OT : für alle deutschen Freunde, welche darauf warten sollten ?
Der amerikanische Präsident Bush hat nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Gül für eine Aufnahme der Türkei in die Europäische Union geworben. Die Türkei bilde eine «konstruktive Brücke» zwischen dem Westen und der islamischen Welt, sagte Bush am Dienstag in Washington.
(ap) Die Türkei demonstriere, dass eine Demokratie mit einer «grossartigen Religion wie dem Islam» möglich sei. Auf dem Rasen vor dem Weissen Haus erklärte Präsident Bush, er unterstütze den Kampf der Türkei gegen die Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die PKK sei ein Feind der Türkei, des Iraks und der Menschen, die in Frieden leben wollten. Gül erklärte, sein Land werde sich an der Seite der USA weiter für Frieden, Stabilität und Wohlstand einsetzen. «Wir teilen eine gemeinsame Vision», sagte der Staatspräsident.
Bereits Anfang November hatte Bush Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen in Washington die Unterstützung der USA im Kampf gegen die PKK zugesichert und den Austausch von Geheimdienstinformationen angeboten. Eine Sprecherin sagte vor dem Gespräch, Bush wolle mit Gül über eine «langfristige politische Lösung» sprechen. In die Gespräche müsse auch weiterhin die irakische Führung eingebunden werden, fügte sie hinzu.
Jüngste Luftangriffe der Türkei im Dezember auf mutmassliche PKK-Stützpunkte im Norden des Iraks haben zu Spannungen zwischen Bagdad und Ankara geführt. Auch die USA haben Vorbehalte gegen eine militärische Intervention der Türkei im Nordirak. Washington befürchtet, dass dies den Irak weiter destabilisieren würde. Zudem würde das einen Präzedenzfall für andere Länder mit kurdischer Minderheit wie den Iran setzen. Die amerikanische Regierung dringt auf eine diplomatische Lösung.
Quelle: NZZ aus Zürich von heute.
