Hi,
nach diversen erfreulichen Vorwahlergebnissen, hat sich jetzt auch Sen Ted Kennedy, der Grandmaster aller Polit-Dynastien, für Obama entschieden. Morgen großer Pro-Auftritt plus family.
Das ist ein Novum und da GWB aus der Krise so fix nicht rausfinden wird, heißt der neue Prez also Barack Obama. DEFINITIV. Hillary kann samt Oral-Gatten wieder an den Herd zurückkehren.
Da bedeutet eine masive Wendung in der US-Innen- und Außenpoitik. Die Zeit der Neo-Cons und ihrer unsäglichen Machen- und Geschäftsmäxchen-Zeiten dürften zu Ende sein.
Die Obama-Regierung dürfte zunächst sämtliche tranditionellen WS-Werte runterknüppeln - und völlig neue Stars schaffen (sofern der Kollaps die Chose nicht ohnehin überholt).
NEU NACHDENKÈN - mir fällt leider gar nichts Gescheites ein. Über die Shorts wurde schon berichtet - wo sind die Longs? Precious Wood, Ersol, Conergy, usw.? Ich habe KEINE Ahnung.
Und erbitte Beratung.
Gruß!
Was habe die NeoCons zu verlieren - nichts! / Was ist m. Bloomberg? - mT
McShorty
, Nürd-Mütryx fün Dülbünyen, Sonntag, 27.01.2008, 13:47 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Hallo Dottore,
Sie sind hier der Profi in Polit- und Geschichtsfragen. OK, die Zeit der Neocons scheint viell. in W-DC abzulaufen und mit Obama haben sie viell. recht. Aber hatte da nicht einer hier im Forum noch Bloomberg auf der Rolle?
Was die WS Boys bis Nov. (bzw. Jan.) mit ihren eigenen MDW anrichten werden + was Obama dann übernehmen kann - who knows?
Na gut, zu den Neocons. Die mögen viell. in USA abdanken - ABER! Wenn ich Neocon wäre und meine Mdr. auch weiterhin verdienen möchte und ins Trockene bringen will - was würde ich tun?
Kleines polit.-militär. Abenteuer, welches auch meinen Nachfolger beschäftigt (+mir die KOhle einbringt?)?
Zufälliger Anschlag/Überfall ala 9/11, Pearl Harbor, Tonkin...?
Irgendwo ein paar rostige Pipelines, die zufällig kaputt gegangen werden?
Ein paar DInge fallen mir sicher noch ein, möchte aber keine Steilvorlagen liefern.
Was haben die Neocons zu verlieren? Die stehen doch mit dem Rücken zur Wand? Warum nicht noch mal eben schnell viel (alles?) in Schütt + Asche legen? Haben die in der Vergangenheit Rücksicht auf Verluste genommen? Kann mich nicht erinnern! Was unterscheidet die von einem angeschossenen Raubtier?
Ebenso ratlos, daher "fasten seat belts please!"
McShorty
--
Danke an Elli, Chef, HM und igelei für das wunderbare Forum hier!
Seid wachsam auf diesem Narrenschiff!
War Obama schon in Bohemian Grove.....
DerBerliner, Sonntag, 27.01.2008, 13:57 (vor 6573 Tagen) @ dottore
...und hat den Kotau gemacht und sich seine Segnung abgeholt, um Präsident zu werden?
Ohne wird es kaum gehen wird, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß die Strippenzieher dahinter sich die Fäden ihrer Marionetten aus der Hand nehmen lassen! Doch Wunder gibt es immer wieder, nur leider viel zu selten!
Da bedeutet eine masive Wendung in der US-Innen- und Außenpoitik
Daran glaube ich nicht, höchstens eine sehr relative im Sinne eines Einschwenkens in die Realitäten, die derzeit noch geleugnet werden.
Die einzige Chance, die ich sehe, liegt darin, daß die Strippenzieher derzeit dabei sind, vom toten Pferd abzusteigen und ein neues zu benutzen und das könnte nur RUS sein, wogegen m.E. derzeit Putin steht. Hatten sie ja schon mal gemacht.
Geehrter Dottore, ohne Sie kritisieren zu wollen, aber m.E. ist die Finanzwelt (nicht aber die Finanzen per se) nur ein kleiner Teil des gesamten Geschehens, das m.E. in einem wesentlich größeren und längeren Zusammenhang gesehen werden muß. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dabei "unerwünschte Präsidenten" vorkommen, außer vielleicht damals Kennedy(?).
Sie haben doch sicherlich mal die Protokolle gelesen! (Egal aus welcher Quelle sie sind). Kommt Ihnen das nicht bekannt vor, wo Sie die Realität der Finanzwelt bestens kennen?
Gruß
Obama's plan for America
alberich
, Sonntag, 27.01.2008, 13:58 (vor 6573 Tagen) @ dottore
zum Warmlesen ein Auszug:
Invest in U.S. Manufacturing: The Obama comprehensive energy independence and climate change plan will invest in America’s highly-skilled manufacturing workforce and manufacturing centers to ensure
that American workers have the skills and tools they need to pioneer the first wave of green technologies
that will be in high demand throughout the world. Obama will also provide assistance to the domestic auto
industry to ensure that new fuel-efficient vehicles are built by American workers.
Boost the Renewable Energy Sector and Create New Jobs: The Obama plan will create new federal
policies, and expand existing ones, that have been proven to create new American jobs. Obama will create
a federal Renewable Portfolio Standard (RPS) that will require 25 percent of American electricity be derived
from renewable sources by 2025, which has the potential to create hundreds of thousands of new jobs on its
own. Obama will also extend the Production Tax Credit, a credit used successfully by American farmers and
investors to increase renewable energy production and create new local jobs.
Deploy Next-Generation Broadband: Obama believes we can get broadband to every community in
America through a combination of reform of the Universal Service Fund, better use of the nation’s wireless
spectrum, promotion of next-generation facilities, technologies and applications, and new tax and loan
incentives.
http://www.barackobama.com/issues/economy/ObamaPolicy_Economy.pdf
erinnert ein bischen an den Rooseveltschen 'New Deal'
Dachte es wird McCain...(mlT)...Kanreki-Zyklus
Cujo, Sonntag, 27.01.2008, 14:03 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Hi,
nach diversen erfreulichen Vorwahlergebnissen, hat sich jetzt auch Sen Ted
Kennedy, der Grandmaster aller Polit-Dynastien, für Obama entschieden.
Morgen großer Pro-Auftritt plus family.
Da bedeutet eine masive Wendung in der US-Innen- und Außenpoitik. Die Zeit
der Neo-Cons und ihrer unsäglichen Machen- und Geschäftsmäxchen-Zeiten
dürften zu Ende sein.
---------------
Hallo,
wichtiger Hinweis, dderText dieser Seite wurde im Jahre 2002 ins Netz gestellt. Erschreckend, was sich bis heute davon schon bewahrheitet hat. oh, oh, das kommt was auf uns zu .... ...............................................................................................
Der GAU im Jahre 2002 "Nisenninen-no Daiboraku - 60nen-ni Ichido-no Kokunan-ga Nihon-wo Osou -- Der GAU im Jahre 2002 -
Alle 60 Jahre wird Japan von einer Staatskrise heimgesucht", heißt das derzeit letzte Werk von Ravi Batra. (Erstauflage: 18. Juli 2001, ISBN: 4-901318-02-0). Bereits im Jahre 1994 hat Batra "Die große Depression von 1995-2010" publiziert; eine Besprechung erfolgte erstmals im Rahmen der Serie TOKO Zeit-Kompass am 19. Januar 1996. Erstellt in japanischer Sprache entsprechend den spirituellen Gedankenmustern Ostasiens wurde das Buch durch das "Triumvirat" Ravi Batra (Jahrgang 1943, US-Bürger indischer Abstammung, Professor für Wirtschaft an der Southern Illinois Universitiy, USA) Pema Gyalpo (Jahrgang 1953, Tibeter, 1959 mit seinen Eltern indisches Exil, seit 1965 in Japan ansässig, Direktor des Tibetischen Kulturforschungszentrums), sowie Naoya Fujiwara (Jahrgang 1960, Diplom-Ökonom, Wirtschaftsanalyst, u.a. bei Salomon Brothers tätig gewesen, nunmehr selbständiger Wirtschafts- und Finanzberater). Das Autoren-Triumvirat: Ravi Batra - Pema Gyalpo - Naoya Fujiwara Vom 20. August 2001 datiert die Erstauflage des Buches von NaoyaFujiwara "Anata-no Yokin to Shakkin-ga ZERO-ni naru Hi -- Der Tag an dem Ihre Bankeinlagen und Schulden NULL werden". (ISBN: 4-901318-04-7).
Anmerkung: Die hier vorgestellten Bücher sind (derzeit?) nur in japanischer Sprache erhältlich. Ravi Batra legt Wert darauf, als Prognostiker und nicht etwa als Prophet verstanden zu werden. Seit jeher hat er bei seinen Forschungsarbeiten auf eine ganzheitliche "Problem-Näherung" Wert gelegt, wobei bei ihm neben den üblichen Analyse-Instrumenten der Wirtschafts-"Wissenschaftler" heutiger Provenienz, wie beispielsweise Wirtschaftsgeschichte und Computer-Simulations-Modelle, die Spiritualität, verbunden mit täglicher vielstündiger Meditation zur Anwendung gelangen. Batra ist der Überzeugung, daß er sich so geistig dem "Göttlichen Szenario" nähern und eine Art "Weltbewußtsein" bzw. sogar "Kosmisches Bewußtsein" erlangen kann, welches sich aufgrund der universalen Schwingungen in stets wiederkehrenden gleichartigen Ereignissen offenbart, und zwar deshalb, weil die Menschheit als ganzes bis heute nicht lernfähig bezüglich der vielfältigen Warnungen des Himmels/der Natur geworden ist und daher unfähig blieb, ihr Leben - und das ihrer soziologischen Konstrukte - diesen Rhythmen entsprechend zu gestalten. Batras besonderes Augenmerk gilt daher den Zyklen, wobei der seit Urzeiten bei den Mystikern Ostasiens bekannte 60jährige "Kanreki-Zyklus" nebst seinen "Unterzyklen" das Zentrum seiner Studien bildet.
(Anmerkung: Der sowjetische Wissenschaftler Kondratieff hat unabhängig vom Gedankengut ostasiatischer Mystik in der frühen Stalin-Zeit die nach ihm benannten Zyklen etwa gleicher Länge entdeckt; er wurde erschossen, nachdem er in seiner Forschungsarbeit den Untergang der Sowjetunion prognostiziert hatte). Die japanische Geschichte der Neuzeit aus Kanreki-Sicht: Auch ohne Japanischkenntnisse sind die zyklischen Ereignisse verständlich, wenn ein Geschichtsbuch zur Hand genommen wird. Wesentliche Jahreszahlen sind die Jahre 1868 (Meiji-Restauration), 1929 (Große Depression) sowie 1990 (Börsencrash Tokio), ferner das Pearl-Harbor-Jahr 1941, welches laut Batra ein gleichartiges Ereignis noch für das Jahr 2001 erwarten läßt.
Im Jahr 2005 ist seiner Ansicht nach der "Höhe- und Löse-Punkt" der derzeitigen Krise zu erwarten. Der "GAU im Jahre 2002" erschien erstmals am 18. Juli 2001; am 23. September (nach dem symbolischen Pearl Harbor-Ereignis vom 11. September 2001) war bereits die achte Auflage verkauft, so daß dem TOKO Institut das Rezensions-Exemplar erst Ende Oktober 2001 zur Verfügung stand. Ravi Batra hat nach eigenen Aussagen seit den frühen 70er Jahren 33 (sic!) Prognosen publiziert, wovon mittlerweile 31 in Erfüllung gegangen sind, so etwa der Fall des Schah-Regimes, das Ende der Sowjetunion und der Crash der Tokioter Aktienbörse mit allen wirtschaftlichen Konsequenzen im Gefolge. Auf ihre Erfüllung warten noch die beiden letzten: Der Untergang des Kapitalismus und das Ende der USA als Weltmacht heutiger Prägung. Zyklisch verläuft nach Batra seit jeher auch die Herrschaftsstruktur von Staaten, wie er bereits in seinem Buch "Die Große Depression von 1995-2010" ausführlich dargelegt hat. Jeweils drei Herrschafts-Zyklen wechseln regelmäßig einander ab; alle Zyklen durchlaufen regelmäßig die Stadien Aufstieg - Höhepunkt - Abstieg, dem dann revolutionäre Umwälzungen folgen. 1. Im Zyklus I wirken Waffenträger (Polizei- bzw. Militär-Staat) persönlich auf das Staatsgeschehen ein, während 2. im Zyklus II Intellektuelle (Religionsführer) ihren Geist als Waffe benutzen und Waffenträger befehligen (Beispiel: Mullah-Regime). 3.
Der Zyklus III ist dadurch gekennzeichnet, daß Superreiche (Geld-Adel) ihre finanziellen Mittel zum "Ankauf und Unterhalt" von Intellektuellen und Waffenträgern benutzen, um mittels deren Fähigkeiten ihr Imperium zu unterhalten und zu sichern. Die "Geldadel-Ära" zeichnet sich durch besondere ethisch-moralische Verkommenheit der Gesellschaft - insbesondere am Ende ihres Zyklus - aus. Die von den USA inspirierte sogenannte Westliche Welt befindet sich laut Batra derzeit im Übergangsstadium vom dritten in den ersten Herrschaftszyklus; US-Präsident Bill Clinton gehe als das letzte - vom "großen Geld gekaufte" - typisch-korrupte, gesetzlose Marionetten-Symbol der Geldherrscher in die Zyklus-Geschichte eines "Neuen Sodom" ein. Nach der morallosen Clinton-Ära hat Gott den "Krieger Bush" damit beauftragt, Amerika die alten Tugenden zurückzubringen. Die Ära George W. Bush/Powell läute zwar den Übergang in den "Krieger-Zyklus" ein; Präsident Bush sei aber kein typischer Vertreter der "Krieger-Kaste", da auch er noch mit Hilfe des "großen Geldes" zur Macht gelangt sei, deren Vertreter von ihm den Erhalt ihrer Herrschaft - im Bedarfsfalle auch durch den Einsatz polizeilich-militärischer Macht - erwarte. Darüber hinaus habe Bush die letzte Stufe ins Weiße Haus nur durch eine Gerichtsentscheidung überwinden können.
Dieses Beispiel demonstriere überdeutlich die Verlumpung des Rechtes in den USA, die sich zu einer "Klägernation" (jeder überzieht jeden mit Schadensersatz-Ansprüchen) entwickelt hätten, wobei durch zahllose Rechtsanwälte das Recht rechtlos gemacht und das "Alte Amerika" mit seinen typischen Tugenden zerstört worden sei. Die "geistige Rückführung" der Jetztzeit ende bei dem Dualismus Newtons und Nietzsches, welcher zwischen "Formhaftigkeit", d.h. Dinge, die mit den Augen sichtbar, mit den Händen greifbar, zählbar und meßbar seien, und "Formlosigkeit" unterscheide. Die heutige Gesellschaft habe sich der "Formhaftigkeit" in ihrer niedersten Schwingung, der Materie, verschrieben. Geld und damit erwerbbare Güter seien für die Masse und deren gelebte Vorbilder zum Maß (aller Dinge) geworden, während die "Formlosigkeit" in ihrer höchsten Ebene - Liebe und Bescheidenheit - selbst im Sprachgebrauch kaum noch zu finden, d.h. quasi zum Tabu geworden sei.
Der derzeitige "Raubtierkapitalismus" (Batra hebt hervor: Wortprägung des ehemaligen BRD-Kanzlers Helmut Schmidt!) habe im Verlauf von etwas mehr als 20 Jahren das Gleichgewicht der Seele zerstört. Unersättliche Gier habe die Moral vernichtet, Dinge würden produziert, die nicht zum (Über)Leben benötigt würden, sondern um ein übertriebenes Geltungsbewußtsein zu befriedigen. Die "Harvard-Perversität", d.h. die Lehre von der Gewinnoptimierung durch "Restrukturierung" (= Mega-Fusionen, Massenentlassungen, etc.), hat eine Manager-Generation nach oben gespült, welche ihre Mitmenschen auf die Stufe der wieg- und meßbaren Materie herabzieht, anstatt sich selbst in ihrer Existenz in Frage zu stellen. Im "Vorbildland" USA arbeiten 30-40 Millionen Amerikaner, die keine Familie alter Tradition unterhalten können, sind Zehntausende obdachlos, ohne medizinische Betreuung, während gleichzeitig immer mehr Reichtum in immer weniger Taschen fließt. Vorbild- und Vorzeige-Nation USA? Nur 1% der Einwohner besitzen bereits 40% des Vermögens.
Vor diesem Hintergrund, der mit "konventionellen ökonomischen Mitteln" nicht mehr reparabel sei, bleibt für Präsident Bush nur eine Lösung: KRIEG (um Rohstoffe), den die USA alleine aus wirtschaftlichen Gründen etwa alle 15 Jahre benötigten. Noch im Jahr 2001 werde ein Schockereignis die Welt heimsuchen, welches möglicherweise den Ausgangsherd für einen Weltkrieg III bilden, und an welchem sich die NATO beteiligen werde. Explosionsgefährdete Spannungsgebiete seien auf der ganzen Welt mehr als reichlich vorhanden, angefangen im Nahen Osten (wo mit Sharon bereits ein Krieger-Symbol entsprechend Zyklus I an die Macht gelangt sei), über Zentral-Asien, wo die Staaten Indien und Pakistan "Stellvertreter-Kriege" austragen könnten, bis nach Ostasien mit seinen politisch fragilen Ländern (Nord-)Korea und Taiwan. Aber auch Rußland und China würden im Falle eines "Großen Krieges" wahrscheinlich nicht verschont. Sollte es zu einem Kriegsszenario diesen Ausmaßes kommen, werde sich in dessen Verlauf Europa von den USA lösen, Rußland mit den arabischen Ländern verbünden. Erst in einem solchen Umfeld würde - ohne eine durch die Geld-Elite lancierte sogenannte freie Wahl - in den USA ein Militär-Machthaber aus dem feuerspeienden Inferno emporsteigen, ein Mensch etwa von der "Beschaffenheit" eines McCain. John McCain (Jahrgang 1936), derzeitiger (republikanischer) Senator von Arizona, entstammt einer "Navy"-Familie. John McCain - einst und jetzt Bild-Quellen:
http://www.johnsmccain.com/ http://mccain.senate.gov/bio.htm http://www.aclu.org/vote-guide/239info.html Marine-Flieger McCain, abgeschossen im Vietnam-Krieg, verbrachte fünfeinhalb Jahre in (nord-)vietnamesischer Gefangenschaft, ertrug heroisch Dunkelhaft und Folter. Sein japanisches Pendant hinsichtlich geistig-sittlicher Qualität wäre eine Persönlichkeit wie der heutige Gouverneur von Tokio, Shintaro Ishihara, meint Batra. Zusammen mit dem Präsidenten von Malaysia, Mahathir, hat Ishihara im Jahre 1994 ein Buch mit dem Titel "NO-to Ieru Ajia - Tai-Oo-Bei-no Kaado -- Asien, das NEIN sagen kann - Die Trumpfkarte gegen Europa und die USA" (ISBN: 4-334-05217-7) herausgebracht. Auch dieses interessante Buch wurde leider (aus verständlichen Gründen?) nur in japanischer Sprache aufgelegt. Als Gouverneur von Tokio hatte Ishihara Aufsehen erregt, als er öffentlich den Einsatz der Selbstverteidigungskräfte (JI-EI-TAI) gegen illegale Einwanderer forderte. Die durch Menschen ausgetragenen Kriege fänden auf der spirituell-ganzheitlichen Ebene ihre "natürliche" Entsprechung, meint Batra, wie die Klima- und Naturkatastrophen, die Zunahme der Erdbevölkerung gepaart mit chronischen Hungersnöten bei gleichzeitigem Massensterben, uns deutlich machen wollten: die Schöpfung demonstriert dem Menschen symbolhaft sein Tun, nämlich die Sinnlosigkeit und nachfolgende Leere unnötiger Produktion und unnützen Konsums. Natur-Katastrophen: Warnhinweise der Schöpfung? Wie das mittlerweile offenbar in Vergessenheit geratene Erdbeben der Stärke 8 auf den Kurilen quasi als Vorbote vorgeführt habe, so werde ein "großes Beben" mit 300-400.000 Toten in der Kanto-Region (Tokio) immer wahrscheinlicher. Auch der Vulkan des Berges Fuji (= "Fujiyama") könnte wieder ausbrechen - mit allen negativen Konsequenzen für die dortige wirtschaftlich bedeutsame Region im Großraum Nagoya (= "Toyota-City"!).
Die Ursache der gegenwärtigen politischen Spannungen sind, wie Batra zu beweisen versucht, im Weltwirtschafts- und Weltwährungssystem zu suchen, welche zu einer weiter eskalierenden Umverteilung des Wohlstandes in die Hände von immer weniger Gruppen und Individuen führen. Gemeinhin heißt es jene Staaten seien arm und jene reich. Doch was die "großen" Nationen anbelangt, so ist - als Staat gesehen - lediglich Japan eine "reiche" Nation, die übrigen "Weltnationen" - an der Spitze die USA - sind hochverschuldet. Im Gegensatz zu den USA, wo insbesondere die Verschuldung der privaten Haushalte unvorstellbare Höhen erreicht hat, gehören die japanischen Haushalte zu den gesündesten "sozialen Unternehmen". Ein Teil des "Reichtums" Japans steht allerdings auf schwankenden Fundamenten, nämlich auf US-Staatspapieren, welche zum Teil wiederum als "Aktiva" bei den Lebensversicherungsunternehmen (und Banken) geführt werden. Ein anderes Problem ist die hohe Staatsverschuldung Japans.
Doch alles in allem gesehen, ergibt sich - selbst unter Berücksichtigung "fauler" Kredite - per Saldo eine positive Bilanz des "Hauses Japan", welche eine gute Ausgangsbasis für einen nationalen Neuanfang nach einer monetären (oder sonstigen) Krise darstelle. Die japanischen Privat-Vermögen in "echten" Billionen (nicht US-Billions = Milliarden) Yen. Beachtenswert: die kontinuierliche Zunahme seit dem Börsen-Crash vom Februar 1990. Aus dieser Entwicklung ist ersichtlich, daß die privaten Engagements am Aktienmarkt gering sind. Eine von Staaten in der Vergangenheit immer wieder geübte Praxis einer "Haushaltssanierung" ist die Monetarisierung, d.h. (Hyper-)Inflationierung der Zahlungsmittel. Solche Maßnahmen zerstören das Vertauen in die Glaubwürdigkeit und Fähigkeiten der betreffenden Staatsführungen, wie sie Japan bereits zweimal - nämlich 1876 und 1946 - erlebt hat. In Frage käme ferner ein Schuldenmoratorium, wobei die Zinszahlungen eingestellt und die Laufzeit der Anleihen "gegen unendlich" verlängert werde. Ausführlich geht Batra auf die beiden "YIN-YANG-Geschwister" Sozialismus/Kommunismus und Kapitalismus ein, welche in ihrer "inneren Struktur" - vor allem aber hinsichtlich des Endergebnisses - identisch sind. Beide Theorien hören sich, insbesondere für "intellektuell Minderbemittelte", erfolgversprechend an: 1. YIN = Kommunismus:
Das Versprechen, den Wohlstand aller durch die Werktätigkeit aller zu vermehren und gleichmäßig = "gerecht" zu verteilen, erzeugte im Ergebnis eine neue brutale Herrschafts-Clique, die sogenannte Nomenklatura. Da die Masse der Nicht-Werktätigen sich rapide vermehrte, und dabei gleichzeitig immer mehr Ressourcen jeder Art zum Zwecke der Aufrechterhaltung eines Kontroll- und Unterdrückungs-Apparates verbraucht wurden, exterminierte sich das "Kommunistische Manifest" in seiner realen Existenz. Am Beispiel der Sowjetunion ist weiterhin deutlich geworden, daß der Sozialismus/Kommunismus für sein Überleben einer kontinuierlichen Größenzunahme bedarf; die Einwohner kleiner kommunistischer Staaten ohne Expansionsmöglichkeiten, wie etwa im früheren Albanien oder im jetzigen Nord-Korea, erleben daher als Endstadium nicht das versprochene "kommunistische "Paradies auf Erden", sondern den Hungertod. Batra wörtlich: "Bei Sozialismus, Kommunismus und Planwirtschaft handelt es sich um einen tödlichen Traum". 2. YANG = Das "Theorem" des Kapitalismus ist auf den ersten Blick ebenfalls überzeugend: Wer die Nachfrage durch das Anbieten von Gütern und Dienstleistungen befriedigt, erhält dafür "vom Markt" einen "gerechten" Lohn in Form eines "Mehrwertes", d.h. einer Differenz zwischen seinem Aufwand und dem Erlös.
An diesem "Erfolg" beteiligt sich der Staat mittels Steuern und verwendet diese Einnahmen zur Aufrechterhaltung seiner "Schutzverpflichtungen" gegenüber seinen Bürgern. Aber der Kapitalismus mündet in seinem Endstadium zwangsläufig in eine "leere Wirtschaft" ein. Die Börsen werden zum Selbstzweck, zu einer Hülle, ausgefüllt mit "Chip-Vermögen" (Aktien, Anleihen, Kontengeld = Buch-Reichtum) und uneinlösbaren Versprechungen und Wetten auf die Zukunft (Optionen, Futures, Derivate). Das Platzen einer solchen Kapital-Blase ist unvermeidlich, mit den "Geldproduktions-Unternehmen" gehen auch deren Gläubiger (= "Anleger") unter und vergrößern das Heer der "Restrukturierungs-Opfer". Gewinner dieses Spieles sind jene "Dunkelmächte", welche die wirkliche Befehlsgewalt über Art und Verwendung des "Kapitalismus-Kapitals" besitzen. "Kapitalismus sei daher eine tödliche Illusion", meint Batra. Im Gegensatz zur "Industriellen Revolution" vor etwa zwei Kanreki-Zyklen (= 120 Jahre), welche einen wahren Fortschritt eingeleitet habe, weil sie die Produktion von sinnvollen Gütern und deren Verteilung (Beispiele: Elektrizität, Telegraphie, Auto) ermöglicht habe, sei die "IT-Revolution" ein Traum. Bekanntlich will der derzeitige Präsident Koizumi mit seinem Slogan "E-Japan" sein Land bis zum Jahre 2005 aus der Wirtschaftsflaute führen. Batra fragt:
"Wofür braucht man "Hochgeschwindigkeits-Zugänge" für die Tele-Kommunikation, wenn im Durchschnitt nur ca. 20 Minuten der 24 Stunden eines Tages (in Japan) telefoniert wird? Wem nutzt die "Sony-Manie" (klingt wie Sony-Money!) wirklich? Bekanntlich gehört Sony zu den 13 (!) Unternehmen, die sich der "Digitalisierung des Menschen" widmen, angefangen bei der "Smart-Card", welche gleichzeitig die Funktionen von Ausweis, Schlüssel, Geld und letztlich ärztlicher Betreuung erfüllen soll. Kann die Smart-Card wirklich Menschen heilen? Der totalen Überwachung, dem Betrug und schließlich dem "Cyber-Terrorismus" stehen durch eine solche Digitalisierung alle Türen offen. Und wieder sind es die Anständigen und Schwachen, welche zu Opfern des "Fortschrittes" werden. Zu den Schwachen gehören auch die Kinder. Zunehmend wird in den USA über neue IT-Erkrankungen berichtet, nämlich Krämpfe und Erblindung. Schließlich führt die totale Digitalisierung zur Intellekt-Degeneration ("Schubladen-Blick"), welche eine ganzheitliche Betrachtung von Problemen unmöglich macht, von einem Verlust der Spiritualität ganz zu schweigen.
Japan sollte sich auf die Herstellung von nützlichen Gütern konzentrieren, wobei neben der Elektronik, insbesondere die Metallverarbeitung einen qualitativ hohen Stellenwert einnimmt. So trage die herstellende und verarbeitende Industrie etwa 25% zum Bruttosozialprodukt bei, der verlustreiche Problemsektor "Finanzwirtschaft" dagegen nur knapp 5%. Bei der Aufgabe, das Auto-Mobil (und andere Verkehrsmittel) wirklich auto-mobil zu machen, könnte die IT-Branche allerdings Unterstützung leisten. Wie bereits in früheren Publikationen, insbesondere in seinem hier erwähnten Buch "Die Große Depression von 1995-2010", fordert Batra eindringlich die Einführung einer neuen Wirtschafts- und Finanzordnung. Während er anscheinend vor Jahren noch auf die durch ehrenwerte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens "aktivierte Selbstheilung" der Gemeinwesen baute, hat er bezüglich der Fähigkeiten und des Willens des "Harvard-Virus-infizierten Wirtschafts- und Polit-Pöbels" offenbar längst alle diesbezügliche Hoffnung aufgegeben. Eine neue Ordnung könne nur nach der endgültigen Niederlage des jetzigen Systems, etwa im Jahre 2005 (siehe Kanreki- Tabelle) geboren werden. Sein Modell einer wirklich demokratischen Wirtschaftsordnung nennt Batra "PROUT = Productive Utilization Theory".
Deren Hauptforderung ist eine strikte Trennung von Politik und Geldwesen, wodurch bereits eine tiefgreifende Veränderung eingeleitet würde. Weiterhin sollten Besitz und Handel mit Grund und Boden, der Eigentum aller ist, verboten und durch eine Art Erbpacht ersetzt, d.h. eine Trennung zwischen Besitzrechten und Nutzungsrechten eingeführt werden, so wie dies in der "EDO-Zeit" Japans der Fall war. (Theorien der gleichen Art werden in Europa beispielsweise von den Anhängern eines Gottfried Feder vertreten und als "Ergokratie" bezeichnet). Die neue Ordnung muß von "unten nach oben" aufgebaut sein, so wie ein Gebäude auch nicht vom Dachstuhl her errichtet wird. Problemlösungen dürften nicht den Politikern, Bürokraten und Ökonomen überlassen werden, sondern allen beteiligten Menschen. Nur kleine Einheiten ermöglichten in einer echten Leistungsgemeinschaft wirkliche demokratische Entscheidungen und Kontrolle. Manager ohne Moral hätten kein "Bleiberecht". Vorbild ist für Batra das Elektro/Elektronik-Unternehmen Matsushita mit etwa 13.000 Mitarbeitern unter der Führung von Nakamura; Unternehmens-Losung: "In unserem Haus gibt es keine Flickschusterei".
Batra ist überzeugt, daß (das ethnisch homogene) Japan die erste Nation sein wird, welche das geistig in Indien geborene PROUT-System einführen wird, wobei der Grundstein hierzu möglicherweise von Shintaro Ishihara, welcher die Chance habe, bei den Parlamentswahlen im Juni 2002 als Sieger hervorzugehen, gelegt werde. Bis in alle Einzelheiten wurde in dem hier vorgestellten Werk bereits ein "Schatten-Kabinett" unter Ishihara vorgestellt. Bereits zwischen 1950 und 1972 existierte in Japan ein Wirtschafts- und Sozialsystem, welches die Wesenszüge von PROUT aufwies: Die Wirtschaftsführer waren in geistig-seelischem Gleichgewicht, die Nation lebte in ausgewogener spiritueller Symbiose des "Alten Japan" - YAMATO - nämlich gleichzeitig als friedfertige "Shotoku-Taishi- und kriegerische Budo-Shi-Seele".
Als Folge davon waren die Löhne "im Lot", d.h. die Lücke zwischen den (individuellen) Arbeitsentgelten klein, die Produktqualität hoch und schließlich herrschte ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Jeder konnte das erwerben, was den wahren Bedürfnissen seiner Seele entsprach, und das war all das, was er letztlich auch wirklich benötigte. Dann ereignete sich im Jahre 1973 der erste "Öl-Schock". Japan übernahm die Management-Methoden der USA und mutierte zur Exportnation für Güter und zur Importnation für "bedrucktes Papier" (US-Schulden). Auf dieser "Titanic" mit einem US-Kapitän als Schiffslenker nähern sich die mit "westlichem Geist" beseelten Länder kontinuierlich dem riesigen Eisberg. Japan und Deutschland sollten schnellstens die Rettungsboote aufsuchen, beide Länder haben vor nunmehr bald 60 Jahren ihre Talente bei einer "Auferstehung aus Ruinen" unter Beweis gestellt. Osamu Nishi, am 1. Januar 2002
http://www.toko-hagen.de/kompass/2_batra2.htm
noch ein interessanter link
von alfrad - am 26.04.2004 15:44
hallo, noch ein interessanter link zu dem Thema: Krieg und die Folgen für die Wirtschaft des kämpfenden Sieger http://www.goldseiten.de/ansichten/saiger-02.htm
Re: Schon mal was vom Kanreki-Zyklus gehört ?
von Sentinental - am 26.04.2004 23:52
Danke!
" />
Re: noch ein interessanter link
von Sentinental - am 27.04.2004 00:00
... ebenfalls sehr interessant. Danke!
" />
Ein etwas anderer Erklärungsansatz,
von Jason - am 27.04.2004 18:34
...deckt sich jedoch mit den Schlüssen, die ich aus anderen Informationen seit einiger Zeit ziehe.
Re: Ein etwas anderer Erklärungsansatz,
von Sentinental - am 28.04.2004 00:14
... wer suchet im Internet, d e r findet! 
Hi Cujo, gibts dich eigentlich noch oder eigentlich gar nicht mehr?
Mephistopheles, Sonntag, 27.01.2008, 14:44 (vor 6573 Tagen) @ Cujo
hallo, noch ein interessanter link zu dem Thema: Krieg und die Folgen für
die Wirtschaft des kämpfenden Sieger
http://www.goldseiten.de/ansichten/saiger-02.htm
Re: Schon mal was vom Kanreki-Zyklus gehört ?
Es gibt Internetseiten, die gibt es eigentlich gar nicht...
Lieber Besucher von GoldSeiten.de,
Sie sind auf einer Seite geraten, die es nicht oder nicht mehr gibt!
"Der Tag an dem Ihre Bankeinlagen und Schulden NULL werden"
Periskop, Montag, 28.01.2008, 01:02 (vor 6573 Tagen) @ Cujo
... wer suchet im Internet, d e r findet!
Guten Morgen, Cujo!
Danke, für die Erinnerung an Ravi Batra. Dein Verweis ist nicht mehr zugriffsfähig, aber hier findet man noch den Text u.a.:
http://www.wasserauto.de/html/gau_2002.html
Gibt es im Forum "Japanologen" die eine Kurzzusammenfassung aus Naoya Fujiwara(s): "Der Tag an dem Ihre Bankeinlagen und Schulden NULL werden" machen können?
Einen glücklichen Tag allseits
Gestatten, hat der liebe Barack..
crosswind, Sonntag, 27.01.2008, 14:10 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Ein Hi an dieser Stelle
.... eine Überlebenschance, wenn etwas Kennedy auf der Etikette draufsteht ? Die Geschichte zeigt doch, dass die Überlebenschance Kennedy-pur als Präsident recht beschränkt ist. Sollte dies nun anders sein ?
An dieser Stelle was ganz anderes, das mir schon länger im Kopf herumschwirrt. Bis jetzt habe ich mich als nicht mal 1.Semestriger in VWL geziert, mit dieser etwas "komischen" Frage zu kommen. Nun denn.
Ausgangslage : es gibt die diversen "Geldmengen" (M0 - MZM, je nach ZB). Mir ist beim Stöbern in Statistiken, dass die "Notengeldmenge" in den letzten paar Jahrzehnten tendenziell im Faktor 3-5 weniger schnell gewachsen ist als "Kreditgeld" (ist ja alles irgendwie Kredit, aber ich unterscheide mal hier zwischen Noten und Zahlen auf dem Bankkonto).
Meine Frage nun bzw. mein Knopf in der Leitung : ist es denkbar, dass ein "Währungsreform" zur Abwechslung nicht über die gesamte Geldmenge vorgenommen wird sondern nur über gewisse Teile davon ? Ich meine - ist es möglich, dass die greifbaren und vorhandenen Noten als Zahlungsmittel ihren Wert behalten und die Deflation über M2-MZM abgewickelt wird ?
Sollte dies möglich sein, so machen mich trotzdem die Staatsschulden skeptisch. Wie ist das eigentlich - kann der Staat pleite gehen, und die Notenbank besteht weiter ?
Wie gesagt, weniger als 1.Semester. Eine Antwort würde mich trotzdem freuen.Einige süffige Anmerkungen kann ich alleweil vertragen.
gruss cw
Unsinn, Bloomberg wird Präsident. Er kommt aus der Deckung, wenns richtig ist
Taktiker, Sonntag, 27.01.2008, 15:58 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Logischerweise vermeidet er jeden Wirbel, solange der Fokus auf den Vorwahlen der beiden Boliden"parteien" liegt und die Gegner unbestimmt sind.
Wenns soweit ist, wird er herauskommen. Selten zuvor haben beide "Parteien" so schwache Kandidaten gehabt. Exoten auf beiden Seiten. DIE Chance für Bloomberg, der sowohl Reps wie Dems integrieren kann... und wird.
ER wird der nächste Präsident der USA sein - Hand drauf.
Frage: Schlußtermin für Kandidatur?
fridolin, Montag, 28.01.2008, 03:54 (vor 6573 Tagen) @ Taktiker
Bis wann muß ein Präsidentschaftskandidat in den USA formal seine Kandidatur erklären, damit er (bzw. die auf ihn verpflichteten Wahlleute) überhaupt zur Wahl steht?
Obama - U-Boot der Neocons
mvd, Montag, 28.01.2008, 01:49 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Da bedeutet eine masive Wendung in der US-Innen- und Außenpoitik. Die Zeit
der Neo-Cons und ihrer unsäglichen Machen- und Geschäftsmäxchen-Zeiten
dürften zu Ende sein.
Zitat:
(...) Das Gleiche in Pakistan: völlig ungeniert fordert Obama seit Monaten schon den US-Militärschlag in Pakistan auch “ohne die Erlaubnis der pakistanischen Regierung†(10). Im Klartext heisst das: Invasion einer Atommacht.
Und was macht Clinton? Sie laviert herum, redet sich heraus, möchte nicht als schwach gegenüber den “Terroristen†darstehen, die in Wirklichkeit von “westlichen†Geheimdiensten hochgezüchtet werden (11), weil man dort einmarschieren will wie in Afghanistan. (...)
Komplett hier, mit weiterführenden Links:
http://www.radio-utopie.de/2008/01/27/das-u-boot-der-neocons-barrack-obama/
Gruß
mvd
immer diese definitiven Voraussagen.....
wheely, Montag, 28.01.2008, 03:42 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Hi dottore,
ich schätze klare Worte, aber bei Menschen, die immer definitiv genau wissen (wollen), was in der Zukunft passiert, habe ich immer meine Zweifel. S. auch Taktikers "klare" Ansage zu Bloomberg.
Bevor nicht der sog. Super-Tuesday vorbei ist wissen wir gar nichts, denn erst da wird sich zeigen, ob Hillary´s Wahlkampfmaschine noch geölt läuft oder doch schon absäuft.
By the way, meine interessanteste Konstellation wäre, wenn sich die beiden zusammenraufen würden und wir dann eine Präsidentin Clinton mit Vize Obama hätten, könnte interessant werden.
Aber selbst wenn Obama es ins weiße Haus schaffen sollte sehe ich da noch lange keine durchgreifende Änderung in der Politik so wie Du, denn wir alle wissen doch, dass ein US-Präs. alles andere als vollkommen frei in der eigenen Entscheidung ist.
Und wenn ich mir die Statements dieses "Hoffnungsträgers" in letzter Zeit so durchlese, Links waren hierzu schon einige gepostet, sehe ich auch gar nicht viel neues, eher leider altvertrautes.
Vom "absoluten Existenzrecht Israels" angefangen, das mit allen Mitteln verteidigt werden muß, bis hin zur Terrorbekämpfung hat er schon Dinge vom Stapel gelassen, die einem Neocon genauso gut zu Gesichte stehen würden.
Trau, schau, wem.... kann ich da nur mit Vorsicht sagen.
Interessant finde ich auch den abrupten Wechsel, gerade noch und immer noch steht das gesamte System am Ende bzw. wird dies angeblich definitiv kommen, jetzt suchen wir nach Anlagemöglichkeiten für eine noch weit entfernte Zeit, in der ein neuer US-Präs. da ist. Schnelllebige Zeit...
Gruß
wheely
Nicht so vorschnell ...
weissgarnix
, Montag, 28.01.2008, 04:29 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Das ist ein Novum und da GWB aus der Krise so fix nicht rausfinden wird,
heißt der neue Prez also Barack Obama. DEFINITIV.
So sehe ich das auch. Ist ja auch eine sympathische Lösung, also why not ...
Hillary kann samt Oral-Gatten wieder an den Herd zurückkehren.
Da war sie ja auch vorher nur anzutreffen, wenn mal die Kamerateams für eine home-story einer "all american family" vorbeigeschaut haben.
Da bedeutet eine masive Wendung in der US-Innen- und Außenpoitik. Die Zeit
der Neo-Cons und ihrer unsäglichen Machen- und Geschäftsmäxchen-Zeiten
dürften zu Ende sein.
An Clinton's "It's the economy, Stupid!" wird auch Herr Obama nicht vorbeikommen. Zumal das Twin-Deficit eh nicht viel Spielraum läßt ... solange er kann (i.e. bis die Republikaner in Senat/Kongress gewinnen) wird er wohl die Steuern erhöhen.
NEU NACHDENKÈN - mir fällt leider gar nichts Gescheites ein. Über die
Shorts wurde schon berichtet - wo sind die Longs? Precious Wood, Ersol,
Conergy, usw.? Ich habe KEINE Ahnung.
Ich denke mal, in den nächsten 5 Jahren sind Infrastruktur-Werte die beste und sicherste Wahl. GE, Honeywell, Rockwell, Tyco, Ingersoll, Caterpillar ... wenn du sehr mutig bist, würde ich mir auch den einen oder anderen Homebuilder ins Depot legen, Toll Brothers oder DR Horton zB ...
Obama
bernor, Montag, 28.01.2008, 05:27 (vor 6573 Tagen) @ dottore
Hi Dottore,
dieses Ich-will-die-Welt-retten-Herzchen scheint aus Obama offensichtlich einen 'Philosophenkaiser' stricken zu wollen, wie sie in Spätzeiten ja immer wieder auftauchen (Assurbanipal, Marc Aurel, der junge Alte Fritz u.a.), in Gemengelage mit 'Endzeit'-Militärs (Bush, McCain - auch der spätere Alte Fritz) und Entertainment- bzw. Exitement-Spezialisten (Schröder, B. Clinton, in Frankreich jetzt auch Sarkozy).
Falls Obama es tatsächlich schaffen sollte (H. Clinton hat wegen der vorab vergebenen Delegiertenstimmen einen gewissen Vorsprung, den Obama erst einmal einholen muß - der "Super-Tuesday" wird's zeigen), kommt mit seiner beabsichtigten 'grünen' Politik (s. Posting von @alberich)...
Invest in U.S. Manufacturing: The Obama comprehensive energy independence and climate change plan will invest in America’s highly-skilled manufacturing workforce and manufacturing centers to ensure that American workers have the skills and tools they need to pioneer the first wave of green technologies that will be in high demand throughout the world. Obama will also provide assistance to the domestic auto industry to ensure that new fuel-efficient vehicles are built by American workers.
... auch ein moralisches Dilemma (Biosprit aus Mais vs. höhere Lebensmittelpreise, gar Revolten in Mexiko und anderswo) auf ihn zu - wenn Samantha Powers mit ins Weiße Haus einzieht, wird's erst recht interessant.
Und für Anleger / Investoren eher unberechenbar - was wir vor uns haben, ist eine Zeit des 'weißen Rauschens' (der "Wirren", "Bürgerkriege"), wo sich alte Formen auflösen und neue Formen und Akteure noch nicht wirklich erkennbar sind (eine solche Zeit scheint Ravi Batra in seinem jüngeren Szenario wohl nicht einkalkuliert zu haben).
Als ein solcher erschien einst auch der Imperialist Napoleon, mit seinem Code Civil - aber erst später hat sich herausgestellt, daß der eine (wie schon von ihm vorausgeahnt) weichen mußte, damit das andere weiterexistieren konnte.
Gruß
Obama / Kennedys / Morrison
dottore
, Montag, 28.01.2008, 10:30 (vor 6573 Tagen) @ bernor
Hi bernor,
so tief wollte ich nicht schürfen, sondern nur auf den Kennedy-Touch verweisen und die immensen Mittel, die der aufbringen kann. Außerdem hat sich Ted K. verbeten, dass sich Bill Clinton in den Wahlkampf einmischt, zumal mit "rassistischen" Äußerungen.
Dazu kurz noch das (Auszüge):
WASHINGTON (AP) - Two generations of Kennedy politicians—Massachusetts Sen. Edward Kennedy and his son, Rep. Patrick Kennedy of Rhode Island—are endorsing fellow Democrat Barack Obama for president.
Obama's campaign said the lawmakers planned to attend midday event at American University along with his niece, Caroline Kennedy, who announced her support for Obama over the weekend.
Robin Costello, a spokeswoman for Patrick Kennedy, told The Associated Press in a telephone interview that the senator and congressman probably will campaign around the country for Obama...
(...)
Edward Kennedy's endorsement was highly sought after by all the Democratic candidates. Besides his status as a liberal icon and member of the Kennedy dynasty, Kennedy boasts a broad national fundraising and political network as well. "It's going to be difficult choosing," Kennedy said in October. "I've got a lot of friends who want to be president."
Caroline Kennedy wrote in Sunday's New York Times that Obama could inspire Americans in the same way that her father, President John F. Kennedy, did.
(...)
Also Monday, Obama picked up the endorsement of author Toni Morrison (Literatur-Nobelpreisträgerin 1993).
Morrison said she has has admired Obama rival Hillary Rodham Clinton for years because of her knowledge and mastery of politics, but cited Obama's "creative imagination which coupled with brilliance equals wisdom."
Für Hillary dürfte das alles sehr herb werden. Bloomberg halte ich, mangels Parteimaschinerien für aussichtslosd. Außerdem müsste da nur jemand "Berlusconi" rufen.
Danke jedenfalls für den Denkanstoß + Gruß!
Des Philosophenkaisers "change"
bernor, Montag, 28.01.2008, 14:52 (vor 6572 Tagen) @ dottore
Hi Dottore,
Da bedeutet eine massive Wendung in der US-Innen- und Außenpoitik.
Wie massiv die Außenpolitik...
Viele der Auguren in Washington trauen Power[s] zu, jene Pläne auch umzusetzen, die Amerikas beste außenpolitische Köpfe in weiser Voraussicht für die Ära nach George W. Bush geschmiedet haben. Die USA sollen dann nicht als Hard oder Soft Power, sondern als "Smart Power" - so heißt eine Studie, die Ex-Vizeaußenminister Dick Armitage und Harvard-Professor Joe Nye Ende 2007 verfasst haben - in der Welt auftreten.
... sich ändern wird, muß sich erst noch erweisen, denn „smart“ heißt nunmal nicht „soft“ – eher ist damit „effizienter, sauberer“ gemeint (z.B. weg vom "schmutzigen" Irakkrieg) als eine grundsätzliche Abkehr von der imperialen Außenpolitik (auch die von S. Powers formulierte Leitlinie für die Obama‘sche Weltpolitik „peace – punsihment - protection“ wäre ohne eine durchsetzungsfähige Supermacht letztendlich witzlos).
Wenn Obamas Außenpolitik trotz diverser Ankündigungen (z.B. in Pakistan „einzugreifen, notfalls auch gegen den Willen der dortigen Regierung“) einigermaßen „friedlich“ bleiben sollte, dann eher wegen der Auszehrung der konventionellen US-Streitkräfte, vor allem im Irak, oder des Finanzkollapses als wegen seiner (und Powers) Absichten.
Obamas Zauberwort „change“ und das Wortgeklingel drumherum soll dem Wähler allerdings weniger eine neue Moral suggerieren, sondern eher, daß er, Obama, den herkömmlichen, zeitlosen american dream, an dem bekanntlich jeder Amerikaner als seines Glückes Schmied teilhaben soll, von allem Schmutz der bisherigen „falschen“ Washingtoner Politik (auch der der Clinton-Ära!) reinigen könne, daß er in diesem Sinne also eine „gute, moralische“ oder „saubere“ Politik betreiben würde.
Daß Obama dafür nun ausgerechnet die Unterstützung eines Teils des Washingtoner Polit-Establishments erhält, mag widersprüchlich erscheinen, aber die Kennedys sind in der Tat noch am ehesten in der Lage, diese Kehrtwendung (den „change“ witternd) ‚glaubwürdig‘ zu vollziehen.
Gruß
PS zu S. Powers: Mein „Ich-will-die-Welt-retten-Herzchen“ im Vorposting mag für diese „Idealistin“ zu herzlos klingen – aber eine wahre Idealistin, mit Gespür für die Realität, stellt sich dem Problem: Wem helfe ich konkret?/Akzeptiere ich, daß ich nicht allen Bedürftigen helfen kann? und ‚fliegt‘ nicht einfach darüber hinweg, indem sie sich speziell für Massen von (anonym bleibenden) Menschen „einsetzt“, ohne sich zu fragen, ob sie damit wirklich etwas erkennbar Hilfreiches bewirkt oder sich nur an ihrem „Seelenthema“ - bei Powers offenbar „Genozid“ – abarbeitet.
