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Der imaginäre Druck ohne Wirkung

also @, Samstag, 01.04.2017, 15:20 (vor 3316 Tagen) @ Cascabel
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.04.2017, 16:42

Hallo, also

Möglicherweise hattest Du nicht die entsprechenden Freunde, die dir
entsprechende Informationen zukommen ließen. Das war damals nicht allzu
einfach; es gab noch kein Internet und woher wollte man/frau wissen, ob die
Quelle seriös ist? Möglicherweise hast Du dich nur in den MSM’s
informiert; die haben über solche Dinge garantiert nicht wahrheitsgemäß
geschrieben.

In ein solches Licht lasse ich mich nicht stellen!

Ich bekam meine Informationen - ob gewollt oder auch nicht - von meiner damaligen Freundin und ihrer Familie.
Die waren alle Mitglieder des ANC. Und auf der anderen Seite bezog ich Informationen von den Weißen, die sich auf Grund der immer
gefährlich werdenden Situation zusammenschlossen. 1989 war ich auf einer Weihnachtsfeier etwas außerhalb von Joburg eingeladen.
Etwa 300 Weiße waren dort, alle wussten Bescheid und der Gesprächsstoff war nur dieses eine Thema. Alle waren überzeugt,
dass es ein Blutbad geben wird. Doch auch wenn die Weißen nur eine Minderheit waren, das Militär war weiß.
Darauf setzten alle. Eine friedliche Lösung war Utopie. Viele Sprecher dieser weißen Gruppen waren Ex-Soldaten
aus dem Angolakrieg. Das waren Rassisten der schlimmsten Sorte. Diese Typen wurden von der Regierung De-Klerk hofiert.
Niemand von diesen Weißen und schon gar nicht diese Angolakämpfer hätten sich einem Druck von Außen gebeugt. Niemals!

Es ist ihr Land. Schon ihre Großeltern wurden dort geboren. Hinzu kam noch, dass die Amerikaner und einigen europäische Länder
den ANC als Terrororganisation einstuften. Die weißen Südafrikaner waren vorbereitet und bewaffnet. Die Regierung unterstützte das.
Ich hatte damals die Permanent Resident für SA. Auf nur einer Seite war Platz für die privaten Daten, 8 weitere Seiten waren reserviert
nur für Einträge von Waffen. Waffen konnte man jedes Wochenende günstig in Pretoria erwerben. Nicht nur Pistolen. Mit einer Wartezeit
von einer Woche durfte man auch Schnellfeuerwaffen mit Munition aus dem Arsenal des Militärs günstig erwerben. Schießplätze
stellten die Farmer gratis zu Verfügung. Die Weißen waren auf alles vorbereitet. Ein "internationaler Druck", sofern es ihn überhaupt gegeben hat,
hätte nichts verändert. Im Gegenteil. Südafrikaner neigen dazu, einem Druck nicht nachzugeben.

Zwischen 1988 und 1990 wurde die Situation in Johannesburg und Pretoria unerträglich. Ich saß damals mit ein paar Bekannten in einem Park
an der Commissioner Street. Von Weitem hörte man schon Schüsse und Schreie. Da fuhr ein Kleinlaster durch die Straße.
Auf der Ladefläche stehend 2 Weiße, die mit Gewehren Schwarze vom den Gehsteigen knallten. Ich schätze, es lagen dort entlang der Straße an die
50 Personen herum. Ein paar Tage später gab es einen Anschlag in einem weißen Restaurant durch den ANC. Das war ein Massaker.
Der ANC hatte Glaskugeln in den Sprengstoff gemengt. Es war ein solches Blutbad, dass sogar Buren aus dem Oranje Vrejstaat bewaffnet anreisten.
Täglich war was los. Zu dieser Zeit wurde Mandela auf irgendeiner Farm festgehalten. Seine Kontakte nach außen waren aber gegeben. Er konnte die
Situation steuern. Die Logistik kam aus Mozambique, der Sprengstoff meist aus Zimbabwe. Dort leben ja seine Stammesangehörigen, die Xhosa.

Die Weißen verließen die Stadt. Die Reichen zogen nach Capetown oder Durban, die weniger gut situierten schufen sich ihre Burgen außerhalb der Stadt.
Umgegeben von hohe Zäunen, Mauern mit Glasscherben besetzt und Unmengen von Stacheldraht. Trotzdem waren Überfälle durch Schwarze ein tägliches
Ereignis. Raub war für diese Typen nur ein sekundäres Anliegen, sie erschlugen die Weißen in ihren Betten. Es ging ihnen um Terror und Vergeltung.
Ende 1989 marschierte der ANC auf. Tausende kamen aus Sovetho, bewaffnet mit Holzprügeln und Eisenrohren stürmten sie in die Stadt.
In den Hotels im Zentrum wurden die Kästen und Betten angezündet und aus den Fenstern geworfen. Kein Auto, keine Scheibe blieb heil. Flammen überall.
Es sah aus wie im Krieg. Die Polizei wagte sich nicht mehr vor, ihre Zeit war vorbei.

Damals ging es um die Entscheidung, Militär Ja oder Nein. Dazu sei auch gesagt, dass die Südafrikaner eine andere Einstellung zur Gewalt haben
als z.B. die Europäer. Die Sache war für sie schlimm, aber noch kein Grund für Stress. Doch die Option Militär bedeutet Bürgerkrieg. Schnellfeuerwaffen
gegen Holzprügel. Das war selbst für die Angolakämpfer keine einfache Entscheidung. Doch der Plan war am Tisch. Wenn die Schwarzen es wollen,
dann können sie es haben. Ein eventueller Druck von Außen hätte nicht das geringste verändert.

Doch dann passierte das Wunder. Mandela hielt eine Ansprache in Sovetho vor 100 Tausenden Schwarzen.
Er hätte nur sagen müssen, "Das ist unser Land" und der Bürgerkrieg wäre noch am selben Tag ausgebrochen. Er hat es nicht gesagt.
Statt dessen sagte er: "Wir können nur gemeinsam"
Dieser Satz, die Aussicht auf freie Wahlen und Mandelas unglaubliches Charisma haben ein Blutbad verhindert.
Die Schwarzen gingen nach Hause, die Weißen wischten sich den Schweiß von der Stirn, der Rest ist Geschichte.

also

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