Großrechneranwendungen
Hallo LH,
kleine Randbemerkung zu einem untergordneten Aspekt Deines Beitrags:
[...] - auch in Banken und Versicherungen laufen
z. T. noch Großrechneranwendungen,
Für Versicherungen kann ich nicht sprechen, aber bei der Großbank, für die ich bis vor fünf Jahren als Anwendungsentwickler tätig war, bildet der Mainframe nach wie vor das Rückgrat der IT, ohne ihn liefe in dem Laden überhaupt nichts. Die Großrechner-Hardware ist auf dem neuesten Stand und die hochkomplexe, für ein kleines Licht wie mich nicht überschaubare Software-Landschaft (zumeist in COBOL programmiert) wird von hunderten von Entwicklern gewartet und permanent weiterentwickelt. So sieht es, soweit mir bekannt, bei allen großen Banken aus.
[...] weil man die Zeit scheut und die Expertise nicht mehr hat, sie auf
Client-Server zu portieren).
An der Expertise würde eine Umstellung auf Client-Server-Systeme wohl nicht scheitern angesichts der Heerscharen von COBOL-Entwicklern, Datenbank- und System-Admins, die sich bei den Banken tummeln und von denen einige sogar unter siebzig Jahre alt sind
; ich vermute in erster Linie Kostengründe (eine solche Aktion würde Unsummen verschlingen), vor allem aber Sicherheitsaspekte, die einem Systemwechsel im Wege stehen. Ein ordentlich administrierter z/OS Mainframe ist von außen nicht hackbar (nur eine Ausnahme bestätigt die Regel), lediglich interne Mitarbeiter hätten eine gewisse Chance, Schaden anzurichten. Und die Sicherheit steht bei den Banken - gleich nach dem Profit - ganz oben auf der Prio-Liste.
Von den Banken abgesehen kenne ich noch einen namhaften PayTV-Sender und ein mittelständisches Autohaus, deren IT zu mehr oder weniger wesentlichen Teilen auf Großrechnersystemen basiert. In beiden Fällen müht man sich seit Jahren, auf Client-Server zu migrieren, mit durchwachsenem Erfolg...
Besten Gruß,
Nordlicht
--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!
gesamter Thread:
- OT: Practical Internet of Things Security - Sicherheitsmaßnahmen bei IoT-Geräten -
Literaturhinweis,
11.06.2017, 10:29
- Bester Sicherheits-IoT-Ratschlag: -
Naclador,
13.06.2017, 09:18
- Einfach etwas Geduld und auf EMP oder Crashoverride warten - Ulli Kersten, 13.06.2017, 09:54
- Internet of Things kann man nicht umschiffen - denn andere kaufen das Zeug ja trotzdem - s. auch Stuxnet und 'Crash Override' -
Literaturhinweis,
13.06.2017, 11:04
- Großrechneranwendungen -
Nordlicht,
13.06.2017, 14:50
- Es gibt solch'ne und solch'ne Fälle - Mainframes, die mit Bedacht genutzt werden und solche, weil der Kunde hilflos ist ... - Literaturhinweis, 13.06.2017, 17:00
- Brauchst Du mir nicht erzählen, sehe ich ja täglich. -
Naclador,
13.06.2017, 14:55
- Ja, ich lache, aber aus ganz anderem Grund: - Literaturhinweis, 13.06.2017, 17:22
- Internet of Things: neben Wearables gibt es schon "Schluckables" = Medikamente mit Chip - Konstantin, 14.06.2017, 07:24
- Großrechneranwendungen -
Nordlicht,
13.06.2017, 14:50
- Übrigens kann ich bei dem Nachkäufer meiner IP-Überwachungskamera jetzt dessen Grundstück überwachen. -
Griba,
13.06.2017, 11:43
- Ja! -
Waldläufer,
13.06.2017, 13:45
- Funktioniert leider nicht. Ich kann hier keine jpg-Bilder einstellen. (oT)
-
Griba,
13.06.2017, 23:14
- Umwandeln? Nützt das etwas? (oT) - Olivia, 15.06.2017, 10:03
- Hier wird erklärt, - Waldläufer, 15.06.2017, 10:16
- Funktioniert leider nicht. Ich kann hier keine jpg-Bilder einstellen. (oT)
- Ja! -
Waldläufer,
13.06.2017, 13:45
- Bester Sicherheits-IoT-Ratschlag: -
Naclador,
13.06.2017, 09:18
