- kein Text -
Ende der Fahnenstange, weiterklettern auf eigene Gefahr !? (oT)
lechat
, Freitag, 11.01.2008, 08:55 (vor 6586 Tagen) @ Elli
die Goldkäfer in Warteposition...
webmax, Freitag, 11.01.2008, 09:49 (vor 6586 Tagen) @ Elli
Das schrieb Bruno Bandulet im oktober 2007.
Ein goldgedeckter Euro ist notfalls machbar
"Wäre es möglich, die umlaufenden Euro-Banknoten durch Gold zu decken und damit den Euro zu einer echten Goldwährung zu machen? Durchaus. Es wurde sogar schon einmal erwogen, nämlich von einer Arbeitsgruppe des Europäischen Währungsinstituts in den neunziger Jahren. (Das EWI war der Vorläufer der Europäischen Zentralbank.)
Einfache Rechnung: Mit Stichtag 28. September besaß das Eurosystem Gold und Goldforderungen im Gegenwert von 186,233 Milliarden Euro, und zwar bewertet zu € 520,312 je Unze zum Quartalsende. Gleichzeitig wurde der Banknotenumlauf in der Eurozone mit 637,292 Milliarden ausgewiesen. Unter einem Goldstandard haben die Bürger bekanntlich das Recht, ihre Geldscheine jederzeit in Gold einzulösen. Da dies aus praktischen Gründen nie alle tun, genügt normalerweise eine Drittel-Deckung. Das war auch unter dem Goldstandard vor 1914 nicht anders.
Zwar reicht ein Goldpreis von 520 Euro je Unze für eine vernünftige Deckung nicht aus. Aber die EZB könnte den Preis höher, etwa bei 800 oder 850 Euro fixieren. Sie würde dann jederzeit Gold zu dem neuen, festen Preis ankaufen – und dafür Banknoten ausgeben. Das ist gegenwärtig nur Theorie, könnte aber im Zuge einer großen Währungskrise durchaus auf die Tagesordnung kommen.
(Aus: DeutschlandBrief, Oktober 2007)"
http://www.bandulet.de/
die Goldkäfer in Warteposition...
sensortimecom
, Freitag, 11.01.2008, 09:58 (vor 6586 Tagen) @ webmax
Zwar reicht ein Goldpreis von 520 Euro je Unze für eine vernünftige
Deckung nicht aus. Aber die EZB könnte den Preis höher, etwa bei 800 oder
850 Euro fixieren. Sie würde dann jederzeit Gold zu dem neuen, festen
Preis ankaufen – und dafür Banknoten ausgeben. Das ist gegenwärtig nur
Theorie, könnte aber im Zuge einer großen Währungskrise durchaus auf die
Tagesordnung kommen.
Hallo.
Geht nicht. Es würde dann erst recht Gold gekauft, auf Teufel komm raus. Im Nu wäre Gold dann bei 5000 (alte Euro, oder Amero, oder Yendolro, oder was immer
" />
So einfach gehts nicht.
falsch, mit Verlaub...
webmax, Freitag, 11.01.2008, 10:15 (vor 6586 Tagen) @ sensortimecom
Entsprechend höher wäre doch die Bewertung der BuBa-Reserven !
Nur Gold-(und Rohstoff-)Habenichtse würden leiden.
Und Goldpreise von 20.000 Dollar werden wir wohl noch erleben. Statistisch ist für jeden Erdenbürger eine Unze gefördertes Gold vorhanden.
Gruß webmax
PS: Wer sind wir, einem Bandulet zu widersprechen ?
Hallo.
Geht nicht. Es würde dann erst recht Gold gekauft, auf Teufel komm raus.
Im Nu wäre Gold dann bei 5000 (alte Euro, oder Amero, oder Yendolro, oder
was immer" />
So einfach gehts nicht.
falsch, mit Verlaub...
sensortimecom
, Freitag, 11.01.2008, 10:31 (vor 6586 Tagen) @ webmax
Entsprechend höher wäre doch die Bewertung der BuBa-Reserven !
Nur Gold-(und Rohstoff-)Habenichtse würden leiden.
Man hätte NIEMALS vom Goldstandard abgehen dürfen. Das war die Infektion des internat. Währungssystems mit AIDS; mit 30- oder 40-jähriger Inkubationszeit kommt die Krankheit jetzt voll zum Ausbruch.
Es wird äußerst schwierig sein, nochmal auf den fahrenden Zug aufzuspringen.
Ich glaube das geht in die Hose.
und noch schlimmer.....
abraxas
, Freitag, 11.01.2008, 10:50 (vor 6586 Tagen) @ sensortimecom
Und was noch schlimmer ist. Dieses Währungs-AIDS ist auf die Politik und Gesellschaft übergesprungen und zerstört letztlich Freiheit und Demokratie.
da liegt der Hase im Goldstaub...
webmax, Freitag, 11.01.2008, 10:58 (vor 6586 Tagen) @ sensortimecom
die politische Durchsetzbarkeit ist auch imho das eigentliche Problem.
...vielleicht erzwingt ja eine globale Bewegung endlich eine wirklich stabile Währung.
Der "Geldelite" sollte es eigentlich recht sein, die hat ihre Sachwertschäfchen längst im Trockenen. Nur die vielen Mitläufer werden sich von Illusionen trennen müssen...
Klar auch, daß eine solche Währung ohne Zinsverbot oder -Beschränkung nicht machbar ist. Das Tauschmittel darf eben niemals nicht
stärker wachsen als das BSP !
Gruß webmax
Man hätte NIEMALS vom Goldstandard abgehen dürfen. Das war die Infektion
des internat. Währungssystems mit AIDS; mit 30- oder 40-jähriger
Inkubationszeit kommt die Krankheit jetzt voll zum Ausbruch.Es wird äußerst schwierig sein, nochmal auf den fahrenden Zug
aufzuspringen.
Ich glaube das geht in die Hose.
falsch, mit Verlaub...
weissgarnix
, Freitag, 11.01.2008, 11:42 (vor 6586 Tagen) @ sensortimecom
Man hätte NIEMALS vom Goldstandard abgehen dürfen.
Ich bezweifle stark, dass im Goldstandard auch nur irgendwas anders gewesen wäre, als wir im heutigen fiat money sehen. Krisen wie die aktuelle, und sogar noch deutlich dramatischere, gab es auch unter dem Goldstandard. Mit ein Grund, warum der GS auch nicht wiederkehren wird.
Das war die Infektio des internat. Währungssystems mit AIDS; mit 30- oder 40-jähriger Inkubationszeit kommt die Krankheit jetzt voll zum Ausbruch.
30-bis 40 jährige Inkubationszeit ??? Gott, ist das erfrischend dialektisch ... ja, wozu eigentlich erst umständlich geboren werden, wenn man nach 60-70 Jahren "Inkubationszeit" eh wieder in die Kiste springt ?
Es wird äußerst schwierig sein, nochmal auf den fahrenden Zug aufzuspringen.
Es wird nicht nur schwierig, sondern auch keinesfalls wünschenswert sein. Selbst am Ende einer Mega-Deflation wird man kaum so bescheuert sein, ausgerechnet ein latent deflationäres Währungssystem zu installieren ...
latent deflationär ? nein, permanent stabil !
webmax, Freitag, 11.01.2008, 12:07 (vor 6586 Tagen) @ weissgarnix
Das ist ein interessanter Punkt, der aber imho nicht für einen richtig "gemachten" Goldstandard zutrifft.
Die Stabilität einer goldgedeckten Währung erklärt sich doch aus den hohen Goldförderkosten - es eben nicht beliebig vermehrbar wie bedrucktes Papier. Selbst bei aller Anstrengung ließe sich die geförderte Goldmenge um max. 2 Prozent jährlich erhöhen - als genau um das, was hier als erforderliches, gesundes Wirtschaftswachstum bezeichnet wird.
Will man mehr Gold, geht das einher mit erhöhten Förderkosten - sprich der Wert der Bankquittungen mit aufgedrucktem Umtauschversprechen steigt.
Daran ist nichts Deflationäres !
Deflation kommt erst ins Spiel, wenn zusätzlich "Zinsenerschaffen bzw. bezahlt werden müssen.
Da liegt der Hase im falsch generierten Wachstums-Pfeffer !
Gruß webmax
Man hätte NIEMALS vom Goldstandard abgehen dürfen.
Ich bezweifle stark, dass im Goldstandard auch nur irgendwas anders
gewesen wäre, als wir im heutigen fiat money sehen. Krisen wie die
aktuelle, und sogar noch deutlich dramatischere, gab es auch unter dem
Goldstandard. Mit ein Grund, warum der GS auch nicht wiederkehren wird.
Das war die Infektio des internat. Währungssystems mit AIDS; mit 30- oder
40-jähriger Inkubationszeit kommt die Krankheit jetzt voll zum Ausbruch.
30-bis 40 jährige Inkubationszeit ??? Gott, ist das erfrischend
dialektisch ... ja, wozu eigentlich erst umständlich geboren werden, wenn
man nach 60-70 Jahren "Inkubationszeit" eh wieder in die Kiste springt ?
Es wird äußerst schwierig sein, nochmal auf den fahrenden Zug
aufzuspringen.
Es wird nicht nur schwierig, sondern auch keinesfalls wünschenswert sein.
Selbst am Ende einer Mega-Deflation wird man kaum so bescheuert sein,
ausgerechnet ein latent deflationäres Währungssystem zu installieren ...
latent deflationär ? nein, permanent stabil !
weissgarnix
, Freitag, 11.01.2008, 12:54 (vor 6586 Tagen) @ webmax
Das ist ein interessanter Punkt, der aber imho nicht für einen
richtig "gemachten" Goldstandard zutrifft.
In der Theorie sieht bekanntlich immer alles super aus. Walter Bagehots "Lombard Street" oder Kindlebergers "Manias, Panics and Crashes" lesen, und gleich wird klar, dass die Praxis des Goldstandards alles andere als kosher war. Und warum sollte da ein "moderner" Goldstandard auch nur ein jota besser sein als seine historischen Vorgänger ?
Die Stabilität einer goldgedeckten Währung erklärt sich doch aus den hohen
Goldförderkosten - es eben nicht beliebig vermehrbar wie bedrucktes Papier.
Selbst bei aller Anstrengung ließe sich die geförderte Goldmenge um max. 2
Prozent jährlich erhöhen - als genau um das, was hier als erforderliches,
gesundes Wirtschaftswachstum bezeichnet wird.
So what ? Dann verringere ich eben die Deckungsquoten ... (wie weiland immer wieder gemacht wurde). Die Goldförderkosten sind mM nach das einfältigste Argument in der Goldstandarddiskussion überhaupt.
Will man mehr Gold, geht das einher mit erhöhten Förderkosten - sprich
der Wert der Bankquittungen mit aufgedrucktem Umtauschversprechen steigt.
Warum ? Ist ein Versprechen über 1 Unze Gold das gleiche wie 1 Unze Gold ? Aber egal: bitte o.g. Literatur studieren, hierzu vor allem erstgenanntes Werk von Bagehot.
Daran ist nichts Deflationäres!
Ein statisch durch was-auch-immer gedecktes System ist immer deflationär, da beisst die Maus keinen Faden ab. Das geile am fiat money ist ja gerade, dass es sich theoretisch entsprechend des wirtschaftlichen Wachstums ausweitet, also quasi "dynamisch gedeckt" ist ... Enter the State, und schon wird aus der schönen fiat-money Theorie die hässlich-inflationäre Praxis, die wir aktuell schauen dürfen. Ein lupenreines fiat money system ist daher theoretisch wesentlich besser als jegliches Metall- oder weiss-der-kuckuck-Geld. Insoferne gilt auch hier: Theorie super, gelebte Praxis leider ganz und gar nicht. Hierzu gibt's übrigens eine Reihe von guten Büchern von einem gewissen Paul C. Martin, the author nowadays known as "dottore".
Deflation kommt erst ins Spiel, wenn zusätzlich "Zinsenerschaffen
bzw. bezahlt werden müssen.
Zinsen haben damit nicht das geringste zu tun. In gewisser Hinsicht wirken Zinsen sogar höchst inflationär, wie man im 20. Jahrhundert verschiedentlich schauen durfte. Übrigens auch gut beschrieben bei dottore.
Da liegt der Hase im falsch generierten Wachstums-Pfeffer !
Glaube ich nicht.
Danke für die Mühe , aber das Gespräch krankt...
webmax, Freitag, 11.01.2008, 13:28 (vor 6586 Tagen) @ weissgarnix
an mißverständlicher Ausdrucksweise, scheint mir.
Zuvorderstv mußten wir uns einigen, ob wir theoretisch oder in praxi diskutieren wollen. Fiat money ist theoretisch gut, praktisch manipuliert und mißlungen, richtig?
Genau so ist fiat money, um Zinsforderungen zu befriedigen, selbsredend hoch inflationär, weil exponentiell wachsend.
Kann ich aber durch eine Bezugsgröße (Goldstandard)fixiert, die Geldmenge dafür nicht anpassen, entsteht Deflation.
Eine Anpassung durch die nur leicht wachsende Goldfördermenge ist dann für gesundes, nicht zinsgeblähtes Wachstum völlig ausreichend !!!.
Auch wenn es hier das vielleicht primitivste Argument ist: Vielleicht solltest du auch mal wieder ein bißchen lesen, anstatt alte konservative Theorien nachzubeten.
gruß webmax
Nur ein Beispiel:
Das ist ein interessanter Punkt, der aber imho nicht für einen
richtig "gemachten" Goldstandard zutrifft.
In der Theorie sieht bekanntlich immer alles super aus. Walter Bagehots
"Lombard Street" oder Kindlebergers "Manias, Panics and Crashes" lesen,
und gleich wird klar, dass die Praxis des Goldstandards alles andere als
kosher war. Und warum sollte da ein "moderner" Goldstandard auch nur ein
jota besser sein als seine historischen Vorgänger ?
Die Stabilität einer goldgedeckten Währung erklärt sich doch aus den
hohen
Goldförderkosten - es eben nicht beliebig vermehrbar wie bedrucktes
Papier.
Selbst bei aller Anstrengung ließe sich die geförderte Goldmenge um max.
2
Prozent jährlich erhöhen - als genau um das, was hier als
erforderliches,
gesundes Wirtschaftswachstum bezeichnet wird.
So what ? Dann verringere ich eben die Deckungsquoten ... (wie weiland
immer wieder gemacht wurde). Die Goldförderkosten sind mM nach das
einfältigste Argument in der Goldstandarddiskussion überhaupt.
Will man mehr Gold, geht das einher mit erhöhten Förderkosten - sprich
der Wert der Bankquittungen mit aufgedrucktem Umtauschversprechen
steigt.
Warum ? Ist ein Versprechen über 1 Unze Gold das gleiche wie 1 Unze Gold ?
Aber egal: bitte o.g. Literatur studieren, hierzu vor allem erstgenanntes
Werk von Bagehot.
Daran ist nichts Deflationäres!
Ein statisch durch was-auch-immer gedecktes System ist immer deflationär,
da beisst die Maus keinen Faden ab. Das geile am fiat money ist ja gerade,
dass es sich theoretisch entsprechend des wirtschaftlichen Wachstums
ausweitet, also quasi "dynamisch gedeckt" ist ... Enter the State, und
schon wird aus der schönen fiat-money Theorie die hässlich-inflationäre
Praxis, die wir aktuell schauen dürfen. Ein lupenreines fiat money system
ist daher theoretisch wesentlich besser als jegliches Metall- oder
weiss-der-kuckuck-Geld. Insoferne gilt auch hier: Theorie super, gelebte
Praxis leider ganz und gar nicht. Hierzu gibt's übrigens eine Reihe von
guten Büchern von einem gewissen Paul C. Martin, the author nowadays known
as "dottore".
Deflation kommt erst ins Spiel, wenn zusätzlich
"Zinsenerschaffen
bzw. bezahlt werden müssen.
Zinsen haben damit nicht das geringste zu tun. In gewisser Hinsicht wirken
Zinsen sogar höchst inflationär, wie man im 20. Jahrhundert
verschiedentlich schauen durfte. Übrigens auch gut beschrieben bei
dottore.
Da liegt der Hase im falsch generierten Wachstums-Pfeffer !
Glaube ich nicht.
Danke für die Mühe , aber das Gespräch krankt...
weissgarnix
, Freitag, 11.01.2008, 14:07 (vor 6586 Tagen) @ webmax
an mißverständlicher Ausdrucksweise, scheint mir.
Anscheinend ja nicht, weil ...
Zuvorderstv mußten wir uns einigen, ob wir theoretisch oder in praxi
diskutieren wollen. Fiat money ist theoretisch gut, praktisch manipuliert
und mißlungen, richtig?
... das sagte ich, ja.
Genau so ist fiat money, um Zinsforderungen zu befriedigen, selbsredend
hoch inflationär, weil exponentiell wachsend.
... ditto
Kann ich aber durch eine Bezugsgröße (Goldstandard)fixiert, die Geldmenge
dafür nicht anpassen, entsteht Deflation.
.... yep, ebenso. Zwischenstand = 3/3, so groß können die Missverständnisse also nicht gewesen sein ...
Eine Anpassung durch die nur leicht wachsende Goldfördermenge ist dann für
gesundes, nicht zinsgeblähtes Wachstum völlig ausreichend !!!.
Nur kommt es hier zu einer unzutreffenden Schlußfolgerung: nicht die Menge des verfügbaren Goldes war in der Vergangenheit das Problem, sondern der durch das Gold gedeckte Notenumlauf. Und da waren die Grenzen nach oben durchaus offen, genauso wie heute.
Was mithin alle, die dem Goldstandard permanent das Wort reden, in Wahrheit meinen, ist nicht die Einführung einer Golddeckung per se, sondern die Abschaffung der Geldschöpfung durch den Bankenapparat. Diese kann man aber auch im fiat money-System abschaffen, zB indem man den Mindestreservesatz auf 100% erhöht (Friedman/Galbraith). Andererseits liesse sich aber auch in einem Goldstandard die Geldschöpfung locker aufrechterhalten, wenn man sie nicht explizit verbietet.
In diesem Punkt besteht also in der Tat ein Missverständnis. Die Vermutung sei mir allerdings gestattet, dass selbiges nicht bei mir liegt.
Auch wenn es hier das vielleicht primitivste Argument ist: Vielleicht
solltest du auch mal wieder ein bißchen lesen, anstatt alte konservative
Theorien nachzubeten.
Was ich hier wiedergebe ist mitnichten Theorie, ganz im Gegenteil. Zudem weder alt noch konservativ. Wenn man so will, dann könnte man den Goldstandard als "erzkonservativ" einordnen, gewissermassen "finanzpolitisch reaktionär". Ansonsten gerne Zustimmung, man kann nie genug lesen ...
Also doch verklausulierte Zustimmung zur Diagnose, nur andere Therapie....
webmax, Freitag, 11.01.2008, 22:40 (vor 6586 Tagen) @ weissgarnix
... Deinerseits, mit dem Unterschied, daß du nicht den imho viel leichter gangbaren Weg(weil weltweit akzeptierter Wertmaßstab) einer Goldbindung, sondern
die übermäßige Geldschöpfung mit (dem in Zeiten globaler Aufstellung der Finanzmaärkte anerkannt untauglichen Mittel) der Erhöhung des Mindestreservesatzes unterbinden willst.
Denn diese Maßnahme kann doch über das Ausland sehr leicht umgangen werden. Oder es müßten strenge Devisenkontrollen eingeführt werden.
Fazit: Warum einfach, wenns denn auch umständlich geht....
Reaktionär kopfgeschüttelte Grüße, webmax
http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve
By the way: Warum nur entsteht bei mir immer stärker der Eindruck, daß die promovierten, zuständigen Herren Wirtschaftstheoretiker - die man ja mittler Weile öffentlich für jedermannn als Versager erkennbar brandmarken muß - diese wirklich wichtige Sache nicht einfach und verständlich abhandeln wollen/können, sondern unbedingt verklausulieren und mit untauglichen oder überflüssigen Berechnungen unterlegen müssen.
Unter den talaren der Muff von tausend Jahren...
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an mißverständlicher Ausdrucksweise, scheint mir.
Anscheinend ja nicht, weil ...
Zuvorderstv mußten wir uns einigen, ob wir theoretisch oder in praxi
diskutieren wollen. Fiat money ist theoretisch gut, praktisch
manipuliert
und mißlungen, richtig?
... das sagte ich, ja.
Genau so ist fiat money, um Zinsforderungen zu befriedigen, selbsredend
hoch inflationär, weil exponentiell wachsend.
... ditto
Kann ich aber durch eine Bezugsgröße (Goldstandard)fixiert, die
Geldmenge
dafür nicht anpassen, entsteht Deflation.
.... yep, ebenso. Zwischenstand = 3/3, so groß können die
Missverständnisse also nicht gewesen sein ...
Eine Anpassung durch die nur leicht wachsende Goldfördermenge ist dann
für
gesundes, nicht zinsgeblähtes Wachstum völlig ausreichend !!!.
Nur kommt es hier zu einer unzutreffenden Schlußfolgerung: nicht die Menge
des verfügbaren Goldes war in der Vergangenheit das Problem, sondern der
durch das Gold gedeckte Notenumlauf. Und da waren die Grenzen nach oben
durchaus offen, genauso wie heute.Was mithin alle, die dem Goldstandard permanent das Wort reden, in
Wahrheit meinen, ist nicht die Einführung einer Golddeckung per se,
sondern die Abschaffung der Geldschöpfung durch den Bankenapparat. Diese
kann man aber auch im fiat money-System abschaffen, zB indem man den
Mindestreservesatz auf 100% erhöht (Friedman/Galbraith). Andererseits
liesse sich aber auch in einem Goldstandard die Geldschöpfung locker
aufrechterhalten, wenn man sie nicht explizit verbietet.In diesem Punkt besteht also in der Tat ein Missverständnis. Die Vermutung
sei mir allerdings gestattet, dass selbiges nicht bei mir liegt.
Auch wenn es hier das vielleicht primitivste Argument ist: Vielleicht
solltest du auch mal wieder ein bißchen lesen, anstatt alte
konservative
Theorien nachzubeten.
Was ich hier wiedergebe ist mitnichten Theorie, ganz im Gegenteil. Zudem
weder alt noch konservativ. Wenn man so will, dann könnte man den
Goldstandard als "erzkonservativ" einordnen, gewissermassen
"finanzpolitisch reaktionär". Ansonsten gerne Zustimmung, man kann nie
genug lesen ...
Also doch verklausulierte Zustimmung zur Diagnose, nur andere Therapie....
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 15.01.2008, 00:43 (vor 6583 Tagen) @ webmax
Da zu diesem Posting keine Antwort mehr kommt, klinke ich mich mal hier kurz ein, Webmaxe!
... Deinerseits, mit dem Unterschied, daß du nicht den imho viel leichter
gangbaren Weg(weil weltweit akzeptierter Wertmaßstab) einer Goldbindung,
sonderndie übermäßige Geldschöpfung mit (dem in Zeiten globaler Aufstellung der
Finanzmaärkte anerkannt untauglichen Mittel) der Erhöhung des
Mindestreservesatzes unterbinden willst.Denn diese Maßnahme kann doch über das Ausland sehr leicht umgangen
werden. Oder es müßten strenge Devisenkontrollen eingeführt werden.Fazit: Warum einfach, wenns denn auch umständlich geht....
Die gesamten Geld-/Kreditschoepfungsvorgaenge gingen heutzutage noch viel einfacher und vor allem kostensparender, man braeuchte noch nicht einmal Gold oder was weiss denn ich fuer ein Zeug fuer deren Limitierung.
Ausgehend davon, dass Geld und Kredit ausschliesslich Information ist, waeren die nicht erst seit heutzutage zur Verfuegung stehenden technischen Mittel der ICT (Information and Communication Technology) in sinnvoller Zusammensetzung als eine "Money and Credit Composition Solution" locker dazu in der Lage, nicht nur aber auch das Limitierungsproblem zu loesen.
Im Hinblick auf das gesamte weltweite Management von Geld und Kredit koennte das gesamte weltweite Bankensystem voll in die Tonne getreten werden, fuer die Loesung diese Aufgabe braucht man diese Schmarotzer absolut nicht (mehr) und wuerde mit ihnen gleichzeitig einen der beiden debitistischen Oekonomie-Turbo-Treiber los.
Da aber eine Vereinfachung und Transparenz auch dieses Themas vor allem auch seitens der Staatsmafia wie der Bankenmafia aus machtpolitischen Gruenden unerwuenscht ist, um eine moeglichst dichte und undurchdringliche Verschleierung der tatsaechlichen Sachverhaeltnisse bestmoeglich zu gewaehrleisten, kann das nur eine kostentreibende Strategie eines "Warum einfach wenn's auch umstaendlich geht?" zur Folge haben!
Das ist doch ganz logisch, oder!?
Reaktionär kopfgeschüttelte Grüße, webmax
Alles gigantische Nebelwerfer der Marke Ballyhooooooooo...
By the way: Warum nur entsteht bei mir immer stärker der Eindruck, daß die
promovierten, zuständigen Herren Wirtschaftstheoretiker - die man ja
mittler Weile öffentlich für jedermannn als Versager erkennbar
brandmarken muß - diese wirklich wichtige Sache nicht einfach und
verständlich abhandeln wollen/können, sondern unbedingt verklausulieren
und mit untauglichen oder überflüssigen Berechnungen unterlegen müssen.
Auch wenn Deiner Frage das Fragezeichen fehlt, hier meine Antwort: Ganz einfach deshalb, weil die allermeisten dieser Herrschaften ihre Existenzen
ausschliesslich mit dem Erzeugen gigantischer Nebelbaenke begruenden.
Ich kann das sogar straight away beweisen: ein zumindest halbwegs anstaendiges Zentralbuchhaltungssystem fuer multiple Waehrungsraeume installiert und schon klappt auch dieser Laden weltweit.
Die oberste Staatsmafiamacht wird immer den Zugriff wie Durchgriff auf das Wertesystem eines Waehrungsraums haben, dagegen helfen auch keine Nebelwerferbatterien eines Bankensystems, veritable Bibliotheken ganzer Generationen von Wirtschaftstheoretikern oder sonstige vermeintliche Expertengruppen!
Unter den talaren der Muff von tausend Jahren...
Nein, Webmaxe:
Unter den Talaren die korrupte Machtmafia von Tausend Jahren!
Andreas Baader haette vor nunmehr ungefaehr 40 Jahren kein Kaufhaus in Brand stecken sollen, sondern stattdessen zumindest ein Finanzamt, besser noch eine OFD, am allerbesten das BMF der BRDDR/DDR 2.0!
Dort hockt nach wie vor ein Teil der Bande der groessten Hoechsleistungskriminellen und Schwerstverbrecher aller Zeiten, naemlich der
STAATSMAFIA,
und diese Bande fuettert mittels praechtigen Salaeren wie seit eh und je nicht nur sich selbst, sondern u.a. auch Deinen obigen immer staerker entstehenden Eindruck der wirtschaftstheoretischen Nebelwerferbatterien!
Es sind doch inzwischen schon mehr als 2 Jahrzehnte vergangen, als US Ronald Reagan ganz oeffentlich diagnostizierte:
Der Staat loest keine Probleme, der Staat IST das Problem!
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
falsch, mit Verlaub...
sensortimecom
, Freitag, 11.01.2008, 12:18 (vor 6586 Tagen) @ weissgarnix
Man hätte NIEMALS vom Goldstandard abgehen dürfen.
Ich bezweifle stark, dass im Goldstandard auch nur irgendwas anders
gewesen wäre, als wir im heutigen fiat money sehen. Krisen wie die
aktuelle, und sogar noch deutlich dramatischere, gab es auch unter dem
Goldstandard. Mit ein Grund, warum der GS auch nicht wiederkehren wird.
Ja, okay, aber mit irgendwas wirst du am Ende die Papierwährungen decken müssen. Jetzt sinds nur Schulden und Versprechungen in die Zukunft, und wie man sieht, funzt das nicht mehr
" />
Wie schon mal @dottore sagte: Man könnte auch Unterhosen oder Socken als Sicherheiten verwenden. Bin neugierig
" />
dottore korrekt zitiert?
webmax, Freitag, 11.01.2008, 12:40 (vor 6586 Tagen) @ sensortimecom
..dann sage ich: "Unterhosen und Socken" lassen sich nur dann als Geldwertsicherheit verwenden, wenn gleichzeitig absolutes Strickverbot herrscht!
Gruß webmax
Man hätte NIEMALS vom Goldstandard abgehen dürfen.
Ich bezweifle stark, dass im Goldstandard auch nur irgendwas anders
gewesen wäre, als wir im heutigen fiat money sehen. Krisen wie die
aktuelle, und sogar noch deutlich dramatischere, gab es auch unter dem
Goldstandard. Mit ein Grund, warum der GS auch nicht wiederkehren wird.
Ja, okay, aber mit irgendwas wirst du am Ende die Papierwährungen decken
müssen. Jetzt sinds nur Schulden und Versprechungen in die Zukunft, und
wie man sieht, funzt das nicht mehr" />
Wie schon mal @dottore sagte: Man könnte auch Unterhosen oder Socken als
Sicherheiten verwenden. Bin neugierig" />
Richtig! Wobei die ZB`s dann Not-Verkaufsstellen errichten müssen, damit Leute nicht nackt einher wandeln;-) (oT)
sensortimecom
, Freitag, 11.01.2008, 12:47 (vor 6586 Tagen) @ webmax
- kein Text -
Mal ernsthaft. Gold demnächst über 6000 dollar 1 warum?
webmax, Freitag, 11.01.2008, 12:56 (vor 6586 Tagen) @ sensortimecom
Darum - inflationsbereinigung:
"An online inflation calculator quickly shows that $850 in 1980 is really $2275 in 2006.
http://www.westegg.com/inflation/
However, my research shows that M3 in 1980 was $1.8 trillion. Today, M3 is just over $13 trillion, as pointed out by http://www.nowandfutures.com/key_stats.html#m3b
So, 13 divided by 1.8 is 7.2, which is what we need to multiply the 1980's gold price by, to get a more accurate "money creation inflation" adjusted price for today's dollars.
$850 x 7.2 = $6120
Gold, today is not at $6120/oz., and therefore, there is not the same kind of excitement about gold today like there was in 1980. By the time gold hits $6120, or a somewhat higher price by the time we reach it, because it will take time to get there, and during that time there will be even more dollar price inflation by which to adjust, I would only then expect a similar excitement about gold that existed in 1980.
I believe it is that kind of excitement that will drive the ratio price of silver to gold back to the historic norm of 15:1, and most likely exceed it.
So, by the time gold hits $6120/oz., or higher, silver will hit $408/oz. or higher. (Because $6120 divided by 15 equals $408.)"
http://silverstockreport.com/2008/silver_pace.html
Gold ist die neue globale Währung , schreibt die Financial Times
webmax, Freitag, 11.01.2008, 13:48 (vor 6586 Tagen) @ webmax
"Gold is the new global currency
Published: January 7 2008 19:05 | Last updated: January 7 2008 19:05
There was a time when gold was money. In today’s uncertain world, the yellow metal is back in fashion. Bullion prices rose to a record nominal high after the assassination of Benazir Bhutto in Pakistan added to nervousness about the world economy. Part of gold’s allure is its traditional status as a safe haven. It is seen as a store of value when everything else seems risky. But the bigger drivers behind the rising spot price are a depreciating dollar and the prospect of negative US real interest rates.
A better way to think of gold may be as central bankers used to before America dropped the gold standard: not as a commodity, but as another currency. As long as the dollar stays weak, gold’s bull run will last."
Gold ist die neue globale Währung , schreibt DIE WELT
webmax, Samstag, 12.01.2008, 14:27 (vor 6585 Tagen) @ webmax
"Indem der Glaube an den Greenback als Stabilitätsanker des internationalen Finanzsystems schwindet, übernehmen andere Währungen diese Funktion. Nur: Keine andere Devise, weder der Euro noch der chinesische Yuan, hat derzeit das geopolitische und ökonomische Gewicht, um den Dollar als Reservewährung zu ersetzen. Die einzige Währung, die der US-Devise ebenbürtig zu sein scheint, ist das weltweit anerkannte Zahlungsmittel Gold. Zwar beruht der Wert des gelben Metalls ebenso auf Konventionen und Annahmen wie der von Papiergeld, doch kann der schwer zu fördernde Rohstoff anders als Banknoten nicht beliebig vermehrt werden"
Oha
Hyperion
, Freitag, 11.01.2008, 10:50 (vor 6586 Tagen) @ webmax
Und Goldpreise von 20.000 Dollar werden wir wohl noch erleben. Statistisch
ist für jeden Erdenbürger eine Unze gefördertes Gold vorhanden.
Boah, hab's gerade nochmal geprüft, und Du hast ja sogar noch übertrieben!
Da wird mein persönliches Bedürfnis nach Gold ja gleich wieder stärker - aber bei diesen Preisen... naja, vielleicht kann ich ja bei uns im Dom ein wenig was vom Alter abkratzen, das fällt eh niemandem auf
" />
