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Über die Inflation 1923 (mLuT)

DT @, Samstag, 26.01.2008, 11:01 (vor 6575 Tagen)

Zeit ist Geld
Galoppierende Preise, heiß laufende Gelddruckereien: Vor 85 Jahren war fast jeder Deutsche Millionär - und verfluchte seinen Reichtum bitterlich. Die Hyperinflation von 1923 war eines der dramatischsten Wirtschaftsdesaster der deutschen Geschichte. Von Katja Iken

Es war nicht die Sehnsucht nach ihren Männern, die die Frauen schon am frühen Morgen in die Fabriken trieb. Auch nicht die Gier. Es war die blanke Not. Mit Wäschekörben und Koffern behängt, drangen sie in die Betriebe, um ihren Ehegatten den Lohn direkt nach der täglichen Auszahlung aus den Händen zu reißen. Zeit ist Geld - selten war diese Parole so wörtlich zu nehmen. Schwer bepackt eilten die Frauen, allesamt Millionärinnen, in die Geschäfte, um dort die Geldscheine abzuladen und beizeiten das Nötigste zu ergattern. Bevor ihnen das Geld zwischen den Fingern zerrann - und schon wieder wertlos wurde.

Doch so sehr sich die Frauen auch beeilten: Den Wettlauf gegen die galoppierende Inflation konnten sie nicht gewinnen. Vor 85 Jahren geriet das Deutsche Reich in den Strudel der turbulentesten Geldentwertung, die das Land bislang je erlebt hat. Ausgangspunkt: der Erste Weltkrieg, ein Krieg, den sich die Deutschen nicht leisten konnten.

Am Ende kapitulierte die Regierung - und stand nicht nur bei den Gegnern, sondern auch bei der eigenen Bevölkerung tief in der Kreide. Mit sogenannten Kriegsanleihen hatten die deutschen Bürger ihrem Staat die Kriegskosten vorgestreckt. Um die Schulden zu begleichen, kurbelte der Staat die Notenpresse an - und die Mark verlor rapide an Wert. Denn für die immer größeren Geldmengen im Umlauf gab es keine materiellen Gegenwerte im Land.

Eine Fahrkarte für 150 Milliarden Mark

Mit dem Mord an Walther Rathenau im Juni 1922, der das Vertrauen in die Stabilität der jungen Weimarer Republik im In- und Ausland tief erschütterte, verschärfte sich die Geldentwertung weiter. Als die Franzosen Anfang 1923 wegen ausstehender Reparationszahlungen das Ruhrgebiet besetzten, eskalierte die Situation vollends: Um die streikende Bevölkerung finanziell unterstützen zu können, kurbelte die Regierung die Geldproduktion abermals an - mit der Folge, dass die krisengeschüttelte Wirtschaft endgültig zusammenbrach.

Immer rasanter drehte sich die Inflationsspirale: Kostete ein Roggenbrot im Oktober 1922 noch 23 Mark, musste man im Juli darauf bereits 2000 Mark und im Herbst sogar 260 Millionen Mark dafür hinblättern. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen wollte, musste das Geld für die Fahrkarte in einer Schubkarre mitführen. Betrug der Preis für eine Berliner Straßenbahnfahrt Anfang 1923 noch 50 Mark, so waren dies im Juli 1000 und Mitte November 150 Milliarden Mark. Unvorstellbare Summen, deren Produktion einen enormen Aufwand darstellte.

Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation waren rund 30.000 Menschen mit der Herstellung der Geldscheine beschäftigt. Rund um die Uhr arbeiteten im Herbst 1923 bis zu 133 Fremdfirmen mit knapp 1800 Druckmaschinen für die Reichsdruckerei. 30 Papierfabriken produzierten das hierzu notwendige Banknotenpapier - eine Entwicklung, die Hans Fallada in seinem 1937 erschienen Inflations-Roman "Wolf unter Wölfen" aufgegriffen hat: "Irgendwo in dieser Stadt stand eine Maschine und erbrach Tag und Nacht Papier über der Stadt. 'Geld' nannten sie es. Sie druckten Zahlen darauf, wunderbare, glatte Zahlen mit vielen Nullen, die immer runder wurden. Und wenn du gearbeitet hast, wenn du dir etwas erspart hast auf deine alten Tage - es ist alles wertlos geworden; Papier, Papier und Dreck."

Wäschekorb für die Kollekte

Wie von Fallada beschrieben, gehörten insbesondere ältere Menschen, deren Erspartes zum Teufel ging, zu den Verlierern der Inflation - die Selbstmordrate bei Senioren stieg in dieser Zeit sprunghaft an. Doch auch kleine Gewerbetreibende, Arbeiter, Kriegerwitwen und Kriegsinvaliden traf die rasante Geldentwertung besonders schlimm. Während die Arbeitslosigkeit stieg, fielen die Reallöhne ins Bodenlose, mit fatalen Folgen: Verarmung und Verelendung griffen um sich, Plünderungen und Krawalle gehörten zur Tagesordnung, Einbrecher wurden immer dreister. Hatten sie es in vergangenen Zeiten auf Geld abgesehen, griffen sie nun lieber nach Wertsachen und gingen sogar soweit, ihren Opfern die Goldzähne auszureißen.

Die Währung verkam zum Spielgeld, im wörtlichen Sinne: Mit den wertlosen Bündeln bauten die Kinder hohe Türme auf der Straße; lastwagenweise karrte die Müllabfuhr die Scheine zur Verbrennung. Lohnverhandlungen fanden wöchentlich statt, Bankbeamte durften ihren Arbeitsplatz nicht vor Geschäftsschluss verlassen - schließlich kannten sie die aktuellen Wechselkurse. Und in der Kirche hielten die Pfarrer den Gläubigen einen Wäschekorb für die Kollekte hin.

Wer irgendwie konnte, versuchte die Situation zu seinen Gunsten zu nutzen. Unternehmer wie etwa Hugo Stinnes nahmen Schulden auf, die am nächsten Tag leicht zu begleichen waren und vergrößerten so ihr Wirtschaftsimperium. Doch auch das Spekulantentum explodierte, Tag um Tag zog die neugegründete Wucherpolizei über die Märkte, um Preisbetrüger zu stellen - meist vergeblich. Da das Geld trotz der Nachtschichten in den Papierfabriken und Druckereien nicht reichte, gingen mehr als 5800 Städte, Gemeinden und Firmen dazu über, eigene Notgeldscheine herauszugeben.

"Oha, wat is dat för 'ne Welt"

Regional trieb dies zum Teil bizarre Blüten, da viele ihre Scheine mit eigenen Sprüchen bedrucken ließen. Der Hamburger Hagenbecks Tierpark etwa mahnte die Bevölkerung ironisch: "Mensch, schimp nich op de slechte Tied - wi hebbt hüt mehr Geld noch als Schiet". Auf anderen Scheinen der Hansestadt war zu lesen: "Oha, wat is dat för 'ne Welt, so so'n Lappen 'n Markstück gellt!" Am Ende kursierten mehr als 2800 verschiedene Geldscheinsorten in Deutschland.

Als der US-Dollar schließlich bei knapp 4,2 Billionen Mark stand und die Inflationsrate sich auf geschätzte 750 Milliarden Prozent belief, musste die Regierung handeln. Nachdem Reichskanzler Gustav Stresemann zunächst die Notenpresse stilllegen ließ und das offizielle Ende des Ruhrkampfs verkündete, beendete er den monetären Spuk am 15. November 1923 mit der Währungsreform und der Einführung der Rentenmark.

Weil das Deutsche Reich zur Deckung des Grundkapitals der neugegründeten Rentenbank nicht die nötigen Goldvorräte aufweisen konnte, wurde der Grundbesitz von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe mit einer Hypothek von 3,2 Milliarden Rentenmark belastet. Für eine Billion Papiermark erhielten die Menschen nun eine Rentenmark - die dem Wert von 15,4 Pfennigen des Jahres 1914 entsprach. Ab dem 30. August 1924 wurde schließlich die Reichsmark zur offiziellen Währung - und Geld war wieder etwas wert.


Ausnahmsweise mal aus SpON
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1278/zeit_ist_geld.html

antworten
 

Der wichtige Satz daraus (den sollte sich mal Axel Weber hinter die Ohren schreiben): (mT)

DT @, Samstag, 26.01.2008, 11:06 (vor 6575 Tagen) @ DT

Weil das Deutsche Reich zur Deckung des Grundkapitals der neugegründeten Rentenbank nicht die nötigen Goldvorräte aufweisen konnte, wurde der Grundbesitz von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe mit einer Hypothek von 3,2 Milliarden Rentenmark belastet. Für eine Billion Papiermark erhielten die Menschen nun eine Rentenmark - die dem Wert von 15,4 Pfennigen des Jahres 1914 entsprach. Ab dem 30. August 1924 wurde schließlich die Reichsmark zur offiziellen Währung - und Geld war wieder etwas wert.

Und meine Frage im Mai 2007 an ihn: "Herr Weber, wenn die BuBa für einen Neustart nach dem Zusammenbruch wieder das Gold braucht um eine neue Währung zu decken, wieviel davon ist verliehen?" war wohl doch nicht so sinnlos wie der neben Weber stehende "berühmte" Wirtschaftsprofessor Manfred J.M. Neumann aus Bonn durch sein hämisches Luftablassen "Was für einen Zusammenbruch meinen Sie?" ausdrückte.

Gruß DT

antworten
 

Wieso Gold? Wenn es doch die Grundschuld gibt?

Mephistopheles, Samstag, 26.01.2008, 11:24 (vor 6575 Tagen) @ DT

Gold hat den Nachteil, dass man im Falle des Falles für ein Heimholungswerk Auri erst die Bundesmarine nach Übersee schicken muss, um das Zeug rannzukarren.

Ich glaube aber nicht so recht, dass sich das Merkel mit Bushido anlegen möchte, wenn das Zeugs heirzulande nur so rumliegt. Vom Sinn und Zweck des Grundschuldenbestands

Da braucht man nicht groß mit Bewertungsmaßstäben rumeiern, sondern das ist schon alles schön schwarz auf weiß in den Grundbüchern eingetragen und der Staat braucht nur noch seine Pratze draufzulegen.
Das geht mit einer Wirtschaftzssicherstellungsnotverordnung.

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

Greenspan-Zitat (1996): Die rettende Kraft des Geldes

McDubh, Samstag, 26.01.2008, 11:17 (vor 6575 Tagen) @ DT

Alan Greenspan vor dem Kongreßausschuß der Vereinigten Staaten für Kredit und Banken am 7. Juni 1996

Frage des Vorsitzenden des Kongreßausschusses an A. Greenspan:

Können Sie uns hier vor dem Hohen Ausschuß versichern, daß mit Ihrer Geldmengensteuerungspolitik wir nie mehr den Crash von 1929 haben, wie eine lange Depression? Sie wissen bestens, 1987 hatten wir einen Börsencrasch mit Wertverlusten, die an einem Tag höher waren als damals am Schwarzen Freitag 1929.

Alan Greenspan, Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve

Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren vom Ausschuß, nicht die monetären Techniken und Details können uns sicher davor retten, sondern nur allein der immer feste, inbrünstige Glaube aller an die Kraft des Geldes unserer Geldverfassung der Freiheit und Demokratie. Wenn wir nicht mehr an den US-Dollar glauben, an die wunderbare Stärke der USA und ihre Aufgabe für die Welt, Wohlstand und Freiheit allen zu bringen, dann sind wir verloren. Und die Kräfte der Finsternis, die nur darauf warten uns zu verderben, werden die Oberhand gewinnen.
Wir werden immer wieder nur gerettet in der göttlichen Vorsehung und Seinem uns gnädigen Willen, wenn wir an die rettende Kraft des Geldes immer wieder so fest glauben, wie an Gott und unsere Verfassung. Denn unsere unabhängige Notenbank in ihrer Weisheit, ist mit der Verfassung unter Gott, unsere alleinige Garantie von Freiheit, Recht und Demokratie. Dafür lohnt es sich täglich zu beten für diese Gnade, die uns anvertraut ist als Chef der FED durch das Volk der Vereinigten Staaten und seinem Präsidenten.“

[Proceedings US-Congress Vol. 555 p. 732 f., Bookshelf Library of Congress, Capitol, Washington DC]

[[applaus]]

Zitat erfolgt aus Sekundärquelle

antworten
 

Selten so einen Schwachsinn gelesen

kapiernix, Samstag, 26.01.2008, 11:27 (vor 6575 Tagen) @ McDubh

diese Rede von Greenspan sagt wohl alles über die geistige Verfassung desselben und wird nur noch übertroffen von den Adressaten (in diesem Fall Kongressmitglieder), die sich so ein Gelaber bieten lassen ohne den Irren sofort in die Klapse zu schicken!
Gruß

antworten
 

Überhaupt kein Schwachsinn, sondern zutiefst aufrichtig!

Mephistopheles, Samstag, 26.01.2008, 11:46 (vor 6575 Tagen) @ kapiernix

Eigentlich sagt er nichts anderes als:

Uns kann nur noch ein Wunder retten!
[[applaus]]

Wer wollte ihm da widersprechen?

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

Greenspan-Zitat (1996): Ente?

Holmes @, Samstag, 26.01.2008, 12:38 (vor 6575 Tagen) @ McDubh

[Proceedings US-Congress Vol. 555 p. 732 f., Bookshelf Library of
Congress, Capitol, Washington DC]

Ich habe mal versucht, die Quelle zu finden, Fehlanzeige, die Library of Congress kennt keine "Proceedings US-Congress"

Desweiteren ist merkwürdig, dass in der Quellenangabe "Bookshelf" drin steht, denn das heisst nichts anderes als Bücherregal, seltsam...

Zitat erfolgt aus Sekundärquelle

Bitte um Angabe dieser Quelle, ich befürchte dieses Zitat ist erfunden.

--
Beste Grüße,
Holmes

antworten
 

Danke für den Hinweis ...

McDubh, Samstag, 26.01.2008, 13:04 (vor 6575 Tagen) @ Holmes

...habe das Zitat gestern in einem alten Pamphlet gelesen. Ich werd mal versuchen, den Verfasser zu kontaktieren. Wahrscheinlich wird Greenspan himself nicht auf ein mail von mir reagieren, oder vielleicht doch??

antworten
 

Danke für den Hinweis ...

Holmes @, Samstag, 26.01.2008, 13:24 (vor 6575 Tagen) @ McDubh

...habe das Zitat gestern in einem alten Pamphlet gelesen. Ich werd mal
versuchen, den Verfasser zu kontaktieren. Wahrscheinlich wird Greenspan
himself nicht auf ein mail von mir reagieren, oder vielleicht doch??

Hast Du seine eMail?
Ich befürchte allerdings, dass er seine Zeit nicht für die "Entenjagd" verplempern möchte, aber wer weiss...

Meine Erfahrung mit solchen "Zitaten" ist, dass sie oft hochoffiziell daherkommen, aber bei dem Versuch, ihnen nachzuspüren, sich oft herausstellt, dass die Quellenangeben falsch sind.

Bleib mal beim Verfasser dran, das würde mich interessieren. Wenn da so was kommt wie: "da muss ich mich verschrieben haben, ich schau mal nach..." und dann hörste nichts mehr, sagt das schon sehr viel aus. Das Internet ist voll mit Behauptungen, falschen Zitaten etc. Ist ja auch nichts einfacher, als so ein Gerücht in die Welt zu setzen und zu warten, bis es weiter und weiter erzählt wird und sich die Spuren zum Ersteller verlieren.

Selbst wenn wir hier festellen würden, dass das Zitat falsch ist, sehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass in 50 Jahren wieder darüber diskutiert wird, bei 100% an :-)

--
Beste Grüße,
Holmes

antworten
 

Greenspan-Zitat (1996): - Fälschung

Dimi ⌂ @, Sonntag, 27.01.2008, 01:32 (vor 6574 Tagen) @ McDubh

Zitat erfolgt aus Sekundärquelle

...und Pirmärquelle war die Phantasie.

Dazu hatten wir schon mal was:
Sucht im alten Forum, solange es es noch gibt.

Auszug:

1.) Die angeblichen Aussagen sind inhaltlich ziemlich merkwürdig.

2.) Die Quellenangabe bezieht sich bloß auf eine englische Quelle, obwohl der Text auf deutsch wiedergegeben ist.

3.) Grammatikalisch falsche Sätze wie "die uns anvertraut ist als Chef der FED" lassen aufhorchen.

3.) www.google.de/search?hl=de&q=%22Wir+werden+immer+wieder+nur+gerettet+in+der+g%C3%B6ttlichen+Vorsehung+und+Seinem&btnG=Suche&meta= führt gerade mal zu www.***EnferntDamitElliNichtLoescht***.org/Dissenters1/Zundel2/zundel_stolz7.htm
wo ein "Kongreßausschuß der Vereinigten Staaten für Kredit und Banken" als Ort genannt ist.

4.) Diesen Ausschuß für "Kredit und Banken" gibt es aber nicht.

5.) Man kommt mit google auch in englischer Übersetzung ("credit and banking" etc.) nicht zu einem solchem.

6.) Heißt er vielleicht offiziell anders? Eine Suche am genannten Datum 7. Juni 1996 mit www.lib.ncsu.edu:8888/congbibs/committeemeetings/search.jsp findet ihn auch nicht.

7.) Die Rede findet sich auch nicht unter all seinen offiziellen Reden bei http://fraser.stlouisfed.org/historicaldocs/ag96.

8.) Schauen wir uns die genannte Quelle an: "Proceedings US-Congress Vol. 555 p. 732 f Bookshelf Library of Congress, Capitol, Washington DC". Hier fällt zunächst das Volumen 555 auf. 555? Wie alt sind die USA noch mal?

9.) Als nächstes fällt die Schreibweise "US-Congress" auf. Ein Bindestrich ist vielleicht das, was ein schlecht gebildeter Deutscher glaubt, wie es auf Englisch lautet, der Amerikaner schreibt "US Congress".

10.) Das angebliche Werk findet sich zudem nicht mal in der Kongressbibliothek selbst (http://catalog.loc.gov).

Gruß, Dimi

--
Geheime Goldpolitik

antworten
 

Greenspan-Zitat = Fälschung

Holmes @, Donnerstag, 31.01.2008, 06:42 (vor 6570 Tagen) @ Dimi

Hi Dimi,

excellente Recherche, danke. Sowas braucht das Forum!

--
Beste Grüße,
Holmes

antworten
 

Immer bemerkenswert in diesem Zusammenhang:

Jermak @, Samstag, 26.01.2008, 13:09 (vor 6575 Tagen) @ DT

und - besonderer Wink an die Goldfreaks mit den Scheuklappen - der deutsche Aktienindex verzehnfachte sich innerhalb eines Jahres ( Oktober 22 bis Nov 23 ) - in US-Dollar gemessen!!

Nachzulesen beim Klassiker zu diesem Thema: Bresciani-Turroni, Economics of Inflation.


grüsse

jermak

antworten
 

In den Ranzen passen die heute

ventura, Samstag, 26.01.2008, 14:17 (vor 6575 Tagen) @ Jermak

aber nicht mehr!

Das Gelbe packst Du ein , steckst Dir das Eisenteil in die Tasche, nimmst Frau und Kind an die Hand und machst ein paar (tausend?) Kilometer weiter wieder auf.
Damit regelst Du (fast) alles, mit einem Papierfetzen bestichst Du niemanden...

V

antworten
 

Erstens gab es keinen (mT)

DT @, Samstag, 26.01.2008, 16:24 (vor 6575 Tagen) @ Jermak

deutschen "Aktienindex" zu der Zeit, zweitens ist es lächerlich, bei Verzehnfachung in Einheit "Reichsmark" vor 1923 bei einer Vermilliardenfachung des Rests.

Was hat Gold in Reichsmark gemacht? Der Oktober 1923 war wirklich die Zeit, wo man mit einer Unze ein Haus auf dem Kudamm bekam. Das entspricht einer Vertausend- bis Verzehntausendfachung. Es gab ein Zitat hier, von einem der Goldbugs, den ich dann auch per Email angeschrieben habe und um die Quelle gefragt habe, ich muß mal meinen Emailverkehr von vor ca 2 Jahren durchstöbern, wo das Zitat mit dem Haus am Kudamm für die Unze herkam.

Gruß DT

antworten
 

wenn der von mir angezeigte Sachverhalt

Jermak @, Sonntag, 27.01.2008, 02:19 (vor 6574 Tagen) @ DT

Ihrer Meinung nach mit lächerlich zu bewerten ist, würde ich, unter Voraussetzung rationaler Herangehensweise, daraus schliessen müssen,
dass sich der Goldpreis in US-Dollar! im selben Zeitraum
mindestens mehr als verzehnfacht hat. Ich glaube nicht , dass jemand in der Lage ist, dies durch Fakten zu untermauern.


grüsse

jermak

antworten
 

Nächste Verzehnfachung in welcher Währung

yoyo, Sonntag, 27.01.2008, 02:47 (vor 6574 Tagen) @ Jermak

und - besonderer Wink an die Goldfreaks mit den Scheuklappen - der deutsche
Aktienindex verzehnfachte sich innerhalb eines Jahres ( Oktober 22 bis Nov
23 ) - in US-Dollar gemessen!!

Die Frage ist in welcher Währung wird sich der deutsche Aktienindebei in der nächsten Hyperinflation verzehnfachen ?

Gruss

antworten
 

Deutsche Aktien in der Hyperinflation

Dimi ⌂ @, Sonntag, 27.01.2008, 02:58 (vor 6574 Tagen) @ Jermak

und - besonderer Wink an die Goldfreaks mit den Scheuklappen - der deutsche
Aktienindex verzehnfachte sich innerhalb eines Jahres ( Oktober 22 bis Nov
23 ) - in US-Dollar gemessen!!

Hallo Jermak,

das deckt sich hiermit:

Jahr-Meßziffer des Dollarkurses in Berlin-Aktienindex-Index der Lebenshaltung

Okt. 1922 757,73 20,62 220,66
Nov. 1922 1711,08 50,70 446,10
Dez. 1922 1807,83 88,81 685,06
Jan. 1923 4281,00 224,29 1120,27
Feb. 1923 6650,00 451,07 2643,00
Mär. 1923 5048,00 336,35 2854,00
Apr. 1923 5826,00 501,83 2954,00
Mai. 1923 11355,00 951,29 3816,00
Jun. 1923 26202,00 3520,44 7650,00
Jul. 1923 84186,00 13493,53 37651,00
Aug. 1923 1100632,00 124700,00 586045,00
Sep. 1923 23549000,00 5300000,00 15000000,00
Okt. 1923 6017000000,00 1713000000,00 3657000000,00
Nov. 1923 522286000000,00 237000000000,00 657000000000,00
http://www.dhm.de/lemo/objekte/statistik/infstad/

und auch globalfinancialdata bestätigt die Relation:
date,high,low,close
12/31/1922,5.1752000, 0.8290000, 1.5148000
12/31/1923,11.9962000, 1.5971000, 8.1956000

bei De Long ist der Anstieg aber deutlich geringer:
Figure A.3 Seite 8
http://econ161.berkeley.edu/pdf_files/German_Volatility_Appendix.pdf

Gruß, Dimi

--
Geheime Goldpolitik

antworten
 

Was stieg wie?

dottore @, Sonntag, 27.01.2008, 06:33 (vor 6574 Tagen) @ Dimi

Hi Dimi,


nach meinen Unterlagen (Stat. Reichsamt --> Buba 1974) ergeben sich:

Verbraucherpreise / Aktienindex:

Jahr / Index Verbraucherpreise / Index Aktienkurse (jeweils 1913 = 100)

1914 / 100 / 98

1915 / 135 / -

1916 / 180 / -

1917 / 225 / 126

1918 / 310 / 125

1919 / 490 / 105

1920 / 1044 / 205

1921 / 1337 / 432

1922 / 15036 / 2059

1923 / 16 Billionen / 4,2 Billionen

Gegen die Verbraucherpreise waren die Aktien demnach dauernd Underperformer.

Gruß!

antworten
 

Immer dieser Zwang, was in die Betreffzeile schreiben zu müssen ;-)

Dimi ⌂ @, Sonntag, 27.01.2008, 08:24 (vor 6574 Tagen) @ dottore

Hallo Dottore,

nach meinen Unterlagen (Stat. Reichsamt --> Buba 1974) ergeben sich:

Im zuvor verlinkten PDF steht: "Real Reichsamt I Index (1914=100) Real Reichsamt II Index (Chained: 1914=100)"
Die Urquellen unterscheiden sich kaum <img src=" />

1922 / 15036 / 2059
1923 / 16 Billionen / 4,2 Billionen

Im betreffendem Zeitraum stiegen die Aktien somit auch nach Deiner Quelle real. Im Gesamtzeitraum nicht (1914-19 war Bärenmarkt, man hatte sich aufs Beutemachen verlegt).

Insgesamt scheinen die aufgeführten Stellen unterschiedliche Aussagen zu treffen. Wieso, kann ich mangels weiterer Untersuchung im Moment nicht sagen. Viele Urquellen gibt es sowieso nicht, es liegt somit wohl eher an deren Auswertung.

Ich vermute mal, daß der Chart im PDF (De Long) mit dem deutlich geringeren Anstieg der Realität am nächsten kommt.

Vielleicht war man damals auch einfach zu langsam mit dem Berechnen und Abwickeln der Trades, in Relation zur Geldentwertung <img src=" />

Dimi

--
Geheime Goldpolitik

antworten
 

Massenpsychologie & Eichelburg

Amanito, Mittwoch, 30.01.2008, 03:43 (vor 6571 Tagen) @ Jermak

Jermak,
solche rationalen Argumente fallen in der Subkultur des sofortigen Weltuntergangs (Herr Eichelburg spielt dazu freundlicherweise die Flöte für den Auszug aus Hameln äh. Dollarland oder so [[zwinker]]) leider selten auf fruchtbaren Boden, so ähnlich schreibe ich auch schon seit 2006 - alleine, niemand will es hören. Die Märkte lieben es, möglichst viele Marktteilnehmer zu enttäuschen, besonders die beiden "Großlager": Blümchenland-alles-ok und Armageddon-aber-bitte-ein-bißchen-Dalli [[herz]]
Manfred

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