Lügen-Medien und Polit-Lügner: Wie ging "man" in der DDR damit um?
JoBar, Montag, 14.01.2008, 00:52 (vor 6584 Tagen)
Eine Frage an diejenigen, die das damals in der DDR bewußt mibekommen haben.
Allmählich tut es mir beinahe körperlich weh, wenn mir tagaus tagein fast nur noch Lügen, Verdrehungen, Manipulationen in allen möglichen Varianten aus den Medien entgegen schwallen.
In meiner Kindheit und Jugend war es doch so einfach und klar:
Ich lebte im "freien Westen", wo die Presse frei war, nur dem journalistischen Ethos und einer wahrhaftigen Berichterstattung verpflichtet. Bürger wurden wahrheitsgetreu über Alles und Jedes informiert. [[smile]]
Ganz im Gegensatz dazu die "Zone." Dort schrieben die Zeitungen, zeigte das Fernsehn nur das, was das Politbüro in Moskau sehen wollte bzw. abgesegnet hatte. Lokale Zensoren ... ääh ... Politoffiziere wachten immer und überall darüber. Skrupellos wurde den Bürgern ein Bär nach dem Anderen aufgebunden. Eine schamlose Lüge über fantastische Übererfüllungen des 5-Jahresplans wurde nach der anderen aufgetischt - obwohl doch täglich in HO-Läden und anderswo das Gegenteil erlebt wurde.
Damals war die Welt eben noch in Ordnung ;)
Überspringen wir mal die Entwicklung bis heute. Es scheint mir nicht so wichtig wie wir zu den heutigen Zuständen in Deutschland ( und leider auch im übrigen Europa ) gekommen sind. Mich interessiert vielmehr brennend:
Wie überlebten, arrangierten sich die Ossis damals mit dem täglichen Wahnsinn?
Bezüglich der DDR-Verhältnissen fällt mir nur "Neues Deutschland", Sudel-Ede und dergleichen ein. Also kehre ich besser gleich vor der jetzigen Haustür. Zur Einstimmung ein kleiner Überblick:
- der Skandal um die raffgierige Vorzeige-Gutmenschin Brundland - totgeschwiegen
- die Mehrheit der Dresdner stimmt für die Waldschlößchen-Brücke - die Medien berichten von Demonstrationen dagegen
- aus dem brutalen Überfall in der U-Bahn durch Problem-Migranten wird harmloses wie "Schlägerei", "Jugendgewalt", etc.
- die selbsternannte "Partei der kleine Leute" (= SPD ) kämpft mit enormen Einsatz ... und heftigster Realitäts-Verleugnung ... nein nicht für die Würde der überfallenen Opfer sondern für die Würde der sich schon längst aus der Gesellschaft ausgeklinkten Gewalttäter.
- wer, wie der Berliner Staatsanwalt Reusch(?), versucht die Realität anhand von nachprüfbaren Fakten darzustellen - bekommt einen Maulkorb
- wagt es jemand wie zB Koch auf die katatstrophalen Fehlentwicklungen öffentlich hinzuweisen so attackierm System-Medien und Politik-Marionetten ihn persönlich. Das eigentlich Problem wird fast komplett negiert ( Als die Zypries bei "hart aber fair" hörte, daß auch ein (Paß-?)Deutscher bei einem Überfall beteiligt wahr strahlte sie erleichtert auf. "Deutsche sind auch ..." )
- ...
Das dürfte genügen um Aufzuzeigen was ich meine. Nun noch einmal meine Frage:
Wie überlebten, arrangierten sich die Ossis damals mit dem täglichen Wahnsinn?
und eine weitere fällt mir ein:
Glaubte die schweigende Mehrheit wirklich was ihr so Tag für Tag eingetrichtert wurde?
Oder stellte man kollektiv die Ohren auf Durchzug?
Jeder Hinweis ist mir willkommen, auch von anderswo [[smile]]
J
Wie ging "man" in der DDR damit um? - JoBar
nereus
, Montag, 14.01.2008, 01:50 (vor 6584 Tagen) @ JoBar
Hallo JoBar!
Du fragst: Wie überlebten, arrangierten sich die Ossis damals mit dem täglichen Wahnsinn?
Sie überlebten in dem sie sich arrangierten. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Glaubte die schweigende Mehrheit wirklich was ihr so Tag für Tag eingetrichtert wurde? Oder stellte man kollektiv die Ohren auf Durchzug?
Das kann man nicht eindeutig beantworten.
Der Sachverhalt ist komplex.
Leute, die Westfernsehen und Westbesuch empfingen, was nicht identisch sein mußte, dürften anders positioniert gewesen sein, als z.B. Leute der „ARD“ (außer Raum Dresden), also Gebieten wo man kein Westfernsehen empfangen konnte.
Die Beschallung von drüben hat in jedem Fall Wirkung gezeigt, wobei ich auch im Nachhinein noch immer dankbar dafür bin.
Man konnte sich somit zweiseitig informieren und z.B. die Freilassung des chilenischen Dichters Louis Corvalan war eben nicht durch die mehreren 100.000 Postkarten der FDJ zustande gekommen, sondern durch einen Menschenhandel mit einem sowjetischen Bürgerrechtler (Bukowski) auf dem Flughafen Zürich-Klothen 1976.
An solcherlei Beispielen wurde immer wieder die Verlogenheit der Ost-Propaganda enttarnt.
Ebenso sprachen viele Ostbewohner der DDR, also Bereich Cottbus, Dresden usw. immer von den Freunden, wenn sie die Russen meinten.
Bei uns (Thüringen) waren auch Russen stationiert und wir hatten eigentlich keine negativen Empfindungen für Sie (außer wenn sie den Westempfang störten) – sie taten uns eher leid, weil sie z.T. unterirdisch hausten – aber als Freunde haben wir sie auch nicht betrachtet.
Daraus leite ich ab, daß Propaganda, in welcher Absicht auch immer, in jedem Fall seine Wirkung zeigt.
Das ist nicht wirklich neu, aber es wird oft bestritten weil sich viele Leute glauben dagegen immunisieren zu können.
Im Fall der Ostpropaganda hat man dann einfach abgeschaltet, die Aktuelle Kamera eben nicht gesehen, dafür die Tagesschau, bei der Zeitung die ersten Seiten überblättert und ist gleich zum Sportteil gegangen.
Die notwendigen Dinge (Versammlungen, Vorträge, Organisationsformen) hat man ertragen bzw. als kleines Übel hingenommen, weil Widerstand ggf. nachteilig gewesen wäre, ein Massenphänomen was sich alle Diktaturen und Mächte gerne zu eigen machen, in dem Gegner ausgegrenzt werden.
Der „goldene Westen“ erschien als das gelobte Land und ruhte als tatsächlich zu erreichendes oder nur theoretisches Endziel im Herzen.
Diese geistige Nische erlaubte die dauerhafte Schizophrenie, zumindest für einige Millionen Menschen.
Als Gorbatschow kam, wurde die Hoffnung mit neuem Sauerstoff versorgt.
Zur Zeit ist diese Nische für mich das Internet oder der weiße, graue und schwarze Buchmarkt.
Aber diesmal ist etwas schwerer, weil die Reichen und Schönen nicht die Alternative auf das Einheitsgrau des real existierenden Sozialismus darstellen, sondern weil sie nahezu vollständig im Dienst (wahrscheinlich oftmals unbewußt) der Medienapparatur der Propagandamaschine der "Weisen von Zion" stehen.
Während man zu DDR-Zeiten sich gerne vom Westen verführen ließ, muß man sich jetzt bewußt dieser Verführung entziehen, auch wenn es manchmal etwas mühsam ist.
mfG
nereus
Wie ging "man" in der DDR damit um? - nereus
JoBar, Montag, 14.01.2008, 05:57 (vor 6584 Tagen) @ nereus
Sie überlebten in dem sie sich arrangierten.
Ich liebe beinharte Aussagen ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Das kann man nicht eindeutig beantworten.
Der Sachverhalt ist komplex.
Dazu ein uneingeschränktes: Ja!
Leute, die Westfernsehen und Westbesuch empfingen, was nicht identisch
sein mußte, dürften anders positioniert gewesen sein, als z.B. Leute der
"ARD"(außer Raum Dresden), also Gebieten wo man kein Westfernsehen
empfangen konnte.
...
An solcherlei Beispielen wurde immer wieder die Verlogenheit der
Ost-Propaganda enttarnt.
Du meinst es besteht also Hoffnung?
Das es vielleicht soch viel mehr Menschen mit mehr oder weniger Durchblick gibt, als es öffentlich wahrnehmbar ist?
Ebenso sprachen viele Ostbewohner der DDR, also Bereich Cottbus, Dresden usw. immer von den Freunden, wenn sie die Russen meinten.
Klingt nach "6 Millionen"
Daraus leite ich ab, daß Propaganda, in welcher Absicht auch immer, in
jedem Fall seine Wirkung zeigt.
Sicher, sonst hätten die Agitatoren und Propagandisten es schon längst aufgesteckt!
Das ist nicht wirklich neu, aber es wird oft bestritten weil sich viele
Leute glauben dagegen immunisieren zu können.
Ich war auch felsenfest davon überzeugt - bis ich mir die die Schauplätze der Berichtertattungen und Reportagen selbst vor Ort ansah :((
Stehter Propaganda-Schwall höhlt eben leider auch den härtesten Fels
Im Fall der Ostpropaganda hat man dann einfach abgeschaltet, die Aktuelle
Kamera eben nicht gesehen, dafür die Tagesschau, bei der Zeitung die
ersten Seiten überblättert und ist gleich zum Sportteil gegangen.
Die notwendigen Dinge (Versammlungen, Vorträge, Organisationsformen) hat
man ertragen bzw. als kleines Übel hingenommen, weil Widerstand ggf.
nachteilig gewesen wäre, ein Massenphänomen was sich alle Diktaturen und
Mächte gerne zu eigen machen, in dem Gegner ausgegrenzt werden.
Trübe Aussichten
Der "goldene Westen" erschien als das gelobte Land und ruhte als
tatsächlich zu erreichendes oder nur theoretisches Endziel im Herzen.
Diese geistige Nische erlaubte die dauerhafte Schizophrenie, zumindest für
einige Millionen Menschen.
Und was ist / könnte unser gelobtes Land sein?
Europa? Überall mehr oder weniger das gleiche geistige Elend.
USA? Igitt!
???
Zur Zeit ist diese Nische für mich das Internet oder der weiße, graue und
schwarze Buchmarkt.
Also das "virtuelle gelobte Land" ;)
Aber diesmal ist etwas schwerer, weil die Reichen und Schönen nicht die
Alternative auf das Einheitsgrau des real existierenden Sozialismus
darstellen, sondern weil sie nahezu vollständig im Dienst (wahrscheinlich
oftmals unbewußt) der Medienapparatur der Propagandamaschine der "Weisen
von Zion" stehen.
Yup
Während man zu DDR-Zeiten sich gerne vom Westen verführen ließ, muß man
sich jetzt bewußt dieser Verführung entziehen, auch wenn es manchmal etwas
mühsam ist.
Mal sehen, hab da noch keine Meinung
Grüße
J
Die Nachrichtenindustrie schafft eine künstliche Medienwelt
prinz_eisenherz, Montag, 14.01.2008, 02:02 (vor 6584 Tagen) @ JoBar
Zu dem Warum habe ich nur ein dumpfes Gefühl, keine Erklärung.
Erst seit dem Wegfall des ideologischen Gegners, hat sich die gleichgeschaltete Medienberichterstattungen im Westen, die Anpassung an die vermeidliche anschmiegsamste Grundstimmung ungemein gesteigert.
Eine banale Begründung wäre, das Information zur Unterhaltung, mit allen Mitteln, gesteigert wurde und wird. Der Zeichentrickfilm, bei der die Hauptdarsteller vom Auto überfahren werden, denen eine Sprengladung in der Hand explodiert, die von einem hohen Berg in die Schlucht fallen, aber anschließend zu neuen Taten bereit stehen, das lässt sich verkaufen, mit Nachrichten gewürzt.
Das das Überleben der Medien nur noch mit den Einnahmen über die Werbung möglich ist, die als Träger des redaktionellen Teils ihre besonderen Wünsche und Ansprüche hat.
Das die Redakteure bei den Zeitungen einfach keine Zeit mehr haben zu recherchieren, die Meldungen zu hinterfragen sich direkt an den Ort des Geschehens zu begeben.
Allerdings ist das Bedenklichste bei dieser Frage nicht so sehr das Verfälschen von wichtigen Nachrichten, das kommt oft, glücklicherweise immer noch, nach einer gewissen Zeit heraus oder der Schmarren ist so schlecht geschrieben, das man sich beim Lesen abwendet. Das Gefährlichste ist, das die Geschehnisse, der Weg dorthin, von denen die Verantwortlichen wissen, über die aber nicht berichtet wird. Das Verschweigen der Wahrheit, das ist hierbei die Steigerung von lügen.
eisenherz
*****************************************************
Fallschirm-Journalisten
"Schon unser Vokabular ist parteiisch"
braucht man vor Ort einen Dolmetscher und einen "Fixer", der einem die Termine "fixt">>>
Die Nachrichtenindustrie schafft eine künstliche Medienwelt, die nichts mit der realten Welt gemeinsam hat, meint der holländische Auslandsreporter Joris Luyendijk.
( ... )
In Ihrem Buch schreiben Sie über medial bedingte Missverständnisse. Haben Sie dafür ein prägnantes Bespiel?
Die palästinensischen Steinewerfer sind mein Lieblingsbeispiel. Als ich damals in Beirut wohnte, bat mich meine Redaktion, nach Ramallah zu fahren. Ich hatte im Fernsehen Bilder von Steinewerfern gesehen, und diese Szenen sahen wirklich furchtbar aus. Ich dachte, jetzt gehe ich in den Krieg. Als ich dann endlich in Ramallah ankam, war es dort so friedlich wie in Köln oder Amsterdam: Kinder kamen aus der Schule, Busse fuhren ihre Runden, die Tomaten waren im Sonderangebot. Als ich dann nach den Steinewerfern fragte, antwortete man mir: Immer geradeaus, dann nach links. Dort finden Sie jeden Tag nach zwei Uhr die Steinewerfer. Und tatsächlich, am nächsten Tag habe ich dort dann die Steinewerfer angetroffen. Die Bilder auf CNN hatten ein völlig verzerrtes Bild geliefert.
Du irrst, Prinz, Du taeuscht Dich!
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Montag, 14.01.2008, 04:51 (vor 6584 Tagen) @ prinz_eisenherz
Die Nachrichtenindustrie schafft eine künstliche Medienwelt
Zu dem Warum habe ich nur ein dumpfes Gefühl, keine Erklärung.Erst seit dem Wegfall des ideologischen Gegners, hat sich die
gleichgeschaltete Medienberichterstattungen im Westen, die Anpassung an
die vermeidliche anschmiegsamste Grundstimmung ungemein gesteigert.
Es gab keinen Wegfall des ideologischen Gegners, es sah nur so aus und war eine Taeuschung!
Es war naemlich eine Gleichschaltung der ideologischen Gegner, die da
tatsaechlich stattfand, einige voellig Blinde und Verblendete nannten diesen Vorgang auch "Friedensdividende"!
![[[euklid]]](images/smilies/euklid.gif)
Der ideologische Gegner?
Wie schon seit Urzeiten:
DIE STAATSMAFIA
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
Du irrst, Prinz, Du taeuscht Dich! Stimmt, nur was soll ich machen?
prinz_eisenherz, Montag, 14.01.2008, 06:12 (vor 6583 Tagen) @ Tassie Devil
Hallo Tassie Devil
Information und Desinformation, eine Teilwahrheit oder ein Teillüge, das unterdrücken von ganzen Wahrheiten das gliedert sich erst einmal auf in einem Informationsstrom für uns gemeine Erdenbürger und in Herrschaftswissen. Das lässt sich leicht sch in allen bekannten Geschichtsüberlieferungen erkunden, zurück bis zu den Höhlemalereien überall auf dem Globus, wenn dort die Anwendung von militärischer Gewalt immer schon mit präventiver Verteidigung erklärt wurde. Wie weit im Radius im Rom herum, sich das römische Imperium, als Beispiel, präventiv verteidigt hat, das ist gerade dir kein Geheimnis.
Information, Desinformation, in Richtung der eignen Reihen und gegenüber dem augenblicklichen Gegner ist ein wichtiger Stützpfeiler der Macht, neben dem Geld und der Armee.
Ich gestehe, das ich gerade in der heutigen Zeit wo viel Information auch genauso viel Desinformation bedeutet, das ich immer weniger mir sicher bin, richtig informiert zu werden.
Gerade das Internet, in der ersten Zeit noch nahezu verlässlich in seinem Info - Angebot, um damit mal die dunkle Seite des Mondes zu betrachten, das entwickelt sich vor unseren Augen zu einem Sumpf an realer Information Scheininformation, bunt gemixt, mit Betreibern im Hintergrund, von denen keiner mehr weiß, ob die eigenständig sich präsentieren oder nur Strohmänner sind. Obendrein kommt, das wie Menschen als Bilderwesen, von den dort gezeigten Filme und Fotos erst einmal spontan überzeugt sind, wir müssen uns bewusst jedes mal fragen, ist das dort gezeigt nun tatsächlich so passiert oder ist es im Hanger 52, in der Einöde Texas oder in einer Garage in Kreuzberg geschickt als Film mit einem Drehbuch inszeniert worden.
Von den großen und kleinen Denkern, könnte es sein das gerade die Recht haben, die immer behaupten, nur was wir mit den Augen erkennen ist real? Schauen wir weg, dann ist auch das eben Gesehene verschwunden. So blöd, wie es sich hier liest ist das gar nicht, denn sonst würden es nicht das Sprichwort geben, -etwas unter den Teppich zu kehren-, -den Kopf in den Sand zu stecken. Die Bedienungsanleitung für die einfache Lebenshilfe, was wir nicht sehen ist nicht existent. Angewendet von den Mächtigen und den Schwachen.
schöne Woche
eisenherz
Du irrst, Prinz, Du taeuscht Dich! Stimmt, nur was soll ich machen?
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Montag, 14.01.2008, 19:43 (vor 6583 Tagen) @ prinz_eisenherz
Hallo Tassie Devil
Hallo Prinz,
Information und Desinformation, eine Teilwahrheit oder ein Teillüge, das
unterdrücken von ganzen Wahrheiten das gliedert sich erst einmal auf in
einem Informationsstrom für uns gemeine Erdenbürger und in
Herrschaftswissen. Das lässt sich leicht sch in allen bekannten
Geschichtsüberlieferungen erkunden, zurück bis zu den Höhlemalereien
überall auf dem Globus, wenn dort die Anwendung von militärischer Gewalt
immer schon mit präventiver Verteidigung erklärt wurde. Wie weit im
Radius im Rom herum, sich das römische Imperium, als Beispiel, präventiv
verteidigt hat, das ist gerade dir kein Geheimnis.
Du erhaelst ein uneingeschraenktes JA von mir.
Information, Desinformation, in Richtung der eignen Reihen und gegenüber
dem augenblicklichen Gegner ist ein wichtiger Stützpfeiler der Macht,
neben dem Geld und der Armee.
Wiederum mein JA.
Ich gestehe, das ich gerade in der heutigen Zeit wo viel Information auch
genauso viel Desinformation bedeutet, das ich immer weniger mir sicher
bin, richtig informiert zu werden.
Das letztere kann ich Dir sehr gut nachfuehlen, weil ich, auch aus langjaehrig beruflicher Vorbildung, weiss, wie schwierig es manchmal ist, die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vorzuhalten.
Jedoch, auch wenn jede Information bereits den Kern der Desinformation allein schon aus dem Umstand der existierenden Zeit in sich traegt, muss nicht jede Information per se auch gleichzeitig Desinformation bedeuten, hier sind die Faehigkeiten und die Erfahrungen zu Informationsverarbeitung des sich Informierenden oder Informierten gefragt.
Gerade das Internet, in der ersten Zeit noch nahezu verlässlich in seinem
Info - Angebot, um damit mal die dunkle Seite des Mondes zu betrachten,
das entwickelt sich vor unseren Augen zu einem Sumpf an realer Information
Scheininformation, bunt gemixt, mit Betreibern im Hintergrund, von denen
keiner mehr weiß, ob die eigenständig sich präsentieren oder nur
Strohmänner sind. Obendrein kommt, das wie Menschen als Bilderwesen, von
den dort gezeigten Filme und Fotos erst einmal spontan überzeugt sind, wir
müssen uns bewusst jedes mal fragen, ist das dort gezeigt nun tatsächlich
so passiert oder ist es im Hanger 52, in der Einöde Texas oder in einer
Garage in Kreuzberg geschickt als Film mit einem Drehbuch inszeniert
worden.
Ja, ich gebe Dir vollkommen recht, dass das Navigieren und Orientieren zwecks Beibehaltung der richtigen Richtung wie auch der Geschwindigkeit in Zeiten von systemmedialen Massentaeuschungen und Massenluegen zuweilen auesserst difficil ist, weil diese beiden Strategien halt leider nicht immer und stets zu 100% vollstaendig ihre Anwendung finden, was ja die Wahrheitsfindung beim Navigieren und Orientieren wiederum ungeheuer vereinfachen wuerde.
Auch deshalb tun sich immer mehr Leute mit ihren Entscheidungen schwer, weil die hieraus resultierenden Zweifel, die natuerlich im Kleinen wie im Grossen auch von den Massen keinesfalls voellig unbemerkt bleiben, sie in zunehmenden Umfaengen zwicken und zwacken und in ihnen nagen, denn das weiss inzwischen auch Klein-Doofie in der BRDDR/DDR 2.0, dass er nicht alles glauben und fuer bare Muenze nehmen darf, weil er ja sonst Schoen-Bloedie waere, insoweit war das Erziehungsgewerbe zweifellos erfolgreich.
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Von den großen und kleinen Denkern, könnte es sein das gerade die Recht
haben, die immer behaupten, nur was wir mit den Augen erkennen ist real?
Schauen wir weg, dann ist auch das eben Gesehene verschwunden. So blöd,
wie es sich hier liest ist das gar nicht, denn sonst würden es nicht das
Sprichwort geben, -etwas unter den Teppich zu kehren-, -den Kopf in den
Sand zu stecken. Die Bedienungsanleitung für die einfache Lebenshilfe, was
wir nicht sehen ist nicht existent. Angewendet von den Mächtigen und den
Schwachen.
Um Deine Frage im letzten Absatz zu beantworten, so wie beim Thema der beiden Freiheiten, naemlich der subjektiven und der objektiven Freiheit, so laeuft der Hase auch beim Thema der Realitaeten, naemlich der subjektiven und der objektiven Realitaet.
Der Arbeitsmechanismus dieser jeweils subjektiven Begriffsobjekte (Plural!) und dem jeweiligen objektiven Begriffsobjekt (Singular!) verlaeuft nach dem technischen Strickmuster, dass sich die individuellen Subjektive staendig darin versuchen, moeglichst in voller Kongruenz mit dem einzigen Objektiven zu sein wie zu bleiben, was im Hinblick auf das sich staendig darin versuchende Individuum oftmals ein sehr schwieriges Unterfangen war, ist, und sein wird.
Die vielfaeltigen Schwierigkeiten beim individuellen Kongruenzieren bestehen vor allem deshalb, weil sie eine Analogie mit den individuellen Bezahlungsschulden pflegen, was meint, dass je geringer die jeweils individuelle Kongruenz ist, desto teurer kommt diese Misskongruenz das Individuum letztendlich zu gestehen.
Wie man sich bettet so liegt man, wie man in den Wald hinruft so schallt es wieder heraus, und wie man sich kongruenziert so bezahlt man, das verhaelt sich alles so wie im richtigen Leben.
Die einfachen Lebenshilfen der Maechtigen und Schwachen, darunter auch die Koepfe tief in die Berliner Saends zu stecken, sie haben je nach Perspektive den Vorteil oder Nachteil, nur zeitweilige Hilfe bieten zu koennen, weil sich die objektive Realitaet davon ueberhaupt nicht beeindrucken laesst.
Letztere nimmt noch nicht einmal davon geringste Notiz, in welchen Tiefen des Berliner Sandkastens die Koepfe gerade tauchen, denn welche brennende Bombenlunte oder welcher heranbrausende Schnellzug nimmt sich ein Interesse daran, von tieftauchenden Koepfen unter einen Teppich gekehrt zu werden?
schöne Woche
eisenherz
Danke gleichfalls und Kopf hoch! ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
Die Nachrichtenindustrie schafft eine künstliche Medienwelt
JoBar, Montag, 14.01.2008, 05:35 (vor 6584 Tagen) @ prinz_eisenherz
Zu dem Warum habe ich nur ein dumpfes Gefühl, keine Erklärung.
Soweit bin ich auch schon ... noch immer ... hänge rgendwie da fest
Das das Überleben der Medien nur noch mit den Einnahmen über die Werbung
möglich ist, die als Träger des redaktionellen Teils ihre besonderen
Wünsche und Ansprüche hat.
Das die Redakteure bei den Zeitungen einfach keine Zeit mehr haben zu
recherchieren, die Meldungen zu hinterfragen sich direkt an den Ort des
Geschehens zu begeben.
Allerdings ist das Bedenklichste bei dieser Frage nicht so sehr das
Verfälschen von wichtigen Nachrichten, ...
Das Verschweigen der Wahrheit, das ist hierbei die Steigerung von lügen.
Einverstanden, alles möglich, aaaaber woher kommt diese landesweit ... nein, diese europaweit gleiche Ausrichtung über alle Medien hinweg?
Könnte man da nicht schon von "Gleichschaltung" reden?
Und schaltet da?
Rätselnd
J
Die Nachrichtenindustrie schafft eine künstliche Medienwelt
prinz_eisenherz, Montag, 14.01.2008, 07:23 (vor 6583 Tagen) @ JoBar
## Einverstanden, alles möglich, aaaaber woher kommt diese landesweit ... nein, diese europaweit gleiche Ausrichtung über alle Medien hinweg?##
Hallo JoBar,
deine Frage ist natürlich mehr als berechtigt. Das Problem spüren sicher nicht alle, aber viele schon. Die richtigen Informationen, die Lüge, als ein wichtiges Standbein der Macht, ich habe dazu etwas Tassie geschrieben.
Lasse mich aber aus deiner Frage schlussfolgern, das du diese Veränderung deswegen als so besonders ärgerlich, vielleicht beängstigend empfindest, weil du der Meinung bis, das es bis zu einem Tag x viel besser, viel sauberer zugegangen ist, das mit den Informationen zu innenpolitischen Vorgängen in Deutschland und auf dem Globus.
Was es das wirklich?
Sehen wir die Vergangenheit nicht einfach nur in einem besseren Licht, weil wir die vielen Lügen dort, die unterdrückten Wahrheiten ausblenden, vergessen haben, so wie wir fast immer schlechte Erlebnisse aus der Vergangenheit besser beurteilen als sie wirklich waren?
Mein erster jugendlicher Zorn jedenfalls, der sich bis zu Militanz steigerte, der resultierte eben gerade aus dem Wissen, permanent in den Medien veräppelt zu werden und das war die Zeit um 1968 und um 1968 herum. Wenn man heute manchmal einen winzigen Zipfel der Wahrheit irgendwo liest, wie schon damals die bekannten sogn. kritischen Intellektuellen in Deutschland an der Nabelschnur der US-Umerziehung und Geschichtsschreibung hingen, dann muss man feststellen, besser war es damals auch nicht als heute.
Vielleicht waren wir damals tatsächlich objektiv besser informiert, aber nur weil uns der sozialistische Block zu der Zeit oft genug einen Spiegel seiner Sicht der Vorgänge im christlichen Abendland vorgehalten hatte, die durchaus ein Teil der Wirklichkeit waren, welches jedoch als Gegengewicht in der heutigen Zeit nicht mehr funktioniert.
bis denne
eisenherz
Lügen-Medien und Polit-Lügner: Wie ging "man" in der DDR damit um?
nemo, Montag, 14.01.2008, 02:20 (vor 6584 Tagen) @ JoBar
Das DDR System war perfekt wie eine Pyramide strukturiert und organisiert. Wie heute die DEMOKRATIE wurde damals der SOZIALISMUS als das einzige humane Gesellschafts-System propagiert. Wer nicht dafür war, war dagegen und wurde als Systemfeind behandelt. Es genügte anfangs ein Lippenbekenntnis zum Sozialismus, mehr wollte man nicht hören und wurde dann in Ruhe gelassen. Später, wenn man Abitur machen und studieren wollte oder einen wichtigen Posten in einem Betrieb übernehmen wollte, wurde einem nahe gelegt in die Partei einzutreten. Letztlich gab es ohne Parteimitgliedschaft keine verantwortliche und leitenden Posten. Bei den Medien konnte z. B. man nur als Parteimitglied Karriere machen. Da wir mit diesem System aufgewachsen sind und die Beeinflussung schon im Kindergarten begann, war jedem klar wie das Spiel funktioniert. Entweder
man glaubte nichts was einem erzählt wurde und suchte sein Glück im privaten Leben oder man glaubte es oder man war ein Mitläufer und damit ein Agent des Systems. Diejenigen die alles glaubten was von der Partei kam waren die Stützen des Systems. Die Mitläufer waren das Getriebe, das alles am Laufen hielt. Die Verweigerer hielten einfach die Klappe und machten ihr Ding oder versuchten auszureisen.
Die Meinung wurde zentral gesteuert, alles was davon abwich wurde zensiert und unter Strafe gestellt. Freie Meinungsäußerung konnte bestraft werden, bis hin zu Gefängnisstrafen. Das heißt, man redete nur mit Leuten denen man vertraute. Und selbst Menschen von denen man annahm, dass man ihnen vertrauen könnte wurden später als Stasi Spitzel enttarnt. Das war eine perfide Sache. Jeder der irgendwie im Verdacht stand gegen die sozialistische Politik der Partei zu sein, wurde unter
Druck gesetzt und als Stasi Spitzel benutzt. Andernfalls konnte er seine berufliche Laufbahn in die Tonne hauen und sein Geld als Schichtarbeiter in einem Kombinat verdienen.
Mit etwas Geschick konnte man sich aus der Politik heraushalten, obwohl einem bei jeder Gelegenheit die Pistole auf die Brust gesetzt wurde. Wenn man wußte, dass sowieso alles Lüge war, was dort verbreitet wurde, brauchte man sich nicht weiter darum zu kümmern. Wenn man allerdings Karriere machen und viel Geld verdienen wollte, musste man diese Lügen offiziell glauben und das Denken der Genossen übernehmen.
Das nahm oft groteske Züge an wie man an der Biermann Affäre sehen konnte. Viele Künstler der DDR, die einen Protestbrief an den Kulturminister der DDR geschrieben hatten und gegen die Zwangsaussiedlung Biermanns protestierten, nahmen später ihre Unterschrift wieder zurück und änderten ihre Meinung. Kommt Euch das bekannt vor?
Gruß
nemo
Lügen-Medien und Polit-Lügner: Wie ging "man" in der DDR damit um?
nemo, Montag, 14.01.2008, 02:52 (vor 6584 Tagen) @ nemo
Übrigens, Leute wie Merkel sind ein Produkt dieses DDR Systems. Die typischen FDJ Sekretäre waren Leute ohne eigene Meinung und ohne Standpunkt, die nur das nachgeplappert haben, was von oben angewiesen wurde. Der typische Mitläufer eben, der nicht selber denken kann und sich benutzen lässt.
Lügen-Medien und Polit-Lügner: Wie ging "man" in der DDR damit um?
JoBar, Montag, 14.01.2008, 05:28 (vor 6584 Tagen) @ nemo
...
Entweder man glaubte nichts was einem erzählt wurde und suchte sein Glück im
privaten Leben oder man glaubte es oder man war ein Mitläufer und damit
ein Agent des Systems. Diejenigen die alles glaubten was von der Partei
kam waren die Stützen des Systems. Die Mitläufer waren das Getriebe, das
alles am Laufen hielt. Die Verweigerer hielten einfach die Klappe und
machten ihr Ding oder versuchten auszureisen.
Warum klingt da nur so vertraut? Ich habe doch die DDR gar nicht life erlebt![[smile]]
Die Meinung wurde zentral gesteuert, alles was davon abwich wurde zensiert
und unter Strafe gestellt. Freie Meinungsäußerung konnte bestraft werden,
bis hin zu Gefängnisstrafen.
Also sowas von bekannt aber auch!
Das heißt, man redete nur mit Leuten denen
man vertraute. Und selbst Menschen von denen man annahm, dass man ihnen
vertrauen könnte wurden später als Stasi Spitzel enttarnt. Das war eine
perfide Sache. Jeder der irgendwie im Verdacht stand gegen die
sozialistische Politik der Partei zu sein, wurde unter
Druck gesetzt und als Stasi Spitzel benutzt.
Soweit wir doch noch nicht. Oder etwa doch?
Andernfalls konnte er seine
berufliche Laufbahn in die Tonne hauen und sein Geld als Schichtarbeiter
in einem Kombinat verdienen.
Fragen wir Hohmann und andere
Mit etwas Geschick konnte man sich aus der Politik heraushalten, obwohl
einem bei jeder Gelegenheit die Pistole auf die Brust gesetzt wurde. Wenn
man wußte, dass sowieso alles Lüge war, was dort verbreitet wurde,
brauchte man sich nicht weiter darum zu kümmern.
Und wieviel wissen das wohl schon im heutigen PISA-Deutschland?
Wie findet man es heraus?
Mit offiziellen Statistiken und Medien-Berichten wohl kaum. Die Kontakte im persönlichen Umfeld sind leider begrenzt...
Bezeichnend finde ich allerdings die gegenwärtig laufenden TED-Umfragen. Da vertreten doch glatt 70, 80, 90 und mehr Prozent der Anrufer so ganz einfach politisch unkorrekte Ansichten.
Und die zahlen sogar noch ihr eigenes Geld dafür!
Wenn man allerdings
Karriere machen und viel Geld verdienen wollte, musste man diese Lügen
offiziell glauben und das Denken der Genossen übernehmen.
Als ob Du über Deutschland 2008 sprechen würdest ;
Das nahm oft groteske Züge an wie man an der Biermann Affäre sehen konnte.
Viele Künstler der DDR, die einen Protestbrief an den Kulturminister der
DDR geschrieben hatten und gegen die Zwangsaussiedlung Biermanns
protestierten, nahmen später ihre Unterschrift wieder zurück und änderten
ihre Meinung. Kommt Euch das bekannt vor?
Leider nur zu bekannt :((
Grüße
J
Mit dem Wenigen zufriedensein ...
Der Husky, Montag, 14.01.2008, 03:12 (vor 6584 Tagen) @ JoBar
Wie überlebten, arrangierten sich die Ossis damals mit dem täglichen
Wahnsinn?
Ein Bekannter aus dem Osten erzählte mal genau darüber:
Man schuf sich einfach eigene Welten (ähnlich dem virtuellen "Second Live")z.b.Gartengemeinschaften, Hobbys, viel war auch die Verwandtschaft das 2.Leben und in diese Welten zog man sich zurück. Man ließ nur Leute in diese 2.Welt, die einem vertrauenswürdig waren. In dieser 2.Welt spielte sich oftmals viel mehr ab als im öffentl.Leben. Wenn z.B. keine neue Autobatterie im Laden zu kriegen war, so konnte das Vitamin B (Beziehungen) in der Gartensparte erfolgreicher sein, weil der Gartennachbar einen kennt der baut ein HAus und sucht Holz, dieses konnte man zwar nicht selber liefern, der eigene Schwager arbeitete aber im Sägewerk und hatte dort Beziehung zu einem Förster, bei dem er noch was gut hatte und somit wurde dem Häuslebauer mit 20qm Schalung ausgeholfen, der dafür im Gegenzug eine Wartburgbatterie "besorgte". Woher auch immer.
Und jede Wette: Wenn die "USA-Immobilienkrise" auch in Dt.richtig greift, kommen ähnliche Zustände auch heute wieder.
Glaubte die schweigende Mehrheit wirklich was ihr so Tag für Tag
eingetrichtert wurde?
Die Zeitung benötigte man höchstens für den Sport und Anzeigenteil und zum Einwickeln/Verpacken. Den großen Rest der Meldungen hatte eh der "Buschfunk" schon "richtiggestellt". Bsp.Zugunglück bei Cottbus, dort hatte ein sowj.Panzer (Fahrschüler!) die Orientierung verloren und ist genau auf dem HAuptgleis stehen geblieben (Motor verreckt und nicht gleich wieder angesprungen). Pech für den Schnellzug und deren Insassen. Schon nach kurzer Zeit wußten alle wie es zu dem Unglück gekommen war, da konnten die in der Zeitung schmieren was sie wollten.
Oder stellte man kollektiv die Ohren auf Durchzug?[/b]
So einen "kollektiven Durchzug" gab es nicht. Man unterschied immer zwischen der privaten Meinung und der offiziellen. Das konnte schon komische Formen annehmen, wenn der Parteisekretär auch Gartennachbar war. Selbst sog.Stasi-Spitzel waren zu guter letzt ja auch noch Menschen, die irgendwo leben mußten und dort gezwungen waren oftmals "wegzuhören" , um nicht total isoliert zu leben.
JA und eine Sache hast du vergessen zu erwähnen, das Arbeiterschmiermittel Alkohol. Davon wurde auch ne ganze Menge durchgespült und das Leben damit scheinbar erträglicher.
DDR -Erlebnisse könnten garantiert ein separates Forum füllen
Meint der Husky!
Viele
Mit dem Wenigen zufriedensein ...
JoBar, Montag, 14.01.2008, 05:09 (vor 6584 Tagen) @ Der Husky
Man schuf sich einfach eigene Welten (ähnlich dem virtuellen "Second
Live")z.b.Gartengemeinschaften, Hobbys, viel war auch die Verwandtschaft
das 2.Leben und in diese Welten zog man sich zurück. Man ließ nur Leute in
diese 2.Welt, die einem vertrauenswürdig waren. In dieser 2.Welt spielte
sich oftmals viel mehr ab als im öffentl.Leben. Wenn z.B. keine neue
Autobatterie im Laden zu kriegen war, so konnte das Vitamin B
(Beziehungen) in der Gartensparte erfolgreicher sein, weil der
Gartennachbar einen kennt der baut ein HAus und sucht Holz, dieses konnte
man zwar nicht selber liefern, der eigene Schwager arbeitete aber im
Sägewerk und hatte dort Beziehung zu einem Förster, bei dem er noch was
gut hatte und somit wurde dem Häuslebauer mit 20qm Schalung ausgeholfen,
der dafür im Gegenzug eine Wartburgbatterie "besorgte". Woher auch immer.
Mir scheint, dem hat man inzwischen einen Riegel vorgeschoben. Heutzutage sind ja die mega-materialistischen Robinsons / Robintöchter ... nee .. Robinsonas als Einsiedler in der Masse kultiviert worden.
Und jede Wette: Wenn die "USA-Immobilienkrise" auch in Dt.richtig greift,
kommen ähnliche Zustände auch heute wieder.
Du Optimist ;) Wenn sich noch genügend Europäer an "Altmodisches" erinnern und die Kurve kriegen, dann ja. Wenn nicht, dann grüßt täglich der MadMax
Ich habe einen Bericht über den Zusammenbruch der UdSSR gelesen. Die kamen zu dem Schluß, daß nur wegen der von Dir beschriebenen Strukturen in Rußland das ganze relativ glimpflich abging. Und wegen dem Fehlen genau dieser Stukturen wird ein Witschafts-Zusammenbruch die US-Amerikaner unendlich viel härter treffen - wie auch deren sklavische Vasallen in Europa.
Die Zeitung benötigte man höchstens für den Sport und Anzeigenteil und zum
Einwickeln/Verpacken.
Hmmm, vielleicht stimmt das doch mit der Bild und dem hervorragenden Sportteil [[smile]]
Den großen Rest der Meldungen hatte eh der "Buschfunk" schon "richtiggestellt".
Heutzutage die modernisierte Version, das Web?
Gab es im Buschfunk auch so viel Fehl- / Falsch-Informationen?
So einen "kollektiven Durchzug" gab es nicht. Man unterschied immer
zwischen der privaten Meinung und der offiziellen. Das konnte schon
komische Formen annehmen, wenn der Parteisekretär auch Gartennachbar war.
Selbst sog.Stasi-Spitzel waren zu guter letzt ja auch noch Menschen, die
irgendwo leben mußten und dort gezwungen waren oftmals "wegzuhören" , um
nicht total isoliert zu leben.
Interessanter Zwiespalt
JA und eine Sache hast du vergessen zu erwähnen, das Arbeiterschmiermittel
Alkohol. Davon wurde auch ne ganze Menge durchgespült und das Leben damit
scheinbar erträglicher.
Hab gar nicht daran gedacht. Es wäre auch eine Erklärung mehr für die ständige Zunahme von Alkoholikern, Fettmonstern, Mager- und anderen Süchtigen, Ausgeflippten, usw.
Grüße
J
Also ähnlich wie heute hier im Westen.
Taxass, Montag, 14.01.2008, 04:23 (vor 6584 Tagen) @ JoBar
Wenn man Karriere machen will, behält man lieber gewisse Meinungen über den Holocaust, 9/11, Demokratie, Ausländer, die amerikanischen Freunde, Klimakatastrophe, Vogelgrippe, BSE, usw, usw. für sich, um nicht negativ aufzufallen oder gesellschaftlich abgemahnt zu werden. Privat ist es schon noch etwas liberaler.
Trotzdem entfernt sich die gesellschaftliche Realität immer mehr von der Wirklichkeit oder Wahrheit. Das kann auf Dauer keinen Bestand haben.
Gruss Taxass
Also ähnlich wie heute hier im Westen. -- Ebend!!
JoBar, Montag, 14.01.2008, 04:43 (vor 6584 Tagen) @ Taxass
Den Eindruck habe ich ( leider ) auch.
Bekanntlich kann man aber häufig Dinge direkt vor der eignene Nase nicht so gut erkennen, wie etwas entferntere [[smile]]
Und ich möchte die bewährten Überlebens-Strategien der Ossis kennen lernen, meine Schlüsse daraus ziehen und ggf. adaptieren.
Grüße
J
Subventionen
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Montag, 14.01.2008, 05:09 (vor 6584 Tagen) @ JoBar
Den Eindruck habe ich ( leider ) auch.
Bekanntlich kann man aber häufig Dinge direkt vor der eignene Nase nicht
so gut erkennen, wie etwas entferntere [[smile]]Und ich möchte die bewährten Überlebens-Strategien der Ossis kennen
lernen, meine Schlüsse daraus ziehen und ggf. adaptieren.
Damit wirst Du aber vermutlich starke Probleme bekommen, JoBar!
Warum?
Nun, die Ossis waren spaetestens seit Anfang der 1970-er Jahre bis zum Schluss im Jahre 1990 in erheblichen Umfaengen von den Wessis subventioniert, und danach sind sie ziemlich weich auf die Wessi-Matrazen gefallen.
Du wirst beim Versuch der Adaption der ehemaligen Ossi-Ueberlebens-Strategie sehr wahrscheinlich in erhebliche Finanzierungsprobleme fallen, weil Dir der Subventionierer nicht nur fehlt sondern vermutlich Du selbst in dieser Rolle steckst!
Grüße
J
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
Subventionen
JoBar, Montag, 14.01.2008, 06:15 (vor 6583 Tagen) @ Tassie Devil
Nun, die Ossis waren spaetestens seit Anfang der 1970-er Jahre bis zum
Schluss im Jahre 1990 in erheblichen Umfaengen von den Wessis
subventioniert, und danach sind sie ziemlich weich auf die Wessi-Matrazen
gefallen.
Ja, aber hat das denn der Normal-Ossi geahnt, geschweige denn gewußt?
Subventioniert wurde doch vorwiegend das System DDR
Du wirst beim Versuch der Adaption der ehemaligen
Ossi-Ueberlebens-Strategie
Ich möchte gern Verstehen wie man es schafft unter solchen Bedingungen wie früher in der DDR ( Das Original ) und nun in der BRDDR 2.0 zu leben.
Und was sind die Auslöser für "Es reicht!", Montags-Demonstrationen, "Wir sind das Volk" und dem allseits bekannten weiteren Verlauf.
Vielleicht deuten sich ja diese Signale auch hier schon an?
sehr wahrscheinlich in erhebliche
Finanzierungsprobleme fallen, weil Dir der Subventionierer nicht nur fehlt
sondern vermutlich Du selbst in dieser Rolle steckst!
Erwähnte ich schon, daß ich in Sichtweite der Schweizer Grenze wohne?
Grüße
J
Subventionen
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Montag, 14.01.2008, 08:16 (vor 6583 Tagen) @ JoBar
Nun, die Ossis waren spaetestens seit Anfang der 1970-er Jahre bis zum
Schluss im Jahre 1990 in erheblichen Umfaengen von den Wessis
subventioniert, und danach sind sie ziemlich weich auf die Wessi-Matrazen
gefallen.
Ja, aber hat das denn der Normal-Ossi geahnt, geschweige denn gewußt?
Nein, natuerlich hat er nichts von den Subventionen geahnt und gewusst, zumindest nicht in den auch nur halbwegs tatsaechlichen Umfaengen, wie und woher denn auch?
Darueber hinaus waren nicht zu wenige auch garnicht an diesem Wissen darueber interessiert, hierfuer gab es mehrere Gruende.
Subventioniert wurde doch vorwiegend das System DDR
Ja sicher, aber was heisst denn das?
Dass diese Subventionen etwa nur fuer den Staatskonsum hoher und hoechster Ebenen auf den Kopf gehauen wurden, ohne dass die Zivilbevoelkerung auch nur ein Zipfelchen davon erhaschen konnte?
Noee, JoBar, groessere Teile dieser Subventionen erreichte schon die Masse der DDR-Durchschnittsbuerger, wie wo wann und in welcher Form auch immer, sonst waere das System DDR in seiner planwirtschaftlichen Trostlosigkeit schon erheblich frueher implodiert!
Die Subventionen aus dem Westen sorgten u.a. dafuer, dass die Effektivitaets- und Effizienz-Quoten der arbeitenden Ossi-Zivilbevoelkerung nicht noch weiter abrutschten, weil es dann wiederum einerseits noch mehr an benoetigtem Materialnachschub gemangelt haette mit der weiteren Folge noch kuerzerer produktiver Arbeitszeiten (Arbeitslosigkeit gab es per Definition ja nicht) und andererseits manche Produktions-Halden ohne einen auch nur halbwegs angemessenem Absatz noch staerker in den Himmel gewachsen waeren.
Du wirst beim Versuch der Adaption der ehemaligen
Ossi-Ueberlebens-Strategie
Ich möchte gern Verstehen wie man es schafft unter solchen Bedingungen wie
früher in der DDR ( Das Original ) und nun in der BRDDR 2.0 zu leben.
Und was sind die Auslöser für "Es reicht!", Montags-Demonstrationen, "Wir
sind das Volk" und dem allseits bekannten weiteren Verlauf.
Der ultimative Hauptausloeseschalter ist das Bewusstsein und das definitive Wissen, dass "es" auch anders geht, was auch immer sich hinter dem "es" als Problem oder Probleme verbergen mag.
Vielleicht deuten sich ja diese Signale auch hier schon an?
Die kritische Masse ist m.E. noch nicht ganz in den erforderlichen Umfaengen vorhanden, die die BRDDR/DDR 2.0 Staatsmafia ohne angemessenen Einsatz ihres Gewaltmonopols geradewegs orkan-artig wegblasen wuerde.
sehr wahrscheinlich in erhebliche Finanzierungsprobleme fallen, weil Dir
der Subventionierer nicht nur fehlt sondern vermutlich Du selbst in
dieser Rolle steckst!
Erwähnte ich schon, daß ich in Sichtweite der Schweizer Grenze wohne?
Sichtweite von nnnerhalb oder ausserhalb? ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Grüße
J
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
Also ähnlich wie heute hier im Westen.
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Montag, 14.01.2008, 17:57 (vor 6583 Tagen) @ Taxass
Wenn man Karriere machen will, behält man lieber gewisse Meinungen über den
Holocaust, 9/11, Demokratie, Ausländer, die amerikanischen Freunde,
Klimakatastrophe, Vogelgrippe, BSE, usw, usw. für sich, um nicht negativ
aufzufallen oder gesellschaftlich abgemahnt zu werden. Privat ist es schon
noch etwas liberaler.
Trotzdem entfernt sich die gesellschaftliche Realität immer mehr von der
Wirklichkeit oder Wahrheit. Das kann auf Dauer keinen Bestand haben.
So isses, Taxas, das hat auf Dauer keinen Bestand, weil auch auf Dauer die Naturwissenschaften und das damit Verbundene sich nicht beliebig verdrehen, verfaelschen und verleugnen laesst.
Die Karrieremacher dieser Facon erklimmen in diesem Zyklus durchaus fuer einen repektabel langen Zeitraum die Sprossen ihrer Erfolgsleitern, sie machen sich dadurch und dabei jedoch exzellent erpressbar, und dann trifft sie auf oberen Sprossenebenen manchmal wie aus heiterem Himmel der Blitz, letzterer sehr beguenstigt durch Zyklus- oder sogar Paradigmenwechsel, und es geht mit ihnen rasant abwaerts...
Gruss Taxass
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
Lügen-Medien und Polit-Lügner / Mail eines Lesers dazu ....
Chef.
, Montag, 14.01.2008, 06:49 (vor 6583 Tagen) @ JoBar
Hier die Mail:
"Hallo Chef,
als stummer Mitleser im alten wie im neuen Forum möchte ich hier meine Erfahrungen als DDRler anfügen. Jobär wollte es wissen und ich hoffe das meine kleinen Erfahrungen vielleicht von Interesse sind. Ich kann auch nur für mich und mit dem Abstand der Jahre sprechen. 1989 war ich 17 und kann somit nur für die 80iger Jahre reden aber die Agonie der letzten Jahre der DDR habe ich noch deutlich vor Augen. Da halfen keine Jubelarien mehr. Diese Trostlosigkeit haben wir in der heutigen BRDDR glaube ich noch nicht erreicht.
Ich habe Tageszeitungen wie "Neues Deutschland","Berliner Zeitung" und "Junge Welt" die ich sehr regelmäßig gelesen habe grundsätzlich von hinten nach vorn gelesen. Die letzten Seiten waren die Sportseiten und beim dem stimmte das meiste noch. Dann hat man sich über die Kulturseiten langsam zu den halb bis ganz gelogenen Meldungen vorgearbeitet. Aktuelle Kamera oder Sudel-Ede hat sich kaum einer freiwillig angetan. Wobei ich bei Sudel-Ede zufällig meine ersten Filmausschnitte von Rambo 2 und Rocky 4 gesehen habe. Das fand ich als damaliger Teenager schon spektakulär. Auch wenn immer Bild und Ton BRD-Fernsehen eingeblendet war. Aber so was hatte ich noch nicht gesehen. Den Kommentar habe ich überhört und die Wirkung war bei mir eher kontraproduktiv.
Dass die Filme Schwachsinn waren habe ich ein paar Jahre später durch das Privatfernsehen selbst sehen dürfen. Überhaupt war der Otto Normal DDR-Bürger gegen den von oben verordneten Schwachsinn meist immun. Wer die Realität gesehen hat konnte den Versprechungen des Kommunismus nicht glauben. Viel wurde totgeschwiegen und die Verbreitung der Westmedien war fast flächendeckend. Somit hatten mindestens 3/4 der DDR-Bürger die Möglichkeit sich Informationen aus dem Westen zu holen. Auch wurden sehr viele Zeitungen eingeschmuggelt und teils gegen Geld teils auch so weitergegeben. Ein Spiegel konnte da schon mal mehr als 100 Leser haben.
Über den Schwachsinn den die oberen von sich gaben wurde zumindest in meiner Familie ausgiebig diskutiert. Ich erinnere mich an hitzige Diskussionen nach dem Abschuß des Jumbos durch die Russen, an Tschernobyl, als alles was nach Westberlin nicht mehr verkauft werden konnte an Obst, Gemüse etc. in Ostberlin im Überfluß angeboten wurde und von vielen trotzdem nicht gekauft wurde. Auch das die Botschaftsbesetzungen in Prag und Budapest nicht in den Ostmedien stattfanden war ein Anlaß für große Diskussionen. Den größten Lacher erntete in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis aber die Geschichte des Mitropakellners der mit Hilfe einer vergifteten Mentholzigarrete bewußtlos nach Wien gebracht wurde. Muß mal im Netz schauen ob man da was zu findet.
Das sollte wohl eine Abschreckung sein das die westlichen Geheimdienste die Ausreisen über Ungarn und die Botschaftserstürmungen manipulieren und viele gegen ihren Willen im Westen landen würden. Darüber lachten wohl fast alle in der DDR und irgendwann gab es wohl auch ein Dementie.
Irgendwann Anfang der 80iger Jahr gab es auch eine große Aktion in den DDR-Medien das tausende Ausgereiste wieder zurück wollten. Mit Angabe der Gründe warum. Das wurde sogar in die Schulen getragen und mein Klassenlehrer und auch die Staatsbürgerkundelehrer gingen ausgiebig im Unterricht darauf ein. Für mich hatte das den Effekt, dass ich danach wußte man kann auch einen Ausreisantrag stellen und muß nicht unbedingt bis zur Rente warten, flitzen, Sportler oder sonstwas sein um einen Blick über die Mauer zu werfen.
Ich glaube das die Masse der Bürger den Medien, speziell den angeblichen Informationen zum "Klassenfeind" eher kritisch gegenüber stand. Eine Verkündung ab heute darf das und jenes gemacht oder nicht gemacht werden war klar. Aber die "böse" BRD hat diese und jene Probleme wir aber sind die größte DDR die es gibt wurde in meinem Umfeld eher lächend aufgenommen. Dafür hat man die maroden Betriebe, mangelde Versorgung viel zu deutlich vor Augen gehabt. Privat geh vor Katastrophe war ein beliebter Spruch und so langsam wird der wieder aktuell.
Ich würde mich freuen wenn das als Antwort an Jobär kommen könnte. Ich werde sicherlich weiter hier lesen und neue Denkanstöße bekommen um irgendwie durch die unruhigen Zeiten zu kommen. Vielen Dank fürs weitermachen"
Und hier der Beleg zur Debatte
Mephistopheles, Montag, 14.01.2008, 14:16 (vor 6583 Tagen) @ Chef.
Vorsicht Spiegel
Rechtspopulistin nennt Mohammed einen Kinderschänder
Von Alexander Schwabe
Eklat beim Neujahrsempfang der FPÖ: Die Spitzenkandidatin für die Kommunalwahlen in Graz bezeichnete Mohammed als Kinderschänder. Die Stadt werde von einem "islamischen Einwanderungs-Tsunami" bedroht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, der Politikerin drohen zwei Jahre Haft.
Was hat sie gemacht?
Sie hat ihre Meinung geäußert.
Sie hat nicht Hetzte betrieben, weil Hetze kommt aus unbelegten Vorurteilen.
Nein, sie hat ihre Merinung nachvollziehbar begründet.
In den 60er, 70er und 80er-Jahren wäre das in der BRD ein Vierzeiler gewesen und morgen vergessen!
Weil wenn die Begründung schlecht war oder nicht zutreffend, dann wurde sie durch die Garantie der Meinungsfreiheit gedeckt.
Und in der DDR? Da zählte nicht die Begründung der Meinung, sondern ob sie von der Partei, also dem Wahrheitsministerium, geteilt wurde oder nicht.
Und heute?
Meinungsfreiheit oder Ministerium für Wahrheit?
Gruß
Mephistopheles
Und hier der Beleg zur Debatte
nemo, Montag, 14.01.2008, 15:32 (vor 6583 Tagen) @ Mephistopheles
> Und heute?
[quote]Meinungsfreiheit oder Ministerium für Wahrheit?[/quote]
Man muss das etwas aufdröseln. Welche Interessen werden denn heute vertreten?
1. Die Interessen des kapitalistischen Marktes mit dem einzigen Ziel des Profites.
2. Die Interessen der Industrie, die ihre Produkte an den Mann bringen wollen.
3. Die politischen Interessen, die hinter der Industrie stehen und der Industrie den nötigen Handlungsraum verschafft.
4. Die politischen Interessen, die Ideologie der Demokratie als höchstes Gut zu preisen,
was aber in Wahrheit eine Lüge ist, da kein Interesse an einer Demokratie besteht.
5. Die politischen Interessen des Machterhaltes des Kapitals, der marktbeherrschenden Unternehmen
und des "demokratischen" Systems.
6. Die Interessen der Hochfinanz, Geld, Einfluss und Macht in diesem System zu sichern.
7. Das Interesse von Politik, Industrie und Kapitalmärkten an wirtschaftlichem Wachstum, da das System ohne Wachstum nicht existieren kann.
8. Das Interesse der "demokratischen Regierungen (EU)" das System per Gesetz zu steuern und zu kontrollieren.
Das ist natürlich nicht vollständig und nur eine gedankliche Skizze.
Aber diese Interessen stehen im Vordergrund, während die Herrschaft des Volkes, was eine Demokratie wäre, keine Rolle mehr spielt. Die Interessen des Volkes nach seinen Bedürfnissen zu leben und ein System zu schaffen, dass an die Bedürfnisse des Menschen angepasst wird, hat keinen Platz in unserer Gesellschaft.
Diese 8 Punkte oben sind mit die wichtigsten Ziele und werden mit aller Entschlossenheit verfolgt werden, da das System sonst zusammen bricht. Die Menschen spielen dabei keine Rolle.
Das System wird von den Medien und der Öffentlichkeit als das einzig "humane und freiheitliche" propagiert.
Viele Menschen glauben das sogar. Das bedeutet das die Propaganda wirkt und die Mehrheit der
Leute schon gehirngewaschen ist. Das ist natürlich gewollt. Das Niveau sinkt Jahr für Jahr. Es werden
dumme Konsumenten und funktionierende Lohnsklaven gebraucht, die man mittels Kreditkarte und Datenspeicherung kontrollieren kann. Das Hamsterrad darf nie aufhören sich zu drehen.
Nur gehirngewaschenen Leuten kann man das heutige System als "demokratisch, freiheitlich und human" verkaufen.
Geld ist das Druckmittel mit dem man versucht die Menschen in die Knie zu zwingen.
Wenn das Geld abgeschafft wird und nur noch virtuell existiert, das Essen in Labors genetisch gezüchtet wird und unser Identifikations-Chip mit allen persönlichen Daten per Satellit geortet und gelesen werden kann, werden wir merken, dass die DDR nur ein Vorspiel war. Die NWO hat fast gänzlich unbemerkt schon längst begonnen.
Aber wir können frei unsere Meinung sagen. [zwinker]]
Noch.
Gruß
nemo
falsches Smilie! (denke an den abgeschalteter RIAS!!)
imperator, Montag, 14.01.2008, 06:51 (vor 6583 Tagen) @ JoBar
verpflichtet. Bürger wurden wahrheitsgetreu über Alles und Jedes
informiert. [[smile]]
hier gehoert das smilie hin
sonst entsteht noch faelschlicherweise der Eindruck, dass DU das ernst gemeint hast!
denn wann begann denn der Schwenk von der Wahrheit zur Unwahrheit?
Mit dem Abschalten des RIAS etwa?
Diese Massnahme empfinde ich als herausragende Besonderheit auf die es sich lohnt naeher einzugehen.
Der RIAS bildhaft betrachtet, war die Moehre, die dem DDR (-Hase) ler 40 Jahre vor die Nase gehalten wurde, und just zu dem Zeitpunkt als er haette tatsaechlich zubeissen koennen einfach eingepackt und nach Vorginia CIA Zentrale heimverfrachtet wurde.
Der RIAS als Medium hatte einen erklaerten Auftrag.
Im Unterschied zu den Restmedien war dieser deutlich umrissen.
Er hiess:
"Die Aufloesung der DDR"
punktum!
ALso hatte DIESER RIAS tatsaechlich bestenfalls mal die Moeglichkeit dazu, hin und wieder der Wahrheit naehrer stehende Punkte dafuer herzunehmen, sich darauf zu beschraenken stand aber nicht im Programmauftrag.
siehe 17.Juni1953!
Dieser war zuerst eine Medienschlacht die auf die Strasse verlegt wurde.
Das skript dazu jedoch wurde im RIAS geschrieben!
Ein ebensofalschen 100% gegenteiliges Skript vom Berliner Rundfunk oder Radio der DDR.
Man war also von ANfang an geschult zwischen voellig gegenteiligen jeweils falschen Meldungen sich seine eigene Wahrheit herauszusuchen.
Und jene deren Lebensrealitaet am weitesten von der Wirklichkeit entfernt war, waren jene ohne die alternative Westmedienvariante.
In Person die "staatlichen Aufpasser "im Ausser Raum Dresden".
Heute voellig identisch.
Jene ohne Zugang zu realer oder manchmal meinentwegen auch ueberzogener Internetinformation Leben unter uns in einer Scheinwelt die es nicht gibt.
Ich bin jedesmal entsetzt auf solche zu treffen.
Sie tun zwar so, als wuerden sie nicht alles fuer bare Muenze nehmen aber....
Machen wir mal ein Experiment zu dem ich alle hier auch einlade:
Notizblock nehmen und Tagesschau oder heute einschalten.
Meldungen notieren.
Dann diejenige durchstreichen, die eben jene ist die nicht fuer bare Muenze genommen werden kann.
Was passiert?
"heute" hab ich keine Falschmeldung gefunden. Morgen und uebermorgen ist es nicht anders.
Ja welche Meldungen sind es denn dann die nicht korrekt sind?
Sie finden sie nicht! - erklaeren aber selbsbewusst nicht alles zu glauben - und tun es dennoch.
Warum?
Der Tagesschausprecher, der jeden abend in leicht abgewandelter Form im Wohnzimmer sitzt, ist ein "alter Bekannter" ein Vertrauter!
Er besitzt mehr Autoritaet als ich weil man ihn u.U schon laenger kennt als mich, und ich auch nicht jeden Abend im Wohnzimmer sitze.
Hierin steckt auch das gigantische Potential der Solidaritaet zu Eva Herman unabhaengig von der sehr oft weil oberflaechlich mit der Thematik umgehenden dennoch persoenlich abweichenden Grundmeinung Vieler.
Eva Herman war der Panzer unserer Gegner, mit dem wir heute (wer Panzer fahren kann) weiterfahren koennen!
Eva Herman als Sprecherin bei infokrieg.tv , mehr kann man derzeit nicht erreichen!
Im Nationalsozialismus hiess "Informationsveroeffentlichung" schlicht, offen und ehrlich PROPAGANDA, und das ist sie auch, egal wie vertraut der Ueberbringer uns erscheint!
Und PROPAGANDA ist es bis heute geblieben.
