Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
Prosciutto
, Schweiz, Mittwoch, 23.01.2008, 15:14 (vor 6577 Tagen)
Hallo zusammen
Ich bin 25, werde im Juni 26.
Seit ca. dem Jahre 2000 beschäftige ich mich sehr intensiv mit der Börse und seit 2002 handle ich (fast) ununterbrochen. Gesamte Bilanz: ca. -10'000 CHF. Verkraftbar. War noch vor ca. 2 Monaten +8'000 CHF.
Interessantes und extrem lehrreiches Hobby. Reich werden gelingt nur wenigen Leuten. Noch weniger können ausschliesslich vom Börsenhandel leben. Hat jemand wirklich gut verdient, d.h. über 100'000 CHF/EUR/USD? Ich schätze, in diesem Forum ist dies vielleicht 10 Leuten gelungen. Und vielleicht weitere 15-20 Leute haben mehr als 20'000 CHF/EUR/USD verdient.
Wahnsinn und irre, was ich alles gelernt habe über die Wirtschaft, Politik, Börse + Handelsplätze, Unternehmen, Aktien, Finanzprodukte, Rohstoffe, Devisen, Geld, Derivate, Psychologie, Anlagestrategien, Kennzahlen, Charttechniken, andere Indikatoren, Interpretation der (Unternehmens-)Bilanzen, Konjunkturzyklen, Wirtschafts- und Unternehmensnachrichten + deren Einfluss, etc. Sehr viele interessante Lektüren und sonstigen Lesestoff habe ich verinnerlicht. Habe mir extrem viel Wissen angeeignet. Habe brutal viel Zeit investiert. Und dabei das "wahre" Leben - und meine Jugendzeit? - vernachlässigt.
Die Aktienkurse waren in den letzten Jahren quasi mein Lebensmittelpunkt. Finanziell konnte ich nicht profitieren. Bereue ich die vielen 1000 Stunden, in denen ich mich damit auseinandergesetzt habe? Manchmal, ja. Ich habe das Gefühl, mehr zu wissen, als mir gut tut.
Voll dabei zu sein an der Börse, mal einen Tagesgewinn von über 10'000 CHF zu erleben, etc. ist interessant. Purer Nervenkitzel. Viel Adrenalin. Extreme Emotionen. Ich habe das Gefühl, dass ich "dank" den starken Emotionen, die volatile Aktienkurse verursachen können, abgestumpft bin. Im Alltag bin ich so ruhig und "emotionslos" geworden. Irgendwie gehen mir die Gesprächsthemen aus, wenn ich mit anderen jungen Leuten zusammen bin. Fast alles ist so langweilig geworden.
An der Börse dabei zu sein, heisst auf jeden Fall auch, sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Absicherung, Altersvorsorge, Finanzsystem, etc.! Und was ich dazu lesen musste, macht mich schwer traurig und depressiv. Ich sehe einfach brutal schwarz für die Zukunft der heutigen Jugend (demografische Entwicklung / Umkehrung der Alterspyramide + Automatisierung + Verdummung der Gesellschaft + Abbau von Arbeitsplätzen + diverse soziale Entwicklungen). Ich denke so negativ und pessimistisch. Nochmals: Ich wäre wahrscheinlich ein fröhlicherer und glücklicherer Mensch, wenn ich all das Zeug und das Forum nie kennengelernt hätte, wenn ich nie in Berührung mit der Börse gekommen wäre. Ich würde gerne sorgenfreier durchs Leben gehen. Mein Humor ist mir abhanden gekommen.
Aber einfach die Finger zu lassen, wenn man mal angefangen hat, mitten drin ist... gar nicht so einfach. Sucht? Ich bin gerne gut informiert. Zuviel Wissen schadet. Intelligenz ist für mich mehr ein Fluch als ein Segen. Sicher, in meinem Leben sind auch sonst viele Dinge schief gelaufen und es gibt einige Faktoren, die zu meinem - seit Jahren andauernden - unglücklich sein beitragen, aber all das (leider meistens wahre) Zeug, welches hier vermittelt wird, trägt auch dazu bei.
Wir alle in diesem Forum gehören wohl zu den reichsten 10% der Weltbevölkerung. Irgendwo gibts eine detaillierte Statistik zur Geldverteilung. Ich glaube, bereits ca. 10'000 USD Vermögen genügen, um zu den reichsten 10% zu gehören. Etwa die Hälfte (oder sogar mehr?) der Menschheit muss mit weniger als 2 Dollar pro Tag auskommen. Verdammt pervers, dass viele reiche Menschen doch nicht glücklich sind.
Sehr - mir kommt keine richtige Wortwahl in den Sinn - beeindruckend vielleicht? finde ich Slums. Slums am Rande von den Grossstädten. Und Obdachlose. Menschen, die rein gar nichts haben. Im Abfall wühlen müssen. Jeden Tag kämpfen. Jeder Tag könnte der letzte Tag sein. Ein Kampf ums Überleben. Bewundern ist das falsche Wort, aber diese Menschen haben es mir irgendwie angetan. Tauschen möchte ich nicht mit ihnen, jedoch faszinieren mich diese Menschen einfach.
Ich hab meine Jugendzeit versaut, bzw. nie richtig ausgelebt. War zu sehr mit der Börse beschäftigt. Ein grosser Fehler... ich will eigentlich nichts mehr damit zu tun haben, aber das Zeug lässt mich nicht los. Reich werde ich nicht an der Börse. Einfach weiterhin Geld verdienen mittels Arbeit wäre besser. Und sich mehr freie Zeit gönnen.
just my 2 cents.
Gruss!
Prosciutto
Hmmm...
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Mittwoch, 23.01.2008, 15:35 (vor 6577 Tagen) @ Prosciutto
Hallo, Prosciutto,
-10'000 CHF. Verkraftbar. War noch vor ca. 2 Monaten +8'000 CHF.
da bist Du nicht alleine, meine Ausflüge ins Casino brachten täglich einen schönen Zugewinn, ganz problemlos, meist in nur zwei Stunden, nur, um dann binnen zweier Tage durch einen saublöden Verlauf wieder aufgezehrt zu werden.
Und jetzt zeigt sich, ob man zum Börsianer bzw. Spieler geboren ist oder nicht.....der Nichtgeborene, der für andere Dinge *vorgesehen* ist, schmeißt hin und geht, der Geborene bleibt und macht weiter.
Ich wäre nicht mit Minus aus dem Casino gegangen, hätte ich es den ganzen Abend über stur durchgezogen, der Trend drehte brav und verlief genau so, wie er sonst an idealen Tagen läuft - nur hatte ich quasi einen Tiefschlag erlitten und traute mich nicht mehr - DAS ist der Witz. Schafft man es, über den Dingen zu stehen, oder nicht.
Aber genau das ist auch die gesunde Vorsicht, die uns ggf. mit einem tragbaren Verlust aus der Sache rauslassen, anstatt mit Existenzverlust und Schulden bis in die Steinzeit zurück.
Kostolany sagte nicht ohne Grund, Börsengewinne seien Schmerzensgeld, erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.
Interessantes und extrem lehrreiches Hobby. Reich werden gelingt nur
wenigen Leuten. Noch weniger können ausschliesslich vom Börsenhandel
leben. Hat jemand wirklich gut verdient, d.h. über 100'000 CHF/EUR/USD?
Ich schätze, in diesem Forum ist dies vielleicht 10 Leuten gelungen. Und
vielleicht weitere 15-20 Leute haben mehr als 20'000 CHF/EUR/USD
verdient.
Sonst gäbe es weder Friseure noch Bäcker, keine Spediteure und keine Polizisten mehr.
Wahnsinn und irre, was ich alles gelernt habe über die Wirtschaft,
Politik, Börse + Handelsplätze, Unternehmen, Aktien, Finanzprodukte,
Rohstoffe, Devisen, Geld, Derivate, Psychologie, Anlagestrategien,
Kennzahlen, Charttechniken, andere Indikatoren, Interpretation der
(Unternehmens-)Bilanzen, Konjunkturzyklen, Wirtschafts- und
Unternehmensnachrichten + deren Einfluss, etc. Sehr viele interessante
Lektüren und sonstigen Lesestoff habe ich verinnerlicht. Habe mir extrem
viel Wissen angeeignet. Habe brutal viel Zeit investiert. Und dabei das
"wahre" Leben - und meine Jugendzeit? - vernachlässigt.
Andere haben das durch Studium, durch Arbeit, durch Hobbies, durch irgendwas - sei getrost, wenn man 40 ist, und dann 45, und dann 50, wird einem immer bewußt, was man alles versäumt zu haben glaubt - das geht allen so. Egal, was man gemacht oder unterlassen hat. Das Leben ist viel zu kurz.
Die Aktienkurse waren in den letzten Jahren quasi mein Lebensmittelpunkt.
Finanziell konnte ich nicht profitieren. Bereue ich die vielen 1000
Stunden, in denen ich mich damit auseinandergesetzt habe? Manchmal, ja.
Ich habe das Gefühl, mehr zu wissen, als mir gut tut.
Auch damit bist Du nicht alleine, allerdings bedeutet das Wissen um die Wölfe im Wald noch nicht, daß sie Dich auch beißen, wenn Du mal durchläufst. Im Gegensatz zu anderen wirst Du aber auf Gegenwehr eingestellt sein. Falls doch. Ist doch schon mal etwas.
Voll dabei zu sein an der Börse, mal einen Tagesgewinn von über 10'000 CHF
zu erleben, etc. ist interessant. Purer Nervenkitzel. Viel Adrenalin.
Extreme Emotionen. Ich habe das Gefühl, dass ich "dank" den starken
Emotionen, die volatile Aktienkurse verursachen können, abgestumpft bin.
Im Alltag bin ich so ruhig und "emotionslos" geworden. Irgendwie gehen mir
die Gesprächsthemen aus, wenn ich mit anderen jungen Leuten zusammen bin.
Fast alles ist so langweilig geworden.
Das kannst Du jeden Abend im Casino deiner Wahl ganz genau so erleben, auch wenn Elli der Ansicht ist, man könne Zufallsprozesse nicht mit Börsenkursverläufen vergleichen. Sagen wir mal so, die zu beobachtenden Trends, das Auf und Ab, das ist gleich, nur viel schneller.
An der Börse dabei zu sein, heisst auf jeden Fall auch, sich mit der
Zukunft auseinanderzusetzen. Absicherung, Altersvorsorge, Finanzsystem,
etc.! Und was ich dazu lesen musste, macht mich schwer traurig und
depressiv. Ich sehe einfach brutal schwarz für die Zukunft der heutigen
Jugend (demografische Entwicklung / Umkehrung der Alterspyramide +
Automatisierung + Verdummung der Gesellschaft + Abbau von Arbeitsplätzen +
diverse soziale Entwicklungen). Ich denke so negativ und pessimistisch.
Nochmals: Ich wäre wahrscheinlich ein fröhlicherer und glücklicherer
Mensch, wenn ich all das Zeug und das Forum nie kennengelernt hätte, wenn
ich nie in Berührung mit der Börse gekommen wäre. Ich würde gerne
sorgenfreier durchs Leben gehen. Mein Humor ist mir abhanden gekommen.
Ein plausibler Gedanke, aber nicht zielführend. Ein intelligenter Mensch wird nie damit zufrieden sein, sich freiwillig auf das Niveau von Schlachtvieh zu begeben, um sorgenfrei zu leben - seine Intelligenz und seine Beobachtungen werden das nicht zulassen. Du müßtest Deinen IQ rausoperieren lassen, dann gings. Vielleicht.
Aber einfach die Finger zu lassen, wenn man mal angefangen hat, mitten
drin ist... gar nicht so einfach. Sucht? Ich bin gerne gut informiert.
Zuviel Wissen schadet.
Das gesunde Maß macht es aus.
Intelligenz ist für mich mehr ein Fluch als ein
Segen. Sicher, in meinem Leben sind auch sonst viele Dinge schief gelaufen
und es gibt einige Faktoren, die zu meinem - seit Jahren andauernden -
unglücklich sein beitragen, aber all das (leider meistens wahre) Zeug,
welches hier vermittelt wird, trägt auch dazu bei.Wir alle in diesem Forum gehören wohl zu den reichsten 10% der
Weltbevölkerung. Irgendwo gibts eine detaillierte Statistik zur
Geldverteilung. Ich glaube, bereits ca. 10'000 USD Vermögen genügen, um zu
den reichsten 10% zu gehören.
Das hilft Dir nix, wenn Du bereits eine Monatsmiete von 1500 USD zu stemmen hast. Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen - wir leben nun mal hier, und deswegen sind Vergleiche zu Burkina Faso streng genommen wertlos.
Etwa die Hälfte (oder sogar mehr?) der
Menschheit muss mit weniger als 2 Dollar pro Tag auskommen. Verdammt
pervers, dass viele reiche Menschen doch nicht glücklich sind.
Wohlhabende Menschen tragen üblicherweise Verantwortung, mache sogar viel davon. Und haben davon Sorgen, sofern Sie einen aufrechten Charakter haben.
Glücklich fühlen ist so ein Thema, das sich an kleinen oder großen Dingen festmachen läßt - Du bist Bill Gates, hast Durchfall, und suchst ein Klo.....der glückliche Fund rechtzeitig macht auch den Bill glücklich, egal, was sein Depot aufweist.
Will sagen, alles ist relativ, und gilt für alle.
Sehr - mir kommt keine richtige Wortwahl in den Sinn - beeindruckend
vielleicht? finde ich Slums. Slums am Rande von den Grossstädten. Und
Obdachlose. Menschen, die rein gar nichts haben. Im Abfall wühlen müssen.
Jeden Tag kämpfen. Jeder Tag könnte der letzte Tag sein. Ein Kampf ums
Überleben. Bewundern ist das falsche Wort, aber diese Menschen haben es
mir irgendwie angetan. Tauschen möchte ich nicht mit ihnen, jedoch
faszinieren mich diese Menschen einfach.
Klar, man kann es als gewisses Privileg betrachten, daß man nicht weiter runter fallen kann, als bis ganz unten. Bis dorthin. Sie haben nichts mehr zu verlieren, und niemand kann ihnen noch was wegnehmen.
Einer meiner Onkelz war so fast unten, und laß Dir sagen, es ist nichts erstrebenswertes.........wenn Du Freude bekommen hast am Ursprünglichen, mach mal ein Survivaltraining mit, das reicht vollauf.
Ich hab meine Jugendzeit versaut, bzw. nie richtig ausgelebt. War zu sehr
mit der Börse beschäftigt. Ein grosser Fehler... ich will eigentlich
nichts mehr damit zu tun haben, aber das Zeug lässt mich nicht los. Reich
werde ich nicht an der Börse.
Sehe es anders : Du wirst nicht reich auf die Weise, in der Du bislang an die Sache herangegangen bist.
Du hast Die Kenntnisse, die Erfahrung, lerne daraus, und mache es beim nächsten Mal besser.
Einfach weiterhin Geld verdienen mittels
Arbeit wäre besser. Und sich mehr freie Zeit gönnen.
Versuche doch, beides zu vereinen. Einerseits einen profanen Job, in dem Du irgendwas erschaffen kannst, vielleicht halbtags, und den Rest so wie bisher. Es gibt nicht nur entweder oder, sondern ebenso sowohl & als-auch.
Im Übrigen ist es nie zu spät, zu erkennen, daß man zu wenig vom Leben *hat*, und das zu ändern. Hab mal gelesen, das, was sich 70-jährige rückblickend am wenigsten wünschen, ist, mit 40 länger im Büro gewesen zu sein.
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Empfehlenswerter Literaturtipp dazu...
Praxedis, Mittwoch, 23.01.2008, 16:08 (vor 6577 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Gordon Livingston:
Zu früh alt und zu spät weise?
---> Zeit zu leben
---> Gordon Livingston
Viel Spaß beim Lesen
Praxedis
Hmmm...
Speku, Mittwoch, 23.01.2008, 16:11 (vor 6577 Tagen) @ Baldur der Ketzer
das waren zwei Spitzenbeiträge.
Grüße
Speku
![[[applaus]]](images/smilies/applaus.gif)
Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
weissgarnix
, Mittwoch, 23.01.2008, 16:19 (vor 6577 Tagen) @ Prosciutto
Hallo zusammen
Ich bin 25, werde im Juni 26.
Glückwunsch, das beste liegt also noch vor dir ...
Interessantes und extrem lehrreiches Hobby. Reich werden gelingt nur
wenigen Leuten.
noch weniger
Noch weniger können ausschliesslich vom Börsenhandel leben
stimmt, die Börsenhändler, sonst niemand ... und oft noch nicht mal die.
Ich schätze, in diesem Forum ist dies vielleicht 10 Leuten gelungen.
Ich schätze, in diesem Forum sagen vielleicht 10 es wäre ihnen gelungen. Was in der Praxis heisst, dass es 2 oder 3 tatsächlich gelungen ist ...
Mir übrigens nicht.
Und dabei das "wahre" Leben - und meine Jugendzeit? - vernachlässigt.
Shame on you ... aber noch ist es ja nicht zu spät!
Im Alltag bin ich so ruhig und "emotionslos" geworden. Irgendwie gehen mir
die Gesprächsthemen aus, wenn ich mit anderen jungen Leuten zusammen bin.
Fast alles ist so langweilig geworden.
Dieses Syndrom gibt es tatsächlich ... lass es nicht pathologisch werden.
Nochmals: Ich wäre wahrscheinlich ein fröhlicherer und glücklicherer
Mensch, wenn ich all das Zeug und das Forum nie kennengelernt hätte, wenn
ich nie in Berührung mit der Börse gekommen wäre. Ich würde gerne
sorgenfreier durchs Leben gehen. Mein Humor ist mir abhanden gekommen.
Wer weiss, was du sonst für Flausen gehabt und welchen Scharlatanen du aufgesessen wärest ...
Zuviel Wissen schadet. Intelligenz ist für mich mehr ein Fluch als ein
Segen.
Wissen ist nicht gleich Intelligenz. Intelligenz ist, was du mit deinem Wissen tolles anstellst ... also: raus, und nutze dein Wissen ...
Einfach weiterhin Geld verdienen mittels Arbeit wäre besser. Und sich mehr freie Zeit gönnen.
Du solltest das machen, was dir am meisten Spass macht. Ehrlich. Ich weiss, das sagt sich viel leichter, als es ist, aber dennoch: versuchen sollte man es ... good luck.
Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
Savoi, Mittwoch, 23.01.2008, 16:34 (vor 6577 Tagen) @ Prosciutto
Hallo, Prosciutto,
ich selber bin 27 Jahre alt und befasse mich seit ca. 1999 mit dem Thema Börse. Dabei habe hatte ich das Glück in Spären aufzusteigen, die kaum jemand in meinem Alter gesehen hat UND dann wieder auf den Boden zurückgekehrt bin.
Mit Boden meine ich etwas ähnliches, was dir widerfahren ist und dieses "UND" habe ich ganz bewusst groß geschrieben. Denn durch diesen "Abstieg" bzw. durch den "Aufschlag" am Boden (also eher mit deinem Fall vergleichbar, nicht das was Baldur meinte) kam mein Wissensdurst zurück bzw. entstand erst richtig. Andernfalls wäre ich womgölich abgedriftet in materielles Denken. Ich habe kurzzeitig sogar überlegt meine Ausbildung zu schmeißen, da ich nur noch den Zinseszins vor Augen hatte. Aber am Boden angelangt habe ich mich wieder aufgerappelt und mir Humankapital angeeignet und vor 1 Jahr mein Studium abgeschlossen.
Dass unsere Generation, die "Fun Generation" genannt wird, im Moment noch relativ sorgenfrei lebt ändert nichts an der Tatsache, dass sie irgendwann mit härteren Zeiten konfrontiert wird und dann geht es uns besser, da wir, wie Buldur sagte, auf Gegenwehr eingestellt sind und nicht zum Schlachtvieh gehören,....
Man sagt, dass intelligente Menschen unglücklicher sind, aber ehrlich gesagt hätte ich in keiner Situation tauschen wollen. NIEMALS
Zum Thema Sucht: Damals war ich (ebenfalls) süchtig und mein Leben drehte sich hauptsächlich um Börse, Geld gewinnen, Geld verlieren.
Ich hatte wirklich mal viel Geld, aber ich habe mir von all diesem Geld nichts, rein gar nichts gekauft. Ich habe immer wieder alles angelegt, bis es weg war. Aber ich bin mir sehr sehr sicher, dass das meiner Persönlichkeit geholfen hat.*
Man sagt auch: "Alles, was einen nicht umbringt macht einen härter."
10000 CHF ist nicht wenig, aber dieses "Problem * " ist definitiv lösbar.
Deine Persönlichkeit inkl. deines Wissens ist weit (unendlich mehr) wert, als dieses Geld bzw. alles Geld der Welt!
Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du auf das baust, was du hast bzw. was Du bist!
P.s.: Schade, dass du dein Wissen noch nicht als positiv verbuchen kannst. Jedenfalls freut es mich, dass es in meiner Generation noch andere Leute gibt, die sich mit dertigen Dingen auseinandersetzen.
Gez. Savoi
Lerne daraus!... und weiter geht´s!
Diogenes2000, Mittwoch, 23.01.2008, 18:03 (vor 6577 Tagen) @ Prosciutto
Hallo Prosciutto,
Baldur der Ketzer hat vom Casino gesprochen... wahrscheinlich liegt er damit auf der richtigen Linie: Du solltest das hier als Spiel auffassen, wenn Du weiter machen willst, und ein gewisses Spielkapital einsetzen, mehr nicht. Wie im Casino.
Dafür brauchst Du aber eine Spielermentalität. Wenn Du die nicht hast, dann lass es bleiben - und widme Dich ernsteren Dingen. Ja, ich meine das ernst, der "Tanz um´s goldene Kalb" ist nichts Ernstes, auch wenn es viel Geld kosten kann.
Ich bin Jahrgang 1950, zähle also schon eher zu den reiferen Jahrgängen. Im Jahre 1988/89 habe ich mich auf das Börsenspiel eingelassen... und damals war das noch ziemlich schwierig, denn noch gab es kein Internet. Man war also auf Broker und das Telefon angewiesen.
Trotzdem habe ich mich gleich voll reingewagt: mit Direktkontrakten, schön gemischt: zweimal Devisen, einmal Gold und dazu noch den Orange Juice...
Mit der DM habe ich kräftig gewonnen, mit Gold solala - beim Yen hab´ich eine auf die Nase bekommen, ohne dass ich reagieren konnte, weil das ganze schon in der Nacht in Tokio passierte. Und der Orange Juice hat mich Nerven gekostet, Ernteprobleme etc. - und alles hing mit Brasilien zusammen. Ich mussste zweimal prolongieren... habe mich damit auch gerettet: es blieb noch ein kleiner Gewinn übrig, doch - und das ist jetzt wichtig - als ich ein Fußballspiel mit Brasilien im Fernsehen ansah, musste ich während des ganzen Spiels nur an meinen Orangensaft denken und konnte mich überhaupt nicht mehr am Spiel der Brasilianer erfreuen...!!
An diesem Abend habe ich beschlossen, das "Börsenspiel zu lassen", habe mein Konto mit einem am Ende guten Gewinn geschlossen, das war´s dann.
Meiner Meinung nach darf man sich das Leben durch das "Casino" (Baldur!) nicht vermiesen lassen. Wer keine Freude am Zocken hat, sollte sich besser nicht darauf einlassen, es sein denn er schwimmt eh schon in der Sahne...
Zu den Slums: Das mag Dir attraktiv erscheinen, ist es aber nicht! Ein Rat: nie von einem Extrem ins andere fallen - Das Leben ist weder schwarz noch weiß, sondern grau! Und da gibt es ja bekanntlich viele Grautöne. Such Dir einen Ton aus, der hell ist, dann passt´s.
Mein Nick hier ist auch Programm: Ich halte viel von der Philosophie des alten Diogenes, seine Bedürfnisse so weit wie möglich runterzufahren, denn mit jedem Schritt kommt man der Freiheit näher.
Ich lebe hier in einem paradiesischen Land nähe dem Äquator von den Einkünften aus drei vermieteten Reihenhäuschen... Das reicht, um angenehm zu leben. Und die Reichen hier haben mehr Sorgen als ich.
Also, es muss nicht Slum sein! Ein bisschen mehr darf es schon sein...
Wenn Du mir direkt schreiben willst, nur zu! Du weißt ja, wie´s geht.
KH
Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
ventura, Donnerstag, 24.01.2008, 01:06 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
Jetzt musst Du weiter machen!!!
Man muss mindestens 3x abgebrannt sein, bevor man weiß, wo der Hase hin läuft!
Du hast (fast) alles bewusst gesehen, was andere Generationen so nicht erlebt haben. Du solltest Deine Intuition ein ganzes Stück geschult haben?
Vielleicht warst Du nur immer zu nahe vor dem Bildschirm?
Kauf Dir "How to trade in Stocks", wenn das mit dem Englisch nicht so funzt; Traden wie J.L., das Original ist allerdings um Längen besser!
Nur ein anderer Ansatz.
Good Luck!
V
Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
Vielleser, Donnerstag, 24.01.2008, 04:14 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
An der Börse dabei zu sein, heisst auf jeden Fall auch, sich mit der
Zukunft auseinanderzusetzen. Absicherung, Altersvorsorge, Finanzsystem,
etc.! Und was ich dazu lesen musste, macht mich schwer traurig und
depressiv. Ich sehe einfach brutal schwarz für die Zukunft der heutigen
Jugend (demografische Entwicklung / Umkehrung der Alterspyramide +
Automatisierung + Verdummung der Gesellschaft + Abbau von Arbeitsplätzen +
diverse soziale Entwicklungen). Ich denke so negativ und pessimistisch.
Nochmals: Ich wäre wahrscheinlich ein fröhlicherer und glücklicherer
Mensch, wenn ich all das Zeug und das Forum nie kennengelernt hätte, wenn
ich nie in Berührung mit der Börse gekommen wäre. Ich würde gerne
sorgenfreier durchs Leben gehen. Mein Humor ist mir abhanden gekommen.Aber einfach die Finger zu lassen, wenn man mal angefangen hat, mitten
drin ist... gar nicht so einfach. Sucht? Ich bin gerne gut informiert.
Zuviel Wissen schadet. Intelligenz ist für mich mehr ein Fluch als ein
Segen. Sicher, in meinem Leben sind auch sonst viele Dinge schief gelaufen
und es gibt einige Faktoren, die zu meinem - seit Jahren andauernden -
unglücklich sein beitragen, aber all das (leider meistens wahre) Zeug,
welches hier vermittelt wird, trägt auch dazu bei.
Hallo Prosciutto!
Ich bin da ganz bei Dir! Ich denke, dass trotzdem dieses enorme Wissen nicht umsonst sein muss. Es tun sich ein paar Grundsatzfragen auf, nur so als Anregung, weil es hier auch um Fokussierung geht.
Müssen nicht Kinder in Pakistan in Fabriken arbeiten? Wie war das in Europa früher, z.B. in der Landwirtschaft. Kinder im Westen verbringen ihre Zeit heute unter anderem mit Computerspielen. Ist das wirklich Kindheit? Was ist überhaupt eine ideale Kindheit und gibt es sie?
Ist Ausbildung mit Bildung gleichzusetzen? Wird mit dem „World Core Curiculum“ wirklich die Bildung gefördert? Aristoteles soll gesagt haben, dass Geld keine Nachkommen haben kann. Warum kam er zu dieser Ansicht? Das herauszufinden wäre interessant. Wird das auch auf der Universität gelehrt? In der Bibel steht, sie kommen um, aus Mangel an (wahrer) Erkenntnis. Die Erkenntnis dass eine Sache schlecht ist, kann auch positiv sein.
Grüße
Vielleser
u.a. deshalb liebe ich dieses Forum! Danke an alle!
rahim
, Donnerstag, 24.01.2008, 04:53 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
Hallo Prosciutto
(mann, ist das schwer zu buchstabieren, wenn man es nicht abschreiben kann - huch - schwups - schon wieder was gelernt ...
)
Vielen Dank für Deinen Beitrag und Deinen Mut, uns einen Einblick in Dein Seelenleben zu geben.
Das heilt vermutlich mehr als alle Börsengewinne dieser Welt, für die, die sich darauf einlassen.
Ich kann mich meinen Vorpostern im Großen und Ganzen nur anschließen, und auch Euch vielen Dank dafür!
Meine Lebenserfahrung ist: sehr wahrscheinlich ist NICHTS umsonst oder verloren. Alles, was dir wiederfährt, ist Not-wendig.
Ich habe manche Dinge in meinem Leben getan, die ich eigentlich so nicht tun wollte oder hätte tun sollen.
Z.B. Nebenfächer im Studium nicht nach Neigung, sondern nach "möglichst wenig Aufwand" ausgewählt. Verlorenes Wissen?
Oder nach meinem Studium aus Angst, gar keinen Job zu kriegen, irgendeinen angenommen. Verlorene Zeit?
Oder einem Betrüger auf den Leim gegangen und Riesenängste wegen der befürchteten (aber nicht eingetretenen) Folgen für die Familie ausgestanden. Verlorenes (Selbst-)vertrauen?
Das sind nur drei Punkte von vielen. In allen Fällen war es so, dass mir das, was ich dabei erfahren und gelernt habe später, manchmal viel später sehr hilfreich war.
Geh dankbar, liebevoll und aufmerksam durchs Leben, dann wird es Dir mehr und mehr gelingen, Freude am Leben zu haben und selbst in schwierigen Zeiten einen halbwegs klaren Kopf zu behalten.
Alles Gute für Dich, und
kiek mal wiede inn
rahim
--
Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch die Bilder einer Zukunft, die wir wollen.
(Wilhelm Ernst Barkhoff, Gründer der GLS-Bank)
Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
Amanito, Donnerstag, 24.01.2008, 06:04 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
Hi Prosciutto!
Das Geld würde ich sagen ist letztendlich egal, schwerwiegender ist da schon der 'Verlust' der Jugend, das ist tw. "uneinbringlich". Ich habe mit 15 an der Börse begonnen und in den ersten 2 Jahren auch ordentlich Geld versenkt (allerdings ohne irgendwas auszulassen, was für dieses Alter üblich ist
). Das mit der Intelligenz ist leider richtig, mir scheint es so, daß es 2 Möglichkeiten gibt:
(1) Du bist mental eher bescheiden drauf, aber Dir dessen bewußt und befolgst stur die simplen Börseregeln (the trend is your friend, Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen...) - dann kannst Du sicher viel verdienen, denn an der Börse sind andere Dinge viel wichtiger als der IQ. Da gabs mal einen interessanten Versuch an einer Uni, Teilnehmer verschiedener Berufe wurden kurz ins Trading mit den Basics eingeschult und konnten dann handeln. Wer gewann? Ein eher minderbemittelter Mann, der sich nicht für den 'Oberchecker' hielt und sich im Gegensatz zu den Akademikern einfach an die ihm beigebrachten Regeln hielt.
(2) Du super-smart bist, dann gehörst Du zur "Elite"
Die große Masse der Leute ist natürlich dazwischen, sie überschätzen sich, nehmen zu große Risiken, sind zu undiszipliniert, zu wenig fokussiert... was auch die bescheidene Performance der Masse erklärt.
Für mich ist die Börse ein Weg zur Vervollkommung des Geistes.
Alles Gute
Manfred
Vertrauen und Intuition
Kurier, Donnerstag, 24.01.2008, 06:56 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
Hallo Prosciutto,
Wissen und Aufgeklärtheit sind das eine, Vertrauen dem Leben und der Intuition gegenüber das andere.
Es lohnt sich zu lernen, die Dinge nicht zu bewerten, sondern einfach passieren zu lassen.
Ein Verlust kann vor einem größeren Verlust bewahren. Humorlosigkeit kann zu einem neuen Weg führen. Hier geht es in abgewandelter Form genau um dieses Thema. Wenn Du Lust hast, höre da mal rein:
http://www.wdr5.de/index.phtml?i=1&BEREICH=programmplan&SEITE=programmplan&...
Übrigens, der Humor kommt schon wieder! ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Beste Grüße,
Kurier
Börse - Fluch oder Segen? Mein Abschied? Hmmm...
Merlin, Donnerstag, 24.01.2008, 07:34 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
Hallo prosciutto
Ich werde bald 27
und mir gehts ziemlich ähnlich, wie Dir.
Bei mir kam die das Börsenfieber noch vor Ende des Abiturs, so 98. habe dann eine Banklehere ab 2000 gemacht und studiere seit dem BWL. Zwischenzeitlich war ich mit 50´ vorne. 2004 war ich dannn mit 50´ in den Miesen. War am Anfang viel Glück dabei, wenig Wissen, einfach Instinkt. Später hat mir dann das viele hin und her, die fehlende Handelsdisziplin und andere Fehler die Taschen leer gemacht. Mein ganzes Lehrgehalt ging drauf, sowie alle Ersparnisse, die ich hatte, sowie alles Geld was ich mir erarbeitet hatte und nicht umbedingt zum Leben brauchte. Ich habe mir nie was größeres geleistet, war immer sparsam.
Wahnsinn und irre, was ich alles gelernt habe über die Wirtschaft,
Politik, Börse + Handelsplätze, Unternehmen, Aktien, Finanzprodukte,
Rohstoffe, Devisen, Geld, Derivate, Psychologie, Anlagestrategien,
Kennzahlen, Charttechniken, andere Indikatoren, Interpretation der
(Unternehmens-)Bilanzen, Konjunkturzyklen, Wirtschafts- und
Unternehmensnachrichten + deren Einfluss, etc. Sehr viele interessante
Lektüren und sonstigen Lesestoff habe ich verinnerlicht. Habe mir extrem
viel Wissen angeeignet. Habe brutal viel Zeit investiert. Und dabei das
"wahre" Leben - und meine Jugendzeit? - vernachläss
Ging und geht mir noch genauso, wobei ich nach 2004 nichts mehr angerührt habe war abstinent. Ich habe mich einfach nichts mehr getraut, da ich mir so sehr die Finger verbrannt habe.
Die Aktienkurse waren in den letzten Jahren quasi mein Lebensmittelpunkt.
Finanziell konnte ich nicht profitieren. Bereue ich die vielen 1000
Stunden, in denen ich mich damit auseinandergesetzt habe? Manchmal, ja.
Ich habe das Gefühl, mehr zu wissen, als mir gut tut.
Geht mir genauso.
Voll dabei zu sein an der Börse, mal einen Tagesgewinn von über 10'000 CHF
zu erleben, etc. ist interessant. Purer Nervenkitzel. Viel Adrenalin.
Extreme Emotionen. Ich habe das Gefühl, dass ich "dank" den starken
Emotionen, die volatile Aktienkurse verursachen können, abgestumpft bin.
Im Alltag bin ich so ruhig und "emotionslos" geworden. Irgendwie gehen mir
die Gesprächsthemen aus, wenn ich mit anderen jungen Leuten zusammen bin.
Fast alles ist so langweilig geworden.
Kann ich voll unterschreiben. Es macht mir auch fast keinen Spaß mehr mich zu unterhalten, da mich das Forum so geprägt und aufgeklärt hat. Die Masse des Umfeldes ist einfach nicht informiert und naiv. Es nimmt mich einfach mit und nervt wenn ich mich Unterhalte weil die Masse einfach Dumm und Medienhörig ist. Da ich eine starke altruistische Ader habe, ist ist es doppelt schlimm. Deswegen habe ich mich auch teilweise abgekapselt, obwohl ich eigetlich ein sehr freundlicher und extrovertierter Mensch bin. Mir liegt es einfach nicht mich über irgendeinen Mist zu unterhaltn. Diese Sitution tut mir ein bisschen weh und hat mich auch ein bisschen depressiv gemacht.
An der Börse dabei zu sein, heisst auf jeden Fall auch, sich mit der
Zukunft auseinanderzusetzen. Absicherung, Altersvorsorge, Finanzsystem,
etc.! Und was ich dazu lesen musste, macht mich schwer traurig und
depressiv. Ich sehe einfach brutal schwarz für die Zukunft der heutigen
Jugend (demografische Entwicklung / Umkehrung der Alterspyramide +
Automatisierung + Verdummung der Gesellschaft + Abbau von Arbeitsplätzen +
diverse soziale Entwicklungen). Ich denke so negativ und pessimistisch.
Nochmals: Ich wäre wahrscheinlich ein fröhlicherer und glücklicherer
Mensch, wenn ich all das Zeug und das Forum nie kennengelernt hätte, wenn
ich nie in Berührung mit der Börse gekommen wäre. Ich würde gerne
sorgenfreier durchs Leben gehen. Mein Humor ist mir abhanden gekommen.
Aber einfach die Finger zu lassen, wenn man mal angefangen hat, mitten
drin ist... gar nicht so einfach. Sucht? Ich bin gerne gut informiert.
Zuviel Wissen schadet. Intelligenz ist für mich mehr ein Fluch als ein
Segen. Sicher, in meinem Leben sind auch sonst viele Dinge schief gelaufen
und es gibt einige Faktoren, die zu meinem - seit Jahren andauernden -
unglücklich sein beitragen, aber all das (leider meistens wahre) Zeug,
welches hier vermittelt wird, trägt auch dazu bei.
Geht mir absolut genauso.
Seelig sind die Unwissenden, denn Ihnen gehört das Himmelreich.
Ich hab meine Jugendzeit versaut, bzw. nie richtig ausgelebt. War zu sehr
mit der Börse beschäftigt. Ein grosser Fehler...
Denke ich auch oft. Vieleicht wird es sich aber doch irgendwann mal auszahlen. Das was man gelernt hat, geht ja nicht mehr verloren.
Trotzdem fehlt mir im Moment ein bisschen das klare Ziel wo es im Leben hingehen soll.
Ich hänge durch das Wissen in der Luft.
Liebe Grüße
Merlin
kein Fehler - Geld war gut investiert!
imperator, Donnerstag, 24.01.2008, 14:33 (vor 6576 Tagen) @ Prosciutto
Hallo zusammen
Ich hab meine Jugendzeit versaut, bzw. nie richtig ausgelebt. War zu sehr
mit der Börse beschäftigt. Ein grosser Fehler... ich will eigentlich
um herauszufinden was man will muss man auch mal Dinge machen die man nicht will, daher ist es kein Fehler sondern ein praegender Lebensabschnitt gewesen.
und eine gewisse nicht kleine Zahl an Spezies von Menschen holt sich hier
http://www.woed-danceradio.com/tune-in/listen.asx
neue Energie.
Das ist quasi fuer den Akku, ....aufladen und raus!
Andereseits haettest Du deine Chf 10.000 in ein schnelles bike
![[image]](http://i141.photobucket.com/albums/r46/Motorbiker_photos/NewsPics/oldNewsPics/Hayabusa_3_wheel_2.jpg)
investieren und Dich damit schon in die ewigen Jagdgruende katapultiert haben koennen, also waren die sooooo schlecht nun auch wieder nicht investiert!
