Die Minen: ein Phänomen
Hallo nereus!
.. kannst Du mir bitte einmal erklären, warum diese verdammten Minen nicht
mitziehen?
Wenn gestattet, daß ich mich da mal einklinke... Ich finde, diese Frage wird hier im Forum auffallend wenig erörtert. Ich hatte vor kurzem auch mal eine Übersicht über die Entwicklung des POG und des HUI gepostet, ist aber unkommentiert geblieben.
Hier z. B. die Entwicklung der letzten drei Jahre:
Und wenn man sich dann noch das Risiko überlegt, das ein Minenkauf mit sich bringt, dann ist man seit einiger Zeit klar besser damit beraten, Gold direkt zu kaufen, statt den vermeintlichen Optionsschein dazu.
Nun frage ich mich dasgleiche, wie du: warum ist das so? Kürzlich mußte ich einiges "Minenmaterial" verkaufen (Umzugskosten) und fing schon an mich schwarz zu ärgern, weil der POG wieder so anzog, und dachte, haste mal wieder zum falschen Zeitpunkt verkauft. Nun freut es mich fast schon, daß ich mich nicht über entgangene Gewinne ärgern muß. Man steckt da ja auch einge Zeit rein, und wenn dann endlich die Rechung aufgeht, dann ist der Ärger schon groß, wenn etwas "Unvorhergesehenes" dazwischenkommt und einem die Suppe versalzt.
Okay, zurück zu der Frage, warum das so ist.
Wo immer man über Gold und Minen liest, heißt es: Minen sind ein Goldhebel. Davon ist heuer nichts mehr zu sehen. Ich glaube, fundamentale Gründe brauchen wie hier im Elliott-Forum nicht bekargeln
" />, verschuldete Minen gabs früher sicher auch, und hochverschuldete Internetklitschen wurden in der börsenüblichen Hysterie auch schon zum 2-300-fachen des zu erwartenden Gewinns gekauft, soweit ich mich richtig erinnere.
Es sieht also viel mehr danach aus, daß es kein Sentiment für Minen gibt. Das wäre jedenfalls mein Vorschlag. Die Marktteilnehmer (wie das immer so schön heißt), die sich für Goldanlagen entscheiden, tun das nicht, um Geld zu machen, sondern um Geld zu retten. Nicht Gier bestimmt das Geschehen, sondern Angst (will sagen: die Tendenz geht dahin).
Und wenn Angst kauft, dann interessiert die nicht, wenn ein irgendein Unternehmen irgendwo in der Welt in irgendwelchen Tiefen irgendwelche schlummernden Goldreserven hat, sondern dann will sie wissen, was tatsächlich DA ist. Und das will sie haben, und zwar stante pede. Bitte keine Versprechungen mehr, keine Erwartungen, keine Konjunktive, sondern Fakten, am besten direkt auf die Hand. Und eine bessere, langlebigere und (material-)werthaltigere "Tatsache" als eine Unze Gold - oder Silber respektive - tja, Vorschläge? -
Du könntest natürlich auch die falschen Papiere im Depot haben, das kann man nie ganz ausschließen. ![]()
Grüße,
MI
P.S.: Was noch passieren könnte: sollte der physische Markt eines Tages vielleicht wirklich einmal leergefegt sein, wie es der ein oder andere Crash-Prophet annimmt, dann könnten die Minen schon noch explodieren, denn das ist ja dann immer noch besser als nichts. Ist allerdings dann die Frage, was man mit dem erzielten Gewinn in irgendeiner wertlosen Währung anfangen soll, sollte man denn zum Verkauf genötigt sein (mal *ganz* zu Ende gedacht)
gesamter Thread:
- euro -> gold -
Wolfgang,
07.02.2008, 02:54
- und was ist mit Tee .. äh, den Minen? -
nereus,
07.02.2008, 03:05
- Vielleicht sehen wir shcon heute Nachmittag den ersten Schritt!!!!!!! - bulle99, 07.02.2008, 04:02
- Die Minen: ein Phänomen -
MI,
07.02.2008, 06:27
- leergefegter Markt - nereus, 07.02.2008, 08:33
- Verstaatlichungen - nicht nur in Süd-Amerika ? - OOO, 07.02.2008, 08:35
- Minen - nereus - Elli, 07.02.2008, 09:16
- EUR / Gold -
Jacques,
07.02.2008, 06:37
- auch die Währungspaare und Gold auf dem Weg.. - Jacques, 27.02.2008, 02:59
- und was ist mit Tee .. äh, den Minen? -
nereus,
07.02.2008, 03:05
