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Autoindustrie - wohin führt der Weg?

Jochen, Donnerstag, 17.01.2008, 12:01 (vor 6700 Tagen)

Hallo,

bei http://www.motor-kritik.de/ gibts mal wieder ein sehr gutes Editorial ("Guten Tag"), daraus nur mal kurz zu den "Exporterfolgen" der dt. Autoindustrie:

"Und was die Export-Zahlen betrifft - lt., VDA in 2007 ein toller Erfolg: Ab wann gelten die Automobile als exportiert? - Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, ob hier nicht einfach Automobile von teuren inländischen Lagerplätzen auf kostengünstigere im Ausland verlagert werden?

Nach Schätzungen von Leuten, die es eigentlich wissen müssten, werden zum Jahresende auf den Parkplätzen der Händler im Inland so zwischen 6 - 800.000 Tageszulassungen geparkt sein. Und die verstopfen durch ihr Vorhandensein schon die "Pipeline" zum Markt. Und regulieren den Preis. Der als "Werksempfehlung" eigentlich zu hoch ist. Aus meiner Sicht im Mittel um 20 Prozent. Dabei gibt es Hersteller, die jetzt intern - und hinter verschlossenen Türen - über eine für einzelne Modellgruppen noch höhere Preissenkung diskutieren. - Na ja, die werden ihre Kalkulationen(?) schon genau kennen."

mfg
jochen

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Nicht an die Sonne - davon können wir mal ausgehen...

Lex Mercatoria @, Donnerstag, 17.01.2008, 12:46 (vor 6700 Tagen) @ Jochen

Hallo Jochen,

Die Preisreduzierungen (resultierend aus z.B. Tageszulassungen) werden i.d.R. vom Hersteller auf den Händler abgewälzt. Dieser muß dann über seine Service-Angebote (Inspektionen, etc.) die Differenz wieder reinholen.

Zyklisch wachsende und schrumpfende Autohalden sind eine bekannte Erscheinung in der Automobilbranche. Ein bayerischer Hersteller schafft „Überschüsse“ von Jahreswägen gezielt in’s EU-Ausland, um das Preisgefüge im Inland nicht weiter zu belasten. Derzeit wird das private Neuwagen-Geschäft nach und nach durch Flottengeschäfte (Fuhrparks, Dienstwägen,...) ersetzt. Der Neuwagenkäufer von gestern ist der Gebrauchtwagenkäufer von heute. Zunehmend werden auch gebrauchte(!) Fahrzeuge verleast.

Autohalden abzuverkaufen sind grundsätzlich kein Problem - jeder unschlüssige oder zögerliche Käufer wird mit einem bequem abzuzahlenden Kredit ausstaffiert, und schon geht's los.

Ich suche immer noch nach einer gesammelten Übersicht der verbrieften Kredite und Leasingverträge der deutschen Hersteller der letzten Jahre – habe leider noch keine gefunden. Bin gerade dabei, einzeln „von Hand“ diese Daten einzusammeln.
Es gab mal eine Zeit, da konnte der eine oder andere Hersteller allein aus seinem operativen Cashflow heraus die Entwicklung finanzieren. Diese traumhaften Zustände finden derzeit ihr Ende.
Aus meiner Sicht gibt’s spätestens dann einen riesengroßen Knall, wenn der Verbriefungsmarkt in’s Stocken gerät und die Hersteller ihre Chargen nicht platziert bekommen – denn das ist die eigentliche „Wachstumsquelle“ der letzten Jahre...

Gruß
Lex

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Was mich am meisten stört, ist die ÜBERtechnisierung der heutigen Autos

Der Husky, Donnerstag, 17.01.2008, 12:56 (vor 6700 Tagen) @ Jochen

Ich empfinde Leuchtdioden im Rücklicht, die elektr.Fensterheber und mitlenkende Xenon-Scheinwerfer eben NICHT als die Entwicklung, die die derzeiitgen Preise rechtfertigt. Aber was zählt schon die Meinung vom Husky.

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Autohandel...

fridolin, Donnerstag, 17.01.2008, 14:04 (vor 6700 Tagen) @ Jochen

Mal eine ganz subjektive Beobachtung am Rande:

Aus eigener Erfahrung mit Preisverhandlungen Anfang 2007 wundert es mich auch immer wieder, mit was für einem Geschäftsverständnis der Autohandel hier ans Verkaufen zu gehen scheint. Irgendwie scheint es keiner verinnerlicht zu haben, daß die Branche Autohandel heißt und daß die Bereitschaft und auch eine gewisse Leidenschaft zu Preisverhandlungen (bis hin zum herzhaften Feilschen) zum Geschäft gehören.

Wer schon mal in Amiland einen Gebrauchtwagen gekauft hat, dem werden die Unterschiede sicher aufgefallen sein.

Hierzulande kaum Bereitschaft zu Verhandlungen, auch wenn die Kiste schon Monate auf dem Hof steht und mit jeder weiteren Woche nicht unbedingt wertvoller wird. Auch wenn der Kunde sofort kaufen will, falls der Preis stimmt, auch sofort zahlen kann, kein Gebrauchtwagen in Zahlung genommen werden muß, also sofort Bargeld in der Kasse lockt: man steigt nicht ernsthaft in Verhandlungen ein, macht vielleicht mal ein kleines Zugeständnis, dann ist Schluß. Lieber weitere Monate auf einen Interessenten warten.

Na ja, jeder so, wie er's will...

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Autohandel...

pluschmouse, Donnerstag, 17.01.2008, 16:43 (vor 6700 Tagen) @ fridolin

ich habe schon erlebt das Gebrauchtwagen vom langen stehen schon einmal oder mehrmals teurer geworden sind!

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Wetterleuchten? "Opel offenbar in Verlustzone"

JoBar, Freitag, 18.01.2008, 11:11 (vor 6699 Tagen) @ Jochen

18.01.2008
Opel offenbar in Verlustzone

Rüsselsheim (RPO). Opel ist offenbar im vergangenen Jahr auf seinem Heimatmarkt in die Verlustzone gerutscht...

"Der deutsche Markt ist nicht mehr profitabel", sagte Opel-Chef Hans Demant der Online-Ausgabe des Branchenblatts "Automobilwoche". Dagegen soll der Mutterkonzern General Motors nach Informationen der Zeitschrift das Europageschäft 2007 mit einem ordentlichen Gewinn abgeschlossen haben.[[euklid]]

Demant machte vor allem die Umweltdiskussion in Deutschland für die Entwicklung des Opel-Geschäftes verantwortlich: "Solch eine Verunsicherung der Kunden durch die Politik haben wir in keinem anderen Land, weder in Europa noch weltweit." Die endlose Diskussion über eine CO2-basierte Kfz-Steuer, Umweltzonen und Feinstaubplaketten hätten zu einem Käuferstreik geführt.

2007 wurden in Deutschland 285.267 Opel neu zugelassen, 14,7 Prozent weniger [ !!! ] als 2006.

daher: http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/auto/verkehr/522824

J

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