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Unter Fiat Money kann nichts mehr crashen ?

Der Husky, Donnerstag, 31.01.2008, 13:30 (vor 6569 Tagen)

Hallo !

Auf meiner Suche nach dem Sinn des ganzen Finanzdesasters bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen. Dort wird nicht nur die Hyperinlation in Dt.von 1923 in einem anderen Licht dargestellt, sondern auch die Aussage getroffen:

"Unter Fiat kann nichts mehr crashen!!!"

Was sagen die Experten dazu?

Hier der ganze Artikel:

http://www.lutzschaefer.com/index.php?id_kategorie=8&id_thema=119

Viele Grüße vom Husky !

antworten
 

Ja, bis es irgendwann wirklich crasht ....

Elli ⌂ @, Donnerstag, 31.01.2008, 13:37 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

.... genau darum geht´s doch hier dauernd:

Ist das schon DER Crash oder wieder nur eine Delle?
Keine Ahnung, aber bisher passt leider alles ......

antworten
 

Sicher kann es crashen - wenn irgendjemand zu faul war, die Druckmaschinen anzuwerfen

Mephistopheles, Donnerstag, 31.01.2008, 23:33 (vor 6569 Tagen) @ Elli

.... genau darum geht´s doch hier dauernd:

Ist das schon DER Crash oder wieder nur eine Delle?
Keine Ahnung, aber bisher passt leider alles ......

Natürlich sind Crashs in Einzelmärkten wie z.B. der Crash bei den Subprime loans weiterhin denkbar.

Aber ein Crash in einem Eintelmarkt ist eben nicht DER CRASH.

Da vorangegangene Schulden duch nachfolgende Kredite gestützt werden, setzt die
Crashthese voraus, dass es keinen Kreditnehmer mehr gäbe, der willens und fähig wäre, zusätzliche Kredite aufzunehmen.

Sie geht also implizit von einer virtuellen Welt aus, in der es keinen Staat gibt, bzw. nur Staaten, die die Souveränität über ihre Währung verloren haben.

Diese virtuelle Welt ist jedoch nicht die REALE Welt und in der REALEN Welt sind die Staaten als Leere aus der großen Depression der dreißiger Jahre durchaus willig, neue Kredite in erforderlichem Umfang aufzunehmen und damit einen TOTALCRASH unmöglich zu machen.

Und es spricht nichts dafür, dass sie ihre Souveränität verlieren würden.
Die ANARCHIE bleibt ein Nachtmar aus der Second life für VTler.

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

Den Tzanziki-Effekt

Elmarion, Freitag, 01.02.2008, 00:51 (vor 6569 Tagen) @ Mephistopheles

nicht verstanden?

antworten
 

aus dottores Krisenschaukel

Elmarion, Freitag, 01.02.2008, 00:55 (vor 6569 Tagen) @ Elmarion

sorry Schreibfehler: Tsaziki-effekt. irgendwann ist Schluß mit jedem Kettbrief!

Ich nenne das den "TsatsikiEffekt". Wirkt so: Ein junger Berliner leiht sich bei seiner Bank 1000 Mark für ein flottes Wochenende in München. Alles bestens. Nach einem Jahr will er sich wieder 1000 Mark leihen. Ja, sagt die Bank, wir müssen aber 100 Mark Zinsen einbehalten. Wieder ein Jahr später will er wieder 1000 Mark. Die Bank sagt: Klar, abzüglich 200 Mark Zinsen. Mit den 800 Mark fährt der Mann nach Coburg. Und so weiter. Schließlich kommt der Mann in die Bank und sagt: Noch mal 1000 Mark. Ja, sagt die Bank, aber 900 Mark gehen inzwischen für Zinsen ab, die wir gleich einbehalten. Hier sind die restlichen 100 Mark. Die nimmt der Mann und geht mit Bruder und Freundin um die Ecke zum Griechen. Sie bestellen Retsina, Oliven, Weinblätter, drei Portionen Gyros. Obwohl der Mann jedes Jahr 1000 Mark Schulden gemacht hat, ging seine Nachfrage nach den Dingen des Lebens immer mehr zurück. Noch ein Jahr später wird er wieder 1000 Mark Schulden machen, aber er kriegt keinen Pfennig ausgezahlt. Er kann sich nicht mal mehr den Griechen leisten. Er läuft heulend am Lokal vorbei. Der Grieche ist ein netter Mensch und schenkt dem Mann -was? Eine Portion Tsatsiki. Genau das ist die Lage des Staates. Obwohl er immer weiter Schulden macht, hat er immer weniger Geld zur Verfügung, das er ausgeben könnte. Der Finanzminister läuft heulend durch die Straßen.

antworten
 

Einfache Lösung

Mephistopheles, Freitag, 01.02.2008, 01:32 (vor 6569 Tagen) @ Elmarion

sorry Schreibfehler: Tsaziki-effekt. irgendwann ist Schluß mit jedem
Kettbrief!

Ich nenne das den "TsatsikiEffekt". Wirkt so: Ein junger Berliner leiht
sich bei seiner Bank 1000 Mark für ein flottes Wochenende in München.
Alles bestens. Nach einem Jahr will er sich wieder 1000 Mark leihen. Ja,
sagt die Bank, wir müssen aber 100 Mark Zinsen einbehalten. Wieder ein
Jahr später will er wieder 1000 Mark. Die Bank sagt: Klar, abzüglich 200
Mark Zinsen. Mit den 800 Mark fährt der Mann nach Coburg. Und so weiter.
Schließlich kommt der Mann in die Bank und sagt: Noch mal 1000 Mark. Ja,
sagt die Bank, aber 900 Mark gehen inzwischen für Zinsen ab, die wir
gleich einbehalten. Hier sind die restlichen 100 Mark. Die nimmt der Mann
und geht mit Bruder und Freundin um die Ecke zum Griechen. Sie bestellen
Retsina, Oliven, Weinblätter, drei Portionen Gyros. Obwohl der Mann jedes
Jahr 1000 Mark Schulden gemacht hat, ging seine Nachfrage nach den Dingen
des Lebens immer mehr zurück. Noch ein Jahr später wird er wieder 1000
Mark Schulden machen, aber er kriegt keinen Pfennig ausgezahlt. Er kann
sich nicht mal mehr den Griechen leisten. Er läuft heulend am Lokal
vorbei. Der Grieche ist ein netter Mensch und schenkt dem Mann -was? Eine
Portion Tsatsiki. Genau das ist die Lage des Staates. Obwohl er immer
weiter Schulden macht, hat er immer weniger Geld zur Verfügung, das er
ausgeben könnte. Der Finanzminister läuft heulend durch die Straßen.

Der Mann muß eben rechnen lernen wie ein Finanzminister.
Er muß sich im 2. Jahr 1.100 leihen, damit er 1.000 bekommt, er hat somit 2.100 Schulden und im nächsten Jahr muß er eben 1210 aufnehmen usw.
So kommts, dass die BRD im Jahr 2.0007 mehr Zinsen gebucht hat als das gesamte BIP om Jahr 1949 betragen hatte und niemandem ist es aufgefallen.

Man soll eben niemals den Staat unterschätzen! Das bewahrt vor voreiligem CRASHALARM.
Natürlich ist der Finanzminister sogar noch ein bisschen schlauer, wenn die Reise im 2. Jahr 1.100 kosten sollte, dann leiht er sich eben 2.200 usw., die Reise + die Zinsen usw.

Gruß
Mephistopheles

antworten
 

derzeitiges Finanzsystem wird undurchschaubar (inkl. Gaunerei)

Gera, Freitag, 01.02.2008, 03:01 (vor 6569 Tagen) @ Mephistopheles

Der Mann muß eben rechnen lernen wie ein Finanzminister.
Er muß sich im 2. Jahr 1.100 leihen, damit er 1.000 bekommt, er hat somit
2.100 Schulden und im nächsten Jahr muß er eben 1210 aufnehmen usw.
So kommts, dass die BRD im Jahr 2.0007 mehr Zinsen gebucht hat als das
gesamte BIP om Jahr 1949 betragen hatte und niemandem ist es aufgefallen.

Herzliche Grüsse an die Telnehmer vom gelben Forum.
Die überufernde Verschuldung ist die eine Sache, die andere wohin mit den ganzen Geld - wieder eine neue Super-CO2-Blase. Ein paar Ideen gibt es schon noch, um dieses Spiel weiterzutreiben z.B Privatisierungen öffentl. Guts (Energieunternnehmen, Wasser, ...). Dies kann man bei uns in Österreich sehr gut beobachten.

Gruß

Gera

antworten
 

Ideen gibt es immer, aber ...

JoBar, Freitag, 01.02.2008, 03:15 (vor 6569 Tagen) @ Gera

Ein paar Ideen gibt es schon noch, um dieses Spiel weiterzutreiben z.B

Jeder bis in die Haarspitzen Verschuldete hat immer noch eine Idee parat.
Nur kommt halt irgendwann der Zeitpunkt, an dem auch der allergutgläubigste Verleiher ihm nichts mehr glaubt - und sich schweren Herzens von all seinem verliehenen Geld verabschiedet.

Dann war es das.


Grüße

J

antworten
 

Der Crash ist wie "Die Bahn" - er kommt ... früher ... oder später

weissgarnix @, Freitag, 01.02.2008, 06:00 (vor 6569 Tagen) @ Mephistopheles

Der Mann muß eben rechnen lernen wie ein Finanzminister.
Er muß sich im 2. Jahr 1.100 leihen, damit er 1.000 bekommt, er hat somit
2.100 Schulden und im nächsten Jahr muß er eben 1210 aufnehmen usw.
So kommts, dass die BRD im Jahr 2.0007 mehr Zinsen gebucht hat als das
gesamte BIP om Jahr 1949 betragen hatte und niemandem ist es aufgefallen.

Wenn der Mann rechnen kann, wird er sich aber folgende Frage stellen: kann ich dieses Darlehen bei Fälligkeit zurückbezahlen ? Falls nicht, dann wird er es schlicht nehmen. Bzw. wenn der potenzielle Kreditgeber rechnen kann, wird er es ihm nicht geben (in der Praxis wohl eher der Fall).

Man soll eben niemals den Staat unterschätzen! Das bewahrt vor voreiligem
CRASHALARM.

Der Staat kann in diesem Fall GAR NIX, ausser kapitulieren: denn selbst wenn er der Bank sagt "Gib Ihm das Geld, ich garantiere dafür", dann weiss die Bank, dass die 1200, 1300 ...2000 bei Fälligkeit nicht mehr ihrem heutigen Gegenwert entsprechen, sondern einem Vielfachen davon ... weil das ist schlichtes Gelddrucken bzw. -verschenken, sprich Hyperinflation. Die Bank wird dieses daher nicht tätigen, ausser der Staat garantiert den zukünftigen Wert des Darlehens zu heutigen Preisen, gibt also quasi einen "TIP". Dann kann er aber in der Tat das Geld gleich verschenken, sprich per Hubschrauber an die Massen verteilen.

Der Crash ist damit selbstredend nicht abgewendet, sondern nur vertagt, ganz einfach deshalb, weil sich die relativen Preise von Güter- und Assetklassen in einem solchen Umfeld derartig KRASS verschieben (Bonds und Forderungen jeder Art werden defacto wertlos), dass es bei späterem Übergang zu einem "neuen" System auf jeden Fall zu Teil-Crashes in einzelnen Sektoren kommt, die aber so gewaltig sind, dass sie eine erneute Krise heraufbeschwören.

Ich bin bekanntlich kein Schwarzmaler, aber ernsthaft: wie kann man diesem "fiat money = no Crash" ernsthaft auf den Leim gehen ?

antworten
 

Crash Test Dummies und andere scheue Tiere

weissgarnix @, Donnerstag, 31.01.2008, 13:44 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

"Unter Fiat kann nichts mehr crashen!!!"

Ein sehr, sehr gern und daher häufig benutztes Leitmotiv der Familie Agnelli, aber ansonsten leider ohne praktische Relevanz.

Unter fiat money kann es theoretisch nicht mehr krachen, weil kein physisch oder sonstwie begrenztes Reservemedium (Gold, etc) mehr im Geldschöpfungsprozess beteiligt.

In der Praxis erweist sich aber das "fiat" dummerweise immerwieder als sehr, sehr scheues Reh, das partout nicht auf der Waldlichtung erscheinen will, während man sich schon seit Stunden den Arsch auf dem Hochstand abfriert ...

Ein gewisser Herr B. in Amerika vertritt deshalb auch die Auffassung, man müßte die Rehe mittels Helikopter aus dem Wald auf die Lichtung treiben ... sind aber schlaue Biester, diese Rehe, und sehr scheu, wie schon gesagt, daher sind die Erfolgsaussichten eines derartigen Unternehmens nicht gesichert.

antworten
 

Da schließe ich mich vollinhaltlich an!

MisterBurns, Donnerstag, 31.01.2008, 13:46 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

Bei Bedarf wird hochgebucht bis in geostationäre Umlaufbahnen.

Alles reine Zahlen und schlimmstenfalls Papier - mit absolut nix unterlegt!

Mister Burns

antworten
 

FIAT= Fehler in allen Teilen

cassi @, Mitten in der EUdSSR, Donnerstag, 31.01.2008, 14:04 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

FIAZ wäre richtiger!
Fehler in allen Zahlen [[freude]]

--
Gruß Â©
"Dummheit ist ein menschliches Privileg" (Sigismund von Radecki)

"Reicher Mann und armer Mann standen da und sah´n sich an.
Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich"

antworten
 

Vom Einzelfall auf alle geschlossen, das geht meistens schief

prinz_eisenherz, Donnerstag, 31.01.2008, 15:01 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

Hallo,
## Dort wird nicht nur die Hyperinlation in Dt.von 1923 in einem anderen Licht dargestellt, sondern > auch die Aussage getroffen ##

Ich fand und finde, dieser Vergleich des Zusammenbruches des Geldsystems in Deutschland 1923 mit der heutigen Zeit war schon immer sehr fragwürdig. Ob es sich nun um einen gezielten Finanzkrieg gegen Deutschland von der Ostküste gehandelt hat oder auch nicht, es war ein Geschehen in Deutschland und in der krassen Form nur in Deutschland. Was soll man daraus für die heutige Zeit lernen?

Und wenn heute vom Zusammenbrechen des Geldsystems gesprochen wird, dann geht es um ganz andere Dimensionen als der Angriff gegen ein einzelnes Land. Als Rache für den Widerstand von Argentinien ihre Kredite nicht mehr zu bedienen, hat doch auch kein Land dorthin die Kriegsschiffe beordert oder sich nur auf deren Finanzsystem konzentriert, diese Land in den Geldruin zu treiben.

Zumal, ich wage mich mal etwas heraus aus meinem Fuchsbau, ich auch zu 1923 unterscheide, ob es sich um den Komplex des Geldes handelt, der umterminiert werden sollte, oder ob es um die Fabriken und Konzerne ging, die an der Börse auch damals schon gehandelt wurden. Was ist denen denn im Grunde genommen passiert, außer das sie in ihrem Wert auf die grundlegenden Fundamente zurückgestuft wurden, das Grundstück und die Anlagen, vielleicht auch noch die Barmittel. Aber ob die alle in Reichsmark gelagert waren und nicht in Dollar oder Gold, wer weiß das schon?

Das etliche Börsenteilnehmer bei dem plötzlichen Zusammenbruch der Aktienpreise ihr gesamtes Vermögen verspielt hatten, das ist wohl so, aber die heutigen Firmen mal nur auf ihre eigentliche Substanz geschätzt, Siemens, die Telekom oder die Allianz, was wären die wirklich wert, wenn die gesamte Spekulatiuonsluft dort abgelassen werden würde? Lange nicht soviel und darum bekümmern mich persönlich auch die hohen Preise für Aktien nicht so beonders intensiv, dort wird für heiße Luft in Tüten bezahlt, an dem eigentlichen Wert der Firmen gemessen.

bis denne
eisenherz

antworten
 

Herr Schaefer und das Geld

Holmes @, Freitag, 01.02.2008, 06:43 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

Hier der ganze Artikel:

http://www.lutzschaefer.com/index.php?id_kategorie=8&id_thema=119

Mannoman, der Schaefer ist ja echt ein schlauer Hund:

http://www.lutzschaefer.com/index.php?id_kategorie=8&id_thema=120

"Geld kann nur dem Menschen dienen, wenn es auf Dauer
dezentral vom Volk kreiert werden kann und damit jegliche Machtansammlung
unterbindet."

--
Beste Grüße,
Holmes

antworten
 

Vielen Dank an Alle ! Es wird halt doch so sein, ...

Der Husky, Freitag, 01.02.2008, 08:15 (vor 6569 Tagen) @ Der Husky

daß der eigentliche Besitzer des Geldes, was zum gesetzlichen Zahlungsmittel deklariert wurde, seine ureigensten Ziele verfolgen wird. Daraus ergeben sich zwei Fragen:

1. Wem gehört der Dollar/Euro ?
2. Welche geistigen Strukturen/Ziele verfolgt dieser Eigner?


Viele Grüße vom Husky !

antworten
 
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