Ich sag auch mal was dazu
Rom ist untergegangen wegen Mangel an Römern.
Schon Kaiser Augustus ist aufgefallen, dass die Römer das Kinderkriegen eingestellt hatten.
Er hat seine Leute zusammengestaucht, aber es hat nichts genützt.
Er hat verschiedene Stimuli institutionalisiert (z.B. rex trium liberorum), es hat nichts genützt.
Man hat es dann mit gezielter Einwanderung versucht. Im Gegensatz zu Merkeldeutschland hat man die Einwanderung nicht an den Interessen der Einwanderer, sondern an den Interessen des Imperium ausgerichtet, so haben die sich noch ein paar Jahrhunderte gehalten.
Zur Zeit von Kaiser Konstantin hatten die Legionen eine Stärke von 600.000 Mann, davon waren zwei Drittel Ausländern.
In dieser Zeit waren im Imperium ca. 4% der Bevölkerung Christen. In den Legionen waren es ca. 20%.
Nicht unlogisch. Die Legionäre waren zum großen Teil Leute, die ihre Heimat verloren/verlassen hatten. Damit haben sie die Tempel und die jeweiligen Dorf-/Stadt-Götter eingebüßt.
Abhilfe versprach die Religion, die nicht an eine Stadt, einen Tempel oder einen Staat gebunden ist. Eine Religion mit einem unsichtbaren Gott - das Christentum.
Das war der Grund für Konstantins entsprechende Entschlüsse, er wollte die Manpower der Christen für sich gewinnen.
Mit der Einwanderung ging allerdings peu a peu das Verständnis für den römischen Rechtsstaat verloren. Mit den Barbaren kam es zu den entsprechenden Barbarisierungserscheinungen.
Zur Zeit von Kaiser Honorius war Rom eigentlich schon in barbarischer Hand. Die haben die Institutionen nur deshalb belassen, weil die keine eigenen hatten.
Auf den katalaunischen Feldern haben alle möglichen Völkerschaften gekämpft - Römer waren nur noch die Heerführer. Und auch die, speziell Heermeister Aetius, waren auch tief in den Barbarensumpf verstrickt.
Als das dann Ende des 5. Jahrhunderts ausgetrudelt ist, haben die Zeitgenossene den Epochenwandel wahrscheinlich gar nicht als solchen erlebt.
Die Germanen hatten sowieso das Sagen, die Kaiser waren sowieso schwach.
Dass der Kaiser (nicht Rom, in Ravenna) dann irgendwann auch ein Germane war, ist den Zeitgenossen wie eine logische Fortsetzung der Entwicklung der letzten Jahrzehnte vorgekommen.
Just my two cents
gesamter Thread:
- Parallelen zwischen dem aktuellen Chaos in Europa und des Untergangs von Rom (mTuL) -
Leserzuschrift,
05.03.2017, 13:53
- Rom ging unter, weil es kein Silber mehr gab -
Cascabel,
05.03.2017, 15:12
- Darüber hinaus ist es auch Blödsinn dem Christentum den Verfall anzulasten -
Theo Stuss,
05.03.2017, 17:28
- Hast du wieder einen Pappkameraden gefunden? Natürlich ist das Christentum schuld am Untergang Roms -
Mephistopheles,
05.03.2017, 18:06
- Wer sucht hier einen Pappkameraden, du (gelöscht vom Moderator, Verwarnung an Theo)? - Theo Stuss, 05.03.2017, 18:25
- Hast du wieder einen Pappkameraden gefunden? Natürlich ist das Christentum schuld am Untergang Roms -
Mephistopheles,
05.03.2017, 18:06
- Und wo ist all das Silber hingekommen? -
Herb,
05.03.2017, 18:14
- Rom hat bis 1453 existiert. - Mephistopheles, 05.03.2017, 18:37
- Darüber hinaus ist es auch Blödsinn dem Christentum den Verfall anzulasten -
Theo Stuss,
05.03.2017, 17:28
- Ich sag auch mal was dazu -
Taucher,
05.03.2017, 21:29
- Eine Frage dazu -
Herb,
05.03.2017, 22:16
- Frauen - Taucher, 06.03.2017, 23:54
- Eine Frage dazu -
Herb,
05.03.2017, 22:16
- Hier stehts (DIE ZEIT 2010, wie lange noch, bevor das geleugnet wird): (mTuL) -
DT,
06.03.2017, 10:13
- Kinderlosigkeit und Umvolkung - Taucher, 07.03.2017, 00:01
- Rom ging unter, weil es kein Silber mehr gab -
Cascabel,
05.03.2017, 15:12
