Sachwertanlagen...
wollek, Dienstag, 29.01.2008, 12:59 (vor 6572 Tagen)
Was haltet Ihr denn so von "Gebrauchsgegenständen" wie z. Bsp. exemplarisch einer Goldrolex (Day Date, Gelbgold, ohne Brillianten, 5-6 T Euro), oder einem Diamanten in der Preisklasse 3 - 5 T Euro? Zumindest die Rolex dürfte weltweit als Zahlungsmittel für was auch immer einsetzbar sein, auch in inflationären Zeiten. Materialwert alleine immerhin rund 1500 Euro. In den 80ern wurde sie für 10000 DM auf der Strasse gehandelt... und deutlich unter 5000 ist sie nicht zu bekommen. Es gibt natürlich auch vergleichbare andere Sachen, goldenes Dupont Feuerzeug, oder was auch immer, für die kleineren Tauschgeschäfte, in geldfreier Zeit... Na..??
gruss, wollek
Jo. Aber wo ist da der Wert?
Mitmacher
, Dienstag, 29.01.2008, 13:20 (vor 6572 Tagen) @ wollek
Bei ebay gibt es Alkohol-Destillen für 100,-€. (Nur mal als Beispiel für wirklich nützliche Sachwerte
)
Dafür bekommt man schon 1 zt. Kartoffeln später.
------------
und/oder verdient sich damit eine oder zwei "Day Date, Gelbgold, ohne Brillianten" damit...was immer das auch ist, wafür das auch immer gut/besser sein soll. ...http://tinyurl.com/yq485v...
--
"Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt." - Thomas Mann, Der Zauberberg
"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)
Die typischen Kaufer von Goldrolexen.....
Miesespeter
, Dienstag, 29.01.2008, 13:44 (vor 6571 Tagen) @ wollek
.....so fuerchte ich, werden in einer echten Wirtschaftskrise eher knapp bei Kasse sein. Die typischen Besitzer von Goldrolexen wohl auch. Daraus ziehe ich den Schluss, dass Krisenzeiten gut fuer zahlungsfaehige Kaeufer, aber vermutlich schlecht fuer Verkaeufer von Goldrolexen und Dupontfeuerzeugen sein duerften.....
--
Everything is ok
Ein Lastwagen mit Ziggis ist besser.... geht immer gut weg ! (oT)
Hasso, Dienstag, 29.01.2008, 13:46 (vor 6571 Tagen) @ wollek
- kein Text -
... dazu noch ein paar hundert Kästen Bier.... und Du bist der King im Krääsch ! (oT)
Hasso, Dienstag, 29.01.2008, 13:50 (vor 6571 Tagen) @ Hasso
:-) stimme voll zu....
wollek, Dienstag, 29.01.2008, 14:10 (vor 6571 Tagen) @ Hasso
interessant zu sehen, wie negativ besetzt doch eine Goldrolex ist; wobei ich ziemlich sicher bin, das die sich einfacher versilbern lässt als 10 Kilobarren Silber, in Krisenzeiten, weil sie ganz pragmatisch einfacher zu transportieren ist. Und ein Eimer Kartoffeln könnte einem auch weiterhelfen, je nach Situation.
Ich dachte jetzt eher an eine Übernachtung im Hotel und ein Flugticket zum Wunschziel, im Notfall. Das sollte sie schon bringen.
Schnaps ist besser- nimmt weniger Platz weg und nur Schnaps bringt die echte Dröhnung!
Mephistopheles, Dienstag, 29.01.2008, 14:53 (vor 6571 Tagen) @ wollek
Wieso hat man eigentlich in echten Krisenzeiten nichts von Morphium gehört und Ephedrin?
Gruß Mephistopheles
Glühbirnen; Klopapier; Damenbinden, eben Sachen die man WIRKLICH braucht (oT)
Der Husky, Dienstag, 29.01.2008, 15:17 (vor 6571 Tagen) @ Mephistopheles
- kein Text -
Werden nach einem Bankrun keine Glühbirnen oder Damenbinden mehr produziert ?
Taktiker, Dienstag, 29.01.2008, 15:40 (vor 6571 Tagen) @ Der Husky
...oder Alk-Destillen?
...oder Kartoffeln ?
...oder Goldrolexe ?
...oder Ziggis ?
Seltsame Projektionen!
Natürlich würde es Produktionsstörungen geben !
Hasso, Mittwoch, 30.01.2008, 07:20 (vor 6571 Tagen) @ Taktiker
Hallo Taktiker,
ich bin zwar kein Krääsch-Prophet, wollte aber trotdem kurz schreiben, was ein Bankrun oder auch Bankenzusammenbruch für die Produktion bedeuten könnte.
Nehmen wir an, Du produziert Taschentücher.... und Deine Bank hat gerade dichtgemacht. Deine Zulieferer (Zellstoff, Energie, Wasser) wollen Bares von Dir sehen, dass Du nicht mehr hast. Wie lange könntest Du wohl die Produktion weiterfahren ??
Du willst aber auch Bares vom Großhandel für Deine Taschentücher sehen... das haben die aber eventuell auch nicht... wie lange wirst Du sie beliefern ?
Fazit : Es wird sehr wohl zu Versorgungsengpässen und Störungen kommen.
Gruß aus der realen Produktion !
Hasso
Keine Sorge, man kümmert sich um dich!
Mephistopheles, Mittwoch, 30.01.2008, 09:45 (vor 6571 Tagen) @ Hasso
Wirtschaftssicherstellungsgesetz
Dann kriegst du eben einen Befehl, die Taschentücher weiter zu produzieren.
Und Deine Zulieferer (Zellstoff, Energie, Wasser) kriegen auch einen Befehl und der Großhandel kriegt einen Befehl, Bares zu liefern.
Fazit: Warum glaubst du, das ich empfehle, für möglichst große Schnapsvorräte zu sorgen?
Frag die Russen, die du kennst, was ihnen wirklich geholfen hat! Die kennen das nämlich alles schon!
Gruß Mephistopheles
Hast Du da was zum Nachlesen?
JoBar, Mittwoch, 30.01.2008, 09:51 (vor 6571 Tagen) @ Mephistopheles
Frag die Russen, die du kennst, was ihnen wirklich geholfen hat! Die
kennen das nämlich alles schon!
Etwas kurzes und kompaktes - was aber alle Facetten des Zusammenbruchs der UdSSR und der Folgen hieraus ausführlich darstellt? [[smile]]
TIA
J
Zusammenbruch der UdSSR-kennt jemand Literatur?
Mephistopheles, Donnerstag, 31.01.2008, 12:16 (vor 6570 Tagen) @ JoBar
Frag die Russen, die du kennst, was ihnen wirklich geholfen hat! Die
kennen das nämlich alles schon!
Etwas kurzes und kompaktes - was aber alle Facetten des Zusammenbruchs der
UdSSR und der Folgen hieraus ausführlich darstellt? [[smile]]TIA
J
Hi Jobar, ich hab keine Literatur, das wäre aber mit Sicherheit sehr interessant.
Das mit dem Schnaps hab ich nur ironisch gemeint: Schnaps löst ja bekanntlich alle Probleme. (Frag die Typen auf der Parkbank, wenn sie ihr Quantum innehaben. Und wenn nicht, dann frag sie, was ihr einziges Problem ist? Richtig! Wie sie an ihr Quantum kommen.)
Ich rezitiere jetzt aus dem Gedächtnis, soweit ich mich an die damaligen Zeitungsartikel erinnere:
Die Arbeiter in den Staatsbetrieben haben damals über Monate hinweg keine Löhne bekommen.
Wer Dollars hatte, war der King.
Industrieprodukte und vor allem Rohstoffe wurden von der Mafia weit unter Wert verscherbelt gegen Dollars.
Man hat den Arbeitern Anteile an den Unternehmen gegeben, sie aber existentiell dermaßen in Not gesetzt, das sie ihre Anteile an die heute so genannten Oligarchen verscherbelten - sozusagen für ein Appel und ein Ei.
Die meisten Russen haben Datschas, die wohl relativ viel größer sind als die Schrebergärten hierzulande.
Bereits zu Zeiten des real existierenden Sozialismus wurden ca. 25-30% der Landwirtschaftlichen Produktion Russlands auf diesen Datschas erzeugt; ohne wäre es wohl zu einer wirklichen Hungersnot gekommen.
Da Russland über Rohstoffe verfügt ohne Ende funktionierten die öffentlichen Versorgungseinrichtungen wie Heizung, Strom oder Bahn auch während der größten Krise einigermaßen.
Die Zeitungen waren damals voll von Bertichten über Großmütterchen, die beschwerliche Reisen über Tage auf sich nahmen, um auf den Wilden Märkten ein paaar Gurken, Tomaten oder Kartoffeln gegen echtes Geld zu verkaufen.
Das war wohl möglich, weil zumindest den Kriegsveteranen das Transportwesen als Sachleistung zur Verfügung stand: ausweis statt Geld.
Aber das sind jetzt sehr bruchstückhafte Erinnerungen.
Wie gesagt, wenn einer Literatur über echte Erfahrungsberichte weiß, wäre sicher sehr interessant.
Dürfte etwa so ähnlicxh abgelaufen sein wie hierzulande die Zeit zwischen 1945-1948.
Gruß
Mephistopheles
Stimmt!
JoBar, Freitag, 01.02.2008, 03:52 (vor 6569 Tagen) @ Mephistopheles
ich hab keine Literatur, das wäre aber mit Sicherheit sehr interessant.
Die gibt es sicher, aber ich fange erst mit der Suche an. Um eine Hypothese zu überprüfen bräuchte ich die Sterbe-Zahlen vor, während und nach System-Zusammenbrüchen wie in der UdSSR, 1929, o.ä. Großereignissen.
Die Leute dürften da aber an anderen Dingen als Statistiken interessiert gewesen sein.
Ich rezitiere jetzt aus dem Gedächtnis, soweit ich mich an die damaligen
Zeitungsartikel erinnere:
Die Arbeiter in den Staatsbetrieben haben damals über Monate hinweg keine
Löhne bekommen.
Wer Dollars hatte, war der King.
Industrieprodukte und vor allem Rohstoffe wurden von der Mafia weit unter
Wert verscherbelt gegen Dollars.
Man hat den Arbeitern Anteile an den Unternehmen gegeben, sie aber
existentiell dermaßen in Not gesetzt, das sie ihre Anteile an die heute so
genannten Oligarchen verscherbelten - sozusagen für ein Appel und ein Ei.
Dieses und Ähnliches habe auch mitbekommen - hab damals allerdings nur mit einem halben Ohr zugehört.
Die meisten Russen haben Datschas, die wohl relativ viel größer sind als
die Schrebergärten hierzulande.
Bereits zu Zeiten des real existierenden Sozialismus wurden ca. 25-30% der
Landwirtschaftlichen Produktion Russlands auf diesen Datschas erzeugt; ohne
wäre es wohl zu einer wirklichen Hungersnot gekommen.
Da gibt es Datschen ohne Ende. Beim der Besichtigung von Vieliky Novgorod per Bus landete ich auch mal ziemlich weit außerhalb - genau vor einer Raketen-Basis und inmitten unendlich vieler Datschen.
Die umgebenden Gärten waren wesentlich größer als hiesige Schrebergärten und fast alle Ziergestrüpp-frei ;) Die gesamte Fläche war aber fast gänzlich genutzt. Zur Bewässerung haben die natürlich keinen eigenen Wasseranschluß, man muß das Wasser mühsam von zentralen Brunnen heranschleppen.
Trotzdem war auf der Rückfahrt der Bus voller schwer bepackter Leute: Mit Obst, Gemüse, Kartoffeln, ...
Und das im heutigen boomenden Rußland!
Großmütterchen, die beschwerliche Reisen über Tage auf sich nahmen, um auf den Wilden Märkten ein paaar Gurken, Tomaten oder Kartoffeln gegen echtes Geld zu verkaufen.
Das war wohl möglich, weil zumindest den Kriegsveteranen das Transportwesen als Sachleistung zur Verfügung stand: ausweis statt Geld.
Auch heute gibt es das, Leute die stundenlang vor einer "Verkaufsfläche" in der Größe eines aufgeklappten "Spiegel" sitzen und ein paar Äpfel, Kartoffeln, usw. verkaufen ( wollen? ) Ich fragte ich mich jedes mal: Lohnt sich das überhaupt? Haben die denn keine "Kostenrechnung"?
Als Souvenir kaufte ich da einen echt russischen Knoblauch [[smile]]
Wenn ich zur Literatur fündig werde poste ich es.
Jetzt heißt es aber: Ho Narro
J
Ein guter Weinkeller....
DerBerliner, Dienstag, 29.01.2008, 22:20 (vor 6571 Tagen) @ wollek
...ist sicher sehr wertbeständig, wenn er richtig ausgewählt wurde. Dafür muß man aber von der Sache einiges verstehen. Nur premier crus.
Schnaps für's Volk zum Tauschen zwischendurch, aber den Wein als Anlage - nicht unbedingt zur Wertsteigerung - Gier mal vergessen - sondern zur Wertbewahrung.
Völlig unverdächtig und absolut sicher von Enteignungen / staatlicher Repression / Besteuerung! Und nicht drüber reden!
Im Zweifel kann man sich an edlen Tropfen delektieren, wenn's draußen brenzlig ist.
und natürlich ungesäuertes Brot! (oT)
Mephistopheles, Mittwoch, 30.01.2008, 03:27 (vor 6571 Tagen) @ DerBerliner
- kein Text -
