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Sparkassen steigen bei WestLB aus - Steuerzahler zahlen

Hyperion @, Dienstag, 29.01.2008, 04:43 (vor 6572 Tagen)

Anbei der Link:

http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Banken-Versicherungen/_pv/_p/200039/_t/ft/...

Auszüge:

(...)

Wie während eines Treffens der Eigentümer in Düsseldorf bekannt wurde, würde das Land NRW im Gegenzug die Risikoabschirmung der problematischen Wertpapiere der Landesbank garantieren. Vorgesehen sei die Gründung einer Zweckgesellschaft, in die strukturierte Finanzprodukte im Volumen von mindestens 20 Mrd. Euro ausgelagert werden sollen. Für Verluste von bis zu zwei Mrd. Euro würden die bereits gemachten Kapitalzusagen der Eigentümer herangezogen, für darüber hinausgehende Forderungsausfälle und die Bereitstellung von Liquiditätslinien würde das Land eine Bürgschaft übernehmen.

(...)

„Die Sparkassen hätten nichts dagegen, ganz rauszugehen. Eine Minderheitsposition bringt schließlich überhaupt keine Vorteile für die Sparkassen“, hieß es im Umkreis der Verhandlungen. Das Land NRW, das 38 Prozent an der WestLB besitzt, wollte dagegen die öffentlich-rechtlichen Institute nicht ganz aus der Verantwortung entlassen.

(...)

Die große Zweckgesellschaft soll alle Papiere – wahrscheinlich auch die der WestLB-Vehikel Harrier und Kestrel – möglichst bis zur Endfälligkeit halten, um „fire sales“ – also Notverkäufe zu schlechten Preisen – zu verhindern. „Die gut 20 Mrd. Euro werden nicht alle ausfallen, sondern nur ein Teil davon“, sagte ein Insider. Mit den bisher bereitgestellten zwei Mrd. Euro werde man aber sicherlich auch nicht hinkommen.

antworten
 

Steuerzahler? Oder Bondholder & what's next?

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 05:10 (vor 6572 Tagen) @ Hyperion

Eher wahrscheinlich, dass fuer die spaeteren Wertverluste Neuverschuldung angesetzt wird anstatt Steuererhoehungen. Der schwarze Peter geht also an Bondholder. Im Prinzip also die gleichen Personen, welche jetzt ausgebailt werden. Insofern ist dies kein wirklicher Bailout, sondern lediglich die Zerteilung der Verluste in verdaubare Haeppchen, eine Streckung der Abschriften auf 10-20 Jahre.

Soweit, so gut.

Wir wissen jetzt, dass Banken vor Konkurs beschuetzt werden.

Was wir noch nicht wissen ist, wie man nun eine neue Blase / Kreditausweitung fabrizieren moechte. Wo sind noch Kandidaten, die ausreichend kreditwuerdig sind, um ihnen noch schlechte Schulden aufzuhalsen? Meine Kandidaten:

1) Regierungen, zunaechst im Westen, nach erfolgter Abkuehlung der lokalen Economies dann Schwellenlaender

2) Grosskapitalhalter (UAE, Russland, China, Singapur) koennten aufgefordert werden, ihr Kapitl nicht nur zu "investieren", sondern auch zu beleihen/leveragen. Fraglich ist, ob die mitspielen?

3) Eventuell Konsumenten in Laendern, in welchen die Konsumenten noch nicht maxed-out sind? Deutschland, Schweiz zB? China? Fraglich ist, ob die mitspielen und sich sehendes Augen ruinieren?

Sonst noch jemand?

Staatliche Verschuldung allein - a la Public Works - recht wohl nicht aus, hat auch 1929 und in Japan nicht ausgereicht, nur in Nazideutschland hat es funktioniert, wohl weil dort geklotzt und nicht gekleckert wurde (und spaeter dann der Adressat nicht mehr existierte, als die Rechnung faellig wurde).

Es muesste also eher ein staatlich flankierter und gesetzgeberisch induzierter Boom sein, der aber trotzdem auf privater Verschuldung basiert.

Koennten vielleicht weltweite Oekovorschriften entsprechende Investitions-/Wachstumsimpulse ausloesen?

--
Everything is ok

antworten
 

Mögliche Lösung?

fridolin, Dienstag, 29.01.2008, 09:16 (vor 6572 Tagen) @ Miesespeter

Was wir noch nicht wissen ist, wie man nun eine neue Blase /
Kreditausweitung fabrizieren moechte. Wo sind noch Kandidaten, die
ausreichend kreditwuerdig sind, um ihnen noch schlechte Schulden
aufzuhalsen? Meine Kandidaten:

1) Regierungen, zunaechst im Westen, nach erfolgter Abkuehlung der lokalen
Economies dann Schwellenlaender

2) Grosskapitalhalter (UAE, Russland, China, Singapur) koennten
aufgefordert werden, ihr Kapitl nicht nur zu "investieren", sondern auch
zu beleihen/leveragen. Fraglich ist, ob die mitspielen?

3) Eventuell Konsumenten in Laendern, in welchen die Konsumenten noch
nicht maxed-out sind? Deutschland, Schweiz zB? China? Fraglich ist, ob die
mitspielen und sich sehendes Augen ruinieren?

Sonst noch jemand?

Staatliche Verschuldung allein - a la Public Works - recht wohl nicht aus,
hat auch 1929 und in Japan nicht ausgereicht, nur in Nazideutschland hat es
funktioniert, wohl weil dort geklotzt und nicht gekleckert wurde (und
spaeter dann der Adressat nicht mehr existierte, als die Rechnung faellig
wurde).

Es muesste also eher ein staatlich flankierter und gesetzgeberisch
induzierter Boom sein, der aber trotzdem auf privater Verschuldung
basiert.

Mal eine ganz einfache und vielleicht naive Überlegung dazu.

Die Beleihungsfähigkeit hängt nicht nur vom gegenwärtigen Marktwert eines Gutes (Immobilie oder auch individuelle Arbeitskraft) ab, sondern auch davon, in welcher Höhe man beleihen kann oder will. Also letztlich der Risikobereitschaft einer Bank. Eine Immobilie kann man stockkonservativ mit 60 % des Marktwertes beleihen, oder auch mit 80 %, oder 100 %, oder vielleicht sogar noch mehr, wie es in Amerika geschehen ist. Genauso kann man die Kreditwürdigkeit einer Person, also seine individuelle Leistungskraft, unterschiedlich einschätzen.

Was, wenn der Staat einfach die Banken ermuntert, bei der Kreditvergabe großzügiger zu sein? Hintergedanke: wenn's später Probleme gibt, dann übernimmt halt der Staat die Risiken. Beispiele dafür gibt es ja mittlerweile genug.

Im Extremfall: auch noch der letzte Bahnhofspenner bekommt eine Kreditkarte.

Die Lösung des Problems, jedenfalls im Prinzip? Nur mal so in den Raum gestellt...

antworten
 

In jedem Fall....

Miesespeter @, Dienstag, 29.01.2008, 09:42 (vor 6572 Tagen) @ fridolin

Im Extremfall: auch noch der letzte Bahnhofspenner bekommt eine
Kreditkarte.

Die Lösung des Problems, jedenfalls im Prinzip? Nur mal so in den Raum
gestellt...

Absolut. Eine Inkaufnahme staendig schlechterer Kreditrisiken fuehrt selbstverstaendlich zu Neuverschuldung.

Neue Schuldner zu finden, ist an und fuer sich keine Problem, wenn man sich um die Rueckzahlung keine Sorgen machen muss.

Ich wuerde auch sofort 10 Millionen Euro aufnehmen, tilgungsfrei in den ersten 30 Jahren, verzinst zu 2% pro anno!

Wenn ich den erhalte, brauchen wir uns um Deflation nicht mehr zu sorgen!

--
Everything is ok

antworten
 

Verbotene Beihilfen?

dottore @, Dienstag, 29.01.2008, 05:36 (vor 6572 Tagen) @ Hyperion

Hi Hyperion,

Wie während eines Treffens der Eigentümer in Düsseldorf bekannt wurde,
würde das Land NRW im Gegenzug die Risikoabschirmung der problematischen
Wertpapiere der Landesbank garantieren.

Was so schön als "Garantie" verkauft wird, ist de facto eine Beihilfe. Die ist lt. EG-Vertrag (87 ff.) aus Wettbewerbsgründen verboten - es sei denn es lägen "außergewöhnliche Umstände" vor. Die kann ich bei der WestLB leider nicht entdecken, schließlich ist das Institut nicht ausgebomt worden.

Vorgesehen sei die Gründung
einer Zweckgesellschaft, in die strukturierte Finanzprodukte im Volumen von
mindestens 20 Mrd. Euro ausgelagert werden sollen.

Die Gründung einer solchen Zweckgesellschaft dient nicht dazu, diese überhaupt erst zu starten. Es handelt sich um bereits getätigte Geschäfte, die nur "umfirmiert" werden.

Für Verluste von
bis zu zwei Mrd. Euro würden die bereits gemachten Kapitalzusagen der
Eigentümer herangezogen, für darüber hinausgehende Forderungsausfälle und
die Bereitstellung von Liquiditätslinien würde das Land eine Bürgschaft
übernehmen.

Dazu ist anzumerken, dass von "Beihilfen" Unternehmen "in Schwierigkeiten" ausdrücklich ausgenommen sind. Außerdem muss die Angelegenheit der EU vorgelegt werden (Notifizierung), die dann entscheidet. Bei der SachsenLB ist die Prüfung bereits im Gange. Ergebnis: offen.

„Die Sparkassen hätten nichts dagegen, ganz rauszugehen. Eine
Minderheitsposition bringt schließlich überhaupt keine Vorteile für die
Sparkassen“, hieß es im Umkreis der Verhandlungen. Das Land NRW, das 38
Prozent an der WestLB besitzt, wollte dagegen die öffentlich-rechtlichen
Institute nicht ganz aus der Verantwortung entlassen.

Schön. Dann müssen sie den Schaden mittragen.

Die große Zweckgesellschaft soll alle Papiere – wahrscheinlich auch die
der WestLB-Vehikel Harrier und Kestrel – möglichst bis zur Endfälligkeit
halten, um „fire sales“ – also Notverkäufe zu schlechten Preisen –
zu verhindern. „Die gut 20 Mrd. Euro werden nicht alle ausfallen, sondern
nur ein Teil davon“, sagte ein Insider. Mit den bisher bereitgestellten
zwei Mrd. Euro werde man aber sicherlich auch nicht hinkommen.

Auch gut. Allerdings gibt es für Beihilfen sog. "De Minimis"-Regeln, die erheblich unterhalb dieser Summen liegen. Für Unternehmen mit mehr als 249 Beschäftigten fallen sie von vorneherein aus.

Gruß!

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