Österreich, Schweiz und Deutschland jagen Verbrecher gemeinsam -- Nur gut?
Schweiz und Deutschland jagen Verbrecher gemeinsam
Freitag, 18. Januar 2008
Bei einem Treffen von Führungskräften der Polizeien der Grenzkantone zu Deutschland mit der Polizei des Bundeslandes Baden-Württemberg wurde Donnerstag eine Intensivierung des grenzüberschreitenden Spurenabgleichs vereinbart. Straftäter dürften nicht von der Grenzlage profitieren, hiess es nach dem Treffen. Es solle verhindert werden, dass Kriminelle auf beiden Seiten der Grenze unerkannt Straftaten begehen könnten.
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Ziel der gemeinsamen Absprache sei es daher, grenzüberschreitend agierende Straftäter durch den Abgleich von DNA-, Finger- oder anderen Spuren noch schneller zur Strecke zu bringen.
Beste Erfahrungen bei 30 Morden
Die Führungskräfte der Polizei sehen in der grenzüberschreitenden Auswertung solcher Spuren noch erhebliches Potenzial, Straftaten auf beiden Seiten der Grenze aufzuklären. Eine solche Zusammenarbeit wie sie nun zwischen der Schweiz und Deutschland stattfinden soll, gibt es schon seit geraumer Zeit zwischen Deutschland und Österreich. Hier habe man durch diese Kooperation enorme Erfolge verzeichnen können. Allein der grenzüberschreitende Abgleich der DNA-Datenbanken Deutschlands und Österreichs habe circa 2'000 Treffer ergeben. Dabei konnten rund 30 Morde und etwa 100 Vergewaltigungen aufgeklärt werden.
Die Luft für Verbrecher soll dünner werden
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So sollen künftig Spuren bei Kapitalverbrechen oder Sexualdelikten mit den entsprechenden Datenbanken im jeweils anderen Land abgeglichen werden. "Damit stellen wir fest, ob Straftäter in beiden Ländern agieren und können die Erkenntnisse zu den Taten zusammenhängend auswerten und damit die Chancen einer Aufklärung deutlich erhöhen. Darüber hinaus wird die grenzüberschreitende Auswertung der Spuren unmittelbar zu Tätern führen, nämlich immer dann, wenn beispielsweise das DNA-Muster von einem Tatort mit dem bereits gespeicherten genetischen Fingerabdruck eines Täters im jeweils anderen Land übereinstimmt. Solche Volltreffer wünschen wir uns im Interesse der Sicherheit der Menschen in unseren Ländern“
daher http://www.kanton-online.ch/index.php?article=1436&category=KantonSH&NewsID=176...
Das ist ja eigentlich eine feine Sache - gäbe es nicht da immer diesen entsetzlichen Trend Gut-Gemeintes ins Gegenteil zu verkehren.
Ruckzuck werden Steuer-Unregelmäßigkeiten zu Kaptialverbrechen umdefinert.
Und mit dem Nachfolger der allmählich ausgeleierten Nazi-Keule wird ja auch schon ziemlich locker zugelangt ( siehe http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=7310 ). Schließlich ist das ja ein Vorwurf, bei dem der Beschuldigte kaum einen Gegenbeweis führen kann.
Ich erinnere an den Skandal um den vermeintlichen "massenhaften Kindsmißbrauch" in Worms.
Und während meiner Scheidung habe ich, zum Glück nur am Rande, mitbekommen, daß es gerade "in" war massenhaft Kindsmißbrauch durch den Vater zu entdecken - die ultimative Waffe im Scheidungskrieg.
Und von der wurde so rege Gebrauch gemacht, daß es irgendwann sogar der dösigen deutschen Justiz auffiel - und sich ab da gegen die Beschuldigerin wendete. Den vielen ruinierten Vätern half es leider nicht - der Vorwurf "Kindsmißbrauch" bedeutete nämlich deren sozialen Tod.
IIRC sind ja schon etliche ( Nachwuchs-) Politker nach dem Vorwurf "Kinderpornografie" für immer von der Bildfläche verschwunden.
Der Kölner Fall zeigt ja wie locker man heutzutage damit umgeht.
Mal sehen wohin und dieser Fortschritts-Zug fahren wird
J
