Ich muss es zeigen, auch wenn mir manche gram sind.
Es ist zu schön.
Die Parallellität von €/Yen zum DowJones. So ein Zufall aber auch.
http://www.ariva.de/chart/index.m?a=dow30&ago=Aktualisieren&typ=1&skalierun...
Sogar @weissgarnix hats unlängst bestätigt. er sieht es schwar auf weiß. Schon seit Wochen.
Frage:
Was sagt der japanische Ministerpräsident, wenn sein Notenbankchef oder sein Finanzminister zu ihm kommt, und ihm erklärt, dass der Wert des Yen zu den Hartwährungen davon abhängt, wieviel oder wie wenig Aktien an der Wallstreet verkauft werden? Sagt er: Macht nix, wir haben eh Karneval. Oder sagt er:
Pssst.
Darauf, Himmel, Arsch und Zwirn, möchte ich hier von den Super-Experten mal eine klare Antwort.
Erich B.
Gibt es eine plausible Erklärung dafür? (oT)
Kaltmeister
, Freitag, 01.02.2008, 13:39 (vor 6568 Tagen) @ sensortimecom
- kein Text -
Na klar gibt es die!
sensortimecom
, Freitag, 01.02.2008, 14:32 (vor 6568 Tagen) @ Kaltmeister
Lies den gesamten Thread unter:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=8003
Da wurde zunächst mal von einigen Leuten kategorisch bestritten, dass es eine solche Korrelation (beeser gesagt: synchronen Verlauf zweier identer Charts) überhaupt gibt. Einige sprachen von "Zufall". Nun, ich habe den "Zufall" ja anhand des "Echos am Königssee" dort definiert, wie man im Thread sieht...
Dann ließ man sich endlich überzeugen. Als Grund nannte ich, siehe in der Diskussion mit @DT:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=8062
...wie folgt:
Worum geht es? Ganz einfach:
a) wir haben eine niedrig verzinste Währung (YEN)
b) dieselbe Währung ist noch dazu SCHWACH, eine Besonderheit, d.h. sie neigt zur Schwäche vor allem gegenüber starken Währungen wie dem €, siehe 5-yr-Chart.
c) An diesen beiden Prämissen ändert sich per internationalen Vereinbarungen, wie sie z.B. im Rahmen von G7/G8-Gesprächen, wo auch Notenbankchefs etc teilnehmen, getroffen werden, für längere Zeit nichts. Dafür erhielt Japan vielleicht ein paar Gegenleistungen.
Nun folgt:
d) Hat man eine schwache Währung a la Yen, und eine starke Währung a la EURO, so kann man Liquidität praktisch in unbegrenzter Menge "aus dem Hut zaubern". Man braucht nur niedrig verzinste YEN ausleihen (es entstehen YEN-Forderungen, gell), damit höher verzinste Papiere (die auf starke Währungen z.B. € lauten) kaufen, sie nach einiger Zeit wieder verkaufen, den Erlös in Yen tauschen, und die Yen-Forderung abwickeln (glattstellen). Dann hat man einen doppelten Gewinn gemacht 1) durch die Zinsdifferenz 2) durch die inzwischen gefallene YEN-Währung. So ein Prozess fällt allgemein unter den weitläufigen Ausdruck "carry trading". Da durch die Gesetze des Debitismus die Menge der YEN-Kreditaufnahmen überproportional zur Menge der Glattstellungen der YEN-Forderungen ansteigt, FÄLLT der Yen. (Er würde dann, wenn die Menge der Glattstellungen höher wäre, steigen).
Siehe dazu:
http://emagazine.credit-suisse.com/app/article/index.cfm?fuseaction=OpenArticle&aoi...
Nun zur Gretchen-Frage: WARUM die Synchronität zwischen €/Y-Relation und DowJones Index?
e) Auch wieder einfach: Mit der inzwischen IRRSINNIG gestiegenen Menge von Forderungen auf dem Geldmarkt, die auf YEN lauten (das können CP`s sein, Zertifikate, Bonds, Derivate etc.) lässt sich der Aktienmarkt in die gewünschte Richtung hieven (üble Menschen sagen "manipulieren" dazu). Man kauft z.B. in großen Mengen bestimmte US-Aktien an der NYSE, und wenn die steigen, entsteht wie durch einen "Turbo" eine stetig steigende Aufnahme an neuen Yen-Krediten. In der Praxis geschieht das wahrscheinlich, in dem $- oder €-CP`s, Zertifikate, Bonds usw., die als Besicherung der Aktienkäufe dienen, einfach auf YEN ge"switcht" werden. Dadurch FÄLLT der Yen, und DAS IST DER GRUND FÜR DIE SYNCHRONITÄT DIESER BEIDEN CHARTS.
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Wohlgemerkt:
Ich habe selber den Ausdruck "Manipulation" in diesem Zusammenhang nicht gebraucht, sondern nur gesagt: "üble Menschen bezeichnen sowas als Manipulation". Es genügt, wenn man von einer "Beeinflussung der Märkte" spricht. Möge sich dann denken, was er will. Mir egal.
@weissgarnix hat nach ursprünglich kategorischer Abrede, dass es solche Korrelationen überhaupt gibt (das war im Nov. d. Vorjahres) jetzt ZUGEGEBEN, dass meine These stimmt, und schrieb:
"Darin liegt auch schon das große "Geheimnis": Du hast Nachfrage nach assets in EUR/USD (wirkt dort preiserhöhend) und Angebot in YEN (wirkt dort preissenkend)."
siehe:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=8157
Also, da haben wir es: ES existieren HUNDERTE BILLIONEN von Yen-Forderungen bei den Großbanken in allen möglichen Papieren, und die täglichen Umsätze, die mittels Carry-Trading damit an der Börse gemacht werden, sind derart ASTRONOMISCH und GIGANTISCH, dass es den Yen herumschleudert wie einen Korken im Ozean bei Windstärke 12.
Das weiter, was dazu noch zu sagen ist, kommt später. Verlass dich drauf.
Erich B.
Dank. (oT)
Kaltmeister
, Freitag, 01.02.2008, 15:11 (vor 6568 Tagen) @ sensortimecom
- kein Text -
Danke, so weit scheint es mir klar zu sein. (oT)
Vatapitta
, Freitag, 01.02.2008, 20:39 (vor 6568 Tagen) @ sensortimecom
- kein Text -
--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/
Ein wenig Support: andere sehen die Korrelation auch
Hyperion
, Samstag, 02.02.2008, 00:48 (vor 6568 Tagen) @ sensortimecom
@sensortimecom:
Ich weiß nicht, inwiefern Du folgende Links kennst, aber die haben zum einen das gleiche beobachtet wie Du und zum anderen ziehen sie ganz ähnliche Schlussfolgerungen:
http://ftalphaville.ft.com/blog/2007/11/13/8823/ken-fisher-it%C3%A2??s-the-yen-stupid/
http://www.ft.com/cms/s/0/ffea8014-9143-11dc-9590-0000779fd2ac.html?nclick_check=1
http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=10148010
Woow! Aha, jetzt erst werden die Leute sehend und fündig!
sensortimecom
, Samstag, 02.02.2008, 01:34 (vor 6568 Tagen) @ Hyperion
@sensortimecom:
Ich weiß nicht, inwiefern Du folgende Links kennst, aber die haben zum
einen das gleiche beobachtet wie Du und zum anderen ziehen sie ganz
ähnliche Schlussfolgerungen:http://ftalphaville.ft.com/blog/2007/11/13/8823/ken-fisher-it%C3%A2??s-the-yen-stupid/
http://www.ft.com/cms/s/0/ffea8014-9143-11dc-9590-0000779fd2ac.html?nclick_check=1
http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=10148010
Hallo. Diese Erkenntnisse stammen vom 12. - 15. Nov. d. Vorjahres, und ein neuer Link (2. Febr.) ist dabei.
Weist du, WANN ich zuerst drauf gekommen bin? Ich habe das Phänomen am 9. August des Vorjahres zum ersten Mal ins Elliott-Wave-Forum gepostet, hier:
http://f17.parsimony.net/cgi-bin/archiv-view.cgi?Nummer=30434&Seite=3210
("Korrelation zw. Weltbörsen und Yen-Kurs existiert")
und ein schönes Bildchen reingestellt, hier:
http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/386555.htm
... und bin dafür monatelang VERTEUFELT worden! (Scheinkorrelation, Einbildung, Blödsinn usw...)
Noch was: Ein seehr interessantes Posting von @dottore, auch am 9. August. Gleich unterhalb. Über das PPT (plunge protection team) unter Hank Paulson:
http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/386554.htm
The "Plunge Protection Team" Working Overtime
Original-Link:
http://www.safehaven.com/article-8140.htm
Gruß
Erich B.
Merke: "Unpopuläre Entdeckungen" darfst du hier nicht posten
sensortimecom
, Samstag, 02.02.2008, 06:28 (vor 6568 Tagen) @ sensortimecom
Einige Leute in diesem Forum denken von sich aus zu überheblich, und vergessen, dass ich mich mit Chart-Analysen beschäftigt habe, als sie noch im Kindergarten waren.
Ich war 22 Jahre (bis 1986) als Konstrukteur in einer Firma tätig, die sich mit elektronischer Gleisvermessung befasst. Wir haben Software für Chart-Auswertungen (z.B. Spurweite, Überhöhung, Längshöhen der Gleise etc.) für die Eisenbahn-Ingenieure geschrieben, als die Herrschaften, die sich in diesem Forum groß gegen mich aufgeplustert haben, noch in die Hose gemacht hatten...
1986 machte ich mich mit einer eigenen Firma selbständig.
Merke: "Unpopuläre Entdeckungen" darfst du hier nicht posten / Doch, darfst du (oT)
Chef
, Samstag, 02.02.2008, 06:51 (vor 6567 Tagen) @ sensortimecom
- kein Text -
