Dank an Lenz Hannover, dein TV - Hinweis "Zwischen den Fronten ". Ein MUSS
Hallo Lenz,
ich habe mir die beiden Folgen im TV mitschneiden lassen und heute per DVD angesehen.
Fernsehen, eine Dokumentation der Extraklasse. Natürlich mit dem letzen Universaljournalisten Peter Scholl - Latour. Je älter der wird, desto mehr ähnelt der dem Orakel von Delphi oder einem der schiitische religiösen Führer, die einfach nur dastehen, alt und knorrig, eigentlich nicht viel sagen, über die Hundertmausende auf dem Platz vor ihm seinen strengen Blick schweifen läßt, über die, die vor religiöser Verzückung zu allen bereit sind, was von ihnen verlangt wird.
Eine Kommentierung, ruhig, ohne viel Schnörkel, beinahe schon brutal direkt verbindet Peter Scholl – Latour die Erscheinungen Herrschaft:
Expansion, Imperien der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft mit den großen Religionen. Die absonderlichsten Glaubensrituale werden dort von Menschenmassen vorgeführt, so als hätte es die moderne Naturwissenschaft der Aufklärung nie gegeben.
Ein transzendentes Gegenstück zu E = m * c2
Mein gut gemeinter Hinweis an alle, die sich für diese Problematik interessieren, die auch den Zustrom von Fremden in den westlichen, den europäischen Raum thematisiert, die sollten sich eine mögliche Wiederholung keinesfalls entgehen lassen. Spannend wie ein exzellenter Kriminalroman.
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Mi 08 & 09.01 23:25 (ZDF)
Zwischen den Fronten - Die neuen Achsen der Macht
Europa - Ein "Kap Asiens"
Dokumentation
Autor: Von Peter Scholl-Latour und Gero von Boehm
Die neue Weltmacht, die binnen zwanzig Jahren sogar die USA in den Schatten stellen könnte, ist zweifellos die Volksrepublik China.
Der zweite Teil der Dokumentation beginnt mit einem Rückblick auf die revolutionäre Phase des Maoismus und die große proletarische Kulturrevolution zurück, die Peter Scholl-Latour noch persönlich dokumentieren konnte.
Zentrales Thema im heutigen China ist der Abfall der chinesischen Massen von der marxistischen Staatsdoktrin. Kann der Konfuzianismus, der von der kommunistischen Partei Chinas offiziell und recht paradox gefördert wird, ein Regierungsmodell bieten, das den modernen Anforderungen gewachsen ist? Den westlichen Vorstellungen von Demokratie und Parteienvielfalt stellen die neuen chinesischen Ideologen das utopische Modell der Harmonie entgegen, das der traditionellen Idee vom Einklang zwischen Himmel und Erde entspricht.
Bemerkenswert ist dabei, dass nicht nur in China, sondern auch in einer Vielzahl ostasiatischer, morgen vielleicht auch afrikanischer Staaten, die westlichen Ideale von Menschenrechten und individueller Freiheit durch neue Lösungsansätze ersetzt werden könnten, die den Strukturen dortigen Gesellschaften vielleicht eher entsprechen.
China hat sich nicht nur auf einen materiellen Wettbewerb mit der westlichen Welt eingelassen, sondern sucht auch nach einer ideologischen Synthese, die die oft selektive und sogar heuchlerische Anwendung des "Stimmzettel-Fetischismus" ersetzen könnte. Es stellt sich als Irrtum heraus, dass die im Westen viel gepriesene Globalisierung allein den Amerikanern und den Europäern zugute käme. Der wirkliche Nutznießer könnte am Ende die unter viel günstigeren Bedingungen produzierende und durchaus auch auf technische Innovation bedachte Volksrepublik China sein.
, daß es ungelöste Phänomen gibt. Falsch ist es in meinen Augen diese offenen Fragen, aus blanker Verzweiflung heraus, weil ungelöste Rätsel bei uns Menschen Unsicherheit erzeugen, die mit Hilfe eines Designer einer scheinbaren Lösung zu zuführen