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Sativex: Cannabisextrakt bei MS

Reffke @, Donnerstag, 30.03.2017, 11:13 (vor 3318 Tagen)

Lieber Elli,

Entschuldige bitte, wenn ich das Thema hier öffentlich anschneide.
Erst neulich habe erfahren, daß es nun auch in Deutschland längst ein "medizinisches" Cannabisprodukt gibt, das nachweislich Linderung bei MS verschafft.
http://www.cannabis-med.org/german/sativex.pdf
Hattest du die Möglichkeit, es einfach mal zu probieren???
Vielleicht hilft es auch dir!?
Wie denken unsere Mediziner, Apotheker und erst recht Leidensgenossen (gern auch Mitleser!) darüber???
https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-therapien/mundspray-auf-cannabisbasis-bei...
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=38886#
http://www.ms-docblog.de/multiple-sklerose/cannabis-wie-ist-der-aktuelle-stand/

Weiterhin guten Aufenthalt in Berlin!
MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

antworten
 

Sehr zu empfehlen!

Elli ⌂ @, Donnerstag, 30.03.2017, 12:50 (vor 3318 Tagen) @ Reffke

Lieber Elli,

Entschuldige bitte, wenn ich das Thema hier öffentlich anschneide.
Erst neulich habe erfahren, daß es nun auch in Deutschland längst ein
"medizinisches" Cannabisprodukt gibt, das nachweislich Linderung bei MS
verschafft.
http://www.cannabis-med.org/german/sativex.pdf

Hallo Reffke,
du wirst es nicht glauben, der Chefarzt hier hat mir das vor einer Woche empfohlen und seitdem benutze ich es. Es wird über eine gewisse Zeit lang in der Dosierung gesteigert. Gestern hatte ich zum ersten Mal einen deutlich positiven Effekt, in dem ich meine Hände und Finger deutlich besser bewegen konnte. Ich konnte Handgriffe ausführen, die schon seit Jahren nicht mehr möglich war. Dieser positive Effekt ist wieder ein wenig abgeklungen, aber heute Abend, wenn ich wieder eine „Dröhnung“ von dem Spray bekomme, wird es wahrscheinlich wieder so.

Also ich bin begeistert von diesem Zeug. :-)

Am Sonntag geht es übrigens wieder nach Hause.
Diese Station hier heißt nicht umsonst „Komfort-Station“, die Betreuung und das ganze Drumherum sind wirklich vorbildlich!

antworten
 

Super! Alles Gute!

twc-online @, Donnerstag, 30.03.2017, 13:08 (vor 3318 Tagen) @ Elli

... Gestern hatte ich zum ersten Mal einen
deutlich positiven Effekt, in dem ich meine Hände und Finger deutlich
besser bewegen konnte. Ich konnte Handgriffe ausführen, die schon seit
Jahren nicht mehr möglich war...

Ich habe mal ein YouTube Video über einen Parkinson-Patienten mit und ohne Cannabis-Behandlung gesehen. Der Unterschied war so beeindruckend, dass ich mich gefragt habe, ob das wohl ein fake-Video ist.

Weiterhin alles Gute!

antworten
 

Ist wohl dieses Video. :-)

Broesler @, Burg, Donnerstag, 30.03.2017, 13:21 (vor 3318 Tagen) @ twc-online

https://www.youtube.com/watch?v=zNT8Zo_sfwo (2:33min)

Vorher/"Nachher" (ein paar Minuten später)
[image]

THC high, äh, long. [[top]]

Ahoi

--
#PopcornLong

Let's Chart
YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCuwnTAJt6hlPi1-BLvU-btg
Twitter: https://twitter.com/DerBroesler

antworten
 

Ja! (oT)

twc-online @, Donnerstag, 30.03.2017, 13:30 (vor 3318 Tagen) @ Broesler

- kein Text -

antworten
 

Bin sehr beeindruckt und wünsche Dir alles Gute! (oT)

Centao @, Donnerstag, 30.03.2017, 13:46 (vor 3318 Tagen) @ Elli

- kein Text -

antworten
 

Von Herzen alles Gute von mir, hier nochmal....

ottoasta @, Donnerstag, 30.03.2017, 14:19 (vor 3318 Tagen) @ Elli
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.03.2017, 15:22

... mein Hinweis auf VIT D, was ja eigentlich ein Hormon ist.
Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Artikel von einem südamerikanischen Arzt hier eingestellt, der mit hochdosiertem VIT D enorme Erfolge bei MS hatte.

Ist dir der Artikel bekannt? Wenn nicht, müsste er hier im Forum unter meinem Namen zu finden sein.
Mal deinem Prof vorlegen zur Stellungnahme!

Weiterhin guten Mut!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

antworten
 

Link

Nordlicht @, Donnerstag, 30.03.2017, 16:54 (vor 3318 Tagen) @ ottoasta

... mein Hinweis auf VIT D, was ja eigentlich ein Hormon ist.
Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Artikel von einem südamerikanischen
Arzt hier eingestellt, der mit hochdosiertem VIT D enorme Erfolge bei MS
hatte.

Hier ist der Link: http://www.vitamind.net/interviews/coimbra-ms-autoimmun/

Die positiven Wirkungen von Vitamin D3 und THC/CBD kann ich ausdrücklichst bestätigen (bei M. Bechterew).

Auch von mir alles Gute, Elli [[top]]

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

antworten
 

Schön zu hören, freut mich für dich! (oT)

nesco, Donnerstag, 30.03.2017, 15:39 (vor 3318 Tagen) @ Elli

- kein Text -

antworten
 

Gute Besserung

CalBaer @, Donnerstag, 30.03.2017, 19:50 (vor 3318 Tagen) @ Elli

Und gut zu hoeren, dass medizinisches Cannabis in Deutschland bei der konventionellen Medizin scheinbar langsam ankommt. Ich hatte vor einiger Zeit es hier schon mal was dazu geschrieben: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=277116

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

antworten
 

z.b. Marinol (oT)

wihoka @, Freitag, 31.03.2017, 09:21 (vor 3317 Tagen) @ CalBaer

- kein Text -

antworten
 

Super Nachrichten, das freut mich sehr! Wünsche Dir das Beste für Dich. (oT)

BillHicks ⌂ @, Wien, Freitag, 31.03.2017, 19:05 (vor 3317 Tagen) @ Elli

- kein Text -

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

antworten
 

Dann wünsche ich schonmal eine angenehme Heimreise

Rybezahl @, Samstag, 01.04.2017, 18:03 (vor 3316 Tagen) @ Elli
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.04.2017, 18:09

Hallo,

dann wünsche ich schonmal eine angenehme Heimreise!

Leider gibt es nicht nur unter der Bevölkerung, sondern auch unter Ärzten große Vorurteile gegenüber medizinalem Cannabis. Die Anwendungsmöglichkeiten sind enorm (MS, Parkinson, Tourette-Syndrom, ...) und werden leider nicht genutzt.

Langfristig werden die Interessen der Pharma-Industrie den Interessen des Staates (Steuerbasis erhöhen) unterliegen. Das zeichnet sich deutlich ab (siehe USA).

Alles hat zwei Seiten, wie immer...


Herzliche Grüße + vielen lieben Dank,
Rybezahl.

--
Lass alle Macht fahren!

antworten
 

Danke, gleich geht es los. Übrigens,…

Elli ⌂ @, Sonntag, 02.04.2017, 12:17 (vor 3315 Tagen) @ Rybezahl

… das Cannabis-Präparat (Spray) habe ich wieder abgesetzt, nachdem ich am achten Tag sowas von high war, das war schon nicht mehr schön. Und dem kompletten nächsten Tag war ich immer noch benebelt.
Ich hatte gedacht, bei diesem THC-Produkt würde dieser Zustand nicht eintreten. Ein bisschen ist ja ganz schön, aber das war definitiv zu viel.

So, in den nächsten paar Minuten geht es los in Richtung Heimat.

antworten
 

Cannabis gibt es (bisher) nur "im ganzen" ;-)

Literaturhinweis @, Sonntag, 02.04.2017, 13:18 (vor 3315 Tagen) @ Elli

das Cannabis-Präparat (Spray) habe ich wieder abgesetzt, nachdem ich am achten Tag sowas von high war,

Ja, das hatte ich schon erwartet.

Rauschgifte wirken meist auf "alle" Nerven.

Die biologische Halbwertzeit von Tetrahydrocannabinol liegt bei Dauergebrauch bei > vier Tagen, mit andern Worten: wer täglich "eine Dosis" nimmt, steigert erstmal seinen Blut-Plasmaspiegel und zwar erhöht sich die Halbwertzeit mit ständigem Gebrauch auch noch. Zwar tritt auch bei den neurologischen Symptomen eine gewisse Gewöhnung/Toleranz auf, aber eben nicht im selben Maße.

Vgl. auch Cannabis / Marijuana ( Δ 9 -Tetrahydrocannabinol, THC) fact sheet - jeder reagiert zudem anders auf die Wirkstoffe.

Es gibt derzeit Versuche, die psycholytischen Wirkungen speziell des THC mit weiteren Pharmaka zu unterdrücken, aber mir sind keine schon zugelassenen bekannt.

Siehe auch:

- Weißbuch Cannabis: Indikationen, Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen

- Haschisch. Konsum - Wirkung - Abhängigkeit - Selbsthilfe - Therapie

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

antworten
 

Dann war das wohl mein eigenes Vorurteil

Rybezahl @, Montag, 03.04.2017, 12:52 (vor 3314 Tagen) @ Literaturhinweis

Hallo,

das war dann wohl mein eigenes Vorurteil. Ich nahm an, die psychische Wirkung lasse schneller und stärker nach als die physische Wirkung. Oder ist der Literaturhinweis

das Cannabis-Präparat (Spray) habe ich wieder abgesetzt, nachdem ich am

achten Tag sowas von high war,

Ja, das hatte ich
schon
erwartet
.

als kleine Kritik zu verstehen?

Wie auch immer, alles hat zwei Seiten - 'Versuch macht kluch'. [[zwinker]]


Gruß
Rybezahl.

--
Lass alle Macht fahren!

antworten
 

Nein, das war keine Kritik ...

Literaturhinweis @, Montag, 03.04.2017, 13:33 (vor 3314 Tagen) @ Rybezahl

das war dann wohl mein eigenes Vorurteil. Ich nahm an, die psychische Wirkung lasse schneller und stärker nach als die physische Wirkung.

Die "psychische" Wirkung ist dieselbe wie die physische, d.h. in beiden Fällen sind Nerven am "Erfolg" beteiligt.

Oder ist der Literaturhinweis als kleine Kritik zu verstehen?

Nein, es ist einfach eine neurologische Tatsache, daß Rauschgifte auf nicht nur die Nerven wirken, die für die motorische Steuerung verantwortlich sind, sondern auch, weil es Nerven sind, auf die für Wahrnehmungs- und Vorstellungsprozesse verantwortlichen.

Und da die Blutplasmaspiegel mit jeder täglichen Dosis ansteigen, da die pharmakokinetische Halbwertzeit länger als ein Tag ist (> 100 Stunden ist eine gute Daumenregel nach anfänglich > 50 Stunden beim "Ungeübten") steigen mit jedem zurückgelegten Tag auch die psychedelischen Wirkungen.

Wer also die auf die Motornerven wirkenden positiven Effekte erleben und vor allem erhalten möchte, der sollte sich daran erinnern, welche (kreativen) Effekte dies bei Walter Benjamin hatte (und anderen).

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

antworten
 

Spiegeltrinker - Spiegelkiffer

Rybezahl @, Dienstag, 04.04.2017, 14:53 (vor 3313 Tagen) @ Literaturhinweis

Und da die Blutplasmaspiegel mit jeder täglichen Dosis ansteigen,
da die
pharmakokinetische
Halbwertzeit
länger als ein Tag ist (> 100 Stunden ist eine
gute Daumenregel nach
anfänglich

50 Stunden beim "Ungeübten"[/link]) steigen mit jedem zurückgelegten

Tag auch die psychedelischen Wirkungen.

Hallo,

da muss ich nochmal nachhaken, weil es mir schwerfällt zu glauben, dass ein dauerhafter Konsument im Zeitablauf stärkere psychedelische Wirkungen erfährt.

Ich stelle mir dabei eher einen Spiegeltrinker vor, der erst ab einem bestimmten Alkoholgehalt im Blut "normal" wird. Analog dazu wirkt der dauerhafte Konsument von medizinalem Cannabis nach einer gewissen Gewöhnung auch "normal" (in meinen Worten: "psychische Wirkung"), wobei der Entzug im Gegensatz zum Alkohol leichter fallen soll. Die physische Wirkung hingegen bleibt mehr oder weniger erhalten, relativ gesehen zur "psychischen Wirkung" jedenfalls. So meinte ich es.

Wer nämlich "psychedelische Wirkung" liest, denkt vermutlich an rosa Elefanten oder kaleidoskopartige Farbmuster, die dann auch mit Dauer des Konsums immer stärker werden. Das lässt sich aber doch bei Konsumenten von medizinalem Cannabis nicht beobachten, oder liegt das dann einfach an der optimalen Dossierung (alle 50 bis 100 Stunden)?


Gruß
Rybezahl.

--
Lass alle Macht fahren!

antworten
 

Moooment mal - nur bis zu einem gewissen Punkt!

Literaturhinweis @, Dienstag, 04.04.2017, 15:26 (vor 3313 Tagen) @ Rybezahl
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 04.04.2017, 15:48

da muss ich nochmal nachhaken, weil es mir schwerfällt zu glauben, dass ein dauerhafter Konsument im Zeitablauf stärkere psychedelische Wirkungen erfährt.

Natürlich gibt es ein Gleichgewicht auf "hohem Niveau", irgendwann. Wäre es anders, bestünde der Konsument ja irgendwann nur noch aus Cannabinol [[freude]] ...

Die Rechnung ist ganz einfach: nehmen wir an, die Halbwertzeit beträgt einen Tag. Der Konsument nimmt jeden Tag -zur gleichen Zeit- eine Menge X zu sich. Am Ende des ersten Tages hat er nun X/2 Rest. Nun nimmt er dieselbe Menge wie am Tag zuvor ein, nun hat er 1,5 X intus. Am Ende dieses Tages hat er 0,75X noch im Blut etc. Dann nächste Dosis = 1,75 X und so weiter. Nach ein paar Tagen wird dann genausoviel X in der Leber abgebaut bzw. über Urin oder Faeces sezerniert, wie aufgenommen wird. Das ist dann der Gleichgewichtszustand.

Ich stelle mir dabei eher einen Spiegeltrinker vor, der erst ab einem bestimmten Alkoholgehalt im Blut "normal" wird.

So ähnlich: nur "normal" ist er nicht. Er wird u.U. nur nicht auffällig, ist aber einem Nüchternen heillos unterlegen in kritischen Situationen.

Analog dazu wirkt der dauerhafte Konsument von medizinalem Cannabis nach einer gewissen Gewöhnung auch "normal" (in meinen Worten: "psychische Wirkung"), wobei der Entzug im Gegensatz zum Alkohol leichter fallen soll.

Es ging aber hier darum, daß @Jürgen dieser Zustand bereits zu unangenehm war. Bei weiterer Einnahme hätte sich dieser Zustand weiter gesteigert, dann wäre er auf hohem Plateau verblieben. Aber "high" bleibt der Patient, auch wenn er sich u.U. daran gewöhnen mag, so wie vorher er sich u.U. an bestimmte Schmerzen gewöhnt haben mag.

Die physische Wirkung hingegen bleibt mehr oder weniger erhalten, relativ gesehen zur "psychischen Wirkung" jedenfalls. So meinte ich es.

Nein, auch die "physische Wirkung" ist doch, wenn es um MS, Parkinson etc. geht, eine neuronale. Entweder diese ist noch da, dann ist auch der psychedelische Zustand "high". Nimmt erstere Wirkung ab, muß nachdosiert werden, und man dreht sich im Kreis. MS- oder Parkinson-Therapie ohne "High" zu sein, gibt es (noch) nicht. Auch eine Art Cannabis-Methadon wäre keine Lösung, denn dann wären auch die therapeutschen Wirkungen perdu.

Wer nämlich "psychedelische Wirkung" liest, denkt vermutlich an rosa Elefanten oder kaleidoskopartige Farbmuster, die dann auch mit Dauer des Konsums immer stärker werden. Das lässt sich aber doch bei Konsumenten von medizinalem Cannabis nicht beobachten, oder liegt das dann einfach an der optimalen Dossierung (alle 50 bis 100 Stunden)?

Das liegt vor allem daran, was der Konsument anstrebt. In den Kulturen, in denen bestimmte Rauschmittel verbreitet sind, kommt es zu anderen Erfahrungen, als bei Hippies, die auf hedonistische Erfahrungen aus sind.

Und die Künstler und Schriftsteller, die mit Rauschgiften experimentiert haben, haben ihrerseits aus anderen Absichten und Erwartungen heraus andere Ergebnisse erzielt. Die je eigene psychische Vor-Verfassung und Konstitution fällt ja nicht weg.

Schon bei Alkohol-Konsum kann man trefflich beobachten, daß ein Professoren-Herrenabend anders abläuft, als ein Herrenabend von Hilfsarbeitern. Auf Opernbällen werden dieselben (chemischen) Mengen Alkohol genossen, wie bei Obdachlosen-Treffen, aber es spielen sich gänzlich andere Szenen ab.

Aber der Mensch hat einen Haschisch-Rausch, wenn er medizinisch wirksame Mengen zu sich nimmt.

Worum es mir (nur) ging: ich finde schon seit Jahrzehnten die Diskussion um die medizinisch-therapeutische Freigabe von halluzinogenen bzw. psychotropen Substanzen (die ich grundsätzlich befürworte) für verlogen, zutiefst verlogen, weil die Befürworter unter den Teppich kehren, daß dabei genau dieselben psychedelischen Effekte auftreten wie beim Freizeit-Kiffen.

Das ist unehrlich und vermutlich steht es auch auf dem Beipackzettel, es wird aber eben öffentlich nicht ehrlich diskutiert. Da das zudem Auswirkungen auf die Frage hat, wer welche Maschinen bedient, halte ich das zusätzlich für Dritten gegenüber für grob unverantwortlich!

Ich nehme an, die Befürworter des therapeutischen Kiffens möchten genau diese Diskussion vermeiden, weil sie weitere Verzögerungen befürchten.

Dasselbe würde passieren, wenn man im Zusammenhang mit der Homo-Ehe immer den Anal-Koitus besonders erwähnen würde, nicht wahr?

--
Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften

antworten
 

Ein Krümel ist genug, ein Krümel macht dich klug. Jedoch ein dicker Brösel, macht dich dafür zum Esel. ;-P

Rybezahl @, Mittwoch, 05.04.2017, 15:52 (vor 3312 Tagen) @ Literaturhinweis

Aber der Mensch hat einen Haschisch-Rausch, wenn er
medizinisch wirksame Mengen zu sich nimmt
.

Worum es mir
(nur) ging
: ich finde schon seit Jahrzehnten die Diskussion um die
medizinisch-therapeutische Freigabe von halluzinogenen bzw. psychotropen
Substanzen (die ich grundsätzlich befürworte) für verlogen,
zutiefst verlogen
, weil die Befürworter unter den Teppich
kehren, daß dabei genau dieselben psychedelischen Effekte auftreten wie
beim Freizeit-Kiffen
.

Das ist unehrlich und vermutlich steht es auch auf dem Beipackzettel, es
wird aber eben öffentlich nicht ehrlich diskutiert. Da das zudem
Auswirkungen auf die Frage hat, wer welche Maschinen bedient, halte ich das
zusätzlich für Dritten gegenüber für grob unverantwortlich!

Ich nehme an, die Befürworter des therapeutischen Kiffens möchten genau
diese Diskussion vermeiden, weil sie weitere Verzögerungen befürchten.

Dasselbe würde passieren, wenn man im Zusammenhang mit der Homo-Ehe
immer den Anal-Koitus besonders erwähnen würde, nicht wahr?

Hallo,

herzlichen Dank!

Vielleicht ist dir in diesem Zusammenhang mein Satz "Langfristig werden die Interessen der Pharma-Industrie den Interessen des Staates (Steuerbasis erhöhen) unterliegen" aufgestoßen. Das war vielleicht auch etwas vorschnell von mir. Ich dachte dabei daran, dass ich, würde ich Pillen verkaufen wollen, kein Interesse daran hätte, das Zeug frei verfügbar zu machen (von den gesellschaftlichen Vor- oder Nachteilen sehe ich bewusst ab). Als Textilhersteller wahrscheinlich auch nicht.

Alles hat ja zwei Seiten, weshalb die Cannabis-Industrie vermutlich auch ein Interesse daran hat, möglichst viel davon zu verkaufen.

Jedenfalls, sollte es so sein, was ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann, aber deine Ausführungen sind ziemlich schlüssig, würde ich einen Dauerrausch auch nicht wollen. Da kann ich Elli gut verstehen...


Gruß
Rybezahl.

--
Lass alle Macht fahren!

antworten
 

Ich kenne Sativex schon seit mehreren Jahren bei MS und ALS, hab gute Erfahrungen... kein Geheimtipp (oT)

bude @, Sonntag, 02.04.2017, 20:39 (vor 3314 Tagen) @ Elli

- kein Text -

antworten
 

Vielleicht von Interesse: Thema Cannabis-Arzneien

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 13.04.2017, 10:25 (vor 3304 Tagen) @ Reffke
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 13.04.2017, 16:06

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/cannabis-extrakt-synthetischer-stoff-s...

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