Autohändler offenbar vor dem absoluten Zusammenbruch
Gerade ruft mich der Händler an, der mir vor 9 (neun!) Jahren mein Auto verkauft hat. Die Kiste fährt noch immer und das soll sie auch weiter - so ein 1.9l-TDI-Audi Bj96 ist eben noch unverwüstlich.
Aufgrund des ganzen rechtlichen und preislichen Schlamassels habe ich nie mehr eni anderes Auto gekauft, obwohl die Versuchung manchmal groß war. Allerdings hat man nach 2J schon wieder ne neue Modellgeneration, einen Facelift o.ä., was die Kiste wertlos macht. Vor 4 Jahren wollte ich mal umsteigen - mein Gott, da hätte ich statt 4T€ bei meiner alten Kiste wohl schon 10T€ an Wertverlust verheizt - und dann noch ne rote Plakette dran jetzt.
Na jedenfalls wollte der Knilch mir eben ein Auto verkaufen - *LOOOL* Denen muß ja die Düse gehen, wenn sie jetzt schon so tief in der Kartei herumtelefonieren. Verständlich - wer will schon noch ne Karre bei diesem Theater - Werkstätten, Sprit, Ersatzteile, Steuern, Maut, Bußgelder, Parkgebühren - für den Gegenwert kann man mittlerweile ein fideles Leben führen!
Einmal Tank voll: hätte man schon einen ganzen Abend mit seiner Frau dinieren und sich kulturell unterhalten lassen können.
Einmal Bußgeld: macht schon einen Wochenendurlaub
neue Winterreifen drauf, weil jetzt Papa Staat aufpaßt: eine ganze Badeinrichtung wert
Parken in der City: kann man sich auch ne ganze CD für holen... (aber das macht man ja auch nicht mehr)
einmal Stadtrand->City und zurück = eine ganze warme Mahlzeit outdoor
Auto? Nein danke.
DB-Netzkarte ist billiger als Auto
Als ich noch in Absurdistan gelebt habe, da bin ich Mitte der 90-iger auf DB umgestiegen. Die war damals noch pünktlich.
Mit einer Netzkarte, damals für ca. DM 400 / Monat, ließ es sich gut und bequem leben.
3 1/2 Stunden von Krankfurt nach Berlin im Sprinter! Unschlagbar per Auto! Der Flieger ist kaum schneller. Und zwei Freundinnen hab ich auch im Zug kennen gelernt. Die Küche war ganz gut. Arbeiten oder schlafen nach Wunsch.
Keine Erklärungen gegenüber der Steuer, warum ich wann wohin bin. Privatfahrten völlig kostenlos! Den ganzen diesbezüglichen Buchführungs-Scheiß hatte ich vom Hals. Fahrtenbuch? Ha, ha, ha...
Auto für den Fernverkehr! Nee, sicher nicht mehr. Irgend 'ne olle kleine Kiste für die Stadt, reicht völlig.
Re: Auto? Nein danke.
Ich stimme zu, allerdings unter der Einschränkung, dass es nicht überall so attraktive Alternativen zum Auto gibt als wie in Berlin - insbesondere die U-Bahn, denn man gönnt sich ja sonst nichts...
Trotzdem kann man jeden Tag jede Menge Unverbesserlicher besichtigen, wie sie auf der Stadtautobahn im Stau stehen, um von Charlottenburg nach Wilmersdorf oder so zu kommen. Wenn solche Leute dann endlich im Büro ankommen, haben sie ihre Leistungskurve für diesen Tag oft schon überschritten.
Habe mal gehört, dass bei uns jeder 7. Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Autoindustrie abhängt. Da werden wir bald strukturelle Probleme von bisher nicht gekanntem Ausmass bekommen - und dabei ist von Peak Oil noch gar nicht einmal die Rede.
Gruss aus dem schönen Wedding
--
"Diejenigen, die zu klug sind um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft werden, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst."
Platon
Bin ganz deiner Meinung
Nach 21 Jahren Auto geht es bei mir jetzt seit einem Jahr auch ohne. Ist manchmal unbequem, aber man gewöhnt sich dran. Zum Glück brauche ich beruflich kein Auto mehr.
Wenn bei den Frechheiten und der Abzockerei gegenüber den Autofahrern auch die autoverliebten Deutschen mal anfangen in Scharen aufs Auto zu verzichten, dann gute Nacht Wirtschaftsstandort Deutschland - ihr habt es übertrieben "liebe" Politiker und die Kuh schon fast zu Tode gemolken.
na dan komm mal hierher, in den bayerischen Wald.........
.......da wirst du ohne Auto dumm dastehen! ÖNPV ? Fremdwort! Warum? Klar,
die müssen die ganze Kohle nun nach München schaufeln zwecks Transrapid!
Wenigstens bekommen wir hier nun endlich einige neu Strassen! z.T. vierspurig!
Ich bekomme meinen Neuen in der KW 6-7; ich habe mir einen Toyota RAV 4SOL bestellt. Meinen DB ML 270 CDI habe ich verkauft, wurde mir zu groß!
Unseren Zweitwagen (Golf) verkaufen wir nächste Woche, ein Auto tut es auch. Vielleicht kommt im Sommer noch ein 250er Roller hinzu, der nächste vernünftige Einkauf ist ca. 15 km weg, aber eine sehr gute Bundesstrasse! So werde ich bei schönem Wetter mit dem Roller fahren, ist ja billiger. Ein Motorrad (ich wollte immer eine Suzuki, so ab 600) ist nicht mehr drin, meine Frau fürchtet sich da mitzufahren. Leider.
Wir haben hier den drittgrößten Landkreis, was Fläche anbelangt. Busse gehen schon, nur ist z.B. eine Fahrt ins Landratsamt mit dem Auto auf 12 min. erledigt, mit dem Bus hin und zurück eine kleine Weltreise.
Also, wir hier werden noch lange die deutsche Autoindustrie unterstützen!
Das Gute an den jetzigen Verhältnissen bei den Autohändlern ist, dass schöne Rabatte herausgeholt werden können. Sogar bei DB; ich wollte mir ursprünglich einen B 200 kaufen, der Händler reisst mir fast das Telefon herunter!
Gruss
--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi
Das ist mal wieder aufschlußreich,, etwa eine ungeplante Selbstentlarvung? (betrifft nicht nur dich)
Nach 21 Jahren Auto geht es bei mir jetzt seit einem Jahr auch ohne. Ist
manchmal unbequem, aber man gewöhnt sich dran. Zum Glück brauche ich
beruflich kein Auto mehr.
Wenn bei den Frechheiten und der Abzockerei gegenüber den Autofahrern auch
die autoverliebten Deutschen mal anfangen in Scharen aufs Auto zu
verzichten, dann gute Nacht Wirtschaftsstandort Deutschland - ihr habt es
übertrieben "liebe" Politiker und die Kuh schon fast zu Tode gemolken.
Wenn ich den Mehrzeitaufwand beim ÖPNV mit meinem Stundensatz verrechne, dann komm ich auf mind. 600 Euro Kosten des ÖPNV, den reinen Fahrpreis noch gar nicht inbegriffen. (meine AD-Tätigkeit darf ich da gar nicht mitrechnen, sonst würd ich locker bei mehr als 2.000 Euro liegen)
Dabei bin ich wahrlich kein Großverdiener, aber für diesen Preis könnte ich mir wahrscheinlich eine Luxuskarossenaufrüstung leisten.
Tja, wenn aber die Arbeitszeit einen Wert von NULL/Std. hat, dann schaut´s natürlich anders aus.
(Auch bei Fernfahrten, zugegeben.)
Gruß
Mephistopheles
typisch Stadtmensch !?
Wir wohnen ja alle in einer Großstadt mit U-, S-Bahn, Bussen im Minutenverkehr usw.
Geh mal ein wenig von Deiner Großstadt raus, da wirds ganz schnell sehr dünn. ÖPNV kannst Du vergessen. Meine nächstgrößere Einkaufsmöglichkeit ist ca. 1,5 km weg, in die Innenstadt sinds ca. 3 km, nix Busse etc.
Große Einkaufsstadt ca. 14 km entfernt, 1 Zug pro Stunde, Bahnhof ca. 4 km entfernt. Und dies nur zur Verpflegung.
Meine Freundin fährt 50 km zur Arbeitsstelle, ohne Auto käm sie da gar nicht täglich hin.
Trotzdem wohn ich lieber hier als in irgendeinem Großstadtmoloch...
Zustimmung! ÖPNV nicht immer hilfreich (mT)
Auch wenn unsere Kleinstadt einen Bahnhof hat, welcher einige Verbindungen hat, ist es nicht möglich für mich, zum "Headquarter" meiner Arbeit zu kommen (45km).
Zum Glück ist dies sehr selten der Fall, aber wenn: fast unmöglich. Auch wenn es die Verbindung gibt, spare ich im Vergleich Auto <-> Bahn kein Geld, höchstens Nerven (die fahren aber auch alle! kann nur ich ordentlich fahren??
) !! Des Weiteren sind die Verbindungen zu solch unchristlichen Zeiten, dass ich entweder zu spät ankäme oder 1,5 Stunden zu früh!
Muss man ganz klar differenziert sehen!
Man gut, dass ich nicht in Berlin wohne.... so kann ich schön im SUV durch´s Land fahren ! (oT)
- kein Text -
Jedoch reichlich und regelmäßig Belästigung verschiedenster Art durch Pöbel im ÖPNV (oT)
- kein Text -
