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BioEthanol und Wasserverbrauch; die Konsequenzen

Emerald, Samstag, 26.01.2008, 14:59 (vor 6574 Tagen)

vielleicht wurde in der Vergangenheit dieses Thema bzw. die Auswüchse daraus
schon thematisiert.

Nicht-desto-trotz finde ich die Zahl absolut haarsträubend, wenn ich
erfahre, dass für die Herstellung eines Liters BioEthanol sage und
schreibe 4.000 liter Wasser erforderlich sind.


BioEthanol die letzte Errungenschaft der Welt, trägt dazu bei, dass sich
Lebensmittel (Getreide, Mais, Brot) in den kommenden Jahren unvorstellbar
verteuern werden. Ausserdem entzieht der horrende Wasserverbrauch den
jeweiligen Regionen wichtigste Ressourcen.

Noch ein Rechenbeispiel: Für die Lieferung eines l Trinkwassers an den
Konsumenten wird ein Wasserverbrauch von 1,68 l benötigt, für 1 l Coca Cola
sind es 6 l und f. ein l Bier 8,4 l, ohne Anrechnung der Wassermengen f.
den Hopfen-Anbau.


Emerald.


PS: Nachdenken und einlenken !

antworten
 

Der Kartoffelkrieg - spätestens dann endet die Verwendung von ...

Vatapitta @, Samstag, 26.01.2008, 15:23 (vor 6574 Tagen) @ Emerald

von Lebensmitteln zur Erzeugung von Kraftstoff.

Der Kartoffelkrieg

Gruß
Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

antworten
 

BioEthanol und Wasserverbrauch; die Konsequenzen

Wassermann, Samstag, 26.01.2008, 15:32 (vor 6574 Tagen) @ Emerald

Moin Emerald

bin grad etwas ratlos, was Du damit sagen willst.

Nicht-desto-trotz finde ich die Zahl absolut haarsträubend, wenn ich
erfahre, dass für die Herstellung eines Liters BioEthanol sage und
schreibe 4.000 liter Wasser erforderlich sind.

Welches Verfahren? Ausserdem sind die 4000l Wasser wohl eher Prozeßwasser, welches wiederverwendet wird. Bei mir ums Eck ist eine große Zellstoffabrik, die seit 50+ Jahren Alkohol herstellt und die ist nicht durch großen Wasserverbrauch bekannt.
Der spezifische Energiebedarf des Gesamtprozesses läßt sich mit etwa 7 MJ/1 absoluter Alkohol angeben, wenn die entstehende Schlempe nicht eingedampft werden muß. Bei der Kombination eines solchen Betriebes mit einer Biogasanlage läßt sich für Getreideschlempen ein Rückgewinn von Heizenergie aus dem Faulgas in der Größe von 3-5 MJ/1 absoluter Alkohol errechnen. Beim heutigen Stand der Technik bleibt dann noch ein Bedarf an fossiler Energie von 2-4 MJ/1 absoluter Alkohol, das entspricht 10-20% des unteren Heizwertes des hergestellten Ethanols. (http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/113432805/ABSTRACT)

das heisst also, das ich mit Einsatz von 1 Teil Energie 5 Teile Energie aus der "Sonne" in veredelte, flüssige Form überführen kann; das ist also nicht schlecht. diese 5 Teile kann ich dann wieder zur Ethanolgewinnung einsetzen.

BioEthanol die letzte Errungenschaft der Welt, trägt dazu bei, dass sich
Lebensmittel (Getreide, Mais, Brot) in den kommenden Jahren unvorstellbar
verteuern werden. Ausserdem entzieht der horrende Wasserverbrauch den
jeweiligen Regionen wichtigste Ressourcen.

Mich regt das "Bio" so unendlich auf, das ist entweder Nawaro= nachwachsender Rohstoff oder "CO-neutral". Das "Bio" suggeriert umweltfreundlichkeit, die es wie alle nicht auf Nachhaltigkeit "optimierten" industriellen Prozesse nicht halten kann. Aber warum sollten wir deshalb auf die Nutzung verzichten? Dann lieber Importbeschränkungen von Erzeugnissen aus ökologisch fragwürdiger Produktion. Klappt doch mittlerweile bei Tropenholz und Papier halbwegs, warum also nicht auch bei Ölsaaten etc. Im übrigen: Hast Du schon mal Holz oder Stroh gegessen? Schmeckts? Auch daraus kann man Alkohol machen.

VG Roland

antworten
 

TOPINAMBUR & Co. statt Bio-Diesel-"Kulturen"

Periskop, Sonntag, 27.01.2008, 01:55 (vor 6573 Tagen) @ Emerald

Guten Morgen, Emerald,

für 50 L BioEthanol werden 232 kg Getreide benötigt.
http://www.bueso.de/news/sachliche-warnungen-bestatigen-biodiesel-ist-volkermord
Bei allen Überlegungen die hier zur Sicherung des "Ersparten" angestellt werden, kommt wohl die Ernährungssicherung, ja die Überlebenssicherung schlechthin, zu kurz.
Wer das Glück hat am Land zu wohnen - die Traumlagen der Zukunft sind sonnseitige Almen auf rd. 1.400 m ü.N. und nur mit Schneeschuhen zu erreichen - sollte schnellstens mit dem Anbau von Topinambur, Portulak, Urmöhren, ... beginnen und sich mit der aus Kriegszeiten bekannten "Eisenbahnerkuh" (=Ziege) beschäftigen.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag

antworten
 

Warum nicht einfach Photovoltaik in Wüstengebieten? (oT)

Aleph, Sonntag, 27.01.2008, 02:46 (vor 6573 Tagen) @ Wassermann

- kein Text -

antworten
 

Topinambur sind Schweinefutter! Nur kommen sie bei 1.400 m ü.N im Winter nicht ran!-mkT

Mephistopheles, Sonntag, 27.01.2008, 03:26 (vor 6573 Tagen) @ Periskop

Guten Morgen, Emerald,

für 50 L BioEthanol werden 232 kg Getreide benötigt.

Und das ist die ideale Russenflüssignahrung!

Gruß Mephistopheles

antworten
 

Photovoltaik in grosser Entfernung.........

ottoasta @, Sonntag, 27.01.2008, 03:29 (vor 6573 Tagen) @ Aleph

.hallo,
also überlege mal:

Ein Stromtransport über grosse Entfernungen geht nur mit Höchstspannung, denn auch da gilt: U=IxR ! Daher werden lange Leitungen mittels Hochspanngsgleichstrom betrieben, da dann noch die Verluste der Wechselspannung entfallen.
Eine Leitung über das Mittelmeer ginge nur über Land oder über Gibraltar, wobei da auch die Meerenge überbrückt werden müsste. Unterwasserkabel bei solchen Spannungen zu betreiben ist illusorisch.
Überlege auch, über welche Länder so eine Leitung geführt werden müsste! Des weiteren sollte niemals (Versorungssicherheit) alles an einer Leitung hängen! Falls sowas mit Ringleitung oder Reserveleitung aufgebaut würde: Die Kosten wären enorm.
So, nun hätten wir zwar die Leitung doch was machen wir in der Nacht? Da liefern die Kollektoren nichts! Zwischenspeichern? Ja wie denn?
Akkus nach heutigem Stand scheiden aus, der Wirkungsgrad ist beschissen.

Ein Dampfkraftwerk, beheizt mit Sonnenkollektoren! Toll, doch Nachts? Ein Speicher müsste gigantisch sein!
Wasserstoff! Mittels Kollektoren Wasser gespalten! Toll! Doch schau dir mal den Wirkungsgrad an! Falls möglich, Stromerzeugung vor Ort, Problem Leitung siehe oben. Transport von H2 über lange Strecken? Per Schiff oder Pipline? Mag bei Öl gehen, doch bei dem hochexplosiven H2? Die Versorgungssicherheit wäre niemals gegeben! Bedenke in welchem Gebiet solche Anlagen stehen müssten, welche Schiffrouten gefahren werden bzw. wo eine Pipeline laufen würde!

Für mich als Fachmann geht es heute noch nicht, vielleicht mal wenn dort Friede ist!
Gruss
Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

antworten
 

Die Ursache der erneuerbaren Energien: Subventionen!

Mephistopheles, Sonntag, 27.01.2008, 03:46 (vor 6573 Tagen) @ Mephistopheles

Im selben Ausmaß, wie die Subventionen für Milch, Getreide, Fleisch usw. zurückgegangen sind, sind die Subventionen für erneuerbare Energien gestiegen.
auf Seite 32 nachsehen!
@Jermak: Danke für den Link!

Die Bundesrepublik hält also daran fest, sich neben den beiden Schmarotzerkasten Beamte und Bergbauarbeiter wie gewohnt als dritte Kaste die Landwirte zu halten.

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

Empfehle H2-Produktion mit Pipeline (oT)

Aleph, Sonntag, 27.01.2008, 03:59 (vor 6573 Tagen) @ ottoasta

- kein Text -

antworten
 

Monsanto-Gourmet?

Periskop, Sonntag, 27.01.2008, 04:05 (vor 6573 Tagen) @ Mephistopheles

Der Herr bevorzugt wohl Genfraß von Monsanto & Co. Die Bauern unisono als "Schmarotzer" abzutun ist wohl arg daneben!

antworten
 

Wenn man schon Fremdwörter benutzt, dann...

Mephistopheles, Sonntag, 27.01.2008, 04:34 (vor 6573 Tagen) @ Periskop

Der Herr bevorzugt wohl Genfraß von Monsanto & Co. Die Bauern unisono als
"Schmarotzer" abzutun ist wohl arg daneben!

antworten
 

...sollte man sie wenigstens richtig anwenden können!

Mephistopheles, Sonntag, 27.01.2008, 04:39 (vor 6573 Tagen) @ Mephistopheles

Die Bauern unisono

was du meinst, heißt richtig "Summarisch" oder "Summativ"; du könntest aber auch sagen "allgemein" oder "in ihrer Gesamtheit", wenn du mit Fremdwörtern gefordert bist.
Unisono insinuiert, das ich für mich den Pluralis majestatis in Anspruch nähme, was nicht der Fall ist.

Und jetzt versuch mal zu eruieren, warum ich "nähme" geschrieben habe und nicht "nehme".

Gruß Mephistopheles

antworten
 

Riesiger Legokasten

eddie09 @, Sonntag, 27.01.2008, 04:43 (vor 6573 Tagen) @ ottoasta

Hi otto,

nach deinen Ausführungen komme ich zum Schluss, dass die Politik über die erneuerbaren Energien irgendjemanden einen riesigen Legokasten subventioniert hat. Solar- und Wind haben doch niemals die Chance, die konventionellen Energieträger deutlich zu ergänzen geschweige denn, abzulösen, oder?

Wie síehts denn mit der Kernfusion aus, theoretisch wohl machbar aber praktisch noch nicht beherrschbar?

Grusss Eddie

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

antworten
 

"nähme" - Konjunktiv II: Ausdruck des Vorgestellten/Irrealen oder nur Ersatz für nicht erkennbaren Konjunktiv I ??? (oT)

Lex Mercatoria @, Sonntag, 27.01.2008, 05:17 (vor 6573 Tagen) @ Mephistopheles

- kein Text -

antworten
 

Nachfrage: Wechselspannungsverluste?

fridolin, Sonntag, 27.01.2008, 05:22 (vor 6573 Tagen) @ ottoasta

Ein Stromtransport über grosse Entfernungen geht nur mit Höchstspannung,
denn auch da gilt: U=IxR ! Daher werden lange Leitungen mittels
Hochspannungsgleichstrom betrieben, da dann noch die Verluste der
Wechselspannung entfallen.

Hallo Otto,

ist mir nur teilweise klar. Die Verwendung von Höchstspannung leuchtet ein, da so eine bestimmte Leistung mit geringerem Strom übertragen werden kann und daher der Verlust durch Erwärmung der Leitung (Ohmsche Verluste) minimiert wird.

Wieso soll da aber - bei gleicher Effektivspannung für die Übertragung - Wechselspannung (bzw. Mehrphasenspannung) zusätzliche Verluste haben, die bei Gleichspannung nicht da sind? Oder wie ist der zweite Satz gemeint?

Danke und Gruß.

antworten
 

vermutlich Phasenverschiebung

Wassermann, Sonntag, 27.01.2008, 07:02 (vor 6573 Tagen) @ fridolin


Wieso soll da aber - bei gleicher Effektivspannung für die Übertragung -
Wechselspannung (bzw. Mehrphasenspannung) zusätzliche Verluste haben, die
bei Gleichspannung nicht da sind? Oder wie ist der zweite Satz gemeint?

Eine lange Leitung wirkt als Kondensator, die eine Phasenverschiebung verursacht und erst mühsam kompensiert werden müsste.

VG Wassermann

antworten
 

Wechselspannung gegen HGÜ..........was für die Sammlung? Chef??

ottoasta @, Sonntag, 27.01.2008, 07:38 (vor 6573 Tagen) @ fridolin

hallo,

bei einer Gleichspannung gehen die Verluste linear mit dem Widerstand der Leitung (vereinfacht!) bei Wechselspannung haste noch die kapazitiven und induktiven Verluste dazu. Bei hohen Spannungen noch Koronarverluste usw.
Z = R+i(kleinomega)L+1/i(kleinomega)C
Ich kann die Formel hier nicht anders darstellen, ist damit vielleicht nicht stimmig. Z = Scheinwiderstand, R = ohmscher Widerstand.

Hier habe ich eine exellente Darstellung genau des Problems, als pdf Datei:

http://www.igoe.tu-bs.de/soil/pics_download/downloads/Diplomarbeiten/May.2005.pdf

Ist ziemlich lang aber auch für Laien gut verständlich!

Ich denke, diese Diplomarbeit sollte in die Forumssammlung aufgenommen werden!
Gruss
otto

--
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Tolstoi

antworten
 

Irrealis, die Kondition ("was nicht der Fall ist") wurde schließlich negiert (oT)

Mephistopheles, Sonntag, 27.01.2008, 08:38 (vor 6573 Tagen) @ Lex Mercatoria

antworten
 
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