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Ein ganz anderer Kollaps - Gibt es da etwa doch Ähnlichkeiten zum Finanz-System?

JoBar, Samstag, 26.01.2008, 00:44 (vor 6575 Tagen)

Freitag, 28. Dezember 2007
Kollaps am Victoriasee - Fischer sind verzweifelt

Geoffrey Obure verdient seinen Lebensunterhalt schon seit 15 Jahren als Fischer auf dem Victoriasee, doch so schlimm wie jetzt war die Lage an Afrikas größtem Binnensee noch nie. "Vor zehn Jahren konnten wir auf den See fahren und kamen mit der vierfachen Menge Fisch von dem zurück, was wir heute fangen", sagt der 34-Jährige Kenianer aus Kisumu. Die umstehenden Fischer der Fischereigenossenschaft von Dunga Beach nicken. Sie alle kennen die Probleme, klagen über schlechten Fang und Einkommensrückgänge.

"Wir versuchen zu überleben", sagt der 20 Jahre alte Steve Bokumu. "Aber es gibt immer weniger Fische, es gibt immer weniger Tilapia, der die besten Preise bringt." Obure zeigt auf den grünen Pflanzenteppich, der sich um die Boote am Ufer webt. Auch sein eigenes Boot, die "Nafwa Nakoli", ist von langstieligen Schlingpflanzen umgeben, regelrecht an den Strand gefesselt. "Es gibt viele Faktoren, aber die Wasserhyazinthe ist unser größtes Problem", sagt er. "Wir können Tag für Tag zusehen, wie sie über den See wächst und ihn erstickt. Wenn wir doch nur große Maschinen hätten, um sie überall aus dem See zu ziehen, dann könnten auch die Fische überleben."

Sechs Kilometer entfernt, an einem beliebten Uferstück in Kisumu, wo sich ein Fischrestaurant an das nächste drängt und Kleinbusfahrer ihre Fahrzeuge mit reichlich Seifenschaum waschen, ist vom See nicht mehr viel zu sehen. Hier hat die Wasserhyazinthe ganze Arbeit geleistet, ein riesiges Areal ist völlig zugewachsen. Die Pflanze war ursprünglich nicht in Afrika heimisch. Ohne natürliche Feinde wurde sie zur Heimsuchung nicht nur des Victoriasees. Doch da der See für rund 30 Millionen Menschen in Kenia, Tansania, Uganda, Burundi und Ruanda die Lebensgrundlage bedeutet, ist die Lage hier so dramatisch wie nirgend sonst.

Feinde des Sees: Wasserhyazinthe, Nilbarsch, Klimawandel

"Der See ist zum Sterben verurteilt", warnt auch der kenianische Wissenschaftler Eric Odada, der seit Jahren die Umweltbedingungen am zweitgrößten See der Welt untersucht. Vieles komme zusammen - die Wasserhyazinthe, die den Fischen den Sauerstoff raubt, der gefräßige Nilbarsch, der wie die Pflanze eingeschleppt wurde und bisher heimische Arten verdrängte, Erosion am Seeufer durch Abholzung, der Anstieg der Seetemperatur durch den Klimawandel und die Düngemittel der Teeplantagen im nahen Hochland, die durch Niederschläge und Grundwasser letztlich auch in den See gelangen.

In schlechten Monaten leben die Fischer und ihre Familien von gerademal 20 Euro im Monat.Der Victoriasee ist dem Kollaps nahe. Bereits jetzt gibt es nur noch 20 Fischarten, einst waren es 55, sagte Odada. Es bestehe durchaus die Gefahr, dass der See infolge der Umweltschäden austrocknet. Dabei warnen Wissenschaftler und Umweltexperten schon seit Jahren vor den Folgen des Überwucherns der Seeoberfläche durch die Schlingpflanzen. Doch Zerhäckseln der Pflanzen brachte nur vorübergehend Besserung, der Einsatz von Pflanzengift oder "Schädlingen" wurde zwar erprobt, gilt aber wegen der unkontrollierbaren Nebenwirkungen als zu riskant.

Die Fischer von Dunga Beach fürchten um ihre Zukunft. "Früher haben wir das Wasser aus dem See zum Kochen und Trinken benutzt, aber das machen wir nicht mehr, es ist ungesund geworden", erzählt Geoffrey Obure. "Wir haben durchgesetzt, dass an unserem Ufer nicht mehr mit Seife gewaschen wird, denn wenn das Wasser schmutzig ist, können auch die Fische nicht überleben."

"Wir können Lärm machen, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, aber wir haben nicht die Macht, um die notwendigen Veränderungen durchzusetzen", bedauert Bokumu, der seit fünf Jahren als Fischer arbeitet. In schlechten Monaten verdienten die Fischer umgerechnet nicht einmal 20 Euro, in guten das Zehnfache. Aber die guten Monate werden immer seltener, berichten die Fischer. "Und wenn wir nicht mehr vom Fischfang leben können, steht unser ganzes Dorf vor dem Aus."


von http://www.n-tv.de/897401.html


Das große Rätsel: Was tun? ( Klingt wie ein Echo von Bernanke oder Trichet )

J

antworten
 

Nein, dieses ist ein ganz anderes Problem !

Hasso, Samstag, 26.01.2008, 01:26 (vor 6575 Tagen) @ JoBar

Hallo Jobar,
ich sehe keine Parallelen. Hier am Victoriasee geht es um wirkliche ernste Probleme... nämlich Ernährung und Umwelt.
In der Finanzwelt geht es lediglich um gegenseitigen Beschiss mit buntbedrucktem Papier. Und um ne Menge smarte Jungs, die daran Spaß haben und irgendwann doch erkennen werden müssen, dass sie ihr Geld nicht fressen können... und das letzte Hemd keine Taschen hat.
Da kann ich keine Parallelen erkennen.
Gruße Hasso

antworten
 

In beiden Fällen sind den Verursachern die Schäden scheißegal

heller @, Samstag, 26.01.2008, 02:03 (vor 6575 Tagen) @ Hasso

Externalisierung der Risiken, Internalisierung der Gewinne.

Das ist das Megaproblem der Globalisierung und der billigen Transporte.

Wenn z.B. der Tee im obigen Beispiel im Umkreis von 1000 oder 2000 km getrunken werden müsste, hätten sie kein Problem mit Überdüngung. Da Transporte aber so gut wie nix kosten, kriegt die ganze Welt Tee aus Afrika - und sie produzieren Mengen, die das Ökosystem dort nicht vertragen kann (jedenfalls nicht ohne achtsameren, etwas teureren Anbau).

Das ist die eine Parallele.

Die andere Parallele ist das Wachstum bis zum Umkippen - und zwar exponentiell, mit zunehmendem Tempo: die Fahnenstange bei der Schulden- und Derivatemenge auf der einen Seite, die explosionsartige Überwucherung auf der anderen. wenn sich die Schlingpflanzen innerhalb eines Jahres verdoppeln, dann benötigt es ein Jahr um von 20 qm auf 40 qm zu wachsen, aber auch nur ein Jahr, bis nach der halben Seefläche die ganze Seefläche zugewuchert ist.)

Eine Frage in beiden Fällen ist: gibt es in Zukunft - nach dem absehbaren Zusammenbruch - eine Art Schweinezyklus bzw. Kontratieff-Zyklus oder stellt sich durch ein bis jetzt unbekanntes Regulativ (z.B. Schlingpflanzen als Massennahrungsmittel bzw. Tobinsteuer) ein neuartiges Gleichgewicht auf einem gemäßigten Niveau ein.

Damit ein schönes Wochenende
Heller

antworten
 

die Schäden scheißegal -- als ob es kein Morgen gäbe

JoBar, Samstag, 26.01.2008, 03:11 (vor 6575 Tagen) @ heller

... soweit eindeutige Zustimmung

Eine Frage in beiden Fällen ist: gibt es in Zukunft - nach dem absehbaren
Zusammenbruch -

Ganz sicher gibt es eine Zukunft, allerdings wird sie ganz anders sein wie es sich die meisten vorstellen wollen und können

eine Art Schweinezyklus

Nicht weit daneben, Bevölkerungs-Zyklus trifft es besser

bzw. Kontratieff-Zyklus oder
stellt sich durch ein bis jetzt unbekanntes Regulativ (z.B.
Schlingpflanzen als Massennahrungsmittel bzw. Tobinsteuer) ein neuartiges
Gleichgewicht auf einem gemäßigten Niveau ein.

Ich schätze mal, daß die Entwicklung von etwas Neuen ein wenig "Anlauf" nehmen muß.
Wie? Nun, wie wäre es mit einem Rückschritt in der bisherigen geschichtlichen Entwicklung?
Wie ging es denn nach dem Zusammenbruch von Imperium Romanum, etc. weiter? Oder weniger imposant: Wie ging es nach dem II., nach dem I. Weltkrieg, ... weiter?

Viel Spaß beim Tüffteln [[smile]]

J

antworten
 

Nein, dieses ist ein ganz anderes Problem !

JoBar, Samstag, 26.01.2008, 02:57 (vor 6575 Tagen) @ Hasso

Hier am Victoriasee geht es um wirkliche ernste
Probleme... nämlich Ernährung und Umwelt.

In der Finanzwelt geht es lediglich um gegenseitigen Beschiss mit
buntbedrucktem Papier. Und um ne Menge smarte Jungs, die daran Spaß haben
und irgendwann doch erkennen werden müssen, dass sie ihr Geld nicht
fressen können...

Aaaaalsoooo, wenn Du ein wenig abstrahierst, dann könntest Du schon Parallelen erkennen - zumindest tue ich es.

Fangen wir mit dem Ende an: Die große Ratlosigkeit. Die Zauberlehrlinge haben absolut keine Ahnung wie sie das, was sie da angerichtet haben, noch stoppen könnten.
Weder die die See-Anwohner noch BB & Co. habe tragfähige Ideen wie man das jeweilige Problem lösen könnte.
Und beim Victoria-See führt meiner Meinung nach kein Weg am Kollaps vorbei.
Wie sich danach ein Gleichgewicht im und um den See einstellen wird ist "politisch korrekt" nicht beschreibbar - aber es wird sich trotzdem so einstellen!

Das führt zur nächsten Parallele: Hätten sich die Teilnehmer in diesen "Spielen" gemäßigt, dann wären sie heute nicht da wo sie sind.
Die Kette beginnend mit dem Fischer, über den Händler, die lokalen Fisch-Verarbeiter, usw. sind vermutlich genau so geldgierig und rücksichtslos wie die Wall Street Boys.
Hätten die Fischer den See im wesentlichen nur für ihren Eigenbedarf gefischt UND (!) den See nur entsprechend seiner Regernations-Fähigkeit ausgebeutet, dann ...
Hätten die Wall Street Boys ...

Kurz und schlecht: Mir scheint in beiden Fällen hat die Kugel bereits den Lauf verlassen. Aber keiner weiß wann und wo genau sie einschlägt.

Schönen Tag noch

J

antworten
 

Ungleichgewichte überall-überall der Mensch (oT)

eddie09 @, Samstag, 26.01.2008, 03:38 (vor 6575 Tagen) @ JoBar

- kein Text -

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

antworten
 

@Jobar mal ne Frage: Die Wasserhyazinthe wurde doch in alle tropischen Gewässer verschleppt, warum ist sie nur in Afrika ei

Mephistopheles, Samstag, 26.01.2008, 09:20 (vor 6574 Tagen) @ JoBar

Die Wasserhyazinthe wurde aus Südamerika, wo sie endemisch ist, in fast alle tropischen Gewässer verschleppt, u.a. auch nach Florida, Kalifornien, Java, südostasiatische Inseln, Australien, Japan, Indien und Afrika.


Mit Neophyten haben die meisten Länder seit Beginn der Globalisierung im Jahr 1492 zu kämpfen, am meisten wohl Australien. Die meisten schaffen es jedoch, die dadurch ausgelösten Probleme zu begrenzen.

Warum stellt sie nur in Afrika ein anscheinend unlösbares Problem dar?
Das wäre doch wohl als Erstes zu klären!


Gruß
Mephistopheles

antworten
 

Die Wasserhyazinthe wurde doch .. -- Zu spät, in x Jahren ist der See eh total verlandet

JoBar, Samstag, 26.01.2008, 09:40 (vor 6574 Tagen) @ Mephistopheles

Mit Neophyten haben die meisten Länder seit Beginn der Globalisierung im
Jahr 1492 zu kämpfen, am meisten wohl Australien. Die meisten schaffen es
jedoch, die dadurch ausgelösten Probleme zu begrenzen.

Der Victoriasee könnte vielleicht einfach ein Schlaraffenland für Wasserhyazinthen zu sein?
Vielleicht haben die Anwohner auch irgendwie kräftig dazu beigetragen?
Vielleicht aber auch kein Bißchen?
Wer weiß es?

Warum stellt sie nur in Afrika ein anscheinend unlösbares Problem dar?
Das wäre doch wohl als Erstes zu klären!

Wozu noch? ( siehe Betreff )
Man kann auch ganz ohne "Schuld", nur durch ungünstige Umstände, mächtig in die Schei.. geraten.

Selbst neulich erlebt: Beim sightseeing in St. Petersburg gehe ich eine Prachtstrasse mit schönen alten Gebäuden entlang .. ein Poltern .. und da wo ich noch zwei, drei Sekunden zuvor gewesen war liegt ein Brocken von der Hausfassade auf dem Bürgersteig.
Großes Glück gehabt [[smile]]
Für den Fall, daß mich der Brocken getroffen hätte .... eine Schuld fällt mir dazu wirklich nicht ein.
Wäre wohl einfach nur dumm gelaufen ;)

Grüße

J

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