Manche Gewohnheiten scheinen auch fest im Körper verankert zu sein.
Hi trosinette,
danke für Deinen interessanten Beitrag.
Daß manche Gewohnheiten auch im Körper verankert zu sein scheinen, habe ich jüngst bei einer launigen Änderung einer einzigen Bewegung in folgendem Routine-Ablauf feststellen können:
Erstens:
Ich steige immer mit dem rechten Fuß auf einen Stuhl, um zwei Oberlichter zu öffnen (die sich auch, wenn ich auf dem Stuhl stehe, noch deutlich über meinem Kopf befinden).
Zweitens:
Später steige ich dann mit dem linken Fuß auf denselben Stuhl, um sie wieder zu schließen.
Bei beiden Vorgängen pflege ich nicht auf die Hände und/oder Oberlichter zu sehen, sondern geradeaus nach draußen.
Neulich hatte ich aber für Erstens aus einer Laune heraus (und erstmalig) einfach mal den linken Fuß anstelle des rechten genommen.
Das bescherte mir ein ganz überraschendes Erlebnis: Meine in der Luft über meinem Kopf rudernden Hände fanden keine zu schließenden Oberlichter (wie auch, diese waren ja noch geschlossen!). Ich begriff erst nach einigen Sekundenbruchteilen, was passiert war: Mein Körper hat sich anscheinend "gemerkt", daß beim Benutzen des linken Fußes in dieser Situation und an dieser Stelle die Oberlichter (routinemäßig) geschlossen werden, und obwohl es meine bewußte Absicht war, die Oberlichter zu öffnen, wollte mein Körper in diesem veränderten Bewegungsablauf diese ganz "eigenmächtig" schließen.
Das hat mich dann doch sehr nachdenklich gestimmt bezüglich der Frage, wie viele Abläufe im täglichen Leben in dieser Weise durch klein(s)te Änderungen (auch unbemerkt) "störanfällig" sein könnten, möglicherweise auch bei den Gewohnheiten, die nicht mit dem motorischen Zentrum verbunden sind, sondern eher Denkgewohnheiten darstellen.
LG neptun
--
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