Tom Hanks im Interview: "Nur die Naiven gehen zur Wahl"
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Auszug:
SPIEGEL ONLINE: Interessieren sich Amerikaner noch ernsthaft für Politik?
Hanks: Bei Wahlen in den Vereinigten Staaten tauchen wie viel Prozent der Wahlberechtigten auf? 35 Prozent oder so. Das hat nichts mit Naivität zu tun, das ist reine Ignoranz. Und so ist es, seit ich mich erinnern kann. Es ist komisch: Wenn die Wahlbeteiligung hoch ist, gewinnen fast immer die Demokraten, bei niedriger Wahlbeteiligung gewinnen die Republikaner. Das sagt doch etwas aus über die Hoffnungslosigkeit der Menschen, die sich wirklich engagieren wollen. Sie geben nämlich irgendwann auf. Die Naiven gehen zur Wahl und wählen das, was man ihnen eingetrichtert hat, weil sie meinen, es wird irgendein Wunder geschehen.
SPIEGEL ONLINE: Und was könnte man dagegen tun?
Hanks: Ich wünschte, man würde Politik etwas entmystifizieren. Ich fände es toll, wenn Charlie Wilson kandidieren würde, ein Typ, der verkündet: Ich trinke viel und bin hinter Frauen her, ich liebe Schnaps! Den würde ich sofort wählen. Ist mir viel lieber als jemand, der das Idealbild der amerikanischen Familie predigt. Davon habe ich die Nase voll.
Mehr hier: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,532127,00.html
Ich würd ihn wählen - schlimmer könnt es ja nicht werden...
Gruß
