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Eigenheim-Kredite künftig gegen Gebühren mit Verkaufsschutz

Albrecht @, Dienstag, 22.01.2008, 11:44 (vor 6579 Tagen)

22.01.2008 Commerzbank bietet Verkaufsschutz

Die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, plant, Eigenheim-Kredite künftig gegen Gebühren mit Verkaufsschutz anzubieten.

Die Bank erklärt damit vertraglich, auf einen Weiterverkauf von Darlehen zu einem späteren Zeitpunkt zu verzichten. Das Angebot können auch bestehende Kunden nutzen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen soll das Produkt im April starten. Der Preis für die Garantie wird voraussichtlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der Kreditsumme per annum liegen.
Das Kreditinstitut reagiert mit dem Produkt auf die weltweite Finanzmarktkrise und die dadurch geschürte Verunsicherung bei Kreditnehmern. Die Commerzbank bezieht sich auf eine repräsentative Umfrage, die in ihrem Auftrag vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführt wurde. Danach äußerte sich mehr als die Hälfte der Befragten besorgt angesichts der Möglichkeiten von Banken, Kredite weiterzuveräußern, rund zwei Drittel wären über einen Verkauf ihres Eigenheimkredits verärgert und etwa vier Fünftel zeigten großes Interesse an einer garantierten Nichtveräußerung.

In der jüngeren Vergangenheit ist es bei Banken zunehmend üblich geworden, Darlehen an Investoren weiter zu verkaufen. Auf diese Weise können Geldhäuser die Kosten von Kapitalerhöhungen umgehen und zugleich Risiken abbauen. Auch für Investoren war es, bis der Markt im letzten Jahr zusammenbrach, ein lukratives Geschäft. Kunden profitieren von diesem Vorgang in der Regel nicht, sie müssen damit rechnen, dass sich die Konditionen zu ihren Ungunsten ändern.

Die Problematik im Zusammenhang mit der Weitervergabe von Krediten hat auch auf politischer Ebene zu einer Diskussion geführt. Verbände und Parteien fordern Schutzmaßnahmen für Kreditkunden (cash-online berichtete hier). (hb)

Quelle:
http://www.cash-online.de/cash-online/news/index.php?aktion=news&kat_id=4&id=80...


Gegen Gebühr ist man also bereit die Kunden nicht mehr in den Ruin zu stürzen...[[applaus]]

Gruß
Albrecht

--
SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

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Toller Versuch

lonzo @, Dienstag, 22.01.2008, 12:36 (vor 6578 Tagen) @ Albrecht

So, so, mit Verkaufsschutz (wie baue ich hier einen Smilie ein?)
Ungefähr so, wie die Sicherungsvereinbarung?
Das Ding muß in`s Grundbuch, sonst ist es wertlos. Was mache ich, wenn die Bank in die Pleite marschiert? (Ob alle Banken dieses Jahr überleben, muß sich erst noch zeigen (noch 'n Smilie))Der Inso-Verwalter verkauft, was werthaltig ist. Also ....
Wenn ich eine Immobilie kaufen sollte, kommt nur noch eine Hypothek als Absicherung für die Bank in Frage. Wenn das von allen potentiellen Käufern gefordert wird, werden die auch weich. Außerdem gibt es Banken, die das jetzt schon machen.
Ansonsten hatte ich mal für 4 Wochen ein Konto bei der KommSchmerz-Bank.

antworten
 

Smilies - lonzo

Elli ⌂ @, Dienstag, 22.01.2008, 13:14 (vor 6578 Tagen) @ lonzo

(wie baue ich hier einen Smilie ein?)

rechts neben dem Texteingabefeld gibt´s sowas - eigentlich nicht zu übersehen.

Oder mal in die Hinweise schauen.

antworten
 

Eigenheim-Kredite künftig gegen Gebühren mit Verkaufsschutz

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 22.01.2008, 23:35 (vor 6578 Tagen) @ Albrecht

22.01.2008 Commerzbank bietet Verkaufsschutz

Die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, plant, Eigenheim-Kredite künftig gegen
Gebühren mit Verkaufsschutz anzubieten.

Sauber.

Die Bank erklärt damit vertraglich, auf einen Weiterverkauf von Darlehen
zu einem späteren Zeitpunkt zu verzichten. Das Angebot können auch
bestehende Kunden nutzen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen soll
das Produkt im April starten. Der Preis für die Garantie wird
voraussichtlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der Kreditsumme per annum
liegen.

Sauber.

Das Kreditinstitut reagiert mit dem Produkt auf die weltweite
Finanzmarktkrise und die dadurch geschürte Verunsicherung bei
Kreditnehmern. Die Commerzbank bezieht sich auf eine repräsentative
Umfrage, die in ihrem Auftrag vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest
durchgeführt wurde. Danach äußerte sich mehr als die Hälfte der Befragten
besorgt angesichts der Möglichkeiten von Banken, Kredite
weiterzuveräußern, rund zwei Drittel wären über einen Verkauf ihres
Eigenheimkredits verärgert und etwa vier Fünftel zeigten großes Interesse
an einer garantierten Nichtveräußerung.

Sauber. Man kapiert es nicht, "man" sind die Kreditnehmer.

In der jüngeren Vergangenheit ist es bei Banken zunehmend üblich geworden,
Darlehen an Investoren weiter zu verkaufen. Auf diese Weise können
Geldhäuser die Kosten von Kapitalerhöhungen umgehen und zugleich Risiken
abbauen. Auch für Investoren war es, bis der Markt im letzten Jahr
zusammenbrach, ein lukratives Geschäft. Kunden profitieren von diesem
Vorgang in der Regel nicht, sie müssen damit rechnen, dass sich die
Konditionen zu ihren Ungunsten ändern.

Die Problematik im Zusammenhang mit der Weitervergabe von Krediten hat
auch auf politischer Ebene zu einer Diskussion geführt. Verbände und
Parteien fordern Schutzmaßnahmen für Kreditkunden (cash-online berichtete
hier). (hb)

Quelle:
http://www.cash-online.de/cash-online/news/index.php?aktion=news&kat_id=4&id=80...


Gegen Gebühr ist man also bereit die Kunden nicht mehr in den Ruin zu
stürzen...[[applaus]]

Nein, Albrecht, dieses Angebot der CoBa ist schlechthin die Superverarsche der Darlehensnehmer, weil das Problem dieser Kreditschuldner nicht in ihrem Kreditvertrag selbst begruendet ist, dessen Verkauf per se bei Glaeubigerwechsel gemaess gesetzlicher Regulierung keine Schlechterstellung des Kreditnehmers erlaubt, sondern allein im Pfand der Grundschuld und des Sicherungsvertrags.

Mitnichten schuetzt also diese Gebuehr den Kunden vor dessen ungewollten Ruin.

Wer ein Immobiliendarlehen ausschliesslich nur mit einer vertragsdirekt implizierten Hypothek als Pfand finanziert, der hat auch bei Verkauf seines Darlehensvertrags garantiert solange keinerlei Probleme, wie sich ihm gegenueber der neue Glaeubiger rechtzeitig als solcher ausweist, der Kreditnehmer muss sich dann keinesfalls seinen Kopf darueber zerbrechen, auf irgendeine linke Tour in die Pfanne gehauen werden zu koennen.

Gruß
Albrecht

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

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Eintragung von Teilen der Sicherungsabrede

Bambus @, Mittwoch, 23.01.2008, 03:03 (vor 6578 Tagen) @ Tassie Devil

Hi Tassie Devil,

soweit ich das noch in Erinnerung habe, ist es möglich markante Bedingungen aus dem Sicherungsvertrag in der Grundschuldbewilligungsurkunde aufzunehmen.

Damit wäre es den Banken (und dem Eigentümer) möglich auch bei unbeabsichtigten Abtretungen der Grundschuld an Dritte, den Eigentümer des belasteten Grundstücks im Grundbuch abzusichern.

Grundsätzlich bin ich aber bei Ihnen, bezüglich des Ansinnens der Coba. Ob die das Grundbuchrechtlich absichern, wage ich auch zu bezweifeln. Die wollen das bestimmt nur Schuldrechtlich zusichern.

Obwohl es meiner Meinung (aber unsicher!!) auch möglich sein kann nachträglich markante Teile des Sicherungsvertrages einzutragen, wenn es Zweifelsfrei ist, das die Grundschuld als Sicherungsinstrument für einen Kredit eingetragen ist.

Dazu müsste man mal einen Rechtspfleger des Grundbuchamtes befragen.

Ansonsten freuen sich bestimmt auch die Rechtsanwälte über die Panikmache in den Medien. Da winken neue lukrative (hoher Streitwert) Mandante!!!

Beste Grüße

Bambus

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Vertragstreue als Funktion der Gebührenhöhe

kosh, Mittwoch, 23.01.2008, 02:22 (vor 6578 Tagen) @ Albrecht

Hallo

[color=#996600]> Gegen Gebühr ist man also bereit die Kunden nicht mehr in den Ruin zu stürzen... [/color]

Selbst auf die Gefahr hin, faktisch (noch) daneben zu liegen - die Tücken der Klauseln sind tief und ich befasse mich kaum mit dem Thema - entsteht bei mir der Eindruck, dass eine Bank erstmals öffentlich bekannt gibt, dass sie gegen eine "kleine" Gebühr bereit ist, einen von ihr mitunterschriebenen Vertrag ihrerseits einzuhalten. Wer auf diese Gebühr verzichtet, darf bei Gelegenheit mit Vertragsbruch rechnen.

Bei uns heisst der Gesetzestext "Obligationenrecht", der solche Dinge regelt. Besagte Bank gibt mit dieser Übergangslösung zu, dass man sich durchaus ein Vertragsrecht ausserhalb gesetzlicher Verpflichtungen vorstellen kann, zunächst gegen eine "kleine" Gebühr, wobei man sich ausrechnen kann, dass mit höheren Gebühren rein theoretisch ein stärkerer Wille der Bank erworben werden kann, sich an den Vertrag zu halten.

Ich vermute, dass meine Darstellung einer juristischen Betrachtung vorderhand (noch) nicht standhält. Ich erkenne in den Vorgang eine schleichende Privatisierung des Gesetzes, dessen Wert als Funktion der entrichteten Gebühren dargestellt werden kann und somit die Rechtssicherheit untergräbt. Gewisse Staaten dieser Erde nennt man deshalb auch Bananenrepubliken, weil man Recht auf dem freien Markt kaufen kann.

Grüsse
kosh

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