschert hätten, drückten nun die Preise noch höher, habe Peter Beutel, Analyst bei Cameron Hanover. ausgeführt Solange das Angebot nicht steige oder die Nachfrage einbreche, gäbe es keinen Grund, warum der Preis fallen sollte.
gesamter Thread:
- Richard Arens, ein kleiner Eigenhaendler, hat sich selbst den Ölpreis auf die "berühmten 100 Dollar"gehievt.... -
certina,
06.01.2008, 10:52
- Wie das? -
fridolin,
06.01.2008, 11:09
- Wie das? Da stehts: ... mL -
igelei,
06.01.2008, 11:31
- Immer noch unklar - fridolin, 06.01.2008, 12:23
- Wie das? Da stehts: ... mL -
igelei,
06.01.2008, 11:31
- Wie das? -
fridolin,
06.01.2008, 11:09
