Analysten verunsichert PeakOil ...
Shell nährt Zweifel an Ölbranche
Der zweitgrößte private Ölkonzern der Welt, Royal Dutch Shell, hat neue Spekulationen um knapper werdende Rohöl- und Gasreserven in der Branche angefacht.
Zwar meldete das Unternehmen mit 27,6 Mrd. $ einen Rekordgewinn für 2007. Doch die im vergangenen Jahr neu hinzugekommenen Reserven, die nachgewiesen und erschließbar im Boden lagern, haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf 1 Milliarde Barrel - die Maßeinheit entspricht 159 Litern - mehr als halbiert.
Zudem kann der Konzern selbst mit steigendem Kapitaleinsatz nicht verhindern, dass er weniger Öl aus dem Boden holt. So ist die Produktion 2007 um sechs Prozent gesunken, während sich die Kosten für die Förderung um zehn Prozent verteuert haben.
Der Aktienkurs des britisch-niederländischen Unternehmens notierte am Donnerstag nahezu unverändert bei 1791 Pence. Investoren sind beim Thema Reserven bei Shell besonders sensibilisiert. Der Konzern hatte 2004 nach einer Fehlbewertung seine in der Bilanz erfassten Reserven um ein Drittel reduzieren müssen. Der Skandal führte zu einer handfesten Vertrauenskrise zwischen dem Konzern und seinen Investoren.
Bei sinkender Produktion und steigenden Erschließungskosten werde Shell künftig allein aufgrund eines hohen Ölpreises noch Gewinnsteigerungen erzielen, hieß es am Donnerstag in Expertenkreisen. In den letzten Monaten war es ein Leichtes für die Branche, die Gewinne zu steigern. Der Ölpreis lag zwischen Oktober und Dezember bei durchschnittlich 90 $ pro Barrel, im Januar durchbrach er sogar die Marke von 100 $.
"Die Zahlen können die Zweifel an der Fähigkeit der Mineralölkonzerne, von hohen Ölpreisen zu profitieren, nicht zerstreuen", sagte Peter Hutton, Analyst des Aktienhändlers NCB Brokers. Was Investoren zusätzlich irritierte: Shell wollte die zuvor ausgegebene und ohnehin bescheidene Wachstumsprognose von maximal zwei Prozent bis 2010 nicht erneuern. Finanzvorstand Peter Voser sagte lediglich, dass die Produktion 2008 "leicht" fallen werde. Dagegen werden die Kosten laut Shell in diesem Jahr um sieben Prozent auf bis zu 29 Mrd. $ klettern.
irgendwann ist halt schluß mit lustig
mfg TM
