Hallo,
wird denn eigentlich nicht das Währungssystem durch die Carry Trades, mit denen das Kapital zur Stützung der Aktienmärkte beschafft wird, destabilisiert, indem die Währungen die hierzu benutzt werden ausgehöhlt werden?!?
Gruß
Eike
Nicht verzagen, @Elli & @weissgarnix fragen;-) (oT)
sensortimecom
, Mittwoch, 06.02.2008, 06:01 (vor 6564 Tagen) @ Eike
- kein Text -
Ihr schreibt alle SUPER-Beiträge ! Hört auf, euch zu "zoffen" :-)
Max Risk, Mittwoch, 06.02.2008, 06:09 (vor 6564 Tagen) @ sensortimecom
Ich bin bisher "ahnungslos" i.S. Carry Trade gewesen. Habe nur mal so am Rande in den letzten Jahren davon gehört/ gelesen. Eure Beiträge in diesem Forum hierzu geben einem einen interessanten Einblick zu diesem Thema und verschaffen, wenigstens mir, neue Blickwinkel. Ein wirklicher Zugewinn an Information zu diesem Thema. Genau das braucht es (auch wenn es manchmal schwer zu lesen ist
!
Also, hört auf
) euch zu "zoffen" und akzeptiert (geht das ?) die Meinung des Anderen.
Zoffen ist doch nur Kinderkram, aber wer's mag! (oT)
eddie09
, Mittwoch, 06.02.2008, 07:02 (vor 6564 Tagen) @ Max Risk
- kein Text -
--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.
ich sag nix mehr dazu, weil Zeitverschwendung (oT)
Elli
, Mittwoch, 06.02.2008, 06:17 (vor 6564 Tagen) @ sensortimecom
- kein Text -
Nicht verzagen, @Elli & @weissgarnix fragen;-) --- oder Herrn Grüner :-)
Hustensaftschmuggler, Freitag, 08.02.2008, 01:57 (vor 6562 Tagen) @ sensortimecom
@eike
weissgarnix
, Mittwoch, 06.02.2008, 07:19 (vor 6564 Tagen) @ Eike
wird denn eigentlich nicht das Währungssystem durch die Carry Trades, mit
denen das Kapital zur Stützung der Aktienmärkte beschafft wird,
destabilisiert, indem die Währungen die hierzu benutzt werden ausgehöhlt
werden?!?
Eike,
das ist immer eine Frage des Standpunktes. "Destabilisation" heisst ja, etwas wird aus einem Zustand der "Stabilität" herausgerissen. Und einen solchen Zustand gibt's vermutlich eh nicht, zumindest keinen, auf den sich die Weisen dieser Welt eindeutig einigen könnten. Nach den gängigen Ansätzen (handelsgewichtet, purchasing-power-parities) ist der Yen jedenfalls unterbewertet. Fragst du hingegen die BoJ oder das MoF in Japan, werden dir die sagen, nööö alles supie so.
Klar ist, dass langfristig die Konstellation im Yen, die bis vor kurzem auf der globalen Börsenpartie für den Nachschub an hochprozentigen Drinks sorgte, eine Anomalie darstellt, sowohl aus finanz-als auch realwirtschaftlicher Sicht.
Der Grund, warum in Japan die Dinge offensichtlich eine gewisse Eigendynamik erfahren haben, ist vermutlich bei den dortigen Behörden und Zentralbänkern selbst zu suchen. Deren Devisenmarktinterventionen zur Schwächung des Yen und damit zur Ankurbelung der Exportwirtschaft gaben nämlich, im Tandem mit den ohnehin niedrigen Zinsen im Yen, den Anstoß für das ganze. Mit anderen Worten, alles, was an Dollar oder Euro rein kam, wurde von der BoJ gegen Yen aufgekauft, und damit die Yen-Geldmenge künstlich hochgehalten. Die BoJ behauptet zwar, sie hätte diese Interventionen "sterilisiert", d.h. die überschüssigen Yen hernach aus dem Verkehr gezogen, aber man kann bezweifeln, ob und wenn ja in welchem Ausmaß das geschah. Den Offiziellen in Japan ist der niedrige Yen natürlich mehr als recht, weil er die Exporte aus Japan begünstigt und die Importe verteuert. Würde der Yen plötzlich ansteigen, würde die japanische Wirtschaft vermutlich wieder in die Deflation stürzen, was zumindest die Japaner nicht wirklich gut fänden.
Und hier ist genau der springende Punkt der ganzen Carry-Geschichte: es erscheint mir in höchstem Maße unwahrscheinlich, dass die "Finanziers" (sprich die Japaner) was an der aktuellen Konstellation ändern wollen. Es könnte aber, zumal im aktuellen Umfeld eines "Credit Crunch", ganz massiven Druck auf die "Investoren" (sprich die, die sich in Yen verschuldet haben, um sonst was damit zu kaufen) geben, sich von diesen assets wieder zu trennen und frei werdende Gelder in ihre eigene Heimatwährung (Dollar, Euro) zu repatriieren, weil sie in dieser Währung anderweitig Schulden tilgen müssen. Empirisch gesehen gilt hier unbedingt der Satz "Investors sell what they can, not what they should" ... wenn also ein Hedge Fonds zB eine komplexe USD-Konstruktion am laufen hat, die nicht liquide ist, aus der er also nicht schnell rauskommt, zusätzlich aber auch irgendwelche neuseeländischen Staatsanleihen gegen Yen gekauft hat, die sehr liquide sind, und der plötzlich Geld in Dollar benötigt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er die NZD-Bonds verkauft (und mit ihr den Yen), um damit seine Schulden zu tilgen.
.. auch eine Art von Carry Trade :-)
Max Risk, Mittwoch, 06.02.2008, 12:28 (vor 6564 Tagen) @ Eike
Die in Horden in New York einfallenden Europäer machen Euro "salonfähig". Nun besch....en wir die mit unserer Kohle .. natürlich nur ein Fliegenschiss im Verhältnis zu Subprime etc. , aber immerhin
'Euros Accepted' Signs Popping Up in New York City
CNBC: http://www.cnbc.com/id/23031776
