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3,70 Prozent Festzins für ein Jahr mit Bayer-Aktienanleihen

aliter @, Montag, 02.01.2017, 13:20 (vor 3478 Tagen)

Wieso soll sich die Bayer AG mit 3,7 % Geld beschaffen, wo der Bankenzins doch viel niedriger ist.
Und wieso wird dann so eine - in meinen Augen - http://www.ariva.de/news/kolumnen/3-70-prozent-festzins-fuer-ein-jahr-mit-bayer-aktiena... komplizierte Konstruktion gewählt?
Anders herum gesehen: könnte das für Privatanleger interessant sei oder wo ist da der Pferdefuss?
mfg aliter

antworten
 

Emittent ist die Deka-Bank und nicht Bayer.

XERXES @, Montag, 02.01.2017, 13:32 (vor 3478 Tagen) @ aliter

Zudem entspricht der Zins in etwa der Dividendenrendite der Bayer-Aktie.

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

antworten
 

Der erste 'Pferdefuß': es ist keine Bayer-Anleihe, der zweite: es ist eine Art Optionsschein ...

Literaturhinweis @, Montag, 02.01.2017, 13:38 (vor 3478 Tagen) @ aliter

Wieso soll sich die Bayer AG mit 3,7 % Geld beschaffen, wo der Bankenzins doch viel niedriger ist.

Die Deka-Bank leiht sich Geld, nicht der BAYER-Konzern!

Und wieso wird dann so eine komplizierte Konstruktion gewählt?

Weil es eine Art gemischtes Doppel auf Deka-Anleihe und Optionsschein auf Bayer ist!

wo ist da der Pferdefuss?

Antwort I:

Wieso soll sich die Deka-Bank mit 3,7 % Geld beschaffen, wo der Bankenzins doch viel niedriger ist?

Antwort II: Was weiß die Deka, was Bayer-Aktionäre nicht wissen?

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

antworten
 

Ertrag entsteht aus dem Verkauf eines Puts auf Bayer

inno @, Montag, 02.01.2017, 13:44 (vor 3478 Tagen) @ aliter

Hallo aliter,

die versprochene Verzinsung setzt sich wirtschaftlich aus den normalen Zinsen und dem Verkauf eines Puts auf Bayer zusammen.

Sinkt der Kurs (nur um 15%), bist Du dabei und trägst auch den Verlust darüber hinaus, da Aktien angedient werden und nicht die 1000 Euro zurück gezahlt werden. Der Ertrag von 3,7 % ist wahrscheinlich das Risiko nicht wert. Vielleicht kann jemand das auch genau ausrechnen.

Wer das nicht will, sollte es lieber lassen (oder den Put direkt schreiben, so er mag).

Gruß,
i.

antworten
 

Deine Frage zur Aktienanleihe auf Bayer

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 02.01.2017, 19:27 (vor 3477 Tagen) @ aliter
bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.01.2017, 19:37

Hallo Aliter,

Xerxes hat Recht, wenn er darauf hinweist, dass der Emittent nicht Bayer ist.
Du hast ein Kreditrisiko auf die DekaBank und trägst das Risiko eines Kursrückgangs der Bayer Aktie unter den Basispreis, bei dem es für die Bank billiger ist, Dir Bayer-Aktien anzudienen, als die Anleihe zum Nennwert zu tilgen.

Xerxes Vergleich mit der Dividendenrendite hinkt, weil sich beim Aktiendirektinvestment die Kursentwicklung der Bayer-Aktie symmetrisch in Deinem Depot niederschlägt.
Die Aktienanleihe dagegen zeigt ein asymmetrisches Profil.

Und wieso wird dann so eine - in meinen Augen -
http://www.ariva.de/news/kolumnen/3-70-prozent-festzins-fuer-ein-jahr-mit-bayer-aktiena...
komplizierte Konstruktion gewählt?

Die Konstruktion ist sehr simpel. Der deutsche Anlieger kassiert gern hohe Zinsen. Dass er dafür die Chance auf Wertsteigerung im Vergleich zum Direktinvestment aufgibt, ist ihm egal. Beim einem Sicherheitspuffer von 15% wird er schwach.

Anders herum gesehen: könnte das für Privatanleger interessant sei oder
wo ist da der Pferdefuss?

Du könntest auch selber Put-Optionen an der Eurex verkaufen, entsprechend Deiner Risikoneigung in Bezug auf Basispreis und Laufzeit und das ganze mit dem Kauf einer stinknormalen Anleihe der Dekabank verbinden.
Das könnte günstiger sein. [[lach]]
Du musst dann aber auch der Eurex über Deine Bank Sicherheiten stellen (typischerweise Cash).
Abwicklungstechnisch ist das halt etwas aufwendiger.
Du solltest vorher die Eurex-Gebühren Deiner Bank oder Deines Brokers kontrollieren.

Forist inno erklärt das Risikoprofil kurz, knapp und präzise.

"Literaturhinweis" erklärt wortreich, farbenfroh und falsch.

Eine Aktienanleihe ist kein Optionsschein und auch keine "Art Optionsschein".
Bitte nicht von dem beeindruckenden Börsenbriefwerbunglayout seiner Beiträge blenden lassen.
"Literaturhinweis" sagt:

Antwort II: Was weiß die Deka, was Bayer-Aktionäre nicht wissen?

Diese Antwort offenbart fehlendes Verständnis für die Motive eines Optionshändlers. Der weiß auch nicht mehr, als Bayer-Aktionäre, hat aber eine Meinung zur Vola.
Als bekennender Verschwörungstheoretiker muss ich zu "Antwort II" leider sagen: "Verschwörungstheorie!"

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

antworten
 

Paranoias Kritik ist blaß und falsch

Literaturhinweis @, Montag, 02.01.2017, 19:52 (vor 3477 Tagen) @ paranoia
bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.01.2017, 19:58

"Literaturhinweis" erklärt wortreich, farbenfroh und falsch.
Eine Aktienanleihe ist kein Optionsschein und auch keine "Art Optionsschein".

Doch, eine Art - in diesem Falle, und als Erklärung für die Laien. Zu denen auch Du gebietsweise übrigens gehörst ...

Aber besser Du arbeitest erstmal Deine Bringschulden ab:

http://www.dasgelbeforum.net/search.php?search=paranoia&ao=and&u_name=Moderator

So, jetzt kann sich jeder ein Bild von Deinen überragenden Fähigkeiten machen.

Hast Du eigentlich nicht gemerkt, daß ich in letzter Zeit mich zurückgehalten habe, Dir am Zeug zu flicken, was ich, anders als Du, beherrsche? Obwohl es bei mir menschlich verständlich wäre, greifst Du mich doch stets auf's neue an.

Mach das besser nicht noch mal! Es geht nach hinten los.

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

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Danke für die Antworten

aliter @, Dienstag, 03.01.2017, 23:27 (vor 3476 Tagen) @ aliter

damit ist das wohl eher nichts für mich und ich bleibe bei meinen Bayer Aktien und hoffe, dass die Bank, die m.E. ganz offensichtlich auf stark fallende Bayer-Kurse wettet, sich irrt.
In der Tat ist die Überlegung, ob die Bank mehr weiss als wir, nicht von der Hand zu weisen, schliesslich scheint es nur bei fallenden Bayer Kursen ein Geschäft für die Bank zu sein. Jedenfalls hab ich was dazugelernt, danke
mfg aliter

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(Beitrag gelöscht vom Moderator) (oT)

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 06.01.2017, 18:01 (vor 3474 Tagen) @ Literaturhinweis
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 06.01.2017, 20:37

- kein Text -

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

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"Bank, die m.E. ganz offensichtlich auf stark fallende Bayer-Kurse wettet"

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 06.01.2017, 18:07 (vor 3474 Tagen) @ aliter

Hallo aliter,

damit ist das wohl eher nichts für mich und ich bleibe bei meinen Bayer
Aktien und hoffe, dass die Bank, die m.E. ganz offensichtlich auf stark
fallende Bayer-Kurse wettet, sich irrt.

auch wenn das Risikoprofil der Aktienanleihe aus Emittentensicht das suggeriert, ist es in Wirklichkeit nicht so.
Die Bank könnte die Aktie leerverkaufen oder sich an der Eurex oder OTC Puts auf Bayer kaufen, wenn sie auf fallende Bayer-Kurse wetten wollte.

In Wirklichkeit sichert sie sich ab. Summa summarum verkaufst Du Ihr billige Puts (wenn Du die Aktienanleihe kaufst), die sie teurer weiterverkaufen kann. Es geht um den Handel mit der Optionsprämie und nicht um direktionale Wetten auf Steigen oder Fallen.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

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(Beitrag gelöscht vom Moderator) (oT)

Literaturhinweis @, Freitag, 06.01.2017, 18:31 (vor 3474 Tagen) @ paranoia
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 06.01.2017, 20:38

- kein Text -

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