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Der Berg ruft, ...

kosh, Mittwoch, 16.01.2008, 12:40 (vor 6582 Tagen) @ JoBar

... nur dass dieser Berg am Hindukusch steht, man könnte zum besseren Verständnis auch formulieren, die Front ruft.

Hallo JoBar

Meine nicht ganz lupenrein rhetorische Frage gehört genau genommen auch nicht dem Forum gestellt, sondern ist der Zukunft geschuldet, die sich eines Tages über unseren Sauhaufen lehnen muss und sich im Lichte des "nie wieder"-Quoten-Dogmas die Haare rauft. Revisionisten werden es zumindest schwer haben, die neurotisch-offizielle Geschichtsschreibung dagegen wird direkt vom Diktiergerät abtippen.

aus http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,529003,00.html
[color=#996600]- Der Bundeswehrverband, die Soldaten-Gewerkschaft, beschrieb es als notwendig, dass die Deutschen die schnelle Eingreiftruppe führen: ...[/color]

Lest lest, die Front ruft, niewiederschonwieder notwendig, und den Führer wollen sie auch noch mimen, die volle Packung, alles inklusive. Wo ist jetzt der Zentralrat der Juden? Wo bleibt der Aufschrei, wo der hoch erhobene Mahnfinger auf des Deutschen genetisch bedingte Rasserei? Wo die britisch-nazistische Stechschritt-Witzkanonade? Ist denen das Lachen schon vergangen oder haben die für einmal andere Probleme?

[color=#996600]- ... "Es ist sicher, dass wir diese Aufgabe übernehmen", sagte der Verbandschef Bernhard Gertz dem "Tagesspiegel". Er warnte aber vor dem Risiko: Bei diesem Einsatz könnten auch Soldaten sterben. Sie müssten kämpfen, sobald eigene Truppen in Bedrängnis geraten. "Man muss davon ausgehen, dass es solche Situationen geben wird. Und man kann nicht von vornherein darauf vertrauen, dass das ohne Opfer abgeht."[/color]

Lest lest, hier spricht leibhaftige Vernunft, man hält es auf Pisabasis mittlerweile für geboten, den durchschnittlich Verbildeten darauf hinzuweisen, dass Krieg und Tod untrennbar zusammengehören. Die Warnung kommt demnach nicht von ungefähr, man weiss durchaus, für wie blöd man sein Klientel zu halten hat und darum schätzt man zwischendurch ein offenes Wort an den Demos, volksverbunden wie man sich in Krisenzeiten nun mal gibt: Du dumm, du schauen, Krieg -> Päng -> tot, klar? Nicht dass jemand auf die Idee kommt, man habe sich an den ausländischen Mitbürger gewandt, nein, der Eingeborene ist angesprochen. Da wäre der deutsche Konsumdödel nicht von allein drauf gekommen. Nur für den Fall der Fälle falls hinterher einer daherkommt und naive Fallen in Form von Fragen aufstellt, ich meine, noch naivere als meine.

[color=#996600]- Ein neuer Einsatzbeschluss des Bundestags soll nicht nötig sein. Ministeriumssprecher Raabe sagte, die neuen Aufgaben passten "natürlich" in das existierende Isaf-Mandat zur Stationierung der Bundeswehr im Norden Afghanistans. Die schnelle Eingreiftruppe habe die Funktion einer taktischen Reserve für das deutsche Kommando in Nordafghanistan.[/color]

Salamitaktik, warum erinnert mich das bloss an Adolf und Geschichtsunterricht? Auch eine naive Frage, oder? Taktische Reserve, dabei drängt sich mir unweigerlich die naive Frage auf: Welche Taktik? Ah ja, die adolfbewährte Salamitaktik eben.

[color=#996600]- Raabe nannte den Eindruck falsch, die Bundeswehr sei bislang in Afghanistan nur mit Stabilisierungstruppen und nicht mit Kampfverbänden vertreten - wie es der SPD-Abgeordnete Rainer Arnold in der "Passauer Neuen Presse" dargestellt hatte: Er sprach von einer "neuen Qualität" des Bundeswehreinsatzes.[/color]

Ick hör die Kriegskanzlerin glucksen, neue Qualität! Wenn Kinderblut spritzt, dann ist das keine Tragödie (ich weiss schon, warum mir dabei spontan @certina einfällt), nee, das ist eine neue Qualität, und Qualität verbindet man in Deutschland gemeinhin mit Wertarbeit und meint damit den positiven Verarbeitungsaspekt eines Produkts. Ganz drollig das Eingeständnis, dass man auch bisher mit Kampfverbänden vertreten war, aber genau diese neuen Kampfverbände sind eine neue Qualität. Deutschland zieht jetzt offiziell in den Krieg und die Kanzlerin darf sich endlich mit dem Präfix Kriegs- schmücken. Und ich bekomme endlich Recht, ist doch auch was, danke Anschi, aber wegen meiner Wenigkeit hättest Du das nicht zu tun brauchen. Nochmal die Frage: Welche Taktik? Salamitaktik! Nein, ich sag nicht Heil, ich sag nur Adolf lässt grüssen. Für diesen politisch unkorrekten Ausrutscher bezichtige ich mich an ZdJs statt der Volksverhetzung und verurteile mich auch gleich angemessen: Pfui-Deibel! Satan geht nicht, weil den kriegen wir noch von den Moslems, also muss ich die Stelle für ihn offen halten.

[color=#996600]- Auch FDP-Verteidigungsexpertin Birgit Homburger forderte einen ehrlichen Umgang mit dem Thema: "Das bedeutet ganz klar eine neue Qualität des Einsatzes", sagte sie. Die Truppe sei dafür da, bei Bedarf mit Waffen einzugreifen. Es gehe um nichts anderes als einen Kampfeinsatz, und darüber dürfe das Verteidigungsministerium die Menschen nicht im Unklaren lassen.[/color]

Von Affistan bis nach Afghanistan, eine neue Qualität im Umgang mit politisch zusammengestöpselten Kollateralschäden. Aufgepasst, jetzt keine Fehlinterpretationen bitte, "es gehe um nichts anderes als einen Kampfeinsatz", das und nichts anderes. Die UBS-Banker haben eine Schäm-Lawine der neuen Ehrlichkeit losgetreten, Deutschland zieht nach und steht zu seinem Krieg, steht dazu, dass man ab jetzt mit den Tornados ins Bett steigt.

[color=#996600]- Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE kritisierte dagegen der FDP-Bundestagsabgeordnete Rainer Stinner den Verlauf der Debatte: "Ich bin schon verwundert über die Aussagen von Herrn Arnold. Damit wird der Eindruck erweckt, als würde die Bundeswehr bisher gar nicht aktiv an Kampfeinsätzen teilnehmen.""[/color]

Aha! Viel interessanter ist, worüber er nicht verwundert ist:

[color=#996600]- Doch zur Stabilisierung des Landes, wie es der Auftrag der Isaf-Truppe sei, gehöre "auch der Kampfeinsatz", sagte Stinner.[/color]

Stabilsierung durch Destabilisierung. Lest lest, deutsche Geistesgrössen überschlagen sich wieder mit intelligenten Rohrkrepierern. Nicht ganz in der Tradition der deutschen Dichter und Denker, aber ein Anfang.

[color=#996600]- Der Unions-Verteidigungsexperte Bernd Siebert kritisiert die Diskussion über den neuen Bundeswehr-Auftrag als verfrüht. Deutschland büße damit erheblich Handlungsspielraum ein: "Andere Nationen werden nun deutlich weniger Bereitschaft an den Tag legen", den Job zu übernehmen, sagte er.[/color]

Wenigstens einer, der die sprichwörtliche deutsche Opferbereitschaft verklausuliert beim Namen nennt.

[color=#996600]- Linken-Chef Oskar Lafontaine warnte die Bundesregierung, sie hole sich mit Kampfverbänden "wider alle Vernunft den Terror ins Land".[/color]

Jou aber Lafo, worauf warten wir denn hier schon die ganze Zeit? Dass endlich die Berliner U-Bahn an 4 voll besetzen Haltestellen gleichzeitig in die Luft geht, am liebsten unterirdisch, damit die braven Stupid White Men auch was von der Sprengkraft mitbekommen, damit der Gangwolf endlich mal was unternehmen kann, gegen das Grundgesetz.

[color=#996600]- Damit verstricke sich die Bundesregierung "endgültig in den völkerrechtswidrigen Krieg in Afghanistan". Die Entsendung der "Tornados" habe sich damit als das "entpuppt, was es von Anfang an war: die direkte Vorbereitung der deutschen Kriegsbeteiligung".[/color]

Auch diese Bemerkung kann für die Nachwelt getrost abgehakt werden, es wurde gesagt, und nichts wird geschehen. Licht ins Dunkel, warum für diese Bemerkung ausgerechnet Lafo zitiert wird, bringen am ehesten Hypothesen wie jene von @apoll oder @Tassie.

[color=#996600]- Brisanz erhält die Debatte durch ein Gutachten von Ex-Generälen für das Verteidigungsministerium, das den Auslandseinsätzen der Bundeswehr ein schlechtes Zeugnis ausstellt. Die Einsätze leiden demnach unter erheblichen Führungsmängeln, berichtet die "Zeit" vorab aus der Studie.[/color]

Was denken die sich eigentlich, gerade wegen der Führungsmängel muss Deutschland rüber zum Feind, üben, üben, üben. Dann klappt's auch mit dem Nachbarn.

[color=#996600]- Außerdem operiere das Kommando Spezialkräfte (KSK) weitgehend an der Einsatzzentrale in Potsdam vorbei. Das so entstandene Eigenleben der Elitetruppe KSK berge "große Risiken für die Sicherheit im gesamten Operationsgebiet und für Leib und Leben der dort eingesetzten Soldaten".[/color]

Das ist doch vollkommen wurscht, der Adolf, nee der GrössenWahn hat gerufen, und Deutschland tut wie ihm geheissen. Die Amis haben fürwahr viel Geduld gehabt mit den teutonischen Wieseln.

[color=#996600]- Die Kommission unter Leitung des Ex-Oberbefehlshabers der Afghanistan-Schutztruppe Isaf, Norbert van Heyst, habe fünf Monate in den wichtigsten Dienststellen der Bundeswehr recherchiert. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, sagte der Zeitung: "Vieles ist sehr zutreffend beschrieben. Ich hätte manches genauso formuliert." Es fehle vor allem an einer ressortübergreifenden Strategieplanung für die Auslandseinsätze.[/color]

Meine Güte, ist das so schwer zu verstehen, wozu eine Strategie, wenn bei die Taktik alles Salami iss. Der Adolf iss doch in Russland auch planmässig aufgelaufen.

Die Amis auf Kurs
kosh

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    • ...und noch mal 3 1/2 Jahre dazu, denn Ordnung muss sein ;-) - Tassie Devil, 16.01.2008, 06:35
      • BananenRepublik Deutschland rüstet ... - kosh, 16.01.2008, 07:59
        • BananenRepublik Deutschland rüstet ... - JoBar, 16.01.2008, 09:17
          • Der Berg ruft, ... - kosh, 16.01.2008, 12:40
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      • @Tassie Devil, BananenRepublik Deutschland - Dionysos, 17.01.2008, 11:10

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