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Staatsanwalt lädt Wall Street-Banker vor - es wird ernst für "subprime manager" (nL)

webmax, Dienstag, 15.01.2008, 15:17 (vor 6721 Tagen)

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,528631,00.html

antworten
 

...lädt Wall Street-Banker vor. Oh gut, dann werde ja Greenspan & Bernanke auch dabei sein.

prinz_eisenherz, Dienstag, 15.01.2008, 23:51 (vor 6721 Tagen) @ webmax

denn immerhin ist die FED ja ein Konsortium von Privatbanken und hat sich munter an der Entsehung und der Aufblähung der Geldvergabe bereiligt.


## Die Subprime-Krise und ihre Folgen sind für die Wall Street noch gravierender als das Platzen der Dotcom-Blase. Die ausstehenden Forderungen aus den fraglichen Darlehen liegen derzeit bei 1,3 Billionen US-Dollar und die Zahlungsausfälle fügen dem Markt fortwährend weiteren Schaden zu.##

Hallo,
ist hier die US-Zählung gemeint oder die von Alt-Europa? Dann wären es zwar immer noch nicht wenig Außenstände, aber es reicht auch so.

Wir werden abwarten müssen, was von den Klagen dort tatsächlich Bestand hat. Und eine Rückabwicklung zu den kreditvergebenden Banken, das ist wohl kaum möglich. Die Folgen davon wären nicht weniger verheerend, als wenn sich mit ihren Luftnummern einige Großbanken schwer verletzt retten könnten.

Was so oder so passieren wird, das wird für meinen Geschmack viel zu selten bedacht, wenn denn die Hypothekenbanken von den Schuldnern die sofortige Rückzahlung verlangen, das sich die Tilgung der Schulden in vielen Fällen nur über die aktiengebundenen Vorsorgemaßnahmen vieler US-Bürger darstellen lässt. Will sagen, viele Menschen müssen viele Aktien verkaufen, um zu bezahlen und was das für die Aktienkurse bedeutet, das weiß hier im Forum jeder.

bis denne
eisenherz

antworten
 

Greenspan & Bernanke auch dabei ?.

webmax, Mittwoch, 16.01.2008, 00:05 (vor 6720 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo prinz,

Hoheit belieben zu scherzen ...[[zwinker]] Soviel zur überschrift.


Obwohl ich deiner Auffassung weitgehend zustimme - der letzte Absatz bleibt mir unklar:

Wenn nicht mehrheitliche Aktienpakete in Form von Beteiligungen den Besitzer wechseln, bleibt dies imho meistens ohne Folgen auf den Kurs.
Und bei den kleinen Leuten ist doch nichts zu holen, das hätten diese doch längst selbst zum Hauserhalt getan - sie haben nur nichts für Hypothekenzahlung mehr.

Daß die AktienKurse jetzt auf breiter Front sinken, ist imho doch der Rezession geschuldet.

Gruß webmax

antworten
 

Greenspan & Bernanke auch dabei ?.

prinz_eisenherz, Mittwoch, 16.01.2008, 00:51 (vor 6720 Tagen) @ webmax

Hallo webmax,

## Wenn nicht mehrheitliche Aktienpakete in Form von Beteiligungen den Besitzer wechseln, bleibt dies imho meistens ohne Folgen auf den Kurs. ##

Ist es nicht so, wenn viele aus Zwangslagen heraus, um Schulden zu bezahlen, um an Geld zu kommen, ob es der Bürger ist oder die Institutionen sind, das dann die Aktienkurse sinken, wenn viele Aktien in diesem Sinne notverkauft werden müssen?


## Und bei den kleinen Leuten ist doch nichts zu holen, das hätten diese doch längst selbst zum Hauserhalt getan - sie haben nur nichts für Hypothekenzahlung mehr. ##

Stimmt, habe ich nicht bedacht. Hast du mich voll erwischt. Dort wo nichts mehr zu holen ist, dort werden mit Sicherheit auch keine Aktienpakete mehr zum Verkaufen sein. Aber in meiner Verzweiflung und weil du mich in die Ecke getrieben hast, rette ich mich mit der Vermutung, das es mit der Insolvenz bisher nur die erwischt hat, denen ohnehin selbst die besten Freunde keinen müden Dollar leihen würden. Aber was ist mit denen, die bisher noch brav und fleißig ihre Hypotheken bezahlen können, die Besserverdienenden? Soweit ich die Standartfinanzierungen in den USA und Kanada kenne, sind die oft mit sehr kurzen Zinsbindungen konstruiert und damit drohen bei jeder Zinsanhebung den Schuldnern die Insolvenz.

Und bekanntermaßen beruht die Altersvorsorge in den angelsächsischen Ländern in der Tat auf Vermögensanlagen in Aktien, viel mehr als in Deutschland. Allerdings verwalten das die vielen Normbürger nicht selbst, sondern eher über Fonds und Lebensversicherungen. Nun gut, ob die erwischt werden könnten, wenn dazu auch noch die nächste Lawine per Gericht aufgearbeitet werden muss, die Kreditkartenblase, das entscheidet ihr, die Experten für die Feinheiten des Geldhandels. Meine simple Vorgehensweise, die nach Ursache und Wirkung, die versagt immer wieder dabei.
[[zwinker]]

bis denne
eisenherz

antworten
 

So wird es kommen - die Hand drauf !

webmax, Mittwoch, 16.01.2008, 04:49 (vor 6720 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo eisenherz,

Ist es nicht so, wenn viele aus Zwangslagen heraus, um Schulden zu
bezahlen, um an Geld zu kommen, ob es der Bürger ist oder die
Institutionen sind, das dann die Aktienkurse sinken, wenn viele Aktien in
diesem Sinne notverkauft werden müssen?

Das ist natürlich richtig, denke ich, aber nicht systemgefährdend von der Größenordnung her.

Was zur Zeit in großer Komplexität und daher unübersichtlich abgeht, hat Miesespeter weiter unten in einem Beitrag aus 2002 (!) ganz hervorragend aufgedröselt.
Deflation, Stagflation, Inflation

Und eine schöne Aktualisierung ist hier zu finden,die kaum Fragen offen läßt:
Bill Bonner vom 16.Januar 2008Auszug:
"Doch es gibt noch eine weitere Wahrheit: Amerikas Mittelschicht steckt in der Klemme. "Die Hausbesitzer spüren den Druck des verlorenen Eigenkapitals", schreibt die New York Times. Dieseltreibstoff und Heizöl werden beide für mehr als drei Dollar pro Gallone verkauft. Und der Boston Herald berichtet, dass die Gutachter jetzt die Hausverkäufe zerstören. Sie geben ihre Meinung ab, genauso wie sie es zuvor getan haben.

Aber heute sind ihre Schätzungen nicht hoch genug, um eine Hypothekenfinanzierung zu erhalten. Und jetzt warnt Ben Bernanke vor einer Inflation, und die Inflationsrate ist auch in der Tat gestiegen. Hmmm... er sagte vor dem Kongress, dass die höheren Energiepreise und die höheren Importkosten "erneut Druck auf die Inflation ausüben würden."

Und damit wollte er sagen, dass er und seine Kollegen den Wert des Dollars zerstören... und dass das den Leuten immer mehr auffällt. Und dann fuhr er mit dieser beachtlichen Zeile fort.

"Wir werden sicherstellen, dass die inflationären Auswirkungen eines schwächer werdenden Dollars nicht allgemein auf die Preise übergreifen." Wie will er das denn erreichen? Wenn der Dollar fällt, dann wird man mehr Dollar brauchen, um etwas kaufen zu können. Das nennt man Inflation.

Kann man eine Inflation ohne steigende Preise haben? Kann man einen fallenden Dollar haben, bei dem der Dollar nicht fällt? Mr. Bernanke hat sich nicht bis zu Metaphysik des ganzen vorgewagt. Vielmehr hinterließ er den falschen Eindruck, dass er und seine Gesellen bei der Zentralbank den Dollar auf halber Strecke auffangen würden.

Ha! Sie werden ihn absolut nicht auffangen. Sie werden ihn fallen lassen. Ich kann mich noch an den Fed-Vorsitzenden Paul Volcker erinnern, und Ben Bernanke ist kein Paul Volcker. Und deshalb, liebe Leser, wird die Geschichte immer interessanter.

Die amerikanischen Banken sitzen auf noch nicht veröffentlichten Verlusten im Wert von (Schätzung) zwischen 100 Milliarden und 500 Milliarden Dollar. Die Financial Times schreibt, dass "die Krise sich noch verschärfen wird, ehe es wieder besser wird." Ungefähr zwei Millionen amerikanische Hausbesitzer werden ihre Häuser verlieren.

Der Dollar hat bereits 10% seines Wertes gegenüber den anderen großen Währungen in den letzten 12 Monaten verloren.

Amerikas wichtigster Anlagewert - die Wohnimmobilien - fallen um fast 5% im Jahr. Da diese Preise in Dollar ausgezeichnet werden, verlieren die Haushalte unter weltweiten Bedingungen 15% im Jahr. Und ja, liebe Leser, die Hauspreise werden auch weiterhin fallen. Das ist eine andere Sache, auf die Sie sich verlassen dürfen. Eine durchschnittliche Familie verdient nicht genug Geld um sich ein durchschnittliches Haus kaufen zu können. Entweder das Einkommen der Familie steigt oder die Hauspreise werden fallen. Was davon wird eintreffen?

Was ist wahrscheinlicher? Ich werde hier einfach mal wild raten - ähm... die Hauspreise werden fallen.

Und jetzt, liebe Leser, kommt der zweite Teil der Geschichte - ein Rückgang der Aktienpreise. Ende der Woche hat der Dow einige Punkte verloren. Er war zuerst um 350 Punkte gefallen. Wenn das ein Vorzeichen für einen allgemeinen Rückgang der Aktienpreise ist, dann bedeutet das, dass alle wichtigen Formen des Vermögens und der Ersparnisse für die Amerikaner auf dem Rückmarsch sind. Immobilien, Aktien und sogar das Geld auf der Bank. Das einzige, was nicht im Preis fällt sind die Lebenshaltungskosten... und Gold.

Ben Bernanke legte nahe, dass die Zentralbank die Zinssätze nicht noch einmal senken würde… nicht in nächster Zeit. Er wird nicht zulassen, dass die Lebenshaltungskosten außer Kontrolle geraten. Aber was kann er anderes tun, wenn die Aktien ins Rutschen geraten?

Auf die eine oder andere Art werden die Aktien fallen. Denn die Immobilien fallen. Und weil die Profite fallen. Die Profitmargen sind momentan hoch, bleiben aber nie lange auf diesem hohen Niveau. Sie kehren immer zum Mittelwert zurück. Abgesehen davon stammte das Profitwachstum aus Finanzaktivitäten, nicht aus der Herstellung. Finanzen haben den Gipfel bereits überschritten. Die Wall Street selbst wird ausverkauft.

Goldman, Merrill, Morgan Stanley... all diese Hunde haben ihre großen Tage hinter sich. Heute sind sie auf dem Weg nach unten und gleiches gilt für die Unternehmensgewinne, im allgemeinen... und die Aktien.

Wollen Sie hören was noch sicher ist? Die Mittelschicht fällt. Die Hauspreise fallen. Die Aktien fallen. Reicht das noch nicht?

Nun gut, wie steht es damit: Weltweit nimmt die Inflation zu. Es gibt deutlich mehr Leute mit deutlich mehr Geld in den Taschen als noch vor einigen Jahren. Die Löhne steigen im Osten. Die Preise für die Grundmaterialien und Lebensmittel schießen in die Höhe. Schon bald wird die Inflation der Anlagewerte, die wir in den vergangenen Jahren beobachtet haben einer Verbraucherpreisinflation Platz machen. Nicht nur in den Vereinigten Staaten sondern weltweit.


© Bill Bonner "

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So wird es kommen - die Hand drauf !

sensortimecom @, Mittwoch, 16.01.2008, 06:22 (vor 6720 Tagen) @ webmax

Hallo eisenherz,

Eine durchschnittliche Familie verdient
nicht genug Geld um sich ein durchschnittliches Haus kaufen zu können.
Entweder das Einkommen der Familie steigt oder die Hauspreise werden
fallen. Was davon wird eintreffen?

Nein Leute, Irrtum.
Ich kann euch sagen was eintreffen wird:

Statt (wie bisher) billige Holzhäuser mit Rigips-Platten gibts dann noch viel billigere Häuser aus Plastik. Geliefert aus China<img src=" />

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