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Vom seelischen Ursprung der deutschen Obrigkeitshörigkeit

Falkenauge @, Freitag, 29.09.2017, 09:45 (vor 3029 Tagen)

Obrigkeitshörigkeit und Untertanengeist der Deutschen ziehen sich durch die neuere Geschichte. Das ist vielfältig beschrieben worden. Carl Friedrich von Weizsäcker wird die treffende Charakterisierung zugeschrieben, der typische Deutsche sei absolut obrigkeitshörig, ein typischer Befehlsempfänger und des eigenen Denkens entwöhnt; er sei zwar ein Held vor dem Feind, aber im bürgerlichen Leben kennzeichne ihn ein totaler Mangel an Zivilcourage.

Die Ursache der besonderen deutschen Untertanengesinnung wird vielfach in einer verbreiteten autoritären Erziehung in Elternhaus und Schule gesehen, die sich in dem auf Befehl und Gehorsam beruhenden preußischen Militär gleichsam fortsetzte. Max Weber sieht eine zentrale Ursache im Protestantismus, der den Staat als göttliche Einrichtung absolut gesetzt und den Obrigkeitsstaat legitimiert habe. Das Luthertum sei für den Untertanengeist und die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen verantwortlich.

Aber die Obrigkeitshörigkeit ist durch äußere Bedingungen und Umstände nicht zu erklären, sie ist ein inneres Phänomen der Deutschen, eine innere Schwäche, der man daher auch nicht durch äußere Maßnahmen beikommen kann. Dies hat auch der scharfsichtige Heinrich Heine so gesehen:

„Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muss die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts.“

Die Frage ist, wodurch diese seelische Knechtschaft entsteht, und wie sie zu überwinden ist.

antworten
 

Wer zu spät kommt muss sich doppelt anstrengen

trosinette @, Freitag, 29.09.2017, 10:33 (vor 3029 Tagen) @ Falkenauge

Guten Tag,

hier noch ein Aspekt ohne Deinen verlinkten Artikel ganz gelesen zu haben:

Nur mit Kadavergehorsam war es nach der verluderten Kleinstaaterei im Heiligen Römischen Reich möglich, zum Konzert der etablierten Großmächte aufzuschließen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

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Sind sie überhaupt obrigkeitshöriger als andere Völker?

Andudu @, Freitag, 29.09.2017, 12:45 (vor 3029 Tagen) @ Falkenauge
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.09.2017, 12:53

Und woran macht man das fest?

Meinem persönlichem Empfinden nach sind die Deutschen deshalb so lahm, weil das soziale Vertrauen vergleichsweise hoch ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Vertrauen

Der Deutsche glaubt an das Gute im Menschen, selbst beim Politiker. Wo der Franzose einen gierigen Monarchen wittert und der Italiener einen Mafiosi, sieht der Deutsche ein Familienmitglied und daran hält er fest, bis es wirklich gar nicht mehr glaubwürdig ist.

Merkel ist doch sozusagen das Sinnbild dafür: die gütige fehlerbehaftete Oma, die keinen geraden Satz herausbringt. So wie man es vom Familientreffen kennt...

Deshalb sind die Deutschen auch bei der Flüchtlingskrise und in EU-Angelegenheiten so lahm, die Vorstellung, dass andere sie bewusst hinters Licht führen und ausnutzen, ist ihnen fremd. Es ist eben nicht Teil ihres Alltages.

Die Deutschen sind einfach zu lieb und das macht sie naiv und anfällig, andererseits macht es unsere Kultur auch sehr einzigartig. Höchstens die Skandinavier sind da noch extremer.

Verstärkt wird das ganze natürlich noch durch den unerschütterlichen Glauben an die segensreiche Wirkung von Regeln und Gesetzen. Man hält sich daran, und sei es nur aus Prinzip, und man sanktioniert sich gegenseitig hart, falls nicht. Und wenn dann doch mal gemeinsam Regeln übertreten werden, fehlt übungsbedingt das rechte Maß dafür und es artet leicht aus.

antworten
 

SIe sind konsequent - auch im Irrsinn

re-aktionaer @, Freitag, 29.09.2017, 13:30 (vor 3029 Tagen) @ Andudu
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.09.2017, 13:35

Die Deutschen sind immer konsequent und treiben somit alles auf die Spitze. Solarthermie, Fußball, aber eben auch Eugenik, Gender, Liberalismus. Es fehlt die Bremse, das Quentchen Inkonsequenz, Innehalten, Reflexion. Dieser Hang zur Hingabe ist Fluch wie Segen. Als Ostösterreicher kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass wir uns in diesem Punk am wesentlichsten unterscheiden.
Wir haben nie etwas konsequent verfolgt oder zu Ende gebracht - weder den Stephansdom (dem bis heute ein Turm fehlt), noch die Hofburg (da fehlt der linke Trakt), noch irgend etwas anderes. Immer auf halbem Weg abgebogen. Das ist meine große Hoffnung. Die Berliner scheinen von uns gelernt zu haben.

antworten
 

Die Obrigkeit sagt wieviel Hörigkeit sie vom Pöbel erwartet

Herb @, Südsteiermark, Freitag, 29.09.2017, 13:37 (vor 3029 Tagen) @ Falkenauge
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.09.2017, 13:45

Hallo Falkenauge,
und wer von unten nach oben kommen will im Leben, muss sich irgendwie mit der Obrigkeit arrangieren, oder er wird von der aufkommenden Flut weg gespült.

Der Deutsche hat jedoch wesentlich mehr Ehrgeiz nach oben zu kommen als die meisten Völker, bei einer über Jahrhunderten sehr autoritären Führungsschicht, dabei ging es schnell um Leben und Tot.

Vierteilen war -soweit ich hörte- nicht unüblich..
Wer will lebendig von Ochsen in Stücke gerissen werden, während die ganze Nachbarschaft dabei zusieht?
So ein Szenario riskiert man nicht, da bückt man sich lieber.

So frech wie aktuell, dürfen wir erst seit 70 Jahren sein, das ist geschichtlich eine Ausnahme.

Beste Grüße, Herb

--
NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

antworten
 

Konsequent, aber nur auf höheren Befehl!

Tempranillo @, Freitag, 29.09.2017, 13:40 (vor 3029 Tagen) @ re-aktionaer

Die Deutschen sind immer konsequent und treiben somit alles auf die Spitze...

Aber nur, wenn es von Oben befohlen wurde oder sie sich als besonders gewissenhafte Erfüller einer gesellschaftlichen Norm krötenhaft aufblasen und sich anderen, weniger systemhörigen Menschen gegenüber auf's Stockerl der moralischen Überlegenheit stellen können.

Tempranillo

--
*Die Gesetze sind so gemacht, daß Ihr krepieren werdet, wenn Ihr sie respektiert. Die Gesetze der Rebublik wurden gemacht, um Euch sterben zu lassen, um die Weißen umzubringen*, (Hervé Ryssen, ehemaliger Trotzkist und Anarchist)

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Gehorsam oder Hingabe?

nvf33 @, Freitag, 29.09.2017, 13:55 (vor 3029 Tagen) @ Falkenauge

Liebes Falkenauge,

Dein Beitrag erinnert mich an die in München sehr zahlreichen Plakate der Marxistisch-leninistischen Partei Deutschlands, die gerne gewählt werden wollten, weil man dann "Teil der Rebellion" werden könne. Du schreibst, dass es Zeichen der Schwäche sei, zu gehorchen. Ich glaube, dass Du damit den Kern derjenigen Schizophrenie triffst, unter der wir seit langer Zeit schon zu leiden haben. Du identifizierst die Entscheidung zum Gehorsam mit dem Unwillen zur Entscheidung. Nun ist es allerdings so, dass Minderwertigkeitsgefühle nicht immer unbegründet sind - ganz im Gegenteil.

Fast alle Menschen verfügen über ein sehr feines Gespür ihres Ranges, und aus eigentümlichen Ursachen heraus bekämpft man dieses Gespür. Besonders interessant wird das, wenn Psychoanalytiker wie Wilhelm Reich den Gehorsam des "kleinen Mannes" als autoritäre Verpanzerung werten, gleichzeitig aber die sexuelle Hingabe als höchstes irdisches Ziel erkennen.

Nun ist bekannt, um auf Deinen Beitrag zurückzukommen, dass in Sachen Sexualität irgendetwas Besonderes an den Deutschen zu haften scheint - wenigstens in den Augen z.B. norwegischer Pornokonsumenten, um ein extremes Beispiel zu nennen. Nun ist ebenso bekannt, dass z.B. Richard Wagner "Deutsch sein" beschrieben hat als "eine Sache seiner selbst wegen tun". Die gleiche Tendenz ist sogar schon in Luthers Hauptquelle "Theologia Deutsch" erkennbar, wo Demut und Hingabe als spirituelle Haupttugenden gefeiert werden. Insofern ist dieser "Untertanengeist", wie Du ihn nennst, keineswegs etwas Neues.

Gerne würde ich verstehen, welches Ziel Du mit der Schmähung dieser Eigenart verfolgst. Wünschst Du Dir einen "Obertanengeist" bei den Deutschen, also dass wir endlich der Welt "wieder" sagen, wo es lang geht? Selbstbejahung also ohne Rücksicht oder Beachtung anderer? Oder wünschst Du, dass die Deutschen ihr vermeintlich freiwillige Hingeben Ihrer selbst als Fehler und Makel einsehen? Oder sollen wir endlich den "Richtigen" gehorchen? Und wenn ja, wer ist das?

Freue mich über Antworten!
Viele Grüße
nvf33

antworten
 

Konsequent ist das falsche Wort dafür

Herb @, Südsteiermark, Freitag, 29.09.2017, 14:05 (vor 3029 Tagen) @ re-aktionaer

Hallo re-aktionaer,
der Deutsche ist von Kindesbeinen an, immer im Konkurrenzkampf mit dem Umfeld.
Es ist ganz egal bei was, einer will immer besser sein als die anderen, etwas besseres bauen als die anderen zB.

Da sind dann welche dabei, die um Erfolg zu haben sämtliche Grenzen überschreiten, bis hin zum absolut, maximal machbaren.


Es ist sein inneres Wesen und der permanente Konkurrenzkampf, der den Deutschen zur äußersten Konsequenz zwingt, um Erfolg zu haben um jeden Preis.

--
NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

antworten
 

Ausgerechnet die Berliner...

Andudu @, Freitag, 29.09.2017, 14:22 (vor 3029 Tagen) @ re-aktionaer

Das ist meine große Hoffnung. Die Berliner scheinen von uns gelernt zu
haben.

...wenn das die wünschenswerte deutsche Zukunft ist, dann gute Nacht!

antworten
 

Aber das war anderswo nicht anders...

Andudu @, Freitag, 29.09.2017, 14:32 (vor 3029 Tagen) @ Herb

Der Deutsche hat jedoch wesentlich mehr Ehrgeiz nach oben zu kommen als
die meisten Völker, bei einer über Jahrhunderten sehr autoritären
Führungsschicht, dabei ging es schnell um Leben und Tot.

...teilweise noch wesentlich brutaler.

Ich glaube nicht, dass die Deutschen unbedingt unterwürfig und ängstlich sind. Eher zu vertrauensvoll und zu nachdenklich.

Ihnen fehlen auch historisch erfolgreiche Beispiele für Auflehnung. Den Kaiser haben sie erst nach dem Krieg verjagt, die Märzrevolution scheiterte usw. außer der Wende'89 gibt es kaum Erfolgserlebnisse, aber viele dramatische Erinnerungen an instabile Zeiten, vom 30igjährigen Krieg bis zu den 2 WK.

Und Deutschland ist groß und nicht so zentralisiert wie Frankreich oder Russland. Vielleicht täusche ich mich, aber ich meine, je größer und heterogener ein Land ist, desto unwahrscheinlicher sind erfolgreiche Umstürze.

antworten
 

Dort hat man auch die selben Resultate (oT)

Herb @, Südsteiermark, Freitag, 29.09.2017, 14:38 (vor 3029 Tagen) @ Andudu

- kein Text -

--
NUR BEIM LACHEN BIEGT SICH DAS RÜCKGRAT!

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Untertanengeist

Falkenauge @, Freitag, 29.09.2017, 15:44 (vor 3029 Tagen) @ nvf33

Gerne würde ich verstehen, welches Ziel Du mit der Schmähung dieser
Eigenart verfolgst. Wünschst Du Dir einen "Obertanengeist" bei den
Deutschen, also dass wir endlich der Welt "wieder" sagen, wo es lang geht?
Selbstbejahung also ohne Rücksicht oder Beachtung anderer? Oder wünschst
Du, dass die Deutschen ihr vermeintlich freiwillige Hingeben Ihrer selbst
als Fehler und Makel einsehen? Oder sollen wir endlich den "Richtigen"
gehorchen? Und wenn ja, wer ist das?

Hast Du den verlinkten Artikel gelesen?
Es geht um den selbstbewussten freien Menschen, der sich der unberechtigten Macht widersetzt und ihr nicht ergeben untertan ist.
Denn Macht macht untertan.

antworten
 

Wie man es sieht

re-aktionaer @, Freitag, 29.09.2017, 16:45 (vor 3029 Tagen) @ Andudu

Alles hat eben seine Reize und seine abstoßenden Seiten. Natürlich bezog ich mich auf den Flughafen. Übrigens: Tegel ist einer der angenehmsten Flughäfen europas, weil er so nett übersichtlich ist und man nicht mit internationalistischem Duty Free Müll penertriert wird. Von mir aus können sie also noch ein paar Jahre an BER herumdoktern.

antworten
 

Was mir sauer aufstößt

Tempranillo @, Freitag, 29.09.2017, 18:31 (vor 3029 Tagen) @ Tempranillo

Männer wie Dr. iur. Damien Viguier machen sich unter massivem Existenzrisiko für die Befreiung Deutschlands stark.

Es ist schon deprimierend genug, daß das bei uns kein Schwein interessiert, aber das Fürchterlichste ist, den meisten DeutschInnen, vor allem SystemschreiberInnen, fällt nicht mehr ein, als auf den miserablen Normen der Political-Correctness herumzureiten und von Zeit zu Zeit mit dem Zaunpfahl des Strafrechts zu winken, um nur ja Land und Volk auf ewig im Zustand des Versklavtseins festzuhalten.

Tempranillo

--
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