WALL-STREET-DRAMA
Alarmstimmung an den Börsen - Misstrauen gegen Bernanke wächst
Von Marc Pitzke, New York
Die Welt in Furcht vor dem großen Börsen-Crash: Die Wall Street ist einer Kurs-Katastrophe diesmal gerade noch entkommen - dank einer radikalen Zinssenkung der US-Notenbank. Doch deren Chef Ben Bernanke hat das Vertrauen der Börsianer verspielt. Die Zeichen stehen schlecht.
Wunderbar
Widu, Dienstag, 22.01.2008, 16:36 (vor 6576 Tagen) @ Kaltmeister
Als langfristiger Anleger interessiert mich, wo meine Aktien in 5 Jahren stehen, nicht der Stand morgen oder nächste Woche.
Wenn die Börse ordentlich crasht, dann gibt's vielleicht noch ne Möglichkeit zum Einsteigen. Denn eine Panik führt ja zu nichts anderem als zum Schnäppchenkauf.
Ein paar Leute müssen verkaufen, weil sie kein langfristiges Geld eingesetzt haben. Und ein paar Leute lassen sich von der Panik mitreißen, sieht man ja in jedem Forum, wie kopflos einige Leute agieren.
Ich rüste mich jedenfalls zum Einkauf. Ich überlege nur noch den perfekten Zeitpunkt.
langfristig ist nur das Ende sicher
ventura, Dienstag, 22.01.2008, 22:03 (vor 6576 Tagen) @ Widu
Hi,
gehe mal davon aus, dass wenn Du dieses Jahr einsteigst, Deine Kohle in 7 bis 15 (je nach Engagement) Jahren wieder siehst...
my 2 cent
V
langfristig ist nur das Ende sicher
stratege
, Dienstag, 22.01.2008, 23:28 (vor 6576 Tagen) @ ventura
Hi,
gehe mal davon aus, dass wenn Du dieses Jahr einsteigst, Deine Kohle in 7
bis 15 (je nach Engagement) Jahren wieder siehst...my 2 cent
V
Ich hoffe ja für Euch, dass Ihr Euch da nicht täuscht. Im Nikkei liegt man nach nach 20 Jahren noch hinten, selbst wenn man nach 50% Korrektur vom High eingestiegen ist (den Neuen Markt erwähne ich mal lieber nicht). Und der Blick auf den Langfristchart zeigt, dass die Entwicklung im DAX nicht unbedingt "gesund" ist. Aber Aktien steigen langfristig ja immer...
Gruss
Stratege
zwei Fragen dazu:
imperator, Mittwoch, 23.01.2008, 01:02 (vor 6576 Tagen) @ Kaltmeister
WALL-STREET-DRAMA
Alarmstimmung an den Börsen - Misstrauen gegen Bernanke wächst
--
1. Frage
warum nimmt man fuer solch eine weitreichende Behauptung, die die tiefgreifendsten je vorstellbaren Konsequenzen nach sich ziehen sollten, einen NAMENLOSEN und praktisch auch GESICHTSLOSEN Boersenhaendler, den man, sofern er falsch liegt, hinterher nicht mal mehr auf diese These ansprechen koennte, weiles ihn, fuers Protokoll, wegen seiner Namens-Gesichts- und v.a. Referenzlosigkeit defacto eigentlich garnicht gibt!
2. Frage
Gehen die Leute heute so wenig in die Kirche, und kuemmert das auch deshalb "ganz oben" weiter niemand, weil man Ihnen das, was sie GLAUBEN sollen heute per elektronischer "Religionsschrift" SPON quasi sekuendlich aktualisiert oder modifiziert angepasst zustellen kann?!
A u s g e r e c h n e t das vom Grosskapital im Besitz befindliche Print-ZentralOrgan, soll uns also mittels namenloser Schreier die Zukunft weisen!
Fassen wir zusammen:
Wann wurde jemals mehr als durch gewaltige Kursspruenge in kuerzester Zeit an der Boerse GELD UMVERTEILT?
Der einen Gruppe, derjenigen die man (weil man die Medien ja kontrolliert) in Angst und Schrecken versetzte, die durchschnittliche M a s s e versuchte, mit einer "schwarzen Null" in der Bilanz die Verlusste zu minimieren, (also jene die sich grad zu Wunden lecken, sich leise gegenseitig bemitleiden, die haben trotz gewaltiger Kursspruenge GARNICHTS verdient, obwohl auch sie gelernt haben, dass man das meiste durch gewaltige Kursspruenge verdient, das ist quasi die stete Hoffnung des AKtienspiels, der eigentliche Sinn der Uebung) -
und andererseits die klitzekleine andere Gruppe, die man wahrscheinlich an zwei Haenden abzaehlen kann hingegen, und glasklar existiert diese, weil Geld an der Boerse und durch Aktien ja stets nur den Besitzer wechselt, es wird weder geschaffen noch vernichtet, die zieht nach zwei Tagen starker Kusspruengs nuechtern Bilanz, waegt die Aufwendungen (TV-Internet-Print-gesteuerte Panikmache) ab und rechnet in zwei Tagen Gewinne ab, die nominal identisch mit den Verlusten der anderen gigantischen Gruppe resultierend aus der Haltedauer der Wertpaiere Fonds und Optionsscheine sind.
Vielleicht ist die Arbeit von 10 oder 20 Jahren schlichtweg gestern zu Auszahlung gekommen. Nicht mehr und nicht weniger, so wie bei jeglicher Investition, nur mit dem kleinen Unterschied, dass man in der Wirtschaft in "fassbare" Gueter investiert, die am Zahltag auch tatsaechlich vorhanden sind, hier allerdings hatten wir eine Investition in ein Anrecht, welches sich durch den Kurs als eine vage, in jedem Fall aber variable Groesse darstellt - ein Anrecht, fuer dessen Fall ins Bedeutungslose keinerlei Netz und doppelter Boden vorhanden sind.
2 Antworten - zwei Fragen dazu:
weissgarnix
, Mittwoch, 23.01.2008, 02:21 (vor 6576 Tagen) @ imperator
1. Frage
warum nimmt man fuer solch eine weitreichende Behauptung, die die
tiefgreifendsten je vorstellbaren Konsequenzen nach sich ziehen sollten,
einen NAMENLOSEN und praktisch auch GESICHTSLOSEN Boersenhaendler, den
man, sofern er falsch liegt, hinterher nicht mal mehr auf diese These
ansprechen koennte, weiles ihn, fuers Protokoll, wegen seiner
Namens-Gesichts- und v.a. Referenzlosigkeit defacto eigentlich garnicht
gibt!
Spieltheoretisch gesehen ist die Antiorthodoxie IMMER eine Verfolger-Strategie, aber keine Leader-Strategie. Übersetzt auf diesen Fall: große, bekannte, "etablierte" Namen wirst du derzeit mit kontroversen Statements ex ante nicht vor ein Mikro oder eine Kamera bekommen. Für unbekannte Kommentatoren sind solche Situationen jedoch eine ideale Gelegenheit, sich zu profilieren. Wenn sie richtig liegen, dann wird man von ihnen weiterhin Notiz nehmen, bis sie ebenfalls "Etablierte" sind (und dann werden sie idR genauso nur noch dem Mainstream das Wort reden), wenn sie falsch liegen, dann war es völlig egal, weil sie vorher keiner kannte und nachher auch nicht.
2. Frage
Fassen wir zusammen:
Wann wurde jemals mehr als durch gewaltige Kursspruenge in kuerzester Zeit
an der Boerse GELD UMVERTEILT?
Ich glaube nicht, dass zwischen sozialen Gruppen gestern groß was umverteilt wurde. Vermutlich wurde eher innerhalb einzelner sozialer Gruppen umverteilt. Aus folgenden Gründen:
1. Das Privat-Publikum spielt, zumindest im DAX, so gut wie keine Rolle
2. Bleiben also die Fonds, Versicherungen und sonstige Langfrist-Instis, sowie die diversen Trader, Investmentbanken und Hedge-Fonds. Die ersteren beteiligen sich an einem Geschehen wie gestern wohl nicht wirklich aktiv, vermutlich werden viele von ihnen "billiger" zugekauft haben oder das noch tun. Nicht unbedingt weil sie das wollen, sondern weil sie das wegen der in ihrer "Investment Charter" festgelegten "asset allocation rules" quasi müssen. Der Pensionsfonds, bei dem ich zB als Trustee wirke, hält konstant eine Allocation von 60% Renten, 40% Aktien, und wenn Aktien entsprechend im Wert fallen, wird diese Position aufgestockt (automatisch, um genau zu sein, durch einen externen "rebalancing service"), bis wieder die target allocation erreicht ist.
Die vermutlichen Verlierer der letzten beiden Tage sind daher für mich alle trading-orientierten Anleger, die halt zum falschen Zeitpunkt auf der falschen Seite waren (und zb den DJI bei 11.600 fleissig geshortet haben). Wird es sich dabei im großen Stil um Anlegerpublikum aus der sozialen Unterschicht gehandelt haben ? - Wohl kaum.
Der einen Gruppe, derjenigen die man (weil man die Medien ja kontrolliert)
in Angst und Schrecken versetzte, die durchschnittliche M a s s e
versuchte, mit einer "schwarzen Null" in der Bilanz die Verlusste zu
minimieren, (also jene die sich grad zu Wunden lecken, sich leise
gegenseitig bemitleiden, die haben trotz gewaltiger Kursspruenge GARNICHTS
verdient, obwohl auch sie gelernt haben, dass man das meiste durch
gewaltige Kursspruenge verdient, das ist quasi die stete Hoffnung des
AKtienspiels, der eigentliche Sinn der Uebung) -und andererseits die klitzekleine andere Gruppe, die man wahrscheinlich an
zwei Haenden abzaehlen kann hingegen, und glasklar existiert diese, weil
Geld an der Boerse und durch Aktien ja stets nur den Besitzer wechselt, es
wird weder geschaffen noch vernichtet, die zieht nach zwei Tagen starker
Kusspruengs nuechtern Bilanz, waegt die Aufwendungen
(TV-Internet-Print-gesteuerte Panikmache) ab und rechnet in zwei Tagen
Gewinne ab, die nominal identisch mit den Verlusten der anderen
gigantischen Gruppe resultierend aus der Haltedauer der Wertpaiere Fonds
und Optionsscheine sind.Vielleicht ist die Arbeit von 10 oder 20 Jahren schlichtweg gestern zu
Auszahlung gekommen. Nicht mehr und nicht weniger, so wie bei jeglicher
Investition, nur mit dem kleinen Unterschied, dass man in der Wirtschaft
in "fassbare" Gueter investiert, die am Zahltag auch tatsaechlich
vorhanden sind, hier allerdings hatten wir eine Investition in ein
Anrecht, welches sich durch den Kurs als eine vage, in jedem Fall aber
variable Groesse darstellt - ein Anrecht, fuer dessen Fall ins
Bedeutungslose keinerlei Netz und doppelter Boden vorhanden sind.
2 Antworten
imperator, Mittwoch, 23.01.2008, 15:43 (vor 6575 Tagen) @ weissgarnix
Pensionsfond
Die vermutlichen Verlierer der letzten beiden Tage sind daher für mich
alle trading-orientierten Anleger, die halt zum falschen Zeitpunkt auf der
falschen Seite waren (und zb den DJI bei 11.600 fleissig geshortet haben).
Wird es sich dabei im großen Stil um Anlegerpublikum aus der sozialen
Unterschicht gehandelt haben ? - Wohl kaum.
nun, Rothschild, Rockefeller, Albrecht, Quandt und Gates hoffen ja nicht grad existenzsichrnd auf die Auszahlung des Pensionsfonds, oder?
kaufte der Fond zum niedrigsten Preis und verkaufte zum hoechsten?
Nein!
Es gab aber jemand, der genau das tat.
Da der Fond dies nicht getan hat, darueberhinaus mitzusammengewuerfeltem Geld agiert, ist das was der (verallgemeinert) Fond da macht personifiziert das das armen breiten Masse.
Der Fond repraesentiert die personifizierte Armut.
Ueber die Fonds sind die 100 Euro Wohlhabenden an der Boerse vertreten!
Das einzelne Fond auch Gewinner sind, aendert daran nichts.
Die ComputerTRADEprogramme sind doch allesamt nicht auf maximale Gewinne sondern auf minimalste Verluste nach hoechster Prioritaet programmiert.
Und das tun sie dann auch - oder nicht?
