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Spanische Banken schieben securities in Höhe v ca 50 Mrd direkt zur EZB (mLoT)

Jermak @, Dienstag, 29.01.2008, 00:53 (vor 6571 Tagen)

pssssssst!

Telegraph vergleicht dies mit Northern Rock Bailout

antworten
 

Danke, wichtiges Puzzlestueck

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 02:27 (vor 6571 Tagen) @ Jermak

Hi Jernak,

die Indizien sickern langsam durch, Europas Politik bleibt nicht untaetig, sondern setzt auf oeffentlichen Bailout. Northern Rock, Sachsen LB, IKB, nun oeffentliche Zweckgesellschaft fuer West LB, Parken von spanischen Hypos in der ECB.....demgegenueber keine einzige Pleite, ich denke, the jury is out.

Stellt sich jedoch die Frage, wie inflationaer das wirklich ist. Auch die oeffentlichen Haende werden ihre daraus entstehenden Zahlungsverpflichtungen ueber mehrere Jahre strecken, und neue Schulden / Geld kommt hier ja nicht in Umlauf, es werden lediglich alte am Leben erhalten.

Gleichzeitig aber sind die Geschaeftsbanken ueber 2 Jahre derart mit Abschriften beschaeftigt, dass zumindest keine grossen Gewinne erwartet werden duerfen, wenn nicht sogar Eigenkapitalmassnahmen noetig werden. Ist das einer weiteren Kreditausweitung zutraeglich?

Mein Zwischenfazit: Dies Aktionen stemmen sich gegen deflationaere Tendenzen, genuegen aber nciht, um Inflation anzufachen. Hierzu muessen erst neue schlechte Schuldner (Konsumschuldner) gefunden werden. Hier ist die USA weiter, die ja soeben ein neues Konsumschuldenprogramm i.H.v. 150 Mrd verabschiedet haben......

--
Everything is ok

antworten
 

Deflation / Inflation ......

Elli ⌂ @, Dienstag, 29.01.2008, 06:10 (vor 6571 Tagen) @ Miesespeter

... und neue Schulden /
Geld kommt hier ja nicht in Umlauf, es werden lediglich alte am Leben
erhalten.

Mein Zwischenfazit: Dies Aktionen stemmen sich gegen deflationaere
Tendenzen, genuegen aber nciht, um Inflation anzufachen.


Volle Zustimmung. Umverteilungemn sind keine "new credits".

antworten
 

seh ich anders

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 07:45 (vor 6571 Tagen) @ Miesespeter

Stellt sich jedoch die Frage, wie inflationaer das wirklich ist. Auch die
oeffentlichen Haende werden ihre daraus entstehenden
Zahlungsverpflichtungen ueber mehrere Jahre strecken, und neue Schulden /
Geld kommt hier ja nicht in Umlauf, es werden lediglich alte am Leben
erhalten.

Nimm mal Northern Rock als Beispiel: die 50 Mrd, die zuvor als Commercial Paper die Northern Rock finanzierten, sind ja nach wie vor da, nur halt nicht bei Northern Rock. Kommt der Staat und schiebt der NR seinerseits 50 Mrd. auf ihr Konto (und wo er die wohl her hat?)... ergibt nach meiner Rechnung 50 Mrd x 2 = 100 Mrd, für exakt denselben level an assets wie zuvor. Das dünkt mich doch eher "inflationär", dich etwa nicht ?

Gleichzeitig aber sind die Geschaeftsbanken ueber 2 Jahre derart mit
Abschriften beschaeftigt, dass zumindest keine grossen Gewinne erwartet
werden duerfen, wenn nicht sogar Eigenkapitalmassnahmen noetig werden. Ist
das einer weiteren Kreditausweitung zutraeglich?

Nein, aber muß ja auch nicht. Lass die Kreditsumme durch die diversen Bailouts lediglich stabil verlaufen bzw. nur leicht wachsen, die Realwirtschaft aber wegen restriktiverer Kreditvergabe seitens angeschlagener Banken leicht rezessieren ... voilà, das ist ebenfalls "inflationär".

Zumal, wenn das zeitlich zusammenfällt mit einer Phase im Zyklus, wo inputseitig her ohnehin Kostendruck aufkommt.

Mein Fazit (allerdings auch nur WIP): die Inflation kommt! Zwar nicht die Hyperinflation, aber dennoch deutlich mehr, als wir aus den letzten Jahren gewohnt waren, also CPI-Raten um die 4-5% und vielleicht sogar darüberhinaus.

antworten
 

sehe ich wiederum anders (CPs von Northern Rock)

Elli ⌂ @, Dienstag, 29.01.2008, 08:11 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

Nimm mal Northern Rock als Beispiel: die 50 Mrd, die zuvor als Commercial
Paper die Northern Rock finanzierten, sind ja nach wie vor da, nur halt
nicht bei Northern Rock. Kommt der Staat und schiebt der NR seinerseits 50
Mrd. auf ihr Konto (und wo er die wohl her hat?)... ergibt nach meiner
Rechnung 50 Mrd x 2 = 100 Mrd, für exakt denselben level an assets wie
zuvor.

Die CPs mögen als Papier noch existieren, aber nicht als funktionierende Finanzierung. Oder willst du ernsthaft sagen, der Staat würde aus lauter Übermut ein zweites Mal finanzieren, obwohl gar nicht nötig?

antworten
 

Missverständnis

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 08:23 (vor 6571 Tagen) @ Elli

Die CPs mögen als Papier noch existieren, aber nicht als funktionierende
Finanzierung. Oder willst du ernsthaft sagen, der Staat würde aus lauter
Übermut ein zweites Mal finanzieren, obwohl gar nicht nötig?

Nein, was ich damit sagen will ist, dass das Geld (i.e. von Geldmarktfonds und ähnlichen Investoren), das die CPs von NR einstmals gezeichnet hat, noch immer da ist. Flitzt nach wie vor irgendwo als Teil der englischen M3 durch den Geldmarkt, kauft sich halt jetzt was anderes.

Der Staat tritt jetzt an die Stelle dieser ehemaligen CP-Investoren, und zwar ziemlich sicher mit fresh money (was sonst?) ...

antworten
 

bzw. waren es ja nicht nur die CPs sondern die Einlagen der Kleinsparer ...(ot) (oT)

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 08:24 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

- kein Text -

antworten
 

Missverständnis?

Elli ⌂ @, Dienstag, 29.01.2008, 08:29 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

Die CPs mögen als Papier noch existieren, aber nicht als funktionierende
Finanzierung. Oder willst du ernsthaft sagen, der Staat würde aus

lauter

Übermut ein zweites Mal finanzieren, obwohl gar nicht nötig?


Nein, was ich damit sagen will ist, dass das Geld (i.e. von Geldmarktfonds
und ähnlichen Investoren), das die CPs von NR einstmals gezeichnet hat,
noch immer da ist.

Watt? Wo denn?

antworten
 

OK,OK, dann halt also Schritt für Schritt ...

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 08:47 (vor 6571 Tagen) @ Elli

Watt? Wo denn?

Northern Rock vergibt also fleissig Hypodarlehen im Ausmaß von 50Mrd und refinanziert sich einerseits mittels Einlagen seiner Sparer und andererseits mittels CPs am Geldmarkt (vermutlich 30-90 Tage Laufzeit). Die CPs zeichnen Geldmarktfonds und andere.

Kommt der Zeitpunkt, den wir alle im Fernsehen und in den Zeitungen schauen durften, wo plötzlich die people vor den Filialen standen und ihr Geld abhoben. Die CP-Investoren standen bei Fälligkeit nicht vor den Filialen sondern ganz simpel in ihren Büros, und warteten darauf, dass auf ihren Konten Zins und Principal der CPs eingehen.

Schreit Northern Rock "Help!", kommt Gordon und sagt "Relax!", seinen Compagnero Alistair im Schlepptau, und der einen Scheck über 50 Mrd in der Hand.

Mithin Happy end, und alle lebten weiterhin glücklich bis ...

Kleine Recapitulation, damit auch nix verloren geht: wer hat am Schluß wie viel ?

- Die Sparer und die CP-Investoren haben ihre 50 Mrd (Cash, aktiv)
- Northern Rock hat auch 50 Mrd (sowohl aktiv, als auch passiv)
- der Staat hat auch 50 Mrd (aktiv i.e. als Forderung gegen NR, passiv als Schuld gegenüber unbekannt)

Macht für mich 100 Mrd im System, wo vorher nur 50 Mrd waren ...

antworten
 

hmm .... weissgarnix / bitte an dottore

Elli ⌂ @, Dienstag, 29.01.2008, 12:40 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

Kleine Recapitulation, damit auch nix verloren geht: wer hat am Schluß wie
viel ?

- Die Sparer und die CP-Investoren haben ihre 50 Mrd (Cash, aktiv)
- Northern Rock hat auch 50 Mrd (sowohl aktiv, als auch passiv)
- der Staat hat auch 50 Mrd (aktiv i.e. als Forderung gegen NR, passiv als
Schuld gegenüber unbekannt)

Macht für mich 100 Mrd im System, wo vorher nur 50 Mrd waren ...

Klingt erstmal logisch, aber ich kann es nicht glauben.
@dottore: Help, please.

antworten
 

Kapital vs fiat money

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 13:10 (vor 6571 Tagen) @ Elli

Hi Elli,

ich glaube, das Beispiel Northern Rock war ungluecklich gewaehlt.

Hier wurde ja tatsachlich echtes Kapital, Sparguthaben, durch firschgeschaffenes Fiat money ersetzt. Ein eher seltener Fall.

Nehmen wir an, dies waere das erste Auftraten von Fiat money ueberhaupt. Bisher sind alle Einlagen ausschliesslich Sparguthaben, eine Zentralbank existiert nicht. Alle Ausleihungen sind langfristig. Insgesamt 100 Dollar.

Nun heben alle Sparer das Geld ab. Alle 100 Dollar. Die Bank hat aber ja keins, da es langfristig bereits ausgeliehen ist.

Nun tritt zum ersten Mal die neu gegruendete Zentralbank in Erscheinung, druckt geschwind Geld (100 Dallar), leiht es der Bank, die es an die Anlger auszahlt.

Nun gibt es:
1) Die urspreungliche, echte Geldmenge aus Sparguthaben, langfristig ausgeliehen und irgendwo in der Wirtschaft zirkulierend, 100 Dollar
2) Die frischgedruckten Scheinchen, nun in den Haenden der Anleger, 100 Dollar

Ergo: Geldmenge nun 200 Dollar. Sparguthaben - obwohl 100 Dollar an Einleger zurueckbezahlt - jedoch nur noch 50% der Kaufkraft

----------Break---------------

ABER: die neuen 100 Dollar / 50% Kaufkraft haben einen Magneten (Faelligkeit), der sie immer wieder in die Zentralbank zurueckzieht. Wuerden sie da landen, waeren die Sparguthaben wieder 100% Kaufkraft wert.....

Das waere auch der Optimalzustand, dann waere die Zentralbank lediglich ein Instrument gewesen, um ein zeitlichen Mismatch zwischen Einlagen und Ausleihungsfaelligkeit zu ueberbruecken. HIerzu muessten allerdings die Einleger die erhaltenen Einlagen schnurstracks ins Kopfkissen einnaehen, bis die Ausleihungen an die Zentralbank zurueckgeflossen sind. Und Zinsen sollten die schoene Parabel auch nicht verzerren.....

--
Everything is ok

antworten
 

.....dem betrug auf der spur.....

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 15:17 (vor 6571 Tagen) @ Miesespeter

Hi Elli,

ich glaube, das Beispiel Northern Rock war ungluecklich gewaehlt.

Hier wurde ja tatsachlich echtes Kapital, Sparguthaben, durch
firschgeschaffenes Fiat money ersetzt. Ein eher seltener Fall.

Nehmen wir an, dies waere das erste Auftraten von Fiat money ueberhaupt.
Bisher sind alle Einlagen ausschliesslich Sparguthaben, eine Zentralbank
existiert nicht. Alle Ausleihungen sind langfristig. Insgesamt 100
Dollar.

Nun heben alle Sparer das Geld ab. Alle 100 Dollar. Die Bank hat aber ja
keins, da es langfristig bereits ausgeliehen ist.

Nun tritt zum ersten Mal die neu gegruendete Zentralbank in Erscheinung,
druckt geschwind Geld (100 Dallar), leiht es der Bank, die es an die
Anlger auszahlt.

Nun gibt es:
1) Die urspreungliche, echte Geldmenge aus Sparguthaben, langfristig
ausgeliehen und irgendwo in der Wirtschaft zirkulierend, 100 Dollar
2) Die frischgedruckten Scheinchen, nun in den Haenden der Anleger, 100
Dollar

Ergo: Geldmenge nun 200 Dollar. Sparguthaben - obwohl 100 Dollar an
Einleger zurueckbezahlt - jedoch nur noch 50% der Kaufkraft

oje, noch mal nachgedacht.....

Nehmen wir fernerhin an, dies waere die einzige Bank der VW. Dann waere also urspruenglich das gesamte Sparkapital (100 Dollar) ueber die Bank langfristig ausgeliehen. Setzen wir verantwortliche Banker voraus, sind diese Ausleihungen mit Assets besichert.

Nun tritt die Zentralbank auf. Ueber die Bank erhalten die Einleger nun das frischgedruckte Spielgeld, was sie in ihrer Unkenntnis fuer ihr Sparkapital halten.

Um das Spielgeld von der Notenbank zu erhalten, wurden die Assets, welche vorher als Absicherung der Spareinlagen der Bank ueberschrieben waren, nunmehr bei der Notenbank als Garantie hinterlegt.

In diesem Moment gehoeren faktisch alle Assets der Notenbank!

Die Sparer hingegen haben alle wertloses Falschgeld in den Haenden.

Die Notenbank koennte jederzeit hingehen, ihrerseits die Kredite kuendigen, und die underlying Assets in Besitz nehmen (es sei denn, die Bank erhaelt irgendwie die 100 Dollar Spielgeld von den Sparern zurueck, und reicht diese an die Notenbank zurueck).

Das heisst aber doch eigentlich nichts weiter, als dass ueberall dort, wo die Notenbank mit fresh money echtes Sparkapital ersetzt, die underlying assets quasi an die Notenbank uebergehen, im Tausch gegen bedrucktes Papier, waehrend das erstattete echte Sparkapital tatsaechlich das fresh money Falschgeld ist, welches die Geldentwertung vorantreibt.....?!?

--
Everything is ok

antworten
 

Eher ein wenig von beidem!

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 09:10 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

Nimm mal Northern Rock als Beispiel: die 50 Mrd, die zuvor als Commercial
Paper die Northern Rock finanzierten, sind ja nach wie vor da, nur halt
nicht bei Northern Rock. Kommt der Staat und schiebt der NR seinerseits 50
Mrd. auf ihr Konto (und wo er die wohl her hat?)... ergibt nach meiner
Rechnung 50 Mrd x 2 = 100 Mrd, für exakt denselben level an assets wie
zuvor. Das dünkt mich doch eher "inflationär", dich etwa nicht ?

Northern Rock scheint mir ein Spezialfall zu sein, weil dort ja massiv die Schalter von Anlegern gestuermt wurden. Was also stattfand war ein Passivtausch Spareinlagen (Kundenkredite) raus - Neukredite (von BoE glaube ich?) rein. Insofern ist hier tatsaechlich die Geldmenge ausgeweitet worden.

Bei CPs scheint so zu sein, dass die Hypobanken bei auslaufenden CP's keine Anschlussfinanzierung mehr finden, da Markt weg, und nun nur noch bei der Notenbank refinanzieren koennen. Hier wird die Geldmenge doch nur insofern ausgeweit, als die CPs vorher nicht ebenfalls vom Halter zur Refinanzierung benutzt wurden, von Hedgefunds beispielsweise.....womoeglich gehen durch die Austrocknung des CP-Marktes insgesamt wesentlich mehr Refinanzierungen zurueck als neue Geldmenge entsteht, so dass der Effekt insgesamt negativ in der Geldmenge ersichtlich wird?

In den meisten Faellen jedoch, wo einfach Abschriften erfolgen und die oeffentliche Hand auf der Kapitalseite eingreift (IKB, SachsenLB, WestLB) findet zunaechst keine Ausweitung der Geldmenge statt. Erst wenn diese Gelder tatsaechlich eingeschossen werden muessen, und der Staat sich das Geld nicht bei den Sparern, sondern bei der Notenbank besorgt, wird ein Neukredit draus. Da aber den Anlegern zZ der gesamte CP-Markt und sonstige Immobilienfinanzungsmarkt wegtrocknet, stehen die Chancen eher gut, dass hierfuer bereits ausreichend Liquiditaet existiert! Dann kaeme das Geld auf der einen Seite an die Fonds (aus nicht verlaengerten CP Finanzierungen), und ginge auf der anderen Seite nun an den Staat, welcher sie dann wieder bei Northern Rock/West LB einlegt: Nullsummenspiel. Nur das Risiko jetzt (scheinbar) an den Staat weitergereicht.

Gleichzeitig aber sind die Geschaeftsbanken ueber 2 Jahre derart mit
Abschriften beschaeftigt, dass zumindest keine grossen Gewinne erwartet
werden duerfen, wenn nicht sogar Eigenkapitalmassnahmen noetig werden.

Ist

das einer weiteren Kreditausweitung zutraeglich?


Nein, aber muß ja auch nicht. Lass die Kreditsumme durch die diversen
Bailouts lediglich stabil verlaufen bzw. nur leicht wachsen, die
Realwirtschaft aber wegen restriktiverer Kreditvergabe seitens
angeschlagener Banken leicht rezessieren ... voilà, das ist ebenfalls
"inflationär".

Muss man theoretisch auch noch 2% Produktivitaetssteigerung einfaktorieren....
Allerdings gibt es ja keine gesamtwirtschaftliche Inflation/Deflation, sondern nur sektorielle. Im Immobilenmarkt USA wird es so schnell keine "Inflation" bzw Preissteigerung mehr geben...Wenn tatsaechlich das gesamtwirtschaftliche Angebot schrumpfen wuerde, bei gleichbleibender Geldmenge, waere dies preis-inflationaer. Nur sind die Kennzahlen heute so verzerrt und komplex, dass doch niemand mehr ernstlich CPI oder gesamtwirtschaftliches Angebot misst. Zudem muesste man das mittlerweile im wesentlichen global betrachten, wenn es um Dollar, Yen und Euro geht. Womeoglich titt die Inflation in China und Dubai verstaerkt auf, aber in USA und Japan ueberhaupt nicht!

Meine Einschaetzung ist, dass das gesamtwirtschaftliche Angebot (Output & Importware) in keinem Land einem Engpass unterliegt, sondern dass es eher Ueberangebote auf den meisten Maerkten gibt: es gibt zuwenig Kaeufer. Da ist preis-inflationaere Entwicklung unwahrscheinlich.

Preisinflation ist nur in Sektoren moeglich, wo der Supply begrenzt ist. Davon gibt es global gesehen immer mehr. Eine Rezession sollte aber den Druck hier mindern, nicht erhoehen.

Zumal, wenn das zeitlich zusammenfällt mit einer Phase im Zyklus, wo
inputseitig her ohnehin Kostendruck aufkommt.

Mein Fazit (allerdings auch nur WIP): die Inflation kommt! Zwar nicht die
Hyperinflation, aber dennoch deutlich mehr, als wir aus den letzten Jahren
gewohnt waren, also CPI-Raten um die 4-5% und vielleicht sogar
darüberhinaus.


Meine Meinung: 4-5% Preisinflation haben wir schon laengst ueberschritten, sowohl kontinental in Europa als auch global. 4-5% waere also ein Rueckgang.

Ich denke, man muss aufmerksam die Geldmengenentwicklung verfolgen. Im letzten Jahrzehnt stiegen die Geldmengen permanent. Wenn es so bleibt, ist das weiterhin schoen fuer die Assetmaerkte. Es sei denn die zusaetzliche Geldmenge geht zunehmend in den Konsum - dann steigt die Preisinflation, aber weniger die Assetinflation. Wenn aber der Konsum faellt und sich eine Rezession ausbildet, sehe ich keine Basis fuer eine Preisinflation. Dann wird die Wachstumsrate der Geldmenge die Assetpreise determinieren.

--
Everything is ok

antworten
 

Ergaenzung Aktiv/Passiv Differenzierung

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 14:38 (vor 6571 Tagen) @ Miesespeter

Nochmal in Ruhe nachgedacht:

was Northern Rock unterscheidet von WestLB, IKB, SachsenLB und diversen Konsorten: Bei Northern Rock trat der Schwund auf der Passivseite der Bilanz auf, bei den anderen Zockern jedoch auf der Aktivseite.

Bei Northern Rock wurde Sparkapital abgezogen, durch Fresh Print ersetzt, ist inflationaer.

Bei den anderen aber wurde kein Kapital abgezogen und war nun anderswo existent. Vielmehr schrumpften die Aktiva, und auf der Passivseite analog das Kapital, welches also verdampfte und nirgendwo mehr auftaucht. DAs ist deflationaer.

Und weiter noch: wenn nun verschiedene Staatsfonds, die echtes Kapital als Einlagen haben (nicht Kredite) das Eigenkapitalkonto wieder auffuellen, ist trotzdem das weltweite Kapital um die Summe des verdampften Geldes gesunken.

Und weiter: Selbst wenn der Staat sich nunmehr von Sparern Geld leiht, und es stellvertretend in das Kapitalkonto seiner WestLB legt, ist ist trotzdem das weltweite Kapital um die Summe des verdampften Geldes gesunken.

Nur wenn sich der Staat (oder jemand anders) das Geld nicht bei den Sparern leiht, sondern bei der ZB - gerne auch ueber Zwischenstationen - gleicht er die Geldmenge mit diesem Fresh Money wieder auf den alten Stand aus. Das waere dann geldwertneutral.

Inflationaer wirkt also ausschliesslich die Substitution von Fremdfinanzierungsquellen (CPs, Einlagen) weg von Sparguthaben/Anlegern hin zur Notenbank.

Das Aufstocken des Eigenkapitalkontos und bzw der kapitalverbundenen Risikenabsicherungen kann niemals inflationaer sein.

--
Everything is ok

antworten
 

Nicht marktfähige Sicherheiten

dottore @, Dienstag, 29.01.2008, 02:52 (vor 6571 Tagen) @ Jermak

Hi Jermak,

wie aus dem DT hervorgeht, handelt es sich um nicht marktfähige Sicherheiten, jedenfalls existiert dafür derzeit kein Markt, sonst hätte man nicht die EZB via Frankfurt bemühen müssen (die EZB selbst kann solche Operationen nicht machen).

Nach Euro-Recht schaut's so aus:

Ausgewählte Zulassungskriterien für nicht marktfähige Sicherheiten

Art der Sicherheit: in Euro denominierte Kreditforderungen

Art des Schuldners / Garanten: öffentliche Hand, nichtfinanzielle Unternehmen, internationale bzw. supranationale Institutionen

Sitz des Schuldners / Garanten: Euro-Währungsgebiet

Abwicklungsverfahren: Verfahren des Eurosystems

Bonitätsanforderungen: an den Schuldner bzw. Garanten (bei derart hohen Summen ist ein Fragezeichen bzgl. "Bonität" angebracht)

Rechtsgrundlage: Vertrag über die Kreditforderung sowie Vereinbarung zwischen dem die Kreditforderung nutzenden Geschäftspartner und der nationalen Zentralbank müssen dem Recht eines Mitgliedstaates des Euro-Währungsgebietes entsprechen (Offenbar handelt es sich nicht um die spanische ZB)

Mindestbetrag bei inländischer Nutzung: in Abhängigkeit der Bestimmungen der nationalen Zentralbanken (bis 31. Dezember 2011, danach: einheitlich 500.000 EUR im Eurosystem)

Mindestbetrag bei grenzüberschreitender Nutzung: grundsätzlich 500.000 EUR im Eurosystem

Ich halte diese Operation für nicht legal, wo der Begriff "marktfähig" natürlich dehnbar ist ("marktgängig"?) bzw. der freien Interpretaion unterliegt. Deshalb wurde sie auch geheim gehalten und erschien nicht in den üblichen Haupt-Refi-, Schnelltender- und/oder TAF-Berichten.

Da die Euro-ZBs ihrerseits keiner Aufsicht unterstehen, ist der Fortgang der Angelegenheit mit Spannung zu erwarten. Irgenwann müssen die Milliarden wieder aus der ZB heraus und wie sich die Lage dann darstellt, werden wir sehen.

Gruß!

antworten
 

Ja, sehr interessant, weil ...

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 03:14 (vor 6571 Tagen) @ Jermak

... gleich mehrere Threads der letzten paar Wochen damit ins Reich der Fabel verwiesen werden können. Als da wären:

1) die EZB kann kein "lender of last resort" sein ...
2) die ZBs hätten ihr Pulver bereits verschossen ...
3) shaky Mortgage-Praktiken sind etwas, mit dem ausschliesslich die böhsen Amis den Globus verpesteten
4) in der Angelegenheit besteht zwischen EZB und FED maximaler discontent, und zwar ausgerechnet vorgetragen von den südländischen EZB-Direktoren (!)

antworten
 

EZB als 'lender of last'?

dottore @, Dienstag, 29.01.2008, 05:50 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

Hi weissgarnix,

... gleich mehrere Threads der letzten paar Wochen damit ins Reich der
Fabel verwiesen werden können. Als da wären:

1) die EZB kann kein "lender of last resort" sein ...

Ist sie auch nicht. Das sind nach wie vor im Euroraum die nationalen ZBs.

2) die ZBs hätten ihr Pulver bereits verschossen ...

Werden wir sehen, wenn die Fälligkeiten reifen. Sie können die Papiere nicht ankaufen und endlos halten, sondern können über die Haupt-Refis und die Spitzen-Refis (nur wenig Banken zugelassen) hinaus nur Endlos-Quickies (Schnelltender) offerieren. Darüber ist das EZB-Direktorium unterschiedlicher Meinung.

3) shaky Mortgage-Praktiken sind etwas, mit dem ausschliesslich die böhsen
Amis den Globus verpesteten

Über die spanischen und britischen Mortgage-Probleme wurde hier lang und breit berichtet.

4) in der Angelegenheit besteht zwischen EZB und FED maximaler discontent,
und zwar ausgerechnet vorgetragen von den südländischen EZB-Direktoren (!)

Der discontent besteht nun mal und hat mit "Südländern" nichts zu tun. Vor allem fragt man sich, wozu noch eigene Dollar-TAFs, wenn die Fed mit ihren Sätzen immer weiter in die Tiefe geht. Man sei schließlich nicht "lender of last resort" der Fed.

Gruß!

Gruß!

antworten
 

Wer ist in Wahrheit "lender of last resort"?

sensortimecom @, Dienstag, 29.01.2008, 06:52 (vor 6571 Tagen) @ dottore

Hi weissgarnix,

... gleich mehrere Threads der letzten paar Wochen damit ins Reich der
Fabel verwiesen werden können. Als da wären:

1) die EZB kann kein "lender of last resort" sein ...


Ist sie auch nicht. Das sind nach wie vor im Euroraum die nationalen ZBs.


Hallo.

Ich bilde mir ein (du kannst mich korrigieren!) dass in Wahrheit längst schon die BoJ "leder of last resort" ist. Das ist durch internationale Konferenzen festgelegt, und dafür haben die Japaner dort ein paar kleine Privilegien (schau die z.B. die günstigen Treibstoffpreise dort an).

Dafür haben sie die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, bis zum St.-Nimmerleins-Tag Geld zum Spottpreis an die ganze Welt zur Verfügung zu stellen. Alsdann: Die BoJ ist die ZB aller ZB`, einschließlich der FED, und wenn die nicht mehr mitspielen, ist Sense. Erst dann. Früher nicht.

Gruß
Erich B.

antworten
 

Was die EZB kann und was nicht

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 07:13 (vor 6571 Tagen) @ dottore

1) die EZB kann kein "lender of last resort" sein ...

Ist sie auch nicht. Das sind nach wie vor im Euroraum die nationalen ZBs.

de jure nicht, de facto aber scheint's eben doch ... dazwischen lediglich das übliche Poutpurri an möglichen und denkbaren Wortklaubereien ...

2) die ZBs hätten ihr Pulver bereits verschossen ...


Werden wir sehen, wenn die Fälligkeiten reifen. Sie können die Papiere
nicht ankaufen und endlos halten, sondern können über die Haupt-Refis und
die Spitzen-Refis (nur wenig Banken zugelassen) hinaus nur Endlos-Quickies
(Schnelltender) offerieren. Darüber ist das EZB-Direktorium
unterschiedlicher Meinung.

Fakt ist, sie können das prolongieren bis zum sprichwörtlichen Sankt Nimmerleinstag, die Meinung einzelner Direktoren interessiert doch an dieser Stelle überhaupt nicht mehr.

NB: à la longue ist damit natürlich nichts behoben worde, vermutlich eher das Gegenteil. Aber das interessiert an diesem Punkt zunächst (noch) nicht.

3) shaky Mortgage-Praktiken sind etwas, mit dem ausschliesslich die

böhsen

Amis den Globus verpesteten


Über die spanischen und britischen Mortgage-Probleme wurde hier lang und
breit berichtet.

Mag sein, die Polemik einzelner Beiträge zielte jedoch eindeutig auf die "höchstkriminellen Banker" der USA, die den armen Europäern (schluchz!) ihren toxic waste angedreht hätten ...

4) in der Angelegenheit besteht zwischen EZB und FED maximaler

discontent,

und zwar ausgerechnet vorgetragen von den südländischen EZB-Direktoren

(!)

Der discontent besteht nun mal und hat mit "Südländern" nichts zu tun.

Außer, dass die die ersten sein werden, die "Hilfe!" schreien ... vor allem ein Herr Zapatero, der Wahlen gewinnen will und urplötzlich eine Wirtschaftsflaute auf der Agenda hat ...

Vor allem fragt man sich, wozu noch eigene Dollar-TAFs, wenn die Fed mit ihren Sätzen immer weiter in die Tiefe geht. Man sei schließlich nicht "lender of last resort" der Fed.

Fein, dann sollen sie sie halt einstellen und damit leben, dass die US Dollar -LIBOR-Raten wieder hochgehen. Wenn sie sich weltweit als starrhälsige Idioten outen wollen, die nicht nur ihrer eigenen VW den Knock Out verpassen, sondern auch noch noch die lokalen Maßnahmen der FED konterkarrieren, dann ist das zweifellos ein geeigneter Weg.

Glaube ich allerdings nicht dran.

antworten
 

Wörter vs. Fakten

dottore @, Dienstag, 29.01.2008, 08:29 (vor 6571 Tagen) @ weissgarnix

Hi weissgarnix,

1) die EZB kann kein "lender of last resort" sein ...

Ist sie auch nicht. Das sind nach wie vor im Euroraum die nationalen

ZBs.

de jure nicht, de facto aber scheint's eben doch ...

"De jure nicht" - warum wird's dann behauptet? "Scheint's" - woher das Insiderwissen? Im EZB-Rat (Direktorium und 15 ZB-Chefs) gehen die Meinungen schlicht weit auseinander.

dazwischen lediglich
das übliche Poutpurri an möglichen und denkbaren Wortklaubereien ...

Es geht nicht um Wörter, sondern um die Fakten, s.o.

Fakt ist, sie können das prolongieren bis zum sprichwörtlichen Sankt
Nimmerleinstag, die Meinung einzelner Direktoren interessiert doch an
dieser Stelle überhaupt nicht mehr.

Es sind nicht einzelne, sondern diverse Heavy Hitters.

NB: à la longue ist damit natürlich nichts behoben worde, vermutlich eher
das Gegenteil. Aber das interessiert an diesem Punkt zunächst (noch)
nicht.

Wann interessiert es dann? Dass wir seit Mitte 07 eine reichen zusätzlichen Erfahrungsschatz, gerade betreffend das Tempo sich entwickelnder und "überraschender" FM-Krisen gesammelt haben, kann kaum bestritten werden.

Mag sein, die Polemik einzelner Beiträge zielte jedoch eindeutig auf die
"höchstkriminellen Banker" der USA, die den armen Europäern (schluchz!)
ihren toxic waste angedreht hätten ...

Nein keineswegs. Herr Sengera sitzt gerade wg. Boxclever unter Anklage. Was Herr Fischer mit VW-Vorzügen gemacht hat, ist auch nicht gerade das Verhalten eines Muster-Bankers. Im übrigen sind die Schattenbanken-Konstrukte noch längst nicht juristisch aufgearbeitet.

4) in der Angelegenheit besteht zwischen EZB und FED maximaler

discontent,

und zwar ausgerechnet vorgetragen von den südländischen

EZB-Direktoren

(!)

Der discontent besteht nun mal und hat mit "Südländern" nichts zu tun.

Außer, dass die die ersten sein werden, die "Hilfe!" schreien ... vor
allem ein Herr Zapatero, der Wahlen gewinnen will und urplötzlich eine
Wirtschaftsflaute auf der Agenda hat ...

Herr Z. ist kein "lender of last resort".

Vor allem fragt man sich, wozu noch eigene Dollar-TAFs, wenn die Fed mit

ihren Sätzen immer weiter in die Tiefe geht. Man sei schließlich nicht
"lender of last resort" der Fed.

Fein, dann sollen sie sie halt einstellen und damit leben, dass die US
Dollar -LIBOR-Raten wieder hochgehen.

Tun sie schon (EONIA und die Euribos gestaffelt):

23.01.08 3,994 4,175 4,288 4,293 4,287
24.01.08 4,003 4,179 4,302 4,307 4,303
25.01.08 4,015 4,187 4,383 4,395 4,387
28.01.08 4,018 4,189 4,378 4,378 4,339
29.01.08 x -----4,189 4,383 4,395 4,360

Wenn sie sich weltweit als
starrhälsige Idioten outen wollen, die nicht nur ihrer eigenen VW den
Knock Out verpassen, sondern auch noch noch die lokalen Maßnahmen der FED
konterkarrieren, dann ist das zweifellos ein geeigneter Weg.

Die Infla bitte nicht vergessen. AW und JCT sind harte Knochen, siehe deren jüngste Statements.

Glaube ich allerdings nicht dran.

Wenn sie handeln, tun sie's - wie ZB-Tradition seit jeher - zu spät. Aber wir werden es ja erleben dürfen.

Gruß!

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Nicht Worte, Taten ...

weissgarnix @, Dienstag, 29.01.2008, 09:05 (vor 6571 Tagen) @ dottore

"De jure nicht" - warum wird's dann behauptet? "Scheint's" - woher das
Insiderwissen? Im EZB-Rat (Direktorium und 15 ZB-Chefs) gehen die
Meinungen schlicht weit auseinander.

Wie sagte schon der alte Lukas: "An ihren Taten sollt ihr sie messen" ...

Es geht nicht um Wörter, sondern um die Fakten, s.o.

ja genau, s.o.

Fakt ist, sie können das prolongieren bis zum sprichwörtlichen Sankt
Nimmerleinstag, die Meinung einzelner Direktoren interessiert doch an
dieser Stelle überhaupt nicht mehr.


Es sind nicht einzelne, sondern diverse Heavy Hitters.

Ja, aber auch diese "Heavy Hitters" haben ein Zuhause, wo sie sich nicht mehr blicken lassen brauchen, wenn sie nicht die Chose am Laufen halten oder gar als Geisterfahrer aktenkundig werden.

Wann interessiert es dann? Dass wir seit Mitte 07 eine reichen
zusätzlichen Erfahrungsschatz, gerade betreffend das Tempo sich
entwickelnder und "überraschender" FM-Krisen gesammelt haben, kann kaum
bestritten werden.

Stimmt, aber zwischen "Game Over!" und "Game Over! Licht aus!" scheinen offensichtlich doch noch ein paar Monate oder Jährchen zu liegen ... wenn sich das finale Furioso denn dann überhaupt als spontaner Kataklysmus vollzieht und nicht vielmehr als ein widerlich langes Dahinsiechen, was mir zumindest zunehmend denkbarer erscheint.

Nein keineswegs. Herr Sengera sitzt gerade wg. Boxclever unter Anklage.
Was Herr Fischer mit VW-Vorzügen gemacht hat, ist auch nicht gerade das
Verhalten eines Muster-Bankers. Im übrigen sind die
Schattenbanken-Konstrukte noch längst nicht juristisch aufgearbeitet.

Ich sprach von Asset-Backed Securities, in allem anderen hast du natürlich recht, wobei das weniger den Bereich "toxic waste" (i.e. als Produkt) sondern überwiegend den Komplex "Governance" (als fehlerhafter Prozess) betrifft.

Herr Z. ist kein "lender of last resort".

Nein, aber wird sicher sehr happy sein, wenn er einen bei der Hand hat, sobald er ihn braucht ... und der spanische EZB-Direktor wird sich da garantiert nicht verwehren. Und in weiser Vorausschau der Italiener auch nicht.

Wenn sie handeln, tun sie's - wie ZB-Tradition seit jeher - zu spät. Aber
wir werden es ja erleben dürfen.

Die Befürchtung muss man leider haben, ja.

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