Hallo LenzHannover, von viel weiter unten, Gedanken zur Brandentstehung
## Was sagt den der Feuerwehrmann in dir ?##
Hallo LenzHannover,
eine Möglichkeit, zumindest aus den Schilderungen in den Zeitungen zu entnehmen, es hat eine schnelle Durchzündung im Treppenraum stattgefunden, bis in die obersten Geschosse, so schnell, das sich keiner mehr über den Treppenraum in Sicherheit bringen konnte. Das habe ich versucht zu erklären, theoretisch und wie ich es selbst praktisch einmal erlebt hatte. Ein Treppenraum im Altbau, 5 Geschosse, mit einer Holztreppe, die in Brand gesetzt wurde, ein Racheakt, eine Beziehungkiste.
Spielt zwar hier aus meiner Sicht nicht die entscheidende Rolle, der Täter war auch einer aus dem orientalischen Kulturkreis. Er war aus dem Grunde schnell ermittelt, weil er das Benzin im Treppenraum von unten nach oben ausgegossen und angesteckt hatte. Als ihm das dann bewusst war, sehr schnell, hat der es doch tatsächlich geschafft, durch die Flammen, bis ins Erdgeschoss sich zu retten. Er lief mir, noch nach Benzin riechend, schwer verbrannt, regelrecht in die Arme und konnte so der Polizei, den Rettungskräften der Feuerwehr übergeben werden. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so furchtbar gefährlich für die anderen Hausbewohner wäre, denn die Feuerwehr selbst kann dann, recht untypisch, weil Außenangriff, nur über Leitern in die einzelnen Wohnungen vordringen, mit den Löschmaßnahmen beginnen, um sich so wieder den Treppenraumweg in die Geschosse frei zu machen. Grauenvoll. Aber nur so kann es zu der in den Zeitungen beschriebenen Durchzündung kommen.
Es gibt noch eine zweite Möglichkeit, die mir einfällt, die ich aber aufgrund der geschilderten Umstände für unwahrscheinlich halte und die eigentlich auch nur in relativ geschlossenen Räumen (Dachgeschosse) oder bei abgehangenen Decken manchmal passiert und hier in Berlin zwei Feuerwehrleuten bei Aufräumarbeiten beinahe den Tod gebracht hätte. Die funktioniert grundsätzlich so, das in einem Raum ein brennbarer, fester Stoff in Brand gerät, vorsätzlich oder bei Schweißarbeiten. Irgendwo schwelt eine kleine Flamme verdeckt vor sich hin, kann aber nicht zum Ausbruch kommen, weil die spezifische Mindestverbrennungstemperatur nicht richtig erreicht wird. Holz ist dafür ein typischer fester Brennstoff, der leise aber stetig vor sich hinschwelt, und in großen Mengen unverbrannten Kohlenstoff in gasförmigem Zustand erzeug. Hinzu kommt ein gewisser Sauerstoffmangel und das ist hierbei sehr wichtig.
Wenn die Menge der unverbrannten Rauchgase groß genug ist, durch Lüftungsmaßnahmen, durch das Eindringen zum Löschen über die Tür ins Dachgeschoss, große Mengen Sauerstoff hinzutreten, irgendwo noch die beschriebene Flamme weiter brennt, dann kommt es zu einem sog. Flash Over. Das stellt sich dann so dar, das die gesammelten Rauchmengen mit einem Schlag durchzünden und das das Feuer dem Sauerstoff nach außen geradewegs hinterher läuft. Faszinierend zu beobachten, aber eine tödlich Gefahr. Darum dürfen die Einsatzkräfte beim Löschen eine solche Tür, wo eine solche Gefahr hinter vermutet werden kann, auch nur im Schutz der Tür, geduckt, flach auf dem Boden liegend, öffnen, sich hinter der Tür in Deckung begeben und dann, selbst erlebt, faucht eine Feuerwalze aus dem Dachboden heraus, saust eine halbe Treppe tiefer und sprengt die Scheibe zum Treppenraum ohne Mühe auseinander. Wer dann im Weg dieser Erscheinung steht, der wird glatt mit nach unten getragen und überlebt dieses Ereignis kaum.
Zum Treppenraum zurück. Hier kann ich mir es nicht vorstellen, einen Flash Over, weil der Treppenraum über einen natürlichen Durchzug verfügt und ein Ansammeln von brennbaren Gasen in dem obersten Geschossen, bis ins EG, sehr lange dauern würde. Das Haus jedoch war voll besetzt mit Menschen, es war keine Schlafenszeit, also ist ein ständiges Kommen und Gehen im Treppenraum anzunehmen, also hätte schnell jemand die lästigen, die gefährlichen Gase bemerkt und wäre dem Grund dafür nachgegangen, hätte die anderen alarmiert. Du siehst, so wird es nicht gewesen sein.
Deine von dir genannten Dämmstoffe, auch die zeigen hinter vorgehangenen Fassaden manchmal ein ähnliches Verhalten, bei unterschiedliche Stoffen, mal mehr, mal weniger. Die Gefährlichen, die sind aber als Baustoffe, nach meine Kenntnisstand, nicht mehr zugelassen, und auch nicht käuflich erhältlich, weil sie nicht mehr produziert werden, weil damit zuviel schon bei Bränden passiert ist. Eigentlich werden die in der Hinsicht nach der DIN 4102, jetzt wohl EU – Norm, geprüft und qualifiziert und ihr Brandverhalten steht auf den Verpackungseinheiten.
Und diese Materialien schließe ich schon deswegen aus, weil damit ein Treppenraum zu isolieren ist wenig zweckmäßig, den was soll das in einem Kaltraum bringen, wo die Eingangstür ins Freie ständig von Personen passiert wird?
Du siehst, auch ich warte auf mehr an Informationen zur Brandursache, zu dem Bandverlauf, der Brandentstehung, dem Ort der Entstehung und zu der ungewöhnlich schnellen Ausbreitung, denn ein klassischer Schwelbrand zieht sich über Stunden hin, in der Nacht, zu Zeiten wo kein Mensch die sich entwickelnde Gefahr bemerken kann. Und die ist zu bemerken, der unverbrannte Kohlenstoff, der riecht bestialisch und reizt sofort die Atemweg.
Ausblick, aber Spekulation in Richtung Vorsatz:
Was mir aufgefallen ist, das die Feuerwehrkräfte in einer ungewöhnlich kurzen Zeit am Einsatzort gewesen sein sollen, in zwei Minuten. Das ist extrem wenig Zeit, außer die zuständige Feuerwache befindet sich in unmittelbarer Nähe. Aber schließen wir das mal aus, dann lässt diese kurze Eintreffzeit auf noch viel mehr schließen, als nur auf das was ich oben geschrieben habe. Dazu jedoch gebe ich keinen Kommentar ab, das soll das zuständige Branddezernat vor Ort sich überlegen und in diese Richtung ermitteln.
bis denne
eisenherz
