Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
  • >Neu hier? / Infos
    • Leitlinien und Regeln
    • Das Gelbe Forum unterstützen
    • Hinweise zur Handhabung
    • Registrieren
    • Passwort vergessen?
    • Gefälschte E-Mails
    • Leserzuschriften
    • Abkürzungen
    • Impressum/Kontakt
    • Disclaimer
  • >Wissen
    • Einstiegsliteratur Debitismus
    • Weitere Literatur
    • Sammlungen
    • Buchempfehlungen
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
  • >Elliott-Wellen
    • Elliott-Grundkurs
    • Alle ELLI-Beiträge
    • Elliott-Links
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
  • >Themen
    • Risiken der Atomkraft
    • Buchempfehlungen
    • div. alternative Nachrichtenüberblicke
    • Froschgrafik
    • Chart du Jour
    • Das oekonomische Zitat
    • Beliebte Rechtschreibfehler
  • >Charts / Börsenlinks
    • Charts / Börsenlinks
    • Währungen
    • Rohstoffe
    • Aktienindizes
    • Gold in Euro
    • Silber in Euro
  • >Forumsarchive
    • Das alte Elliott-Wellen-Forum (2000-2007)
    • Das Gelbe Forum (2007-2017)
  
 
  • Login
zurück zur Hauptseite
  • linear

ARCHIV1 - HIER FINDET SICH DER ZEITRAUM BIS 2017

Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«
Unterstützen Sie das Gelbe Forum durch Käufe bei Amazon. | Weitere Buch-Empfehlungen und Amazon-Navigation

Für die mit IQ 130 und höher. Was sind 25% von 0 Euro? Hilfe = 0,00 Euro ist falsch :)) Optionshändler Phoenix

prinz_eisenherz, Freitag, 08.02.2008, 01:01 (vor 6562 Tagen)

„Mein ganzes Geld ist doch weg!“

Schließlich hätten sich die Anleger das Geld ja jedes Mal auszahlen lassen können>>>

Die Pleite des Optionshändlers Phoenix hat viele Anleger um ihr Erspartes gebracht. Nun kommt es für einige der Betrogenen noch dicker: Sie sollen auch noch Steuern auf Scheingewinne zahlen. Die Frage ist nur: Von welchem Geld?

( ... )

„Ich weiß nicht, wovon ich jetzt auch noch das Finanzamt bezahlen soll“, sagt Michaela Serafin. Seit Anfang Januar der Bescheid von der Steuerfahndung kam, hat sie kaum geschlafen, macht sich Sorgen, Streit gibt es im Hause Serafin jetzt öfter. Immer geht es ums Geld – um das was weg ist, um das was noch zu bezahlen ist, um das worauf sie seit drei Jahren warten. Verstehen kann sie das Vorgehen der Behörden nicht. „Wieso muss ich Steuern zahlen für nichts? Mein ganzes Geld ist doch weg“, klagt sie.

antworten
 

einfach zurück schießen, meinetwegen auch nach 5.45 Uhr

nereus @, Freitag, 08.02.2008, 01:36 (vor 6562 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo Prinz!

Du meldest: Die Pleite des Optionshändlers Phoenix hat viele Anleger um ihr Erspartes gebracht. Nun kommt es für einige der Betrogenen noch dicker: Sie sollen auch noch Steuern auf Scheingewinne zahlen. Die Frage ist nur: Von welchem Geld?

Da gibt es nur eins.
Die geprellten Anleger schließen sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen und beauftragen gewiefte Anwälte.

Denn der Präsident des BdSt Däke meint: Sollte die Finanzverwaltung dazu übergehen die Scheingewinne zu versteuern, wäre dies pikant, zumal die staatliche Finanzaufsicht möglicherweise die Geschäfte von Phoenix nicht korrekt beaufsichtigt hat

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäfflersieht das ähnlich: Spätestens mit Ernennung der Chefsekretärin zur Geschäftsführerin hätte der Finanzaufsicht auffallen müssen, dass bei Phoenix etwas nicht stimmt. .. Die Frau hatte keine fachliche Eignung führte aber seit 1998 die Geschäfte, das kann man nicht übersehen.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/News/Recht-Steuern/Meldungen/_pv/_p/204886/_t/ft/_b/1387734...

Wenn also der Staat nicht in der Lage ist seine Aufgaben – die der sich ja selbst ausgedacht hat - fachgerecht wahrzunehmen, dann kann er dem gemeinen Bürger nicht Unwissen oder Leichtfertigkeit unterstellen.

mfG
nereus

antworten
 

Ein IQ von 130, was ist das schon? Wenn man zwei starke Arme hat.:))

prinz_eisenherz, Freitag, 08.02.2008, 02:37 (vor 6562 Tagen) @ nereus

Guten Morgen nereus,
zum Glück hatte ich persönlich mit diesem Problemen bisher noch nichts zu tun. Was die von der Vermögensberatung den Anlegern für verlockende Gewinne versprochen haben weiß ich nicht, aber die müssen, wie immer, bei einigen den Verstand ausgeschaltet haben. Aber, wenn mir jemand das artgerecht präsentieren würde, ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht auch anbeißen würde.

Das mit dem Anwalt und der Interessengemeinschaft ist wohl ein Weg. Was bleibt auch anderes übrig, hingehen und den Geschäftsführer und den Finanzminister über den Haufen zu schießen, wenn wir schon beim Schießen sind?

Sei es drum, aber das mit den Anwälten, ich habe da leise Zweifel, böse eigene Erfahrungen gemacht, denn auch die wollen erst einmal bezahlt werden und bei den Streitsummen sind deren Honorare nicht von Pappe. Wenn die Rechtslage nicht so eindeutig ist, aber alles sich zivilrechtlich abspielt, so klar, das man gar nicht verlieren kann, dann sage ich immer, warum den Streit vermeiden. Ansonsten muss man sich, immer wieder, auf einen faulen Vergleich vor Gericht einlassen.

Das andere ist, wie in diesem speziellen Fall, auch wenn die Kläger recht bekommen, hat dann die verurteilte Firma überhaupt noch Geld um die Einlagen wieder zurück zu bezahlen? Ich glaube, das hat sie nicht mehr. Die privaten Guthaben der Firmeneigner, das läßt sich juristisch so hinbiegen, die sind in einem solchen Streit ohnehin nicht verfügbar.

Jedenfalls ist das für diejenigen, die dort ihr Geld verloren haben ein verdammter Dreck. Natürlich, das sage ich ohne Häme, einen Teil an Schuld tragen die Anleger selbst dabei, weil sie Gewinnversprechen geglaubt hatten, die nur mit erheblichen Risiko zu erzielen sind. Aber, das weißt du und ihr anderen Börsenhaie besser als ich, was man dabei an Geld gewinnen aber auch verlieren kann.

Und das Finanzamt von seinen Forderungen abzubringen, die aus Geld resultieren, welches nicht gezahlt wurde, das ist etwas, da stufe ich mich mit Freuden mit einem IQ von unter 130 ein und bin ein zufriedener, unwissender Mensch, denn zuviel Klugheit macht ein Magengeschwür und führt zur Impotenz.
[[lach]]

schönes Wochenende
eisenherz

antworten
 

Man sollte Sie bluten lassen - wobei, das haben Sie ja schon ...

LenzHannover, Freitag, 08.02.2008, 03:17 (vor 6562 Tagen) @ nereus

Denn der Präsident des BdSt Däke meint: Sollte die Finanzverwaltung dazu übergehen die Scheingewinne zu versteuern, wäre dies pikant, zumal die staatliche Finanzaufsicht möglicherweise die Geschäfte von Phoenix nicht korrekt beaufsichtigt hat

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäfflersieht das ähnlich: Spätestens mit Ernennung der Chefsekretärin zur Geschäftsführerin hätte der Finanzaufsicht auffallen müssen, dass bei Phoenix etwas nicht stimmt. .. Die Frau hatte keine fachliche Eignung führte aber seit 1998 die Geschäfte, das kann man nicht übersehen.


Das das BaFin schlaff ist und nicht unbedingt was merkt, sollte doch jeder wissen. Die IKB flog auf, weil wohl die Deutsche Bank gepetzt hat.

Die Sauerei ist, das andere Vermögensverwalter für Phoenix zahlen müssen. Es ist hier wie im richtigen Leben, kassiere 4% auf deine Bundesanleihe oder passe mächtig auf, was passiert.

antworten
 

Korrupt, korrupter, am BRDDRtesten

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Samstag, 09.02.2008, 02:35 (vor 6561 Tagen) @ nereus

Hi nereus,

ich lasse absichtlich nochmals Deinen Beitragstext in voller Bluete stehen:

Du meldest: Die Pleite des Optionshändlers Phoenix hat viele Anleger
um ihr Erspartes gebracht. Nun kommt es für einige der Betrogenen noch
dicker: Sie sollen auch noch Steuern auf Scheingewinne zahlen. Die Frage
ist nur: Von welchem Geld?

Da gibt es nur eins.
Die geprellten Anleger schließen sich zu einer Interessengemeinschaft
zusammen und beauftragen gewiefte Anwälte.

Denn der Präsident des BdSt Däke meint: Sollte die Finanzverwaltung
dazu übergehen die Scheingewinne zu versteuern, wäre dies pikant, zumal
die staatliche Finanzaufsicht möglicherweise die Geschäfte von Phoenix
nicht korrekt beaufsichtigt hat

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäfflersieht das ähnlich: Spätestens mit
Ernennung der Chefsekretärin zur Geschäftsführerin hätte der Finanzaufsicht
auffallen müssen, dass bei Phoenix etwas nicht stimmt. .. Die Frau hatte
keine fachliche Eignung führte aber seit 1998 die Geschäfte, das kann man
nicht übersehen.

Quelle:
http://www.handelsblatt.com/News/Recht-Steuern/Meldungen/_pv/_p/204886/_t/ft/_b/1387734...

Wenn also der Staat nicht in der Lage ist seine Aufgaben – die der sich ja
selbst ausgedacht hat - fachgerecht wahrzunehmen, dann kann er dem gemeinen
Bürger nicht Unwissen oder Leichtfertigkeit unterstellen.

Von Scheingewinnen hierbei zu reden laeuft bereits voll an der Sache vorbei:

Das sieht der Bundesfinanzhof anders. Der entschied bereits Ende 1997, dass auch Scheingewinne, Einkünfte sind und damit steuerpflichtig. Schließlich hätten sich die Anleger das Geld ja jedes Mal auszahlen lassen können, urteilten die Richter damals im Fall Ambros S.A. (siehe unten). Was anmutet wie eine Posse aus dem Skurilitätenkabinett der Steuergesetzgebung ist auch zehn Jahre später noch geltendes Recht – und Pech für die Phoenix-Opfer.

Ich kann auch solcherart justizmafiosen Entscheidungen, in diesem Fall vom BFH, nur die Vollstkorruption attestieren, denn sie laeuft letztendlich darauf hinaus, dass jede Investition, die von ihrer Charakteristik her stets eine Spekulation auf letztendlich Geldgewinn ist, zwar grundsaetzlich zu Recht steuerpflichtig ist, dass aber nur dann, wenn tatsaechlich Gelder als Einkuenfte hieraus in die Verfuegungsgewalt des Investors geflossen sind Steuern aus den tatsaechlich zugeflossenen Einkuenften ueberhaupt zu erheben sind.

Schließlich hätten sich die Anleger das Geld ja jedes Mal auszahlen lassen können, urteilten die Richter damals im Fall Ambros S.A.

Eine solche Argumentation ist an staatsmafioser Korruption fast nicht mehr zu toppen.

Sie oeffnet naemlich Tuer und Tor fuer eine zwingende Versteuerung von moeglichen Einkuenften, auch wenn diese niemals durch Geldzufluesse an den Steuerpflichtigen realisiert wurden oder von diesem realisiert werden konnten.

Mit diesem staatsmafiosen Skandal-Urteil des BFH sollte sich u.a. jeder Kleinselbstaendige darauf gefasst machen, dass, sobald er eine Rechnung ausgestellt und seinem Rechnungsschuldner zugeschickt hat, er grundsaetzlich auch dann staatsmafios fiskalisch in voller Rechungshoehe zur Kasse gebeten werden muss, auch wenn ihm nie davon auch nur ein einziger Cent zugeflossen ist oder zufliessen wird, weil ja auch eine RECHNUNG bereits ein Scheingewinn ist, den sich der Kleinselbstaendige nur ausbezahlen lassen muss!

Scheingewinne sind tatsaechlich scheinbar optionale jedoch nicht zugeflossene Einkuenfte, hieraus fiskalische Steuerabfuehrungen zu errechnen und zu erzwingen kann nur noch mit staatsmafios monstroesester Korruption klassifiziert werden.

mfG
nereus

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

antworten
 

Das ganz Steuer-System ist oberkrank... es muß eine Flatrate her!

DerBerliner, Samstag, 09.02.2008, 06:11 (vor 6561 Tagen) @ Tassie Devil

...allein schon wegen der Rolle der Abschreibungen überhaupt, die der einzige Weg sind, die Diebstahls-Steuerquote ein wenig zu reduzieren.

Meine volle Zustimmung zu Tassies Ausführungen.

Und dann der Zirkus rund um Spesen, Fahrtenbuch und der ganze Scheiß. Ein Verwaltungsaufwand ohne Sinn und Verstand.

Da lobe ich mit die Flatrate, wie sie in den Visegrad-Staaten und im Baltikum gilt - im Bereich unter 20%. Damit kann man leben und ich bin froh, in einem dieser Staaten zu versteuern. Da kann ich auch gern mal die eine oder anderen Privat-Spesen wirklich aus privater Tasche zu bezahlen, die ich in D. versucht hätte, als Betriebsausgabe abzusetzen.

Mir tut nur der deutsche Mittelstand leid, der auf diese Weise enteignet wird.

Bei einem Freund in D. haben die wegen 7 K Ust-Guthaben gerade eine Außenprüfung gemacht (bei 12 Mio Umsatz). Als ich vor >30 Jahren noch Händler in D. war, da wurden die bei mir zeitweise anfallenden 100K Ust-Guthaben prompt binnen 10 Tagen bezahlt. Aber die Zeiten sind wohl lange vorbei.

Doch die Hoffnung auf Flatrate in D./A., das ist wie Annanasfarm in Alaska.

Gruß aus einem dieser Steuerparadiese

antworten
 

Ordnungsgemäße Buchführung

Zandow, Freitag, 08.02.2008, 11:59 (vor 6562 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hi Prinz,

Nun kommt es für einige der Betrogenen noch dicker: Sie sollen
auch noch Steuern auf Scheingewinne zahlen. Die Frage ist nur: Von welchem
Geld?

Yuppp!
Phoenix ist da nicht ein Einzelfall. Während die Anlagebetrüger die Knete längst in trockenen Tüchern haben und sich nach Absitzen einer Haftstrafe eines sorgenfreien Lebens erfreuen können, zahlen die betrogenen Anleger auch noch Steuern auf Luftbuchungen.

Doch:
Grundlage jeder Besteuerung ist eine ordnungsgemäße Buchführung !!! Und nicht die fingierten Ausweise der Scheingewinne !

Anleger sollten sich also vom fordenden Finanzamt die Buchführung des Finanzunternehmens vorlegen und sich daraus die Steuerforderung herleiten lassen.


Rät der inbuchführungfernstudierende Zandow

antworten
 
RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.

CoinInvest -- Ihr Edelmetallhändler






444324 Einträge in 53482 Threads, 990 registrierte Benutzer, 141 Benutzer online (0 registrierte, 141 Gäste) | Forumszeit: 26.01.2026, 02:50 (Europe/Berlin)
Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik ud  Gesellschaft - und ein wenig alles andere) || Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz
✖