Kleine Prozente, aber schlechte Aussichten
Millionen Amerikaner können sich ihr eigenes Haus nicht mehr leisten:
Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" schoss die Zahl der
Zwangsvollstreckungen von Hypothekendarlehen im vergangenen Jahr um 75
Prozent nach oben. Insgesamt gab es 2,2 Millionen Hypothekenausfälle,
berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Immobiliendatenanbieter.
Mehr als ein Prozent aller US-Haushalte wäre demnach betroffen. (...)http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,531891,00.html
1% ist im Grunde nicht alle Welt. Schwer vorstellbar, daß sie daran zu
Grunde gehen soll. Allerdings ist das wohl nicht das Ende der
Fahnenstange. Entscheidend ist hier wohl nicht der Achsenabschnitt,
sondern die Steigung der Kurve. Wir werden sehen.
Da nur 2/3 aller amerikanischen Haushalte Immobilieneigentum besitzen, waeren das schon mal 1,5% aller Immobilienbesitzer. Jetzt mal angenommen, die Haelfte davon hat ihren Besitz auch in Eigentum (abbezahlt, geerbt), dann waeren in einem Jahr 3% aller Wohnimmobilienfinanzierungen geplatzt.
Das sollte die Risikopraemien voll in Anspruch nehmen.....
Weitergesponnen:
Es haben also 33% aller Haushalte kein Wohneigentum (wohl meist aufgrund mangelnder Bonitaet)
1,5% des bestehenden Bestandes kommen nun in einem Jahr (!) zusaetzlich (!) zu Neubauten auf den Markt.
Gleichzeitig fallen die 3% der Haushalte, die am naechsten an der erforderlichen Bonitaetsschwelle waren, als Kaeufer aus, da nunmehr kreditgesperrt.
Im neune Jahr erwartet man wieder mindestens eine mengenmaessige Wiederholung.....
Hoechste Zeit, die Greencards etwas lockerer zu verteilen! Wo soll sonst die erforderliche Nachfrage herkommen?
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Everything is ok
gesamter Thread:
- Es sind jetzt offiziell 1% (US-Immokrise) -
MI,
29.01.2008, 09:51
- Kleine Prozente, aber schlechte Aussichten - Miesespeter, 29.01.2008, 10:04
