Die „game over“ – Baisse ist passé
Die „game over“ – Baisse ist passé
Zumindest liegt sie in ihren allerletzten Zügen und eine sehr kräftige Gegenbewegung steht an.
Das, was als Subprime-Krise in die Geschichte eingeht, war zwar ein grossangelegter Betrug mittels der ABS (fälschlicherweise als asset backed securities statt assest betrayal system gedeutet). Dieses Asset-Betrugs-System, von dem „leider“ nur rund 50% aus den US exportiert werden konnte, bevor es aufflog, bewirkte bei allen Haltern dieser (oder ähnlich gestrickter Titel) einen schmerzlichen Vermögensverlust, der, wenn zum 31.12. 2007 korrekt bewertet, dazu führen würde, dass bei vielen „Investoren“ (Banken etc.) das Eigenkapital auf der Aktivseite erscheinen müsste. Das wäre ein Konkursgrund, soweit nicht neues EK beigeführt werden kann. Und Gefahr eines Bankruns. Deshalb dottores Ruf „game over“.
So schnell lässt sich das Finanzsystem aber nicht zerlegen, auch wenn dies ein schwerer Sargnagel war. Ein schnelles Ende ist alles andere als wahrscheinlich. Die ZB, Prüfstellen und Regierungen werden, so sie nicht Garantien aussprechen (die nie gezogen werden sollen) den betroffenen erlauben, ihre Verluste zu verschleiern. Der Bilanzstichtag 31.12. wird im Ernstfall nicht zur Stunde der Wahrheit werden, sondern der Unwahrheit. Die Vermögensverluste werden über 10 oder mehr Jahre abgeschrieben werden. Und das war´s dann.
Viel schlimmer ist ein anderer Gefahrenherd, auf den bereits hingewiesen wurde. Er heisst Liquiditätsverluste und hängt mit der jahrzehntelangen Yen-Baisse zusammen, der erst durch die Null-Zins-Politik der jap. Notenbank, dann durch den Kapitalexport der jap. Hausfrauen getätigt wurde/wird. Durch die Subprime-Immobilien-Krise aufgeschreckt wurden Immobilien in Österreich und Ungarn, die mit Yen finanziert waren/sind umgeschuldet, (Hinweis von Emerald) was zu einer grossen Yen-Aufwertung führte. (Binnen 14 Tage stieg der Yen von rund 166 auf fast 153/ Euro) Da werden auch jap. Hausfrauen wach und dürften an eine Repatriierung ihrer Auslandsanlagen denken. Ihre (zumeist nicht kursgesicherten) Anlagen in neuseeländischen, australischen und amerikanischen Dollars verlieren an Wert. Wie lange werden sie noch zuschauen? Einem Yen-Repatriierungs-Prozess, der von den japanischen Hausfrauen in Gang gesetzt wird, kann auch die Wallstreet gefällige BoJ nicht widerstehen und die jap. Exportwirtschaft ohnehin nicht. Das wird der nächste Sargnagel des Finanzsystems.
Zunächst jedoch ist eine allgemeine Erholung angesagt. Der Vorausritter GS hat ohnehin keine Sorgen, denn die heisse Subprime-Ware hat er beizeiten weitergereicht und an der game-over-Baisse vermutlich auch verdient. Man soll sich immer daran erinnern, dass auf den Terminmärkten jedem Verlierer ein gleich hoher strahlender Gewinner gegenübersteht, der das seinige dazu beigetragen hat, dass die stampede losging.
Nur auf dem physischen Edelmetallmarkt hat die Baisse den Machern wenig gebracht. Die physischen Preise sind trotz der initiierten Notenbankverkäufe nur wenig zurückgefallen und zeigen bereits erneute Stärke. Die commercials werden erstmals auf dem falschen Fuss erwischt werden. Bei den Minen (und nicht nur bei diesen) gibt es hervorragende Einstiegsgelegenheiten.
Gruss
A.
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