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Nebel bleibt Nebel

nereus @, Freitag, 20.10.2017, 20:26 (vor 3001 Tagen) @ Orlando

Hallo Orlando!

Ich bleibe dabei, Du beschwichtigst ein ernsthaftes Problem.

Target (oder Target 1) wurde eingeführt, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr der am EURO beteiligten Länder zu vereinfachen in dem sich quasi die nationalen Zentralbanken zusammen schalteten.
Das funktionierte nur bedingt und stieß schnell an Grenzen.

Daher führte man 2007 Target 2 ein, wobei diesmal die EZB als Verrechnungsstelle fungiert.
Rein technisch ist das durchaus eine sinnvolle Sache, so lange die Salden immer wieder ausgeglichen werden.
Bedenklich wird es dann, wenn eine Schieflage eintritt, was nebenbei bemerkt für jedes Verrechnungssystem gilt.
Wer ständig anschreiben läßt, hat nun einmal ein Problem.

Und jetzt kommen wir zu den Ursachen der größer werdenden BuBa Forderungen.
Vor der Finanzkrise glichen sich die Salden immer wieder aus.
Denn damals konnten sich die Südeuropäer noch bei den Geschäftsbanken Geld leihen und damit wirtschaften.

Nach der Finanzkrise hielten sich die Banken bei den Südländern bedeckt, so daß diese von dort keine Kohle mehr bekamen. Daher fragten diese direkt bei der EZB nach.
Die hat dann die Rolle der sich zierenden Geschäftsbanken des „Nordens“ übernommen.

Schon hier müßten alle Alarmglocken schrillen, denn die Verweigerung weitere Kredite auszuleihen, hatte schließlich gute Gründe.
Die Süd-Banken waren schlicht und ergreifend nicht solvent genug, weil – wie ich bereits zuvor erwähnt hatte – keine ausreichenden Sicherheiten mehr vorhanden waren.

Normalerweise hätten hier schon Schuldenschnitte erfolgen und Banken abgewickelt werden müssen. Das tat man aber nicht, weil das NWO Projekt EURO um jeden Preis über die Bühne gezogen werden soll.
Um überhaupt den Laden am Leben zu erhalten, senkte die EZB die Ansprüche an die Schuldner. Während früher nur erstklassige Papiere akzeptiert wurden, nahm man jetzt auch zweit- und drittklassige Anleihen als Pfand.

Auch das ist ein glasklares Signal, der finanziellen Krätze, die das Euro-System befallen hat. Mir ist völlig rätselhaft, wie man das in Frage stellen kann.

Hinzu kam dann noch die Kapitalflucht der vermögenden Südländer, die ebenso über Target 2 abgewickelt wurde und wird.
Die ganze Kiste ist relativ unproblematisch, so lange alle Länder im Euro-System verbleiben.

Doch wie realistisch ist das denn?
Griechenland kämpft seit vielen Jahren gegen das Verhängnis und es ändert sich nichts.

Das Ansteigen der Target-Forderungen von der Bundesbank indiziert ja gerade das es nicht besser wird mit Griechenland, Spanien oder Italien.
Um das zu verstehen, braucht man lediglich gesunden Menschenverstand.

Wenn also z.B. Griechenland „das Handtuch wirft“ und aus dem Euro ausscheidet, sitzt die BuBa auf einer nicht mehr eintreibbaren Forderung.
Davon auszugehen, daß das marode Euro-System Bestand haben wird ist lächerlich.
Je höher der Target-Saldo steigt, desto kritischer steht es um den Patienten EURO.

So viel zunächst zu meinem Stammtischgeblubber.

Du schreibst dann noch: Auf keinen Fall hat die Buba für einen "ausländischen Schuldner Kosten übernommen, die dieser nicht begleichen wollte oder konnte", das ist schlicht unzutreffend. Ganz im Gegenteil dokumentiert der Anstieg des Saldos, dass Zahlungen stattgefunden haben.

Willst Du mich vergackeiern?
Wer hat denn da gezahlt und warum gibt es überhaupt einen Saldo, der eben nicht mehr ausgeglichen wird?
Wer hat eine Forderung und wer hat Verbindlichkeiten und weitet diese permanent aus?

Auch hat der deutsche Steuerzahler damit nicht das Geringste zu tun. Die monetäre Politik der Zentralbank (Ausgabe von Liquidität gegen Schuldverschreibungen, also die "Verflüssigung" dieser VOR ihrer Fälligkeit) und der Staatshaushalt sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

Das sind doch alles Nebelbomben.
Wenn die BuBa ein gigantisches Loch in ihrer Bilanz hat, bleibt das für den Steuerzahler völlig folgenlos.
Ich fasse es nicht! [[motz]]

Wenn die BuBa wankt, wer steht denn dann für einen Ausgleich ein?
Natürlich der Staat, der seine Staatsschulden weiter erhöhen muß.
Und wer finanziert den Staat?
Der gemeine Steuerzahler.
Das riecht nicht nur nach kommender Währungsreform, das stinkt geradezu danach. [[motz]]

mfG
nereus

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