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Wie ist Sprache entstanden (Frage eines Lesers)

Chef. @, Mittwoch, 16.01.2008, 12:42 (vor 6581 Tagen)

Mail:

"Hallo allerseits,

seit einigen Jahren lese in diesem Forum und ich tuhe es gern. Es macht mir Freude die sprachlich versierten Beiträge zu lesen samt der Information zu verschiedenen Themen.

Nachdem ich seit einiger Zeit Informationen zu "Historischen Erkenntnissen zum Spracherwerb im Vergleich zu linguistischen Erkenntnissen von Heute" suche und gerade zu historischen Erkennnissen wenig finde, wollte ich nachfragen, ob nicht jemand einen Hinweis darauf geben kann.
Es geht darum wie man sich früher erklärte, woher die Sprache kommt.

Wenn jemand helfen kann, sage ich Danke!

Liebe Grüße an alle, Lia"

----------------

Kann jemand helfen?

antworten
 

Anmerkung zur Frage, wie Sprache entstanden ist

DerBerliner, Mittwoch, 16.01.2008, 13:15 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

Hallo Lia,

Das ist sicher kein hilfreicher Hinweis entsprechend Deiner Erwartung, zumal ich überzeugt bin, daß unsere "Wissen-Schaft" dies mehr verhindert als schafft, aber ich möchte dennoch folgendes beitragen:

Sprache ist unbestritten Ausdruck von Gedanken, welche auf "Bewust-Sein" basieren. Alles andere nennen wir Instinkt oder Intuition.

Also kann m.E. die Frage so nicht beantwortet werden, denn es kommt allein auf die Ursache an, das bewußte Sein, dessen Wirkung Sprache ist. Und damit sind wir automatisch bei der Frage nach der Schöpfung, die im Sinne der "Wissen-Schaft" niemand schlüssig beantworten kann. Alles nur Spekulatius!

Ferner bin ich überzeugt, daß ein direkter Zusammenhang besteht zwischen der "Qualität" von Sprache und Gedanken besteht, wobei ich rein empirisch schon oft den Eindruck hatte, daß eine tendenziell primitivere Sprache wie z.B. das US-Englisch die Möglichkeiten komplexer Gedanken deutlich einschränkt, z.B. im Vergleich mit Deutsch oder gar Alt-Griechisch bzw. Latein.

Noch eine Anmerkung: Ich las mal (Quelle verlegt), daß das berühmte Bibelwort "Am Anfang war das Wort" eine (der vielen) Falschübersetzung(en) sei, denn im Original steht ein Wort, das primär "Gedanke" bedeutet. So scheint mir das auch schlüssiger zu sein.

Dennoch bitte ich doch die Ergebnisse hier zu veröffentlichen. Interssantes Thema! Speziell in diesen Zeiten, da unsere komplexe Sprache systematisch zerstört werden soll.

Gruß

antworten
 

Sprache / volle Zustimmung (oT)

Elli ⌂ @, Mittwoch, 16.01.2008, 13:22 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

- kein Text -

antworten
 

Im Anfang war das Wort

Aleph, Mittwoch, 16.01.2008, 14:13 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

Hallo Berliner,


Ferner bin ich überzeugt, daß ein direkter Zusammenhang besteht zwischen
der "Qualität" von Sprache und Gedanken besteht, wobei ich rein empirisch
schon oft den Eindruck hatte, daß eine tendenziell primitivere Sprache wie
z.B. das US-Englisch die Möglichkeiten komplexer Gedanken deutlich
einschränkt, z.B. im Vergleich mit Deutsch oder gar Alt-Griechisch bzw.
Latein.

Noch eine Anmerkung: Ich las mal (Quelle verlegt), daß das berühmte
Bibelwort "Am Anfang war das Wort" eine (der vielen) Falschübersetzung(en)
sei, denn im Original steht ein Wort, das primär "Gedanke" bedeutet. So
scheint mir das auch schlüssiger zu sein.

Es handelt sich um die Einleitung des Johannes-Evangeluims und dort steht das griechische Wort "logos".
Nach Menge-Güthling kann es bedeuten:

a) das Sagen, Reden
b) das Rechnen, Berechnen
c) Denkvermögen, Denkkraft, Vernunft
d) Jesus Christus (siehe Joh. Ev.)

Schon die Griechen sahen also den Zusammenhang zwischen der Sprache und dem Denkvermögen.

Gruß

antworten
 

..dann möge uns die Hoffnung tragen, daß ..

trailmaker, Mittwoch, 16.01.2008, 15:34 (vor 6581 Tagen) @ Aleph

.. es keine Rückkoppelung gibt , zwischen Sprachmuster und Denkvermögen .

Allerdings habe ich da mittlerweile so meine Zweifel .[[sauer]]
_______________________

Hallo Berliner,


Schon die Griechen sahen also den Zusammenhang zwischen der Sprache und
dem Denkvermögen.

Gruß

_____________________________

Die einzige Spezie die von diesem destruktivem Prozess (scheinbar)verschont geblieben ist , scheinen die Politiker zu sein.
Nur diese schaffen es stundenlang (wenn nicht gar Tage bzw. Wochen) viel zu erzählen und dennoch nichts zu sagen .[[hae]]

Na gut , das ist ja auch kein Maßstab .

mfg TM

antworten
 

Anmerkungen

Bambus @, Mittwoch, 16.01.2008, 16:50 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

Hallo Der Berliner,

einige Anmerkungen dazu:

Hallo Lia,

Das ist sicher kein hilfreicher Hinweis entsprechend Deiner Erwartung,
zumal ich überzeugt bin, daß unsere "Wissen-Schaft" dies mehr verhindert
als schafft, aber ich möchte dennoch folgendes beitragen:

Ist diese Überzeugung durch vernünftiges Denken erworben oder Gesinnung???


Sprache ist unbestritten Ausdruck von Gedanken, welche auf "Bewust-Sein"
basieren. Alles andere nennen wir Instinkt oder Intuition.

Das bestreite ich, weil z.B. im Dialekt ein Gefühl mitschwingt. Jeder Bayer freut sich riesig, wenn er nach Jahren Z.B. in Hamburg wieder seinen Dialekt hört. In Sprache kann ein Gefühl mitschwingen. Das hat nichts mit Instinkt zu tun sondern mit der erlernten Sprache.


Also kann m.E. die Frage so nicht beantwortet werden, denn es kommt allein
auf die Ursache an, das bewußte Sein, dessen Wirkung Sprache ist. Und damit
sind wir automatisch bei der Frage nach der Schöpfung, die im Sinne der
"Wissen-Schaft" niemand schlüssig beantworten kann. Alles nur
Spekulatius!

Was soll denn das, eine Frage zu beantworten in der die Schlusfolgerung ist, es gibt keine Antwort. Und das Argument ist, weil die Schöpfung nicht zu erklären ist.
Das heißt doch erstmal nur, das Sprache nicht mit der Schöpfung zu erklären ist.


Ferner bin ich überzeugt, daß ein direkter Zusammenhang besteht zwischen
der "Qualität" von Sprache und Gedanken besteht, wobei ich rein empirisch
schon oft den Eindruck hatte, daß eine tendenziell primitivere Sprache wie
z.B. das US-Englisch die Möglichkeiten komplexer Gedanken deutlich
einschränkt, z.B. im Vergleich mit Deutsch oder gar Alt-Griechisch bzw.
Latein.

Latein soll wohl die toteste Sprache sein.


Noch eine Anmerkung: Ich las mal (Quelle verlegt), daß das berühmte
Bibelwort "Am Anfang war das Wort" eine (der vielen) Falschübersetzung(en)
sei, denn im Original steht ein Wort, das primär "Gedanke" bedeutet. So
scheint mir das auch schlüssiger zu sein.

Interessant, dann gab es in dieser Logik also erst Gedanken und nach dem Anfang kommt das weitere z.B. Gott.

Nach Mumford, hatten die ersten Menschen keine Gedanken in Worten sondern sie träumten in Bildern.

Beste Grüße
Bambus

antworten
 

Anmerkungen zu Anmerkungen

DerBerliner, Donnerstag, 17.01.2008, 01:43 (vor 6581 Tagen) @ Bambus

Hallo Bambus,

> Das ist sicher kein hilfreicher Hinweis entsprechend Deiner Erwartung,
[quote]zumal ich überzeugt bin, daß unsere "Wissen-Schaft" dies mehr verhindert
als schafft, aber ich möchte dennoch folgendes beitragen:[/quote]
Ist diese Überzeugung durch vernünftiges Denken erworben oder Gesinnung???

Gibt es auch ein Denken, das in sich selbst "unvernünftig" ist?! Wohl kaum, oft sind es aber die Ergebnisse.

Empirisch und durch die Nicht-Begrenzung des Denkens auf die Parameter, die die "Wissen-Schaft" sich anmaßt, als allein gültig zu erklären. Die kommen mir in weiten Teilen vor wie die Menschen zu Gilileo's Zeiten, genauso gefangen in den selbst gesetzten Denkmustern und Begrenzungen. Wenn ich allein schon höre, etwas sei "wissenschaftlich" nicht bewiesen, dann heißt das doch i.a.R. nur, daß man einfach nicht bereit ist, die selbst gesetzten Begrenzungen zu überwinden.

> Sprache ist unbestritten Ausdruck von Gedanken, welche auf "Bewust-Sein"
[quote]basieren. Alles andere nennen wir Instinkt oder Intuition.[/quote]
Das bestreite ich, weil z.B. im Dialekt ein Gefühl mitschwingt. Jeder Bayer freut sich riesig, wenn er nach Jahren Z.B. in Hamburg wieder seinen Dialekt hört. In Sprache kann ein Gefühl mitschwingen. Das hat nichts mit Instinkt zu tun sondern mit der erlernten Sprache.

Gefühl ist natürlich ein fundamentaler Bestandteil des Bewustsein, und es kann sich in Sprache ausdrücken. Ohne Bewustsein keine Emotionen, womit nicht gesagt ist, daß jede Kreatur mit Bewustsein auch Emotionen hat. Manche Rassen von Reptos sollen z.B. keine Emotionen besitzen, was sie ja so gefährlich macht. Bewust sind sie dennoch sicher.

Latein soll wohl die tollteste Sprache sein.

Nun, Latein ist unbestreitbar um ein Vielfaches komplexer als z.B. die Primitiv-Sprache Englisch und selbst noch etwas komplexer als unsere eigene, sehr variantenreiche, komplexe und gestaltungs-mächtige Philosophen-Sprache. "Toll" hat damit nichts zu tun.

Übrigens: Wer ein Volk zerstören will, muß dessen Sprache zerstören. Dieser Film läuft gerade live auf Kanal Germania.

> Noch eine Anmerkung: Ich las mal (Quelle verlegt), daß das berühmte
[quote]Bibelwort "Am Anfang war das Wort" eine (der vielen) Falschübersetzung(en)
sei, denn im Original steht ein Wort, das primär "Gedanke" bedeutet. So
scheint mir das auch schlüssiger zu sein.[/quote]
Interessant, dann gab es in dieser Logik also erst Gedanken und nach dem Anfang kommt das weitere z.B. Gott.

Da hast wohl Du den Sinn dieses Bibelwortes nicht verstanden, denn mir sagt es, daß am Anfang von allem der Gedanke (impliziert von Gott) war. Womit wir wieder beim Thema Gott wären. Wer Gott begreift, kann natürlich auch die Frage des Bewustseins und damit der Sprache beantworten. Aber Du willst doch nicht so vermessen sein, behaupten zu wollen, daß Dein Geist ausreichen würde, Gott zu verstehen!! (Kein Fragezeichen hier nötig)

Gruß

antworten
 

Korrektur, Latein soll die toteste Sprache sein, nicht tollste!! (oT)

Bambus @, Donnerstag, 17.01.2008, 05:53 (vor 6581 Tagen) @ Bambus

- kein Text -

antworten
 

Anmerkung zur Frage, wie Sprache entstanden ist

Mephistopheles, Donnerstag, 17.01.2008, 00:47 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

Noch eine Anmerkung: Ich las mal (Quelle verlegt), daß das berühmte
Bibelwort "Am Anfang war das Wort" eine (der vielen) Falschübersetzung(en)
sei, denn im Original steht ein Wort, das primär "Gedanke" bedeutet. So
scheint mir das auch schlüssiger zu sein.

Gruß

Eine sehr notwendige Anmerkung.
Das ist nicht falsch übersetzt, sondern es ist ganz und gar unmöglich, ein umfangreiches Werk wie z.B. die Bibel richtig zu übersetzen.
Das meinte ich, als ich mal sagte: Der Gott der Bibel kann kein Deutsch und kann sich uns somit gar nicht richtig mitteilen.
Man sieht das sehr deutlich in Übersetzungsprogrammen, praktisch jedem Wort der einen Sprache ist eine Vielzahö vpn Begriffen der anderen Sprache zugeordnet; welcher anzuwenden ist entscheidet sich aus dem Zusammenhang. Aber kein Begriff, kein Einziger(!) ist richtig oder falsch.
Jedes Wort hat nämlich seine Bedeutung nicht aus sich selbst heraus, sondern sie wird im gegeben durch eine Fülle von Konnotationen, die sich aus dem Zusammenhang ergeben.

Sprache ist unbestritten Ausdruck von Gedanken, welche auf "Bewust-Sein"
basieren. Alles andere nennen wir Instinkt oder Intuition.

Und dieses "Bewust-Sein" ist nichts anderes als ein Ausdruck für Kultur, woraus natürlich folgt, jede Kultur hat ein eigenes "Bewust-Sein", das natürlich nicht 1:1 in ein anderes "Bewust-Sein" transferiert werden kann.
Das ist das, was gemeinhin als Kultur bezeichnet wird und für jede Kultur verschieden ist.

Ferner bin ich überzeugt, daß ein direkter Zusammenhang besteht zwischen

der "Qualität" von Sprache und Gedanken besteht,

Es gibt Kulturen, die ähnlicher sind, wo es somit leichter möglicher ist, Sinnzusammenhänge einigermaßen(!) treffend zu transferieren, und es gibt Kulturen, wo das so gut wie unmöglich ist.
Deswegen wegen minderer oder höherer Qualität zu sprechen, nur weil man zufällig das eine besser transferieren kann wie das andere ist natürlich arroganter Unsinn.

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

Der Satanist Mephistopheles versucht, die "Kurve zu kriegen"

DerBerliner, Donnerstag, 17.01.2008, 01:11 (vor 6581 Tagen) @ Mephistopheles

Noch eine Anmerkung: Ich las mal (Quelle verlegt), daß das berühmte
Bibelwort "Am Anfang war das Wort" eine (der vielen)

Falschübersetzung(en)

sei, denn im Original steht ein Wort, das primär "Gedanke" bedeutet. So
scheint mir das auch schlüssiger zu sein.

Gruß


Eine sehr notwendige Anmerkung.
Das ist nicht falsch übersetzt, sondern es ist ganz und gar unmöglich, ein
umfangreiches Werk wie z.B. die Bibel richtig zu übersetzen.
Das meinte ich, als ich mal sagte: Der Gott der Bibel kann kein
Deutsch
und kann sich uns somit gar nicht richtig mitteilen.
Man sieht das sehr deutlich in Übersetzungsprogrammen, praktisch jedem
Wort der einen Sprache ist eine Vielzahö vpn Begriffen der anderen Sprache
zugeordnet; welcher anzuwenden ist entscheidet sich aus dem Zusammenhang.
Aber kein Begriff, kein Einziger(!) ist richtig oder
falsch.
Jedes Wort hat nämlich seine Bedeutung nicht aus sich selbst heraus,
sondern sie wird im gegeben durch eine Fülle von Konnotationen, die sich
aus dem Zusammenhang ergeben.

Na ja, da versuchst Du aber sehr spät die "Kurve zu kriegen" aus Deiner damals ganz anders und eindeutig zu verstehenden Fehlleistung, auch noch unterschrieben mit "Deinen Grüßen vom Satanisten".

So wie hier dargestellt, würde ich nicht widersprechen. Außerdem scheinen mir manche Fehlübersetzungen der Bibel durchaus gewollt zu sein, denn "Dein Herr" hat seine Klauen besonders dort im Spiel.

Sprache ist unbestritten Ausdruck von Gedanken, welche auf

"Bewust-Sein"

basieren. Alles andere nennen wir Instinkt oder Intuition.

Und dieses "Bewust-Sein" ist nichts anderes als ein Ausdruck für Kultur,
woraus natürlich folgt, jede Kultur hat ein eigenes "Bewust-Sein", das
natürlich nicht 1:1 in ein anderes "Bewust-Sein" transferiert werden
kann.
Das ist das, was gemeinhin als Kultur bezeichnet wird und für jede Kultur
verschieden ist.

Nicht nur verschieden, sondern auch unterschiedlich komplex und variantenreich. Vergleiche nur mal, was das 200-Millionen Volk der Russen in ihren drei Staaten an Kultur produziert hat mit dem, was das 90-Millionen Volk der Deutschen in ihren 2 1/4 Staaten oder die nur 60 Mio. Franzosen produziert haben. Das sagt alles!

Ferner bin ich überzeugt, daß ein direkter Zusammenhang besteht

zwischen

der "Qualität" von Sprache und Gedanken besteht,

Es gibt Kulturen, die ähnlicher sind, wo es somit leichter möglicher ist,
Sinnzusammenhänge einigermaßen(!) treffend zu transferieren, und es gibt
Kulturen, wo das so gut wie unmöglich ist.
Deswegen wegen minderer oder höherer Qualität zu sprechen, nur weil man
zufällig das eine besser transferieren kann wie das andere ist natürlich
arroganter Unsinn.

Ja, wenn man die gänzlich unterschiedlichen Strukturen z.B. der ost-asiatischen Sprachen mir unseren indo-germanischen vergleicht, nein wenn man (wie ich) z.B. das Englisch nimmt, das ja eine minimalistische Reduktion des Deutschen mit romanischen Wort-Einsprängseln ist, oder auch die slawischen Sprachen, deren Konstrukte und Gestaltungsmöglichkeiten wie auch die Wortanzahl (leicht) simpler sind als z.B. die des Deutschen.

Arrogant wäre es, sich deswegen für besser halten zu wollen.

antworten
 

Klar doch! Sprache entwickelt sich nach denselben Gesetzen wie die biologische Evolution (oT)

Mephistopheles, Donnerstag, 17.01.2008, 02:17 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

- kein Text -

antworten
 

Der "Logos" ist der "Begriff"

Panzerknacker @, Zollgrenzbezirk, Donnerstag, 17.01.2008, 06:57 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

Hi,

mit Sinnesorganen aufgenommene Muster werden im Gehirn durch Neuronen-Potential-Muster als Begriffe repräsentiert.
Verknüpft werden die Begriffe mit einer seit Chomsky als angeboren angenommenen universalen Grammatik.

Neue Begriffe für neue, komplexere Realitäten entstehen vorwiegend aus metaphorischen Verknüpfungen früherer, einfacherer, elementarer Begriffe.
Haus, Meer -> Häusermeer. Begriff ist natürlich selbst metaphorisch.

Wenn nun den Begriffen analog zu Reiz/Schmerz/Schrei ein Ausgabemuster zugeordnet wird und dieses wiederholt (direkt rückgekoppelt über das Ohr, indirekt über anderes Individuum) dem Begriff zugeordnet wird, verfestigt sich der Ausdruck und Sprache ist entstanden.
Die Grammatik dieser Sprache ergibt sich aus der obigen Grammatik der Begriffe.

Zusätzlich zur angegebenen Literatur vielleicht auch:

Der Ursprung des Bewußtseins durch den Zusammenbruch der bikameralen Psyche von Julian Jaynes

--
Gruß!
--
PK

antworten
 

Oh, entschuldigt bitte die Themaverfehlung.

Panzerknacker @, Zollgrenzbezirk, Donnerstag, 17.01.2008, 07:03 (vor 6581 Tagen) @ Panzerknacker

Habe "früher" überlesen.

--
Gruß!
--
PK

antworten
 

Das vielleicht...

Lex Mercatoria @, Mittwoch, 16.01.2008, 13:39 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

Hallo!

Jochen A. Bär
"Sprachreflektion der deutschen Frühromantik"


Cordula Neis
Anthropologie im Sprachdenken des 18. Jahrhunderts: Die Berliner Preisfrage nach dem Ursprung der Sprache (1771)

Darin Bezugnahme u.a. auf:

Étienne Bonnot de Condillac
"Essai sur l'origine des connaissances humaines" (1746)
Jean-Jacques Rousseau
"Discours de l'inégalité" (1755)


Viele Grüße
Lex

antworten
 

Wie war ich da noch jung, und wissbegierig, ein Versuch vom Fritze Flink

prinz_eisenherz, Mittwoch, 16.01.2008, 15:05 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

Ein interessante Frage, die nach der menschlichen Sprache und keineswegs ohne Zusammenhang zur Wirtschaft, Börse und zum Geld.[[zwinker]] Spannend für den Kiesfahrer schon aus dem Grund, weil ich doch tatsächlich noch meine alten Schulunterlagen besitze, zu denen sich jeder ein Spezialthema aussuchen konnte. Ich hatte die Evolution des Menschen gewählt und aus diesem Konzept heraus versuche ich mal eine Antwort zur Diskussion zu stellen.

Dass es die Sprache, als hochentwickeltes Kulturgut beim Menschen gibt, das ist eine triviale Feststellung, aber daraus läst sich die Frage schlussfolgern, warum in dieser unübertroffenen, komplexen Form, Vielfalt und Zweckmäßigkeit es diese Eigenschaft nur beim Menschen gibt. Das Tiere grundsätzlich eine ausreichend hohe Intelligenz für Sprachformen haben, ist bei vielen Tieren bekannt, aber gerade nicht als ein so mächtiges Werkzeug ausgebildet wie bei den Menschen.

Um Sprechen zu können, nicht nur zu wollen, müssen bei einem Lebewesen die anatomischen Vorrausetzungen gegeben sein. Und gerade die waren es, trotz enger Verwandtschaft zu den anderen Primaten, die dem Menschen ermöglichte eine Sprache, die unglaubliche Fülle der Sprachen zu entfalten. Anatomisch bedeutet das, das die dafür notwendigen Anlagen im Kopf, genauer im Kieferbereich entwickelt sein müssen. Der Übergang von einer verwandten Spezies, den Menschaffen zum Menschen ist sehr schwer zu bestimmen, weil gerade die dafür notwendigen naturgemäßen Vorraussetzungen, wie die Zunge und die Stimmbänder zu den Weichteilen gehören und bei Knochenfunden aus der frühmenschlichen Epoche nicht mehr zu finden sind, weil zersetzt.

Soweit ich mich an meinen Anatomieunterricht erinnere, gibt es einen wichtigen Knochen, der Affenhöcker genannt, der beim Menschen nach außen mutiert ist, den Unterkiefer und das Kinn ausgebildet hat, weiter vorgelagert hat. Die Zunge mehr Bewegungsspielraum erhielt. Die Mundhöhle sich vergrößerte und sich somit die Möglichkeiten Laute zu bilden ungemein steigert. Trotzdem bleibt die Frage offen, warum sich die Sprache beim Menschen so extrem herausbildete, wo der treibende Übergag vom Menschenaffen weg ist, das Missing Link, sich hin zu einer Sprachen, hochkomplex, in ungeahnter Anzahl entwickeln konnte und das andere Lebewesen nicht sehr viel mehr als über Stammellaute hinaus kommen.

Sprache war, das ist meine Erklärung, für den Menschen ein wesentliches Element um zu überleben. Sprache war sicher auch der wichtigste Impuls dafür, das sich die Größe des Gehirns, sich spezielle Bereiche im Gehirn als besonders mächtig herausbildeten. Rein biologisch betrachtet nehmen die Spezialisten an, das es beim Menschen, zu dieser Fähigkeit eine stärke Zellteilung beim Anlegen der Gehirnzellen gab, mit der Möglichkeit, das sich ein besonderes Sprachzentrum strukturierte, wenn man so will ein hochspezialisiertes Werkzeug unseres Verstandes, neben den anderen Zentren die sich ebenfalls nur in bestimmten Teilen des Gehirns lokalisieren lassen.

Beispiele, in denen die Sprache einen Überlebensvorteil mit sich brachte und wo, die dafür am meisten Befähigten deswegen auch ihre Fähigkeiten längerfristig dem Nachwuchs vererbten, Genmanipulation im Steinzeit, sind Kleinigkeiten, aber auch die großen Strukturen wie die gemeinsame Jagd nach Tieren. Denn der Mensch, anhand seiner Zahnstruktur und seines Darmtraktes, ist keinesfalls ein ausgesprochener Pflanzenesser, eher war er schon immer darauf bedacht seine Kalorien und Eiweiß, aber insbesondere den Fettbedarf über tierische Nahrung zu decken. Viele verwundete, gereizte Großtiere sind bekanntlich in höchster Not immer dazu bereit zum Angriff überzugehen und eine schnelle Kommunikation im Aufspüren der Beute, aber auch die Warnung vor dem Angriff, war überlebenswichtig. Die ebenfalls immer wieder gejagten Fluchtiere, schnell und scheu, da konnte nur über die Sprache eine Abstimmung erfolgen diese einzukreisen, sie zu jagen, und z. b. über eine Klippe zu treiben, wo sie dann hineinfielen und starben oder verletzt als leichte Nahrungsquelle erreichbar waren.

Zu solchen Schutzmaßnahem, Sicherheit ist das höchste Gebot aller Lebewesen, gehörte es auch sich untereinander seine Erfahrungen auszutauschen, die Kindererziehung, sich abzustimmen, Familienrat abzuhalten, als Vorbereitung zur Jagd, nicht nur auf Tiere, sonder auch gegen die Siedlung in großer Entfernung. Oder sich Informationen zu verschaffen was der menschliche Gegner gerade vorhat, seine Waffen, seine Anzahl. Entstehende Ähnlichkeiten aus der Steinzeit mit der heutigen Zeit, sind keineswegs zufällig. Sprache wurde, so wird es unter den Fachleuten genannt, zu einem sekundären Merkmal der Vererbung, verlängert zu dem was wir Tradition nennen.

Ausblick:
Worauf aber einige Biologen, Zoologen und Verhaltensforscher noch hindeuten ist eine eher, bedauerliche Nebenwirkung der Sprache, bei der Verknüpfung mit der Evolution des menschlichen Verstandes. Die Sprache und die sich stürmisch entwickelnde Überlegenheit des Menschen vor allen anderen Lebensformen, die sich enorm steigernde Population des Menschen, hat den Zwang auf den Verstand sich weiter zu entwickeln, erlahmen lassen. Das bedeutet, so behaupten diese Experten, das schon der Neandertaler mit seine Verstand und einer heutige Ausbildung durchaus zu einem Facharbeiter und mehr die Fähigkeiten besaß.

Die große Masse, so sehen es Erbbiologen, ermöglichte es auch den dummen und geistig armen sich rasant zu vermehren, sogar ein Machtfaktor zu werden. Der menschliche Verstand blieb so auf der Stufe des unaufhörlichen Kampfes ums Überleben stehen, er verhält sich im Grunde genommen auch noch heute so - siehe die unsozialen, die kriminellen Täterstrukturen der Wirtschaftmafia aktuell - obwohl er schon längst diesen Antrieb nicht mehr bräuchte, weil er mit Hilfe seiner Sprache und den sonstigen Fähigkeiten nicht mehr ums Überleben kämpfen braucht, sondern sich aus dieser Treibfeder heraus nur noch wie irrsinnig um das Gute Leben die Beine in den Bauch rennt.

Das Problem mal aus der Sicht eines Zoologen betrachtet (1970), Ernst Mayer, der es so beschrieb, das die Gehirnentwicklung schon recht früh stagnierte, um so mehr die Bevölkerung wuchs und die Klügeren in den Gruppen ihre Vorrangstellung zum Zeugen vieler Nachkommen verloren.

Die soziale Struktur unser zeitgenössischen Gesellschaft belohnt Überlegenheit nicht mehr mit Fortpflanzungserfolg.

Wenn der noch die Steigerung das Gegenteils in der heutigen Zeit erlebt hätte, dann könnte der noch ganz andere Schlüsse ziehen, wer bei uns mit welchen Fähigkeiten belohnt und wer bestraft wird. Aber das leite bitte jeder für sich selbst her.
[[lach]]

bis denne
euer Fritze Flink

antworten
 

Dazu mein derzeitiges Lieblingsbuch....

Bambus @, Mittwoch, 16.01.2008, 16:15 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

Hi Lia,

in Mythos der Maschine hat Lewis Mumford ein Gesamtbild der Entwicklung des Menschen gezeichnet mit seiner Kultur und seinen vermeintlichen Fortschritten.

Link von Panzerknacker (besten Dank nachträglich an Panzerknacker!!!)
http://u1u1.de/M/Mumford/Maschine/index.htm

Z.B. geht Mumford davon aus, das die Menschen erstmal über Jahrtausende sprechen lernten. Er stellt dies beeindruckend dar, indem er die ersten Menschen als Sammler bezeichnet, die im Rahmen ihrer hyperaktivität des Gehirns träumten, irrationale Ausbrüche hatten und durch die Sprachlosigkeit Schwierigkeiten hatten zwischen ihren Träumen und der realen Welt zu unterscheiden. Erst im Laufe der Zeit, haben Menschen diese Unterscheidung gelernt. Diese Erkenntnis von der Innenwelt, die ja tatsächlich selbst heute im Traum jeder erfahren kann und die Außenwelt (welche man in Tagträumen selbst heute noch manchmal verwechselt) war der erste Schritt zum Selbstbewustsein des Menschen.

http://u1u1.de/M/Mumford/Maschine/m-101.htm (Die geistige Begabung des Menschen)

Bevor es die Sprache gab hatten die Menschen sichtlich ein Kommunikationsproblem. Mumford beschreibt nun eindrucksvoll, dass die Menschen versuchten sich durch Bewegungen auszudrücken. Einige Menschen konnten ihre Gefühle (genauso wie heute) besonders gut durch ihre Bewegungen ausdrücken. Diese Bewegungen gekoppelt mit dem darzustellenden Gefühl, konnten die anderen Menschen sehen und die Gefühle, die der Vorreiter hatte, nachempfinden. Indem nun eine Gruppe von Menschen diese gut gemachten Bewegungen (z.B. Tanz), die ein bestimmtes Gefühl ausdrückten, nachahmten, konnte jeder auch sein eigenes Gefühl zum Ausdruck bringen. Indem die Menschen diese Bewegungen und damit gleichzeitig die Gefühle in der Gruppe nachahmten, stellte sich zusätzlich ein Gemeinsamkeitsgefühl ein, welches für die Gruppe eine neue Dimension war. Es entstand das Wissen über ein gemeinsam Wissen, das man zusammen gefunden hat. Im Prinzip waren diese Bewegungen, die ein bestimmtes Gefühl darstellten,die ersten Symbole, die jeder in der Gruppe verstehen konnte. Es waren die ersten Zeichen von Kommunikation, die die Menschen gemeinsam verstanden.

http://u1u1.de/M/Mumford/Maschine/m-102.htm (In der lang vergangenen Traumzeit)

Über dieses Prinzip der gemeinsamen Rituale, die fortwährend über tausende Jahre ausgeübt und weiterentwickelt wurden, ist nach Mumford u.a. die Sprache entstanden.

http://u1u1.de/M/Mumford/Maschine/m-103.htm (Die Sprechbegabung)


Für mich ist das Buch eines der interessantesten Bücher, die ich gelesen habe

Beste Grüße

Bambus

antworten
 

@Bambus u. @Prinz: Leider leichte Themaverfehlung!

Lex Mercatoria @, Mittwoch, 16.01.2008, 16:58 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

Hallo nochmal,

die Frage war nicht, woher die Sprache aus h e u t i g e r Sicht kommt, sondern:

Es geht darum wie man sich früher erklärte, woher die Sprache kommt.

Also die Hermeneutik zum Spracherwerb aus Sicht der Altvorderen!

Was nun den eigentlichen Spracherwerb angeht, gibt es heute zwei gegensätzliche Positionen:

Die behavioristischen Lerntheorien gehen davon aus, daß alles Lernen entweder auf Versuch and Irrtum oder aber auf der Imitation von Vorbildern beruht. Behavioristische Theorien schliessen kognitive, also auf Einsicht in Problemlagen beruhende Lernprozesse aus und erklären alles menschliche Verhalten als das Resultat von Gewohnheitsbildung. Auch der Spracherwerb wäre demzufolge nichts anderes als das Nachahmen der sprachlichen Ausdrucksformen, die Kinder an Erwachsenen beobachten. Leider kann der Behavorismus nicht erklären, warum Kinder grammatisch richtige Sätze bilden können, ohne sie vorher gehört zu haben!

Den Behavioristen stehen die Rationalisten gegenüber: Sie behaupten, dass Kognition und ein angeborenes "Spracherwerbsmodul" die einzig plausible Erklärung für den Spracherwerb seien, und dass Sprachen darüberhinaus nicht nach jenen Regeln gelernt werden, die für die übrigen Formen des menschlichen Lernens gelten. Es wird also ein angeborenes (verfügbares) Grammatikwissen unterstellt. Begründung: Kinder sind in der Lage, grammatisch richtige Sätze zu bilden, obwohl die Sprache der Eltern u.U. grammatisch nicht richtige Äußerungen enthält, sie den Kindern also kein Vorbild dafür sind, wie grammatisch richtige Strukturen gebildet werden.


Mit linguistischen Grüssen
Lex

antworten
 

Themaverfehlung der "Wissen-Schaft"

DerBerliner, Donnerstag, 17.01.2008, 01:21 (vor 6581 Tagen) @ Lex Mercatoria

Typisch für die Wissens-Verhinderer: Sie beschränken sich auf den untauglichen Versuch, die Wirkung zu erklären und klammern die Ursache aus, weil sie wissen, daß sie diese nicht erklären können - und die Ursache von Sprache ist nun mal Bewustsein - und damit im Kern die Frage nach Gott.

Außerdem braucht es keine teuren "Wissenschaftler", um zu wissen, daß z.B. Eltern mit guter Sprachbildung dies ihren Kindern leichter und besser weitergeben können als solche, die "Kanack" reden. Man kann das natürlich auch komplierter formuleren, und nur dann wird es "wissenschaftlich".

Deswegen halte sich solche "Wissens-Verhinderer" für dummes, arrogantes Gesindel, das von meinen Steuern schmarotzt (is a weng bös, aber in die Richtung geht es). Vor allem: Kaum einer von denen hat den Mut mal zuzugeben, wenn sich etwas dem kleinen, sehr begrenzten menschlichen Verstand entzieht.

Im übrigen nehme ich an, daß "früher" (wann? Altertum?) Denker freier waren als heute und deshalb ihre Ergebnisse latent "besser" und "richtiger".

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Wer eine falsche Frage stellt, der bekommt auch eine falsche Antwort

prinz_eisenherz, Donnerstag, 17.01.2008, 03:55 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

Wie ist Sprache entstanden?

Hallo,
das war die Frage eines Lesers und die zielt geradewegs auf die Entstehung der Sprache unter uns Menschen ab, an irgend einem Punkt der Evolution. Das ich selbst immer wieder einmal das Thema verfehle, das ist keine Frage, aber wenn ich auf eine sinnvolle Frage eine sinnvolle Antwort gebe, diese jedoch am Thema vorbei geht, dann hat der Fragesteller es nicht geschafft seine Frage richtig zu formulieren.

Was du meinst ist nicht wie die menschliche Sprache entstanden ist, also die Frage nach der Zeit, dem Auslöser, den Anfängen der Sprachentstehung, sondern deine Frage ist wie die schon existierenden Sprachen gelernt werden, im Kindesalter oder später.

Und um diese Frage, mit ärgerlichem Unterton, um diese Frage hätte ich mir verdammt noch einmal keine Gedanken gemacht und einen längeren Aufsatz in die Tasten gehauen. Diese Frage ist aus meiner Sucht eine der vielen Scheinfragen wie: Was ist Liebe? Was ist Freiheit? Was ist Freude? Wo ist Gott?

Eine ärgerliche Scheinfrage aus dem Grund, weil die Antwort uns millionfach, seit Jahrhunderten, gegeben wird, die wir nicht übersehen können. Das Erlernen einer Sprache wird erfolgreich, auch ohne eine Scheinwissenschaft, immer, von den Eltern auf die Kinder weiter gegeben. Das nennt man Tradition, auch ohne Wissenschaft. Die Kinder lernen sprechen durch das Vorsprechen der Erwachsenen, derjenigen die schon eine Sprache können, durch das Nachahmen und das Selbersprechen. Das ist wundervoll, aber es bedarf keiner großen wissenschaftlichen Betrachtung, denn was soll diese an diesem überaus erfolgreichen lernen der Sprache erklären, verbessern?

Die verschiedenen sich wiedersprechenden Lerntheorien, die interessieren mich beim Erlernen der Sprache durch Kinder so gut wie gar nicht. Die Methode dazu ist bekannt. Die ist erfolgreich. Sie hat, wie jede denkbare andere Methode, bei allen Lernanstrengungen zum Erwerb geistiger oder körperlicher Fähigkeiten ihre Grenze. Alle Lernmethoden scheitern an dem biologisch mitgegebenen oder dem willentlichen Unvermögen desjenigen, der eine solche Fertigkeit erlernen muss, oder will. Viele können es. Manche sträuben sich. Wenige lernen es nie, durch ihre geistige und körperliche Ausstattung so bedingt, und Danke und Ende der Durchsage.

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Ach Prinz - immer die Welt als Ganzes betrachten wollen ...

Lex Mercatoria @, Donnerstag, 17.01.2008, 06:57 (vor 6581 Tagen) @ prinz_eisenherz

...und dann trotzdem so kurzsichtig im Detail sein!


Lieber Prinz!

angesichts der Tatsache, daß Du hier zu den Foren-Legenden zählst, kannst Du bis zum heutigen Tage ziemlich sicher sein, daß fast jeder hier Deine Beiträge liest (mich eingeschlossen). Von einer Geringschätzung Deiner Anstrengungen für diesen Thread kann also keine Rede sein. Deinen "ärgerlichen Unterton" verbuche ich deshalb unter der Rubrik "Poltern, um dem Ruf gerecht zu werden".

das war die Frage eines Lesers und die zielt geradewegs auf die Entstehung
der Sprache unter uns Menschen ab, an irgend einem Punkt der Evolution. Das
ich selbst immer wieder einmal das Thema verfehle, das ist keine Frage,
aber wenn ich auf eine sinnvolle Frage eine sinnvolle Antwort gebe, diese
jedoch am Thema vorbei geht, dann hat der Fragesteller es nicht geschafft
seine Frage richtig zu formulieren.

Ich habe folgende Frage gelesen:
Nachdem ich seit einiger Zeit Informationen zu "Historischen Erkenntnissen zum Spracherwerb im Vergleich zu linguistischen Erkenntnissen von Heute" suche und gerade zu historischen Erkennnissen wenig finde, wollte ich nachfragen, ob nicht jemand einen Hinweis darauf geben kann.
Es geht darum wie man sich früher erklärte, woher die Sprache kommt.

Daraufhin habe ich mögliche Quellen genannt.

Du hingegen hast nur die Überschrift vom Chef gelesen.


Was du meinst ist nicht wie die menschliche Sprache entstanden ist, also
die Frage nach der Zeit, dem Auslöser, den Anfängen der Sprachentstehung,
sondern deine Frage ist wie die schon existierenden Sprachen
gelernt werden, im Kindesalter oder später.

Ja natürlich - "Spracherwerb" ist schliesslich ein feststehender wissenschaftlicher Begriff. Da es sich aber dabei um eine, aus Deiner Sicht Scheinwissenschaft handelt, brauchen wir das nicht weiter vertiefen. Sag dem Leser „Lia“ einfach, er/sie braucht keine Literatur zu diesem Thema, weil's ja sowieso die falsche Frage ist...

Und um diese Frage, mit ärgerlichem Unterton, um diese Frage hätte ich mir
verdammt noch einmal keine Gedanken gemacht und einen längeren Aufsatz in
die Tasten gehauen. Diese Frage ist aus meiner Sucht eine der vielen
Scheinfragen wie: Was ist Liebe? Was ist Freiheit? Was ist Freude? Wo ist
Gott?

Und ich habe verdammt noch mal Deinen Aufsatz mit dem gleichen Vergnügen wie die übrigen Deiner Beiträge gelesen und habe es verdammt noch mal trotzdem für eine Themaverfehlung im Sinne der Fragestellung erachtet. Und es ist mir dabei verdammt noch mal egal, ob Du bevorzugt global-galaktisch denken magst, und nicht in popeligen, eng begrenzten, scheinwissenschaftlichen Fachidioten-Themen. Ich mach‘ sowas nämlich schon hin und wieder – das schärft meinen Geist.


Eine ärgerliche Scheinfrage aus dem Grund, weil die Antwort uns
millionfach, seit Jahrhunderten, gegeben wird, die wir nicht übersehen
können. Das Erlernen einer Sprache wird erfolgreich, auch ohne eine
Scheinwissenschaft, immer, von den Eltern auf die Kinder weiter gegeben.
Das nennt man Tradition, auch ohne Wissenschaft. Die Kinder lernen
sprechen durch das Vorsprechen der Erwachsenen, derjenigen die schon
eine Sprache können
, durch das Nachahmen und das Selbersprechen. Das
ist wundervoll, aber es bedarf keiner großen wissenschaftlichen
Betrachtung, denn was soll diese an diesem überaus erfolgreichen lernen
der Sprache erklären, verbessern?

Das magst Du in Deiner Vorstellungswelt so sehen, damit gehörst Du zu den Behavioristen und hast damit genauso recht und unrecht, wie diejenigen, die den Behaviorismus beim Spracherwerb bestreiten. Wobei ich die Verwendung der Begriffe Scheinfrage und Tradition in diesem Zusammenhang als reichlich reaktionär betrachte.


Die verschiedenen sich wiedersprechenden Lerntheorien, die interessieren
mich beim Erlernen der Sprache durch Kinder so gut wie gar nicht. Die
Methode dazu ist bekannt. Die ist erfolgreich. Sie hat, wie jede denkbare
andere Methode, bei allen Lernanstrengungen zum Erwerb geistiger oder
körperlicher Fähigkeiten ihre Grenze. Alle Lernmethoden scheitern an dem
biologisch mitgegebenen oder dem willentlichen Unvermögen desjenigen, der
eine solche Fertigkeit erlernen muss, oder will. Viele können es. Manche
sträuben sich. Wenige lernen es nie, durch ihre geistige und körperliche
Ausstattung so bedingt, und Danke und Ende der Durchsage.

Na bravo! Die Methode ist eben weder genau bekannt (nur deren Ergebniss), noch immer erfolgreich. Mit dieser Aussage degradierst Du z.B. die Sprachheilpedagogik zu einer Nullnummer - passt aber schon - in Deiner Logik ist das Schicksal eines Menschen ohnehin durch Persönlichkeitsstruktur und biologischen Gegebenheiten determiniert. Schade eigentlich, den die Beschäftigung mit dem frühkindlichen Spracherwerb ist durchaus geeignet, die daraus resultierenden Erkenntisse in einem wesentlich größeren Rahmen zu betrachten und zu begreifen.

Mit besten Grüßen
Lex

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Ja, ja...Wissens-Verhinderer und Wissens-Verweigerer

Lex Mercatoria @, Donnerstag, 17.01.2008, 07:12 (vor 6581 Tagen) @ DerBerliner

Hallo Berliner!

Typisch für die Wissens-Verhinderer: Sie beschränken sich auf den
untauglichen Versuch, die Wirkung zu erklären und klammern die Ursache
aus, weil sie wissen, daß sie diese nicht erklären können - und die
Ursache von Sprache ist nun mal Bewustsein - und damit im Kern die Frage
nach Gott.

Condillac und Rousseau waren also Wissens-Verhinderer? Interessant...


Außerdem braucht es keine teuren "Wissenschaftler", um zu wissen, daß z.B.
Eltern mit guter Sprachbildung dies ihren Kindern leichter und besser
weitergeben können als solche, die "Kanack" reden. Man kann das natürlich
auch komplierter formuleren, und nur dann wird es "wissenschaftlich".

Stimmt eben leider nicht - auch Kinder von Eltern mit guter Sprachbildung können in ihrer Sprachentwicklung Störungen aufweisen. Und Kinder, die "Kanack" hören, übernehmen das eben NICHT! Das ist ja so interessant am Spracherwerb! Du verwechselst Kleinkinder mit den Halbstarken in der U-Bahn - deren "find isch scheissndreck krass, Alder" hat nix mit Spracherwerb zu tun.


Deswegen halte sich solche "Wissens-Verhinderer" für dummes, arrogantes
Gesindel, das von meinen Steuern schmarotzt (is a weng bös, aber in die
Richtung geht es). Vor allem: Kaum einer von denen hat den Mut mal
zuzugeben, wenn sich etwas dem kleinen, sehr begrenzten menschlichen
Verstand entzieht.

Schön - daß Deine Kinder eine mangelhafte Sprachbildung nicht zu fürchten brauchen. Und Sprachheilpädagogen schaffen wir mal schleunigst ab - dieses dumme Gesindel kann doch höchstens den "Kanack"-sprechenden Kindern helfen, aber dafür wollen wir unser hart verdientes Geld nicht rausschmeissen...


Im übrigen nehme ich an, daß "früher" (wann? Altertum?) Denker freier
waren als heute und deshalb ihre Ergebnisse latent "besser" und
"richtiger".

Das vermag ich nicht zu erkennen.


Mit besten Grüßen
Lex

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Friedrich Bernhard Marby "Runengymnastik Teil1/2" (oT)

Der Husky, Donnerstag, 17.01.2008, 03:37 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

- kein Text -

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DIe Macht der Meme

beni, Donnerstag, 17.01.2008, 06:13 (vor 6581 Tagen) @ Chef.

Hallo,

Ich fand das Buch "Die Macht der Meme" sehr erhellend für diese und viele andere Fragen. Zum Einstieg kann man auch erst mal zu "Memetik" googeln oder in die Wikipedia schauen.

m@G, Benedikt

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