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Wegen Golddiskussion-sinnvoller Weg?

Albert @, Montag, 07.01.2008, 11:39 (vor 6590 Tagen)

Zur Zeit des Aktienbooms (also so von etwa 1990 bis 2000) hatte ein Bekannter von mir recht große Summen ständig im Markt angelegt. Jedesmal wenn sich der Basis Bestand um etwa 20 % Steigerung durch Kurssteigerung erhöht hatte, nahm er die Kurssteigerung heraus. Er hat über die Jahre ein beachtliches Vermögen geschaffen und dies größtenteils in Immobilien investiert, die dann über die letzten Jahre ebenfalls kräftig im Wert zunahmen (waren Investitionen in Belgien und Holland). Als dann 2000 langsam der Crash losging, sah er sehenden Auges zu, wie sein Basisbestand dahinschmolz. Teilweise um bis zu 90 %. Natürlich weinte er auch um diese Verluste, aber die herausgezogenen Gewinne der Jahre zuvor überstiegen die aktuellen Verluste um den von mir geschätzten Faktor 5-10.

Ich denke, so ähnlich kann man es auch mit dem Gold halten. Jeder definiert für sich seinen Basisbestand und schöpft regelmäßig ab. So kann nix großes passieren, wenn das Szenario von Elli kommt mit dem mehrjährigem Einbruch, denn zuvor gab es schon die "Abschöpf-Freude" oder man kann dann sogar nachkaufen mit den zuvor realisierten Gewinnen.

Man wird dann, wenn das Eichelburg Szenario wahr wird zwar nicht der Besitzer ganzer Industrieketten bzw. ganzer Häuserblöcke, aber zu mehr Wohlstand wie beim Durchschnittsbürger reicht es wegen des Basisbestandes dennoch.

Im Übrigen denke ich, das in unserem eher sozialistischen Umfeld (wer kann am Ende drastische Goldverbote ausschließen; dann muss alles erst mal 20 Jahre versteckt werden) und angesichts der ganzen Neuen Weltordnung Richtung ohnehin das Leben auch im hier und jetzt angesagt ist.

antworten
 

sinnvoller Weg ja - nur für viele zu spät

webmax, Montag, 07.01.2008, 11:55 (vor 6590 Tagen) @ Albert

Hallo Albert, was zur Zeit so abgeht - die meisten haben es noch nicht gerafft:

"...Und was schlägt er als Lösung vor? Um die sogenannte „harte Landung " der US-Wirtschaft und globale Folgewirkungen aufzufangen, schlägt er rückhaltlose Zinssenkungen aller Zentralbanken vor. Die Furcht z.B. der EZB, daß das Aufdrehen aller Geldschleusen zu einer massiven Inflation führen würde, sei völlig unbegründet, weil eine „Rezession" in den USA eine weltweite „Deflation" zur Folge hätte. Auf deutsch: der Zusammenbruch der Weltwirtschaft wird das Problem schon lösen.

Angesichts der wachsenden Panik unter den Bankern der Wall Street läßt das Weiße Haus dieser Tage durchsickern, daß die Administration im Notfall ohne Beschränkung Liquidität zur Verfügung stellen wird. Das Problem ist nur: das ist genau das, was die Reichsbank 1923 auch getan hat, und im November 1923 war dann Schluß, weil der Preisanstieg im Absurden endete. Am 15. November 1923 kostete 1 Kg Roggenbrot 5.145.000.000.000 Reichsmark. Als Folge der Hyperinflation wurden erst alle Milliardäre, und dann waren dann die Ersparnisse der Bevölkerung vernichtet. Heute ist das Problem nicht auf ein Land beschränkt wie damals, sondern es betrifft die ganze Welt. Schon jetzt hat die Politik der Fed auch asiatische, lateinamerikanische und europäische Zentralbanken gezwungen, ihre Zinsen zu senken, um den Dollarverfall abzubremsen und so die Inflation weltweit exportiert.

Noch weigern sich die Finanzminister und Zentralbankiers, einzusehen, daß es keine monetaristische Lösung für das Problem gibt. Der Grund liegt darin, daß die ausstehenden Zahlungsverpflichtungen stratosphärische Dimensionen angenommen haben. Wegen der mangelnden Transparenz weiß niemand genau, wieviel, aber man kann schon vermuten, daß es in die Billiardenhöhe geht, denn niemand will diesen Giftmüll mehr kaufen. Für diejenigen, die beim Monopoly nicht soweit gekommen sind: eine Billiarde ist 1.000.000.000.000.000.

Eines hat die Casino-Wirtschaft schon jetzt geschafft, eine enorme Umverteilung von Reichtum von arm zu reich. Einige sind Milliardäre und Multimillionäre geworden, und die Politiker, die dies durch entsprechende Gesetzgebungen ermöglicht haben, sind auch nicht schlecht gefahren. Die bei weitem überwiegende Mehrheit hingegen mußte massive Einbußen in ihrem Lebensstandard hinnehmen. ..."

Quelle :Büso - LaRouche

antworten
 

Wegen Golddiskussion-sinnvoller Weg? Die Wege des Herren sind unergründlich.

prinz_eisenherz, Montag, 07.01.2008, 13:51 (vor 6590 Tagen) @ Albert

## Man wird dann, wenn das Eichelburg Szenario wahr wird zwar nicht der Besitzer ganzer Industrieketten bzw. ganzer Häuserblöcke, aber zu mehr Wohlstand wie beim Durchschnittsbürger reicht es wegen des Basisbestandes dennoch. ##

Hallo Albert,
ich rate dir, befreie dich von dem Gedanken, das eine große Krise, ein Zusammenbruch, so wie er hier am Beispiel 1922/ 1923 oft an die Wand gemalt wird, das du dich davor schützen kannst.

Bei dem Beispiel hatte es Deutschland als Einzelland voll erwischt und meiner Meinung auch erst dann, als man die Kontrolle des Staates über die Zentralbank aus der Hand geben musste. An Deutschland hatte man einen Teil der schon damals sich auftürmenden Widersprüche noch einmal kompensieren können und natürlich mit dem folgenden Krieg.

Steht so eine Lösung ins Haus? Russland vielleicht? Ich weiß es nicht.

Ansonsten, zum Gold habe ich schon mehrmals geschrieben. Wer sich an der Spekulation um das an sich weniger brauchbare Metall beteiligen will und rechtzeitig diesen heimlichen Geldersatz gegen richtiges Geld wieder zurück tauscht, der hat einen guten Gewinn gemacht, sofern er bei Tiefständen dieses gekauft hat und die Geldentwertung nicht schneller ist als der Goldpreisanstieg.

Eine bessere Sicherung gegen den Verlust von Vermögen ist zweifellos die Immobilie.

1.Fall
Mit deinem Goldgewinn kaufst du dir eine Wohnung, ein Haus und nutzt es selbst. Das kann eine sehr vorteilhafte Sache sein, aber deine angestrebte Flexibilität, was den Wohnort betrifft, die ist sehr stark eingeschränkt. Eine gute Immobilie, die ihren Preis wert ist, ist ohnehin nicht leicht zu finden.

2.Fall
Du kaufst dir eine Immobilie oder meinetwegen gleich zehn Wohnungen, um sie zu vermieten. Dann jedoch bereite dich darauf vor, das dich diese nicht selbst genutzten Wohnungen viel Arbeit kosten, die Verwaltung, die Kontrolle und die Reparatur, den Werterhalt. Davon musst du schlicht und ergreifen ein gehöriges Fachwissen haben, ansonsten bringen dir diese Wohnungen keinen ausreichenden Gewinn und du kannst dein Geld auch auf ein Tagesgeldkonto legen, aktuell z. B. die Norisbank mit 4,25 % Zinsen und ersparst dir eine Menge Ärger. Und ob diese Immobilien eine Wertsteigerung auf dem freien Markt erfahren, das weißt du immer erst dann, wenn du sie tatsächlich dort auch anbietest. Statistiken von Marktpreisen sind im konkreten Fall Schall und Rauch.

3.Fall
Das Gold wird nicht einfach nur verboten, der Handel mit dem Gold wird verboten. Jeder Handel mit jedem Wertgegenstand, der in Krisenzeiten als Geldersatz sich herausbildet wird verboten. Ich weiß, dann machst du es trotzdem. Dann jedoch machst du dich strafbar, wenn du dabei erwischt wirst. Du bewegtst dich bei deinem illegalen Handel im kriminellem Milieu, so wie jeder Rauschgifthändler mit den dort herrschenden speziellen Spielregeln der Wildnis. Bekanntlich hat schon die simple Ersatzwährung nach dem Krieg in Deutschland, die Zigaretten, die Polizei zu regelmäßigen Razzien veranlasst.

Aussichten:
Ob Gold, Geld oder Immobilien, wen die jeweilige Führungsmacht es will, dann schaltet sie alle diese Sicherheiten aus, oder belastet diese mit solch hohen Abgaben, das dir die Freude an deinen Häusern und Wohnungen gründlich vergeht. Alles was irgendwie nach einer Form von Geldersatz aussieht, sich entwickelt, das wird unter Strafe gestellt.

Und selbst wenn du Gold nach dem Zusammenbruch, beim Neubeginn besitzt, viel Gold und es hat einen hohen Schwarzmarktpreis, wie willst du dieses Gold in Form von Sachgütern anlegen, deren Besitz dir vom Staat als Eigentum garantiert werden, wie willst du es zum Einsatz bringen? Dem Notar für den Verkäufer der Villa am Starnberger See einen Batzen Gold in die Hand drücken und diese Bezahlung trägt der dann ins Grundbuch ein? Wie putzig.

Und wenn dann trotzdem ein Geldbetrag dort erscheint, dann steht, schneller als du dir deine Unterhose anziehen kannst die Kripo vor deiner Tür und fragt dich woher du das dort eingezahlte Geld hast?

„Äh, ich dachte, ich hätte, ich wollte, das Gold...“[[zwinker]]

„Ach Gold haben sie zur Bezahlung genommen, wie interessant, das ist doch verboten. Na dann ziehen sie sich mal fertig an und begleiten sie uns auf das Revier.“

Schöne Aussichten, modern Zeiten, alles elektrisch
eisenherz

antworten
 

Wegen Golddiskussion-sinnvoller Weg? Die Wege des Gehirns sind ebenfalls unergründlich.

webmax, Montag, 07.01.2008, 14:48 (vor 6590 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo Prinz,

bekanntlich führen viele Wege nach Rom... Und es zahlt sich auch aus, mehrere Gehirnwindungen zur Gedankenspekulation einzusetzen, statt eingleisig zu fahren. Das hast du ja hier auch versucht.

Da wir alle das sich leider abzeichnende Krisenszenario nur unvollständig überblicken , ja einschätzen können, ist es sicher sinnvoll sich mental mit Eventualitäten auseinanderzusetzen, wie sie historisch belegt oder auch aktuell denkbar sind.

Gold in kleinen, bekannten Münzeinheiten ist (anders als z.B. Diamanten) fälschungssicher, mobil, bekannt und auch begehrt. Jeden Falls ist man in der Krise damit besser dran als ohne. Es kann nicht auf Dauer überall verboten werden, denke ich; es ist also zumindest im Ausland fungibel und kann überall als Sicherheit hinterlegt oder eingebracht oder eingetauscht werden. Und nach dem Reformschock werden die Menschen sicherlich für lange Zeit nur noch sachwertunterlegten Währungen vertrauen. Dann ist es gut, welches zu haben.

Schwarzmärkte haben übrigens immer funktioniert - erwischt wurden stets nur die Dummen. Prinzip der natürlichen Auslese?

Gruß webnmax [[zigarre]]

antworten
 

@ webmax ... nur die Dummen

hdk, Dienstag, 08.01.2008, 01:48 (vor 6590 Tagen) @ webmax

Schwarzmärkte haben übrigens immer funktioniert - erwischt wurden stets
nur die Dummen. Prinzip der natürlichen Auslese?

Exakt... Du sprichst mir aus dem Herzen!

hdk

antworten
 

...nur die Dummen... ABER:

webmax, Dienstag, 08.01.2008, 01:57 (vor 6590 Tagen) @ hdk

Damit es nicht so obergscheit daherkommt:[[top]]

niemand, wirklich niemand kann nur schlau sein... irgendwo zahlt jeder Lehrgeld

Gruß webmax

Schwarzmärkte haben übrigens immer funktioniert - erwischt wurden stets
nur die Dummen. Prinzip der natürlichen Auslese?

Exakt... Du sprichst mir aus dem Herzen!

hdk

antworten
 

@webmax oT

hdk, Dienstag, 08.01.2008, 02:11 (vor 6590 Tagen) @ webmax

niemand, wirklich niemand kann nur schlau sein... irgendwo zahlt jeder
Lehrgeld

Leider!
hdk

antworten
 

Wegen Golddiskussion-sinnvoller Weg? Die Wege des Herren sind unergründlich.

Albert @, Montag, 07.01.2008, 14:53 (vor 6590 Tagen) @ prinz_eisenherz

## Man wird dann, wenn das Eichelburg Szenario wahr wird zwar nicht der
Besitzer ganzer Industrieketten bzw. ganzer Häuserblöcke, aber zu mehr
Wohlstand wie beim Durchschnittsbürger reicht es wegen des Basisbestandes
dennoch. ##

Hallo Albert,
ich rate dir, befreie dich von dem Gedanken, das eine große Krise, ein
Zusammenbruch, so wie er hier am Beispiel 1922/ 1923 oft an die Wand
gemalt wird, das du dich davor schützen kannst.

Hallo lieber Prinz (auch ein frohes Neues noch nachträglich)
genau in die Richtung geht ja mein Beitrag. Auf der Skala von -10 bis +10 ist der Totalzusammenbruch der Weltwirtschaft (also die -10) möglicherweise so beschaffen, das es gar keinen Schutz mehr gibt. Da genau greift dann der Abschnitt: "Jetzt leben und einen Teil der Gewinne realisieren"
Wenn Europa tatsächlich in Richtung Bolschewismus geht, so wissen wir ja von Stalin, wohin das führt......


Bei dem Beispiel hatte es Deutschland als Einzelland voll erwischt und
meiner Meinung auch erst dann, als man die Kontrolle des Staates über die
Zentralbank aus der Hand geben musste. An Deutschland hatte man einen Teil
der schon damals sich auftürmenden Widersprüche noch einmal kompensieren
können und natürlich mit dem folgenden Krieg.

Steht so eine Lösung ins Haus? Russland vielleicht? Ich weiß es nicht.

Ja. Aber auf der Skala gibt es ja auch noch die Zwischenstufen; und da mag die Investition in etwas, das nicht nur "Toilettenpapier" (die sagst zu Fiat Money tatsächlich richtiges Geld?) ist vielleicht garnicht so dumm

Ansonsten, zum Gold habe ich schon mehrmals geschrieben. Wer sich an der
Spekulation um das an sich weniger brauchbare Metall beteiligen will und
rechtzeitig diesen heimlichen Geldersatz gegen richtiges Geld wieder
zurück tauscht, der hat einen guten Gewinn gemacht, sofern er bei
Tiefständen dieses gekauft hat und die Geldentwertung nicht schneller ist
als der Goldpreisanstieg.

Ja. Siehe oben. Leider ist für den Durchschnittsbürger nach Steuern die Möglichkeit, Vermögen anzuhäufen, garnicht so einfach. Erst recht nicht als Familienvater >seufz<.....(aber ein paar Münzchen kriegen wir schon zusammen nicht wahr!

Eine bessere Sicherung gegen den Verlust von Vermögen ist zweifellos die
Immobilie.

Ja. Ein Dach überm Kopf braucht man nun mal in unseren Breiten. Allerdings vieleicht nicht zu sehr auf den materiell/finanziellen Wert davon bauen
siehe
http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2007-86_ImmobilienVerloren.pdf

1.Fall
d´accord
2.Fall

dáccord

3.Fall
Das Gold wird nicht einfach nur verboten, der Handel mit dem Gold
wird verboten. Jeder Handel mit jedem Wertgegenstand, der in Krisenzeiten
als Geldersatz sich herausbildet wird verboten. Ich weiß, dann machst du
es trotzdem. Dann jedoch machst du dich strafbar, wenn du dabei erwischt
wirst. Du bewegtst dich bei deinem illegalen Handel im kriminellem Milieu,
so wie jeder Rauschgifthändler mit den dort herrschenden speziellen
Spielregeln der Wildnis. Bekanntlich hat schon die simple Ersatzwährung
nach dem Krieg in Deutschland, die Zigaretten, die Polizei zu regelmäßigen
Razzien veranlasst.

Ja. Sehe ich genauso. Also besser ist es schon, das nicht alles zusammenklappt. Mit dem Herbeisehnen des Crashs habe ich ohnehin meine Probleme.


Aussichten:
Joo. Alles nicht so einfach. Hatte in meiner alten Studentenbude mal eine Jugoslawin - nette Frau - über mir wohnen. Übers Dach durch die (Altbau-) Decke sind sie bei der eingebrochen und haben die Ersparnisse von jahren geklaut. Hat natürlich jemand gewußt, das da was zu holen war. Oder die armen Leute in Jugoslawien oder sonstwo, denen man die Häuser zerbombt, wo oft jahrzehntelange Arbeit hintersteckt. Ich denke, insgesamt ist man gut beraten, jetzt das Leben zu genießen und zu lernen, sich nicht allzusehr an den materiellen Besitz zu klammern. Denn selbst wenn alles glücklich verläuft und man am Ende gut "durchkommt" belasten ja die Verlustängste doch und schlagen aufs Gemüt. Die Armen haben eben Sorgen wegen zu wenig Geld, Die Reichen Angst davor, es wieder zu verlieren.
Schöne Aussichten, modern Zeiten, alles elektrisch
eisenherz

antworten
 

Glaube, Liebe, Hoffnung und ein wenig Geld

prinz_eisenherz, Montag, 07.01.2008, 15:48 (vor 6590 Tagen) @ Albert

Guten Abend Albert,
bevor sich Grosmütterchen eisenherz mit einem guten Buch auf den Schlafsack legt lasse mich zu deinem Text und zu meinen Aussichten noch etwas ergänzen.

Wenn dir das Spekulieren, das Glasperlenspiel mit dem Geld, mit den Aktien oder dem Gold viel Freude bereitet, dann tue es, aber tue es dann auch richtig. Wenn du Glück hast und Können dazu, dann vermehrt sich dein Reichtum, deine Zufriedenheit in kurzer Zeit sehr schnell. Wichtig dabei ist nur, das du zwischendurch nicht die Kontrolle über alle sozialen Bindungen verlierst. Ist da erst einmal der erste Stein ins Tal losgetreten, von dir selbst, dann wirst auch du selbst am Ende unter der Gerölllawine begraben sein.

Und auch hier unterscheide ich mit dir zusammen zwei Fälle und ich hoffe der erste Fall ist der, den wir beide uns wünschen und von dem ich meine, das er auch so eintreten wird.

Alle deine kunstvollen Bemühungen in unserem System dein Geld zu vermehren sind von Erfolg gekrönt. Du vergrößerst deinen Wohlstand. Dann ist es in der Tat so wie du es selber andeutest, freue dich darüber, gönne dir etwas solange Zeit dafür ist, genieße es in vollen Zügen und in besonderen Fällen, gebe davon etwas ab. Dabei jedoch schaue genau hin, das derjenige, der von dir beglückt wird, es auch verdient. So handhabe ich es jedenfalls und so wird es meiner Meinung auch noch eine geraume Weile weiter gehen.

Der 2. Fall ist der Zusammenbruch, mit der Auflösung aller Strukturen wie Gerichtsbarkeit, Schutz und Sicherheit. Grob geschrieben, der elementare Kampf ums nackte Überleben ist die Folge. Und dabei wird nicht der Goldbesitzer überleben, mit seinen paar Dukaten in der Tasche, ständig auf der Flucht. In diesem Fall, wie immer, siegen diejenigen, die zu zivilen Epochen hinter Kerkermauern sitzen und bei Wasser und Brot schmachten, die Schwerverbrecher ohne Skrupel, die werden zu Helden. Der gleiche Menschschlag sind die, die in jedem Krieg mit Orden wegen ihrer Tapferkeit behangen werden, aber eigentlich auch hinter Zuchthausmauern gehören. Das sind die, die den Goldbesitzer schon von weitem wittern, ihm das Messer an die Kehle setzen werden, und sich so den Goldschatz aneignen. Die, die dabei Sieger bleiben, viele Leichen pflastern ihren Weg, das sind die, die wenige Jahre später als die heiligen Führer des neuen aufstreben Imperiums gefeiert werden.

bis morgen
eisenherz

antworten
 

Zu Punkt 3!

hdk, Dienstag, 08.01.2008, 01:34 (vor 6590 Tagen) @ prinz_eisenherz
bearbeitet von hdk, Dienstag, 08.01.2008, 07:24

Hallo Prinz!

Alles richtig ... bis auf Punkt 3! Hier unterliegst Du einer ganz entscheidenden (psychologischen) Täuschung. Ich gehe mal davon aus, dass sich in diesem Forum keine Gangster herumtreiben. Und so verschieden die Forumsteilnehmer auch sein mögen, zwischen denen und "uns hier" gibt es einen gewaltigen (inneren) Unterschied.

Wenn Du heute einen Teil Deines hart erarbeiteten Geldes in Gold anlegst, eine von Gaunern in höchsten Etagen verursachte Krise Dich an den Rand Deiner Existenz drückt und Verbrecher in der Regierung Dir dann auch noch Zugriff und Verwertung Deines Eigentums (Gold) untersagen, was empfindest Du dann? Glaubst Du wirklich, dass Du Dich auf dem Schwarzmarkt als Gangster/Krimineller fühlst, der etwas Verbotenes tut? Nee, mein Lieber, Du fühlst Dich voll im Recht, das zu tun was Du tust! Ich würde genau so empfinden.

Und was sehr wichtig ist: Um Dich herum sind keinesfalls Gauner und Gangster, sondern zum größten Teil Leute Deines/meines Schlages, die nur rechtzeitig nachgedacht und vorgesorgt haben. Und wenn Du in einer richtigen Krise meinst, eine Villa am See kaufen zu müssen/zu können, da sage ich Dir, sei froh, wenn Du dann genug zum Fressen (pardon) auftreibst und Deine Wohnungsmiete pünktlich bezahlen kannst. Mache bitte nicht den hier im Forum von mir oft beobachteten Fehler zu glauben, in einer Kise ginge alles so weiter, aber als kleines Schmakerl gibt’s da noch die Möglichkeit, ein Schnäppchen abzugreifen. Das erinnert mich immer an die Aussage eines DDR-Bürgers zu Zeiten der Werde: „Die dachten alle, dass sie jetzt 3000,- DM im Monat kriegen – zuvor in der DDR 600,- aber sonst geht alles so weiter wie bisher .... S-Bahn 20 Pfennig, Miete 60,- Mark... Lass Dir mal von Leuten erzählen, wie es nach Ende des Krieges hier in Berlin auf dem schwarzen Markt zuging.

In den übrigen Dingen gehe ich mit Deinen Überlegungen völlig konform.

MfG
hdk

antworten
 

Zu Punkt 3!

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 08.01.2008, 07:07 (vor 6589 Tagen) @ hdk

Und was sehr wichtig ist: Um Dich herum sind keinesfalls Gauner und
Gangster, sondern zum größten Teil Leute Deines/meines Schlages, die nur
rechtzeitig nachgedacht und vorgesorgt haben.

Nicht ganz, hdk, nicht ganz.

Zu solchen Zeiten schwimmen auf Schwarzmaerkten auch einige ganz scharfe Haie mit, die als echte Gauner und Gangster von zuweilen sehr hohen Staatsmafia-Ebenen protegiert sind und nach dem Prinzip der sich gegenseitig waschenden Haende zumindest einen Teil der erbeuteten Sore abtreten, wenn sie nicht gleich sogar im vollen Auftrag dieser Staatsmafia handeln!{/b]

[quote]Und wenn Du in einer richtigen Krise meinst, eine Villa am See kaufen zu
müssen/zu können, da sage ich Dir, sei froh, wenn Du dann genug zum Fressen
(pardon) auftreibst und Deine Wohnungsmiete pünktlich bezahlen kannst.[/quote]

Voellig richtig.

In einer richtigen Krise wechseln solcherart Eigentuemer wie Villa am See auf ganz andere Arten und Weisen ihre Eigentuemer wie Besitzer als per regulaer anmutender Bezahlung mit einem Zahlungsmittel wie z.B. mit Gold.

Nicht sehr viele Leute vermoegen sich die zuweilen Groesstschiebereien vorzustellen, die in solchen Zeiten in der Regel dann verdeckt stattfinden.

[quote]Mache bitte nicht den hier im Forum von mir oft beobachteten Fehler zu
glauben, in einer Kise ginge alles so weiter, aber als kleines Schmakerl
gibt’s da noch die Möglichkeit, ein Schnäppchen abzugreifen.[/quote]

Ja, genau! [[euklid]]

[quote]Das erinnert mich immer an die Aussage eines DDR-Bürgers zu Zeiten der
Werde: „Die dachten alle, dass sie jetzt 3000,- DM im Monat kriegen –
zuvor in der DDR 600,- aber sonst geht alles so weiter wie bisher ....
S-Bahn 20 Pfennig, Miete 60,- Mark...[/quote]

Diese Sichtweise ist ja nur die halbe Panoramaperspektive!

Zumindest nicht wenige dachten auch gleichzeitig daran, dass das gesamte abgesunkene wenn nicht sogar abgesackte produktive Leistungsniveau der ueberall knirschenden und aechzenden DDR-Planwirtschaft wohl in etwa beibehalten werden koenne, denn fuer was hat man denn sonst die reichen Brueder und Schwestern im goldenen Westen!?


[quote]Lass Dir mal von Leuten erzählen, wie es nach Ende des Krieges
hier in Berlin auf dem schwarzen Markt zuging.[/quote]

Ich kenne solcherart Berichte seit meiner Jugend in den 1950-er Jahren ziemlich gut, zwar nicht von Baerlin, aber auch anderswo waren nicht nur ausschliesslich Kinder der Traurigkeit unterwegs...

[quote]In den übrigen Dingen gehe ich mit Deinen Überlegungen völlig konform.

MfG
hdk[/quote]

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

antworten
 

Ich liebe den Widerspruch und die Konflikte, aber...

prinz_eisenherz, Dienstag, 08.01.2008, 11:13 (vor 6589 Tagen) @ hdk

Hallo hdk,
## Alles richtig ... bis auf Punkt 3! Hier unterliegst Du einer ganz entscheidenden (psychologischen) Täuschung. ##

Das passiert mir manchmal. Nur so wie du die Sache verstehst und sehr persönlich betrachtest, muss ich die dir psychologische Sonnenbrille bei der Sicht auf das Weltgetümmel leider zurück geben.


## Wenn Du heute einen Teil Deines hart erarbeiteten Geldes in Gold anlegst, eine von Gaunern in höchsten Etagen verursachte Krise Dich an den Rand Deiner Existenz drückt und Verbrecher in der Regierung Dir dann auch noch Zugriff und Verwertung Deines Eigentums (Gold) untersagen, was empfindest Du dann? ##

Ich empfinde Wut, Trauer und Schmerz. So wie jemand, der von einer starken Verbrechergruppe als Geisel genommen, gefoltert und missbraucht wird, wogegen er sich nicht wehren kann. Das, was deine Gefühle dir melden und wie die Nachtverhältnisse verteilt sind, wer in besonderen Situationen der Bestimmer ist, der dich zu etwas zwingen kann, das ist keine psychologische Täuschung, das ist die Realität des Zusammenlebens unter uns Menschen, seitdem sie aus dem Urwald in die Steppe sich vorgewagt, und dort nach einer Nische zum Überleben gesucht haben, Es geht um Sicherheit und das Überleben und das ist und bleibt ein Urtrieb und wird von jedem individuell nach seinem Charakter bewältigt.


## Glaubst Du wirklich, dass Du Dich auf dem Schwarzmarkt als Gangster/Krimineller fühlst, der etwas Verbotenes tut? Nee, mein Lieber, Du fühlst Dich voll im Recht, das zu tun was Du tust! Ich würde genau so empfinden. ##

Das ist dein nächster psychologischer Irrtum bei der sachlichen Analyse der Ausgangssituation. Es kommt nicht darauf an, ob du persönlich dein Tun als gerecht oder ungerecht fühlst, es geht darum was die Macht des Landes, was die starken und bewaffneten Banden um dich herum als richtig oder falsch betrachten und danach handeln. Es geht um Nutzen und Nützlichkeiten. Und Nutzen und Nützlichkeit haben selten mit deinem Gefühl von Recht und Gerechtigkeit zu tun. Eher etwas mit Gier, mit Lustbefriedigung, mit Gewaltanwendung und mit Drohungen.


## Und was sehr wichtig ist: Um Dich herum sind keinesfalls Gauner und Gangster, sondern zum größten Teil Leute Deines/meines Schlages, die nur rechtzeitig nachgedacht und vorgesorgt haben. ##

Das stimmt, aber du drehst dich mit deiner eingeschränkten Sicht der Dinge um dich selbst, denn die Ausgangslage ist klar vorauszudenken und kinderleicht einzuschätzen. Nach dem Zusammenbruch aller staatlichen Strukturen ist ohnehin eine Vorhersage schlecht möglich. Die Zeit vom Chaos, bis zu ersten, neuen staatlichen Formationen kann sehr kurz sein oder mal etwas länger dauern. Mit Gold wirst du in der Regel in diesen Ausnahzuständen wenig beginnen können. Eher mit einer guten Handwerkerausbildung, einer robusten Gesundheit, einem großen, angefressenen Fettvorrat, einer schnellen Reaktion auf die sich permanent verändernden Möglichkeiten um dich herum.


##Und wenn Du in einer richtigen Krise meinst, eine Villa am See kaufen zu müssen/zu können, da sage ich Dir, sei froh, wenn Du dann genug zum Fressen (pardon) auftreibst und Deine Wohnungsmiete pünktlich bezahlen kannst. ##

Das war nicht mein Gedanke, den habe ich nur von dem Beitrag zuvor aufgenommen. Aber, klare Ansage, offen oder heimlich gibt es tatsächlich Goldsammler, die sich das so ausmalen, Sachwerte mit ihren Gold fast geschenkt zu erwerben. Die haben dabei immer die heutige Situation vor Augen, rechnen mechanisch in die Zukunft hinein und kommen so auf solche morbiden Spekulationen. Das liest man tatsächlich immer wieder.


## Mache bitte nicht den hier im Forum von mir oft beobachteten Fehler zu glauben, in einer Kise ginge alles so weiter, aber als kleines Schmakerl gibt’s da noch die Möglichkeit, ein Schnäppchen abzugreifen. ##

Da bin ich der Letzte und aus meine Zeilen kann man eher das Gegenteil herauslesen. Aber ich zeichne auch nicht permanent schwarz, wo die Kuh noch nicht geschwängert wurde und das Kalb noch nicht geboren ist.

Nur mal in aller Deutlichkeit, damit wir uns nicht in unnützend Überlegungen verlaufen. Wenn Gold zu Geld wird, dann wird die sich etablierende Macht den Besitz oder das Handeln mit Gold untersagen, unter Strafe stellen. Nun hast du ein Problem, denn die großen Geldausgaben, alle die, die sich um Eigentumsrechte drehen, verbrieft vom Staat, die scheiden aus. Was bleibt dann noch, was du mit dem Gold machen kannst?

Sei es wie es sei, angenommen Gold hat bei ersten Neustrukturierungen eine hohen Wert bekommen und steht auf dem Schwarzmarkt für das neue Geld hoch im Kurs, ist aber im Handel bei Strafe verboten. Der Goldbesitzer kann also nicht sich an eine staatliche Behörde wenden, um sein Gold dort unter einem hohen Schutz in Geld zu tauschen, zumindest nicht zum Schwarzmarktkurs. Er kann auch nicht zu einer Bank gehen, um dort das Gleiche zu versuchen. Er muss, wie beim Waffenhandel, sich die einschlägigen Kreise suchen, die ihm für sein Gold mehr Geld zu geben bereit sind, als die staatlichen Umtauschstellen, natürlich mit einem gehörigen Hehlerabzug auf den Preis.

Wie auch immer, irgendwann muss die Übergabe stattfinden Gold gegen Geld. Nicht auf dem Wochenmarkt, sondern in einer Wohnung, versteckt. Du hast dein Gold bei dir, und du gehst davon aus, das die andere Partei das Geld hat. Ihr begegnet euch und schon da bist du in der schwächeren Position, denn wer hinter dem Tauschpartner sich tarnt, das weist du nicht. Der hat schon längst um dich herum einen Kreis gezogen. Einer von denen knallt dich über den Haufen, nimmt sich dein Gold und verschwindet. Vorher war jeder darum bemüht nicht aufzufallen, somit ideale Vorraustetzungen für die stänkere Partei das du wehrlos bist, mit deinem Gold. In aller Deutlichkeit, es geht hierbei nicht um Sahnebonbons, es geht um ein sehr wertvolles Gut. So war unsere Annahme.

Vielleicht machen sie dich erst nur bewegungsunfähig, und suchen bei dir nach dem Gold für die Übergabe. Hast du es nicht dabei, lassen sich viele einfache Foltermethoden finden, das du den Ort deines Versteckes geradezu herausschreist und erst dann schießen sie dich über den Haufen. Die wilden Horden im Dreißigjährigen Krieg, haben auf diese Art aus jedem schlauen Bäuerlein deren Verstecke herausgefoltert.

Das alles und noch viel mehr, das soll eine psychologische Falle sein, die ich mir unverhofft selbst gestellt habe und die zugeschnappt hat? Wohl kaum. Das ist heute schon in Krisengebieten der Alltag, wie z. B. beim Bürgerkrieg in Jugoslavien und wird in vergleichbaren Zeiten bei uns in Deutschland nicht anders sein.

bis denne
eisenherz

antworten
 

Strategie des Otto-Normaldeutschen

Mitleser, Dienstag, 08.01.2008, 11:56 (vor 6589 Tagen) @ prinz_eisenherz

Oh mein Gott, kann ich da nur sagen. Ich habe Deine Beiträge immer schon zu schätzen gewußt, lieber Prinz, so ist es auch mit jenen zu diesem Thema. Ich gebe Dir voll und ganz Recht. Was aber bleibt dem Otto-Normaldeutschen, der nicht das nötige Kleingeld hat, sich ein Haus und etwas Land im Nirgendwo zu kaufen und rechtzeitig das sinkende Schiff zu verlassen? Bleibt dem Durchschnittsverdiener denn eine Alternative zum Goldkauf? Gibt's für ihn den eine andere, bessere Möglichkeit sich wenigstens eine kleine Chance zu sichern, nicht den Totalverlust seines sauer Erspartem zu erleiden?

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Der Torward vor dem Elfmeter, ratlos

prinz_eisenherz, Dienstag, 08.01.2008, 12:43 (vor 6589 Tagen) @ Mitleser

## Bleibt dem Durchschnittsverdiener denn eine Alternative zum
Goldkauf? Gibt's für ihn den eine andere, bessere Möglichkeit sich
wenigstens eine kleine Chance zu sichern, nicht den Totalverlust seines
sauer Erspartem zu erleiden? ##

Hallo Mitleser,
ich kann dir diese Frage nicht beantworten. Ich empfehle eine Immobilie, selbstgenutzt. Die jedoch hindert dich u.U. daran schnell die Flucht zu ergreifen.

Aber, da ich kein Berufsschwarzseher bin, meine ich immer noch, wir werden uns mit weniger Wohlstand weiter durchwursteln. Unter diesen Bedingungen und der Furcht vor dem Untergang im Nacken, kann das Angstmetall Gold durchaus seine Berechtigung haben. Hier heißt es, wie bei allen diesen Spielen, rechtzeitig aussteigen und auf ein anderes Pferd setzen. Leicht gesagt, aber Kriterien dafür zu benennen ist mir unmöglich.

Der andere Fall, die Krise, der unerklärte Krieg unteren den Menschen beim Jagen um das Nötigste, kaum von einem Staat zu beherrschen, da gebe ich dir anhand eines Beispiels deine Frage zurück.

Wenn jemand im Keller eines Berliner Miethauses die Gasleitungen öffnet und nach einigen Stunden die Explosion erfolgt, dann kann ich dir leicht vorhersagen, das das Haus zusammenfällt. Aber wie die einzelnen Trümmerteile übereinander fallen, welches am meisten dabei zerstört wird, das kann ich dir nicht beantworten.

bis denne
eisenherz

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Da regt sich bei mir Widerspruch...

webmax, Dienstag, 08.01.2008, 13:42 (vor 6589 Tagen) @ prinz_eisenherz

...ein solches Krisenszenario kann stellenweise, wird aber gewiß nicht überall und generell eintreffen.

So wenig wie die - richtige - Autarkie-Empfehlung "eigener Grund und Boden"auf alle Menschen und Situationen passen kann, so wenig wird auch Gold in Mengen für das Überleben der Unruhen erforderlich sein.

Ich sehe Gold deshalb mehr als Startkapital in Wiederaufbau-Zeiten, also [[zwinker]] n a c h d e m sich das Bestehen einer sachwertgedeckten Währung für das Vertrauen in das Wirtschaftssystem als zwingend erforderlich erwiesen hat.

Meinungen dazu?

Gruß webmax

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@ Prinz_eisenherz Ich liebe ihn auch... mT

hdk, Dienstag, 08.01.2008, 15:08 (vor 6589 Tagen) @ prinz_eisenherz

Tja Prinz, da drehen wir uns bei einigen Dingen im Kreise. Interessant ist zumindest die recht unterschiedliche Sichtweise. Du kommst mir ein wenig so vor wie W. Brandt (dass soll ein Lob sein!), der kam zum Schluss vor lauter Überlegungen nicht mehr zum Regieren. Wenn Du alles bis ins Detail abwägst, wirst du entscheidungsunfähig und ängstlich. Denk hier bitte mal an Nietzsche, den Du, wie neulich erwähnt, gelesen hast. Übrigens mein Leib- und Magenphilosoph. Nenne meine Einstellung meinetwegen "gelebter Nietzsche". Wenn Du alle Risiken Deines Tuns zuvor tausend Mal abwägst, wieder und wieder eventuelle Folgen ins Kalkül ziehst, so ist das zwar sehr edel, es zeugt von Bildung und Kultur - aber, sei ehrlich, zeigt Dir Deine Umwelt nicht, dass Andere - banale Schwätzer, Aufschneider, Oberflächliche - oft verdammt weit kommen, weiter als man selbst? Peng! Wurmt Dich das wirklich nicht? Versuche jetzt bitte nicht, dieses "Wurmgefühl" intellektuell hinweg zu diskutieren. Das geht natürlich. Ist auch recht einfach, leider auch sehr bequem. Habe ich früher auch gemacht. Führt aber nicht wirklich weiter und der Wurm kommt immer wieder. "Augen zu und durch" ist heute schon eher meine Devise. Und aus dieser Sichtweise ist meine Replik zu Deinem Punkt 3 entstanden, während ich vor 20 Jahren sicher noch Deinen Standpunkt vertreten hätte.

##Es kommt nicht darauf an, ob du persönlich dein Tun als gerecht oder ungerecht fühlst, ##

Doch! Les' Deinen Nietzsche noch mal. Kampflos sich "wilden Horden" ergeben?
Womöglich jedem hergelaufenen "Nichtdeutschen"? Nein!

##Mit Gold wirst du in der Regel in diesen Ausnahzuständen wenig beginnen können. Eher mit einer guten Handwerkerausbildung##

Ich habe beides.
Mein Uhrurahn lebte zwar nach dem Motto "Gold gab ich für Eisen", aber scheinbar wollte er nicht das ganze Eisen haben, das man ihm anbot, jedenfalls sind einige Taler auf mich überkommen. Nicht all zu viele, aber ein Anreiz für mich, ihm nachzueifern (im Sammeln, nicht im Eintauschen).

##denn die großen Geldausgaben, alle die, die sich um Eigentumsrechte drehen, verbrieft vom Staat, die scheiden aus. Was bleibt dann noch, was du mit dem Gold machen kannst? ##

Wenn eine wirkliche Krise kommt, an die ich so wenig glaube, wie Du, dann geht es ums nackte Überleben. Das Überleben ist dann auf ein Minimum reduziert, da gibt es keine großen Ausgaben - es sei denn, Du lässt Dich in ein sicheres Land ausschmuggeln - wenn es das noch gibt. Das ist dann mit all jenen Risiken behaftet, die Du plastisch beschreibt, ABER es ist zumindest möglich, wenn Du was hast.

## mit deiner eingeschränkten Sicht der Dinge##
Jetzt wirst Du gleich aus dem Fenster springen vor so viel Ignoranz, aber im Gegensatz zu früher bin ich heute der felsenfesten Überzeugung, dass man so und nur so vorgehen muss, wenn man etwas erreichen will. Ein Unternehmer, der dies nicht tut, scheitert. Zuvor kannst Du noch so kluge Überlegungen anstellen, wenn das Ziel steht, gibt es nur eines: „durch“. Und selbst, wenn Du auf dem Weg zum Ziel erkennst, das die ursprüngliche Entscheidung falsch war, heißt es weitermachen. Wenn Du jetzt anfängst zu (be)denken , kalte Füße bekommst und umkehrst, ist der Schaden in jedem Falle noch größer.

Es ist leider schon spät und ich habe morgen etwas vor. Anderenfalls könnte ich noch stundenlang weiter fabulieren. Danke in jedem Falle für Deine ausführliche Antwort.

hdk

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